26.08.2025 20:07 Uhr #294
Es ging mal wieder ins Colos-Saal für ein Konzert. "Heute" war ordentlich auf die Fresse geplant und Death Metal angesagt. Aber erstmal kurz was dazu, als ich ankam:
Also meine letzte Erwähnung vom Colos-Saal war
im April. Und ich könnte schwören, damals gab es vor der Bühne noch keine
Bühnengitter; aber wir hatten sie jetzt! Haben die Angst, dass jetzt beim Death Metal ordentlich abgeht? Also ich war schon bei entprechenden Konzerten da und da gab es das nicht. Komisch... hatte aber noch anderen "nutzen", wie ich herausfand: Die Fotografen sind vor die Gitter gegangen, um ihre Bilder zu machen. Ich hab auch Bilder gemacht, da ich aber ja nicht akkreditiert bin, sondern das immer Privat mache, hab ich das nicht genutzt. Bekommt also die üblichen Hinterköpfe oder so. Oh, wenn mein Text hier nicht interessiert,
hier findet ihr die Bilder.
Ansonsten war vor dem Konzert noch sehr leer und wirklich voll wurde auch am Ende nicht. Sehr lockere Staffelung. Death Metal ist wohl nicht so Massentauglich ;)
Auch muss ich jetzt schon mal das Merchandise erwähnen. Ich kaufe ja bekanntlich immer erst am Ende was, aber mal einen Blick riskieren. Und ... puh! Also gut, dass Konzert-Shirts inzwischen 35EUR aufwärts Kosten ist ja schon nicht so dolle. Aber das ganz simple CDs für 25EUR (35, wenn du Unterschriften drauf willst) angeboten werden. Ernsthaft? Also hab jetzt mal im offiziellen Shop geguckt: 16,99EUR! Fast 10EUR weniger. Das kann ich nicht mit "Livezuschlag" oder sowas verheiraten.
(Spoiler, ich hab mir ne CD gekauft...)
Aber genug der Vorrede. Lasst uns zur Musik kommen!
Rise Of Kronos
Angesagt war Start für 20 Uhr; um 19.55 betraten die Mannen aus Hamburg die Bühne. Hatten auch fleissig ihr Gesicht bemalt. Nicht so Corpsepaint; das ist eher was für Black Metal. Hatte ein wenig
Braveheart Vibe. Aber egal, sie legten sofort los. Der Sänger zog sehr gerne mal
Grimassen und war ständig auf der Bühne unterwegs. Vermutlich auch deshalb nutzte er alle drei Mikrophone auf der Bühne - klassisch aufgebaut Links, Mitte, Rechts. Interessanterweise würde man ja mit dem mittlerem Mikro das Hauptmikro vermuten. Aber außer ich bin völlig bescheuert, kam mir genau dieses in der Mitte irgenwie am leisesten von den Drei vor.
Musikalisch waren sie natürlich im Death Metal unterwegs. Allerdings eher im Midtempo Bereich. Kaum wurde es schneller hatte es mehr anleihen von Thrash Metal. Und prinzipiell muss ich vielleicht für die Musik auch Heavy Metal erwähnen. Denn das man so ziemlich in jeglichem Metal Subgenre mal mit "HEY"-Chören die Musik begleitet ist jetzt nichts besonderes. Aber in Death oder Thrash tatsächlich mal Text mitsingen? In Death eh schon im Allgemeinen sehr schwer. Aber Rise of Kronos haben das Publikum dazu ermuntert! Zwar nicht wirklich Liedzeilen, aber halt einzelne Worte: "Olympus has fallen" und "Titanum" gröhlten wir z.B. fleissig mit. Denn die Band machte Spaß und das langsam - aber eben nicht wirklich füllende - Publikum wachte auf und war durchaus angetan von der Band. Glaube ein paar Gäste waren auch größere Fans, so wie sie Liedernamen kannten und abgegangen sind. Entsprechend machte die Band sogar eine Zugabe. Also naja, die waren ca. 15sek von der Bühne, bevor sie "wollt ihr noch was hören?" fragten. Und natürlich war die Antwort "ja".
Insgesamt versorgten die Jungs uns mit ca. 40min Musik und wir waren warm.
Crypta
Wer Crypta nicht kennt - und zu faul ist, oben auf den Link zu klicken - das ist eine Band aus Brazilien und eine reine Frauenband. Je nachdem wie sexistisch ihr seid, hättet ihr das nicht vermutet, wenn ihr vor der Bühne mit geschlossenen Augen standet. Denn Crypta dachte nicht daran langsam anzufangen, sondern knüppelte direkt mit dem ersten Song ordentlich auf die Möhre! Ich hatte ja erwähnt, dass Rise of Kronos eher Midtempo sind. Crypta sind high-speed und voll auf die 12! In ähnlicher Manier allerdings zog auch hier die Sängerin gerne mal Grimassen; die sahen allerdings leicht
anders aus. Und auch hier mussten wir mitsingen. Das war aber dann klassisch eher auf "Hey" beschränkt. Aber irgendwie fingen auch irgendwelche Hardcorefans(?) an, mitten in Liedern "OhohoHoh..." mitzusingen und der Rest zog mit. Sorry, kann diesen "Gesang" schwer in Textform packen. Glaubt einfach, dass es cool war.
Das war auch das einzig Kalte drumerhum. Denn die Band rockte (pun intended) einfach ab und Stimmung war einfach nur am kochen. Es wurden kleinere Pogopits gestartet und die Band und Musik absolut abgefeiert.
Ich muss aber mal kurz von der Band die Schlagzeugerