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27.07.2026 13:30 Uhr   #307
Ok, ich meinte es gibt mehr Spiele, über die ich berichten möchte. Nun kommt ein etwas "größeres" Spiel als Phonopolis und auch ein völlig anderes Genre. Wir schauen uns The Legend of Zelda: A Link to the Past an.
...
Oh, halt! Das Spiel ist über 30 Jahre alt (*seufz*) und wollte über was Neues reden. Aber das erwähnte Zelda ist ein Pixel 2D Action-Adventure und das aktuelle Mina the Hollower ist auch ein Pixel 2D Action-Adventure. Da muss ich also Vergleiche ziehen. Vor allem da der Macher hinter Mina der Entwickler Yacht Club Games ist, die mit dem 2D Sidescrolling Jump'n'Run Shovel Knight Preise ohne Ende abgeräumt haben. Damals (2014?? Wirklich???) war die Inspiration ganz klar die Super Mario Reihe und/oder Mega Man. Die sind also bekannt dafür, bekannte Spiele "neu aufzulegen".
Jetzt könnte man natürlich sagen, dass die nichts Originelles selber machen. Aber es gibt definitiv schlechtere Spiele als Vorlage. Und, wie gesagt, Shovel Knight hat etliche Preise gewonnen und ist/wurde von Kritikern und Fans hochbewertet. Und Mina ist aktuell (s. Datum dieses Artikels) in der Liste der besten Videospiel des Jahres 2026 auf Platz 3! (und davor aktuell ein "Visual Novel"... und ein Spiel, das eigentlich nur ein Addon ist) Wir haben hier also ein weiteres Highlight!

Ein großer Unterschied, sowohl von Shovel Knight als auch jetzt Mina, zu den alten, inspirierenden Spielen ist, dass vor allem die Bosskämpfe durchaus auch von Soulslike Spielen inspiriert sind. Ich hatte dieses Genre bei meinen Spielehighlights 2025 erwähnt. Soll heißen: Die Kämpfe von Shovel Knight und Mina sind durchaus anspruchsvoll! Vielleicht nicht völlig Souls-Hart - wir kommen darauf zurück - aber es geht was. Auch das "Speichersystem" mit speziellen Punkten auf der Karte, an denen man dann wiederbelebt wird, ist davon beeinflusst.

Das erstmal drumherum. Aber worum geht es bei Mina the Hollower? Also, man ist Mina, ein Hollower! *ka-ching* Das sind anscheinend ganz tolle Ingenieure, die sogenannte "Spark Generator" entwickelt haben für Licht und Energie. Mina wird nun auf eine Insel gerufen, wo mehrere davon installiert sind, allerdings sind diese merkwürdigerweise fast alle defekt! Daher soll Mina vorbei kommen und nach dem Rechten schauen. Kommt mir alles ein wenig wie meine eigene Arbeit vor... aber gut. Geht schon "gut los" indem das Schiff von Mina nicht einfach anlegt, sondern an Klippen zerschellt. Aber man schafft es danach natürlich in die Hauptstadt zu Lionel, einem guten, alten Freund, der bei Minas' Ankunft gerade ein Waisenhaus eröffnet. Ich hoffe ihr könnt zwischen den Zeilen lesen...!

Auf jeden Fall muss man sich ganz klassisch in diesem Spielegenre zu 6 verschiedenen Generatoren aufmachen und diese wieder in Betrieb nehmen. In jedem Bereich gibt es ein (oder auch mehrere) spezielles "Feature", um einem das Leben schwer zu machen und natürlich spezifische Gegner. Ein Beispiel wäre in einem Sumpfbereich, dass hier über einem Fluss Baumstämme schwimmen, über die man springen muss. Oder auf einem verschneitem Berggipfel ist überall Eis, auf dem man herumrutscht. Alles sehr gut gemacht und durchdacht.
Das Kampfsystem ist sehr variabel. Es gibt verschiedene Hauptwaffen, bei der man am Anfang seinen Liebling aussucht und im späteren Verlauf aber Zugriff auf alle anderen auch bekommt (sofern man will ... bzw. wird man teilweise gezwungen, was ich immer Scheiße fand!). Es gibt auch noch Zweit"waffen" und ich habe diese Anführungszeichen extra gesetzt, denn es kann auch manchmal einfach ein "Schirm" sein, der einen länger über einen Abgrund tragen lässt; oder auch ein Warpportal, ähnlich dem Spiel Portal, um seinen Platz zu verändern. Waffen sind natürlich auch dabei.
Zum weiteren Stärkung von Mina kann sie auch verschiedene Talismane tragen. Diese haben verschiedenste Wirkungen. Von "weniger Schaden" bis hin zu "man kann an Wänden entlang buddeln" ist alles dabei. Letzteres ist auch eine gute Überleitung zur Kernmechanik von Mina. Denn sie ist ja ein "Hollower", also irgendwas Höhle oder so. Ganz einfach: Sie kann sich im Boden verbuddeln und sich da auch fortbewegen. Hier ist sie meist auch unangreifbar und damit zentrales Element bei Kämpfen.

