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17.06.2026 14:53 Uhr   #306
Es ist verwirrend! Ja, ich bin "Gamer" und spiele am PC. Aber eigentlich war ich nicht so aktiv. Ich hatte desöfteren Vaulthunters bzw. Minecraft erwähnt. Ansonsten hab ich relativ wenig anderes gespielt. Aber irgendwie haben die letzten Jahre einige Spiele rausgebracht, die mich doch wieder öfters an den Rechner zum Spielen gebracht hat! Weiß nicht, ob Centum der Auslöser war. Wobei das Spiel auch an einem Nachmittag durch war. Wirklich Zeit hab ich erst in Expedition 33 gesteckt und auch einiges darüber erzählt. Dann wieder das kleinere Keeper und zuletzt wieder ein Spiel, das mehr Zeit aufbringt, Pioneers of Pagonia. Zuletzt, natürlich, Mewgenics. Das alles war innerhalb eines Jahres! So viel hab ich schon lange nimmer gezockt!

Und ihr vermutet es schon: Es geht hier weiter! Wir haben tatsächlich mehreres in den Startlöchern. Wir fangen heute mal wieder etwas kleiner an. Phonopolis ist der neueste Streich von Amanita Design. Abgesehen von einer kurzen Erwähnung hatte ich über diesen Entwickler vor *nachguck* fünf Jahren mal berichtet in einem Preview zu ihrem Happy Game. Damals hatte ich gemeint, dass das Spiel etwas anders ist und düsterer und so. Jetzt kommen wir wieder etwas zurück zu etwas helleren Farben.
Aber trotzdem ändern wir auch einiges. Zum einen ist das Spiel nicht, wie alle Amanita Spiele davor, in 2D, sondern in ... naja, wir sagen mal 3D. Ich würde es eher so Richtung 2.5D nennen. Aber auf jeden Fall haben wir mehr "Ebenen".
Der andere Unterschied ist, dass Amanita Design eigentlich dafür bekannt ist, alle Grafiken in ihren Spielen von Hand zu zeichnen/malen. Hier haben sie anscheinend alles in Papierform erstellt, ausgeschnitten und das dann digitalisiert!? Auch interessante Variante. Der größte Unterschied aber zu allen anderen Spielen: Es gibt tatsächlich eine Sprachausgabe! Ansonsten haben sich die Charakter in den Spielen davor höchstens mit Geräuschen und "juhuuu" verständigt.

Worum geht es in dem Spiel? Nun, "wir" als ein Charakter namens Felix lebt in einer recht technischen, aber auch tristen Stadt. Und überall hängen Lautsprecher. Über diese Lautsprecher werden Befehle an alle Bewohner ausgegeben, die diese - also auch man selbst - dann fleissig befolgt. Man kann sich nicht wehren!
Das Spiel beginnt während man Müll einsammelt. Durch einen "Unfall" fällt man in eine Höhle bzw. ist da anscheinend ein verschüttetes Theater/Oper. Und warumauchimmer findet Felix dort einen Kopfhörer. Wenn er diesen aufsetzt kann er die Befehle von den Lautsprechern nicht mehr hören. Er hat also wieder seinen eigenen Willen. Das fällt auf und er wird von drei "Feinden des Volkes" kontaktiert und Felix nimmt Kontakt auf. Das sind Musiker und Komponisten und auch nicht von den Lautsprechern beeinflusst. Da sie schon auf Fahndungsplakaten sind, können sie sich leider nicht frei bewegen; Felix aber einigermaßen schon! Deshalb kommt es ihm als Aufgabe zu, eine Sängerin zu befreien, die der Herrscher eingesperrt hat. Denn dieser will sie nutzen die "ultimative Note" zu singen und damit jeglichen Widerstand seiner Macht zu beseitigen. Also los geht's!

Um das zu erreichen, muss man natürlich etliche Puzzle und Spiele lösen. Während in den vorigen Spielen die Puzzle öfters sehr abstrakt waren, sind hier fast alle in die Welt gut eingebunden. Ausnahmen sind die "Farbspiele" an ein paar Stellen, die auch nicht gut erklärt werden, was man machen soll... das gibt Abzüge! Ansonsten sind die Puzzle gut gemacht. Und sorry das zu sagen: Es gab vor der Veröffentlichung eine Demoversion des Spiels und da hat man einen Teil gespielt, dass wohl mit das beste Puzzle des gesamten Spiel beinhaltet! Gute Werbung :P aber nicht alles gekniffel kommt an das Level ran. manche sind einfacher, manche sind schwerer. Einmal dachte ich "was ist das für nen Scheiß? Was wollen die von mir?" (aber hab es herausgefunden) aber es ist jetzt nicht das härteste Puzzlespiel. Wer da Herausforderung will muss halt jetzt auf Order of the Sinking Star warten. (und keine Ahnung, ob ich das spielen werde)

Was kann ich sonst noch erzählen? Nun, dafür dass das Spiel ja Phonopolis heißt, ist relativ wenig "wirkliche Musik" vorhanden. Es ist eher Atmosphärisch. Es gibt - ich sehe das nicht als Spoiler - sozusagen am Ende des Spiels einen Song, natürlich von dieser Sängerin gesungen. Aber ansonsten passt es.
Das Spiel ist relativ kurz, wenn man nicht andauernd an Puzzlen hängt. Ich hab es an einem Tag durchgehabt. Und ich hatte meinen Spaß! Weiterhin: Wer Amanita Design und ihre Knobelspiele mag kann beherzt zugreifen. Ich vergebe 8/10 Punkte. Geniesst das Spiel!
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