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02.03.2023 13:51 Uhr   #261
Vor kurzem ist das Video/PC-Spiel Howarts Legacy erschienen. Wie der Name vermuten lässt, beruht das Spiel auf dem Harry Potter Universum (allerdings weit in der Vergangenheit). Aufgrund dessen, dass die Autorin von Harry Potter inzwischen in manchen Zirklen eine Persona Non Grata ist, gab es da vor/zur der Veröffentlichung viel Kontroversen. Wie Aufrufe das Spiel zu Boykotieren - was anscheinend nicht geklappt hat - oder es gibt auch Berichte von Youtubern/Streamern, die das Spiel gespielt haben und dann angefeindet wurden.
Aber das alles soll kein Thema hier jetzt sein. Wollte auf etwas anderes eingehen. Und zwar habe ich warumauchimmer unter dem Zero Punctuation Review mal durch die Kommentare gescrollt und da gehen auch einige auf einen Punkt aus dem Video ein: Und zwar, dass man im "Fall der Fälle" - falls Harry Potter halt "verbrannt" ist - auch so tun kann, dass das Spiel in einer anderen Fantasywelt spielt. Das die Idee "zauberschüler" nicht gerade originell ist etc. Und da muss ich mal einhaken!

Ganz ehrlich: Viele Ideen in Fantasygeschichten sind nicht sonderlich neu! Überlegt mal, ihr Fantasyfans, wie viele Geschichten habt ihr da schon gelesen, wo es um ein "unglaublich mächtiges Artefakt" geht, dass der Bösewicht ja nicht bekommen soll? Herr der Ringe zum Beispiel. Oder je nachdem, ob man das als "Fantasy" bezeichnen kann, könnte man selbst die Infinity Steine aus dem MARVEL Universum dazu zählen. Oder etwas detailierter gibt es sonderbarerweise viele Autoren die es faszinierend finden, dass Dinge/Wesen einen "speziellen Namen" haben, mit denen sie kontrolliert werden können oder so (Der Name des Windes oder die Erdseesaga wären hier Beispiele).
Überhaupt ist "Magie" irgendwie relativ "totgeschrieben". Die letzte originelle Idee, die ich dazu gelesen habe (möglicherweise gibt es noch "Unbekanntes", die ich nicht kenne ... und kein Mensch sonst nicht) ist vermutlich Brandon Sandersons Mistborn Serie mit Metallen, die für "magische Fähigkeiten" benötigt werden. "Lustigerweise" geht es aber im Band The Bands of Mourning um ein mächtiges Artefakt, dass nicht in die falschen Hänge geraten darf...

Ok, Ideen sind "rar gesät" in der Fantasywelt. Warum lesen wir dann das Ganze überhaupt? Natürlich weil die guten Autoren den "alten Geschichten" einen gewissen Twist geben! Und wenn da Harry Potter mit anderen Geschichten verglichen wird ... haben diesen Leute Harry Potter mal gelesen? Der "Twist" ist, dass "alles ganz Normal" ist! Ja, die Geschichte "Kind ist eigentlich ein großer Zauberkünstler und muss sich dem Bösen stellen" ist uralt! Aber das ist Harry Potter nicht! Es ist ein Kinderbuch von einem Kind das auf die Schule geht! DAS ist es, was die Leute toll fanden. Das hier "normales Leben" ist mit magischem Touch! Kennt ihr noch einen anderen Fantasyroman, wo hier der "Held" erstmal die Schulbank drücken muss? Magieschulen gibt es viele. In der Scheibenwelt gibt es eine berühmte Magieruniversität. Allerdings könnte ich mich nicht erinnern, da mal was gelesen zu haben, wie jemand da im Unterricht sitzt. Höchstens mal angedeutet. Das Nächste in der Richtung, was mir einfällt, wäre das erwähnte "Name of The Wind". Hier ist tatsächlich die Magierschule noch ein großes Thema. Allerdings auch nicht in dem Maße, wie bei Harry Potter und zudem ist das Buch erst danach rausgekommen. Also wenn wer "unoriginell" wäre, dann isses eher Patrick Rothfuss.
Aber zurück dazu, dass man sich da einfühlen kann. Es ist halt so, dass da - wenn man die Magie wegnehmen würde - eine normale Schul-/Internatszeit beschrieben wird: Neue Schule, neue Freunde, Klassenkameraden, die einen mobben, strenge Lehrer die man nicht mag, kleine illegale Auflüge in der Nacht, ... es ist "ganz normales Leben". Wusstet ihr, dass in den Filmen, wo die Schauspieler Magie-Hausaufgaben machen ... sie ihre realen Schulaufgaben gemacht haben? Es ist ein Kinderbuch. Oder, wie es sich so schön auf Englisch nennt: Coming Of Age Story. Damit wurden viele Kinder - und auch ihre Eltern - erreicht, die sich da richtig in die Welt reinfühlen konnten! Und natürlich auch mit den Charakteren mitfiebern.

Auch ansich ist das Buch unglaublich gut geschreiben. Viele der Zaubersprüche und Namen haben tiefere Bedeutung und Herkunft. Hier könnt ihr mal stöbern. Da sind nicht einfach nur Namen "dahingerotzt" worden, sondern die haben Bedeutung! Insgesamt ist in Harry Potter mehr drin, als man denkt! Keine Ahnung, wo das "jetzt" herkommt, Harry Potter wäre eine mittelmäßige, langweilige Fantasywelt und -geschicht? Vielleicht eben wegen dem "Drama" um die Autorin? Ich weiß es nicht. Aber die Story und Bücher und Welt werde ich definitiv verteidigen! Deal with it!
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