Das so zu allgemeinen Spielmechaniken. Was kann ich so allgemein sagen? Also wie gesagt gibt es große Bosskämpfe. Aber auch einige "normale" Gegner auf der Weltkarte haben es in sich. Es sind auch manche verdammt nervige dabei. Das Spiel ist etwas RPG-mäßig aufgebaut, dass man stärker wird, mehr Treffer erhalten kann und allgemein mehr Lebenspunkte hat. Aber das hat ein "Ende" irgendwann. Und dann kommen weiterhin ganz normale Gegner die einen völlig zerstören können. (Ich gucke dich an, du blöder Ritter mit einem Schild und Feuerangriff...) Vielleicht bin ich auch nicht ganz für Soulslike gemacht. Habe ja noch nie wirklich welche gespielt. Aber dieses "System" Gegnern gefühlt 3min nur auszuweichen und dann mal einen sicheren Treffer landen kann - und dann das Ganze von vorne - ist nervig und ich zu ungeduldig. Und gegen Ende muss man das auch noch andauernd machen. Und auch sind nicht nur die Gegner das Problem, auch die Welt kann böse werden. Das ist eigentlich, was mich sehr viel mehr verwirrt hat: ich hab mich über irgendwelche komplexen Jump'n'Run "Parkour" total aufgeregt und wie unfair das ist ... und bekanntermaßen nenne ich immernoch Super Meat Boy als mein All-Time-Lieblingsspiel. Ein knüppelhartes Jump'n'Run. Da sollten mir doch diese Parts entgegenkommen, oder? Ich kann es eigentlich nicht mal direkt beschreiben, warum nicht. Irgendwas ist unfair und nicht in meiner Hand oder so. Hat keinen Spaß gemacht.
Auch einige Bosskämpfe nicht. Hatte ja schon meine Ungeduld erwähnt. Wobei es manchmal auch komisch ist, wo ich manchmal hängen geblieben bin. Glaube hatte z.B. beim aller ersten Bosskampf irgendwie über 10 Versuche gebraucht... gegen Ende dagegen kam ein Boss mit drei verschiedenen Phasen ... den ich auf den zweiten Versuch gelegt habe und ich relativ simpel gehalten habe. Ob es einfach am Spielstil lag? Keine Ahnung. Und wir reden mal nicht über den finalen Endkampf ... *kotz*

Was machen wir hier also als Fazit? Wie schon der Vorgänger hat hier der Jachtclub ein "altes" Spielsystem in die Moderne gehoben und deutlich verbessert. Die Story ist jetzt nicht atemberaubend und voller Überraschungen, aber erfüllt den Job. Oh, Musik hatte ich noch nicht angesprochen: Fast jeder Bereich hat seinen "eigenen Song" und ist passend und gemütlich. Wirklich herausragende und Erinnerungswerte Lieder fehlen, aber passt für die Atmosphäre. Das Spiel ist herausfordernd und nur in geringen Maße frustrierend (relativ gesehen). Für meinen Toaster-PC muss ich vielleicht erwähnen, dass alles super flüssig gelaufen ist und das Spiel schnell geladen ist. Bei dieser "Technik" aber vielleicht nicht verwunderlich.
Insgesamt sehe ich viele Stärken, aber auch ein paar Schwächen. Und vielleicht auch persönliche Note und Frust dabei, aber kann dem Ganzen nicht volle Punktzahl geben. Es ist ein hervorragendes Spiel, keine Frage. Aber mit Expedition 33 und Mewgenics (als aktuellen Maßstab) hatte/habe ich sehr viel mehr Freude! Aber Mina bekommt 9/10 Punkten!
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