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09.10.2021 13:09 Uhr   #237
Wir machen mal wieder ein Review!
Und ich hatte gemeint, das ich eher unbekannte Sachen unter die Lupe nehme. So ganz stimmt das heute nicht; je nachdem, wie man das interpretiert.
Zuerst einmal aber was ganz anderes:
Sucht euch einen Bleistift, Kugelschreiber, ... sowas in der Art! ... habt ihr? Gut! Nun, klemmt diesen zwischen Ring- und Mittelfinger von eurer linken Hand. Geschafft? :) Ok, nun nehmt die andere Hand und presst diese beiden Finger zusammen! ... was? Das tut ganz schnell weh? Sehr gut! Das ist eure Strafe nicht Psychonauts 2 zu spielen!
(Grüße an Ben "Yahtzee" Croshaw, der das zum Teil 1 gemacht hat)

So, jetzt können wir dieses Spiel anschauen! Eine Anmerkung dazu: Ich habe anno dazumal dieses Spiel durch Crowdfunding unterstützt! (der Veröffentlichstermin "Q4 2019" wurde nur leicht gerissen :P) Das wisst ihr aber auch; hattet ihr ja hier bei mir gelesen. Aber dadurch bin ich auf jedem Fall mal mit "Vorurteilen" belastet. Denn mein Geld steckt ja drin. Und sowas macht man ja bei Kritik über Irgendwas öffentlich, sonst ist man angreifbar!

So, nun zum Spiel. Zudem sind eure Finger jetzt wieder besser ;)
Also, wie gesagt, ist es eine Fortsetzung zu einem "alten" Spiel. Und entgegen vielen anderen Fortsetzungen, die eine völlig andere Geschichte erzählen oder in einer anderen "Zeitebene" sind, ist es hier eine direkte Fortsetzung. Teil 1 endet damit, dass der Hauptdarsteller Raz (und der Charakter, den ihr als Spieler übernehmt) in die "Psychonauts" aufgenommen werden soll und fliegt in die Richtung. Teil 2 beginnt im Prinzip, dass er dort ankommt. ... Ok, gut, nein. Im Prinzip gibt es noch eine "Zwischengeschichte" Psychonauts in the Rhombus of Ruin; dieses Spiel ist allerdings nur für Virtual Reality veröffentlich und ich hab keine VR-Brille, um das gespielt zu haben. Hatte mal überlegt, mir eine Valve Index zu zulegen, aber immer noch nicht gemacht... Egal, zurück zu Psychonauts 2.

Wir kommen also im Hauptquartier der Psychischen Meister an. Schnell etabliert sich, wer der Bösewicht ist; ein ganz alter Feind der Psychonauts, Maligula! Angeblich Tod, aber Dinge sind nicht so, wie sie scheinen ... wie immer möchte ich nicht zu viel der Story erzählen. Letztlich ist die Story von Psychonauts auch nicht so wichtig: "Man kommt an, ist Azubi, muss einen alten Verbündeten finden, dann geht es gegen den Bösewicht!" So, hab euch nun die gesamte Geschichte gespoilert! ... soviel zu nicht zuviel erzählen... aber ich meinte ja, das ist nicht wichtig.
Das interessante - auch schon beim ersten Teil - sind die Levels! Denn es gibt zwar immer noch eine "Oberwelt", die fleissig erkundet werden möchte, weil es an jeder Ecke Gegenstände zum Sammeln gibt. Aber die Hauptaction findet in den Köpfen statt! Nein, das ist nicht übertragen gemeint, sondern wörtlich: Man erkundet die Gedankenwelt der verschiedenen Charaktere im Spiel.

