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11.04.2022 21:04 Uhr   #246
Unglaublich aber Wahr! Ich war endlich wieder auf nem Konzert! Das Colos-Saal hatte mal wieder "eingeladen". Gleich vier Metal-Bands warteten darauf, den Abend zu versüßen! Ich kannte eine davon, von einer anderen hatte ich gehört; die anderen beiden kannte ich nicht. Beste Voraussetzungen also für den Abend!
Zuersteinmal war aber überraschend, als ich an die Location kam, dass eine recht lange Schlange vor der Tür war! Eigentlich dachte ich nicht, dass diese Bands große Publikumsmagneten sind; aber gut, heutzutage nimmt man, was man bekommt! Schliesslich war ich ja auch da ;) Auch vielleicht etwas knapp bemessen mit: Einlass 18 Uhr, Begin 18.20 Uhr! Wie auch immer. Ging ohne Probleme rein, kurz nachgefragt, was es für Fotoauflagen gibt (natürlich hab ich wieder Bilder gemacht) und nachdem ich ein Bierchen geholt hab, ging es auch los!

Holy Mother:

Holy Mother eröffneten den Abend. Die Band stand nicht nur hier als erste auf der Bühne, sondern auch überhaupt! Es war tatsächlich die "älteste" Band der Vierergruppe! Trotzdem eher unbekannterer Natur. Das anscheinend die Band zwischen 2003 und 2021 "nichts gemacht" hat hilft da auch nicht. Aber egal, nun sind sie wieder da. Sie spielen einen geradlinigen Heavy/Powermetal. Und nach all der Zeit ist vor allem der Sänger routiniert und zeigt seine Qualitäten; die Instrumentalisten können aber auch ordentlich was.
Für mich an der Kamera war irgendwie lustig, wie deren Lichtmischer die ersten Lieder verarbeitet hat. Erst Rot, dann Blau und zum dritten dann ... Grün!? Wtf? Na, solange sie Spaß haben. Etwas später - ich durfte immer nur die ersten 3 Lieder Fotos machen - spielten sie ein Lied Namens "Wake Up America", das dann schön in Red-and-Blue gehalten wurde. War auch der langsamste Song des Abends.
Prinzipiell war wohl kaum einer der Besucher für diese Band hier, aber sie spielten ganz gut und ordentlich und das Publikum bedankte sich artig. Und als die Band den absoluten Klassiker "Holy Diver" (Original von Ronnie James Dio) coverten sang auch ein großteil des Publikums mit.
Insgesamt nichts herausragendes aber gemütliches Aufwärmen erfolgreich! Etwa 40min war die Band auf der Bühne.

Surma:

Als nächstes kam Surma auf die Bühne. Als ich in der Konzertbeschreibung las, dass die Sängerin Model ist hatte ich schon Angst, dass die nur über Outfit und Aussehen arbeitet. Aber so nackig war sie gar nicht und sie konnte durchaus singen. Und vielleicht hat auch das Modeln geholfen. Denn was der Holy Mother Sänger mit seiner Routine ausgespielt hat, konnte die Dame vielleicht dadurch Erfahrung aufbringen, wie man sich präsentiert. Dafür das die Band erst ein Album unter dem Buckel hat und "Frischling" ist war das eine sehr gute Präsenz und Energie! Auch das Publikum konnte hier mitgerissen werden. In der Richtung muss ich auch den Bassisten erwähnen: Der war absolut tiefenentspannt und passiv. Diese "Pose" hatte er eigentlich den gesamten Auftritt :D
Ansonsten dachte ich "ahja, Symphonic Metal und Frontfrau..." und dachte an relativ "simple" Musik. Aber ich wurde erneut überrascht, denn die Lieder waren tatsächlich relativ "komplex" und Breaks und Liedstrukturen waren nicht geradlinig, sondern hatten was! Auch die Gitarrensolos waren sehr gut. Musikalisch/Instrumental war ich also für so eine junge Band durchaus beeindruckt! Definitiv die positive Überraschung des Abends!
Aber auch recht schnell ging es wieder von der Bühne. Surma hat, wie erwähnt, erst ein Album als Material. Und ich hab nicht genau auf die Uhr geschaut, aber könnte sogar sein, dass sie etwas weniger Spielzeit als Holy Mother hatten! Die haben natürlich ordentlich Material! Trotzdem war man jetzt doch recht warm geworden (konnte natürlich auch das Bier sein ;))