Was eine gute Überleitung ist, mal überhaupt das Spiel zu beschreiben, was es ist. Im Prinzip ist Psychonauts ein 3D Jump'n'Run/Platformer. Wir haben also eine dreidimensionale Welt, in der wir uns relativ frei bewegen können. Wir bewegen uns meist Laufend oder Springend vorwärts und natürlich gibt es desöfteren Gegner zu besiegen. Für beides (also Bewegung und Kampf) stehen hier im Spiel verschiedene, geistige Fähigkeiten zur Verfügung. Man kann Dinge mit seinem Geist bewegen, Feuerbälle erschaffen, auf einem Energieball schweben und einiges weitere. In der erwähnten Oberwelt gibt es keine eigentlichen Gegner; nur die Welt ist das Hindernis und man macht richtiggehend Parkour. Wobei auch die Gedankenwelten mit solchen "Hindernissen" aufwarten.
was nun zu diesen führt. bzw. halt ist die Oberwelt "wie man halt unsere Umwelt kennt" mit Bäumen und Wiesen und Flüssen und Häusern ... alles normal. Es wird in den "Gedanken" der anderen Charaktere interessant! Denn jedes Level ist Einzigartig und hat einen völlig eigenen Stil. Im Kopf eines "Zahnarztes" sind überall Zähne und alles sieht nach "innenseite eines Mundes" aus. Oder einmal wird man bei einem "Musiker" in eine Welt entführt, die direkt aus Yellow Submarine geklaut sein könnte. Man muss einem "Briefträger" helfen und weicht dabei Briefmarkenstempeln aus tippt auf einer Schreibmaschine herum!

Könnte hier noch viele aufzählen. All diese Level machen die Faszination von Psychonauts aus! Prinzipiell muss man zugeben, dass aufgrund der Vielfältigkeit halt auch mal ein Level ein wenig auf der Strecke bleibt und denkt "da hätte man mehr draus machen können", aber andere ziehen das wieder hoch. Das Leveldesign ist atemberaubend!
Schauen wir uns die erwähnten Gegner an. Diese sind vielfach aus dem ersten Teil übernommen und "erweitert". Aber auch ganz neues gibt es. Oh, die Gegner. Vielleicht auch noch dazu: Was für Gegner findet man wohl in Geisteswelten? Natürlich: Zweifel/Doubts, Schlechte Laune/Bad Mood, Bedauern/Regrets, ... (ich hab mal die Englischen Namen hinzugefügt, da ich es auf Englisch gespielt habe und keine Ahnung habe wie direkt die Deutsche Übersetzung ist). Prinzipiell gut designed. Aber wenn man den grundsätzlichen Dreh raus hat und auf seiner Tastatur rumhackt, dann fallen die Gegner eigentlich recht schnell. Ich hab vermutlich ziemlich mies gespielt :P aber oft gestorben bin ich eigentlich selbst bei Boss-Kämpfen seltener. Teilweise wird man da auch mit "Gesundheitstränken" überfüllt... Viel öfter bin ich einfach beim Parkour gestorben! Was halt auch das Hauptproblem sozusagen ist. Aber das ist nicht direkt dem Spiel anzulasten. 3D-Platformer - speziell mit der vorhandenen third person Kamera - haben einfach das Problem, dass manchmal die Perspektive täuscht und man doch nicht weit genug über den Graben gesprungen ist und einfach in seinen Tod fällt. Viele Spiele behelfen sich, dass dann der Charakter möglicherweise einfach den Rand der Klippe fassen kann. Raz macht das nicht. Was eigentlich faszinierend ist; schliesslich ist er aus einer Zirkusfamilie und kann Seillaufen, schwingt sich an Trapezen herum und erklettert dünne Stangen. Aber an einem Rand kann er sich nicht festhalten...
Nun, das ist aber auch der einzige große Kritikpunkt. Ansonsten ist das Spiel hervoragend gemacht, vielfältig, manchmal bescheuert, teilweise durchaus ernste Themen aufgreifend und hat mich auf jeden Fall lange gefesselt! Ich weiss nicht, ob ich so "nach dem Spiel" jetzt noch überall nach Gegenständen herumsuche, um Level 102 zu erhalten - ich bin nach dem "normalen durchspielen" (ich hab durchaus viel gesammelt) nur Level 79 (und ich weiss nicht, ob ich so in diesen "Nachhinein-Levels" überhaupt 102 erreichen kann...) Aber empfehlen kann ich es trotzdem!
Wenn ihr also etwas Zeit habt und nicht schnell von "frustrierender" Steuerung genervt seid, gebt dem Ganzen einen Versuch! Dann könnt ihr auch das Fingerquälen weitergeben ;)
Oh, ich vergebe sonst Noten! ... Da ich mein Geld hergegeben habe, überspringe ich mal meine "Kommazahl" zu 9/10! Eines der besten Spiele des Jahres!
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