Sirenia:

Sirenia sind schon "alte Hasen" und ist die Band, die ich kannte und prinzipiell hatte ich mich am meisten auf diese gefreut. Wurde auch nicht enttäuscht: Es war die erste Band, denen die Stage-Crew Bier auf die Bühne stellten ;) Und der Gitarrist kam mit einem Bier in der Hand auf die Bühne und nach dem ersten Lied gleich zu einem Bereitgestelltem! Sehr Sympathisch :P
Aber was macht die Band? Ähnlich Surma sind sie "Smphonic Metal mit Frontfrau". Wobei sie vielleicht eher mit etwas ruhigeren Songs angefangen haben, aber generell ist das eine etwas "härtere" Band und rockte so das Publikum ordentlich durch und hatte sichtlich Spaß dabei! Also sowohl Band als auch Publikum! Ein Geben und Nehmen!
Außer kurzen "Thank you!" gab es relativ wenige Ansagen und irgendwie lief auch etwas Synthesizer/Keyboard von Band und wurde in die Lieder integriert, lief aber gefühlt "direkt" weiter nach einem Song. Daher war nicht viel "Pause". Aber wollten wir vor der Bühne auch nicht! Hat richtig Spaß gemacht! Erwartungen erfüllt! Und da ich etwas komplexere Songstruktur erwähnt hatte: Sirenia packen da nochmal ordentlich was oben drauf! Wirklich "progressive" war es jetzt nicht, aber war deutlich die technisch Anspruchsvollste Band des Abends!
Etwas überraschend war der letzte Song, ein Cover eines Songs den ihr (ja selbst ihr!) vermutlich in diesem Original kennt! "Voyage Voyage"! Ok, interessant... aber gut! Und es war auch nicht so "aus dem Nichts", sondern das Lied ist auch auf ihrer aktuellen Platte drauf!
Ein toller Auftritt auf jeden Fall und nach der hm... ca. 1 1/4h waren definitiv alle Anwesenden warm!

Dynazty:

Auf zur letzten Band: Dynazty! Das war die "gehört" Band. Und ich hatte ja jetzt mehrfach die "komplexen Lieder" angesprochen. Zudem stand die ganze Zeit einer vor mir mit einem T-Shirt von Dynazty das anscheinend eine Spezialversion von einem Festival ist das sich ProgPower nennt. Und ok, da ist "Power" drin. Aber Dynazty sind nicht "prog(ressive)" und Technisch. Die sind verdammt gerade und direkt. Das ist nicht unbedingt schlecht, denn auch hier im Auftritt konnten sie sofort lospowern und hauten viel Energie und Action raus. Sofort wurde das Publikum zum mitmachen aufgefordert, was dem gerne nachkam. Das ist irgendwie mit einer der Hauptpunkte von ihnen: Kaum hat ein Instrument "Pause" wird sofort ein Klatschen, "hey" oder sonstwas aufgefordert. Es gab auch den "Klassiker" des "Nachsingen was der Sänger vorsingt". Und in jedem Lied war ein ca. 5min Instrumentalsolo drin (wenn ich gar das "Lied" ansich direkt ein Solo war). Und ich dummer "weiss nie, wie Lieder heißen" Typ versuche immer noch rauszufinden, welches Lied das war, auf dem basierend sie komplett Instrumentalsolo gemacht haben... es ist ein bekannter Rocksong... aber es fällt mir nicht ein... ARGH! Ich werde das in 5 Wochen, wenn ich das Lied zufällig im Radio höre ergänzen... ;)
Ansonsten hatten auch sie Bier dabei (gut! ;)) und hatten auch eine kleine Einlage, als die beiden Gitarristen jeweils ein Bier exten und dabei nur mit der linken Hand Gitarre spielten. Unterhaltsam!
Das wäre auch die "Zusammenfassung" des Auftritts: Es war gut und toll und Unterhaltsam und das Publikum hat sie gut gefeiert! Sirenia sind trotzdem mein Favorit des Abends; ich mag einfach mehr Technik! Sorry! Aber ich glaube insgesamt war es "trotzdem" ein toller Abend mit guter Musik und endlich mal wieder abrocken!

Am Schluß hab ich mir noch eine CD von allen(!) Bands gegönnt, noch kurz mit dem Gitarristen von Sirenia geplaudert und dann auf den Heimweg gemacht! Und es hat immernoch geregnet :(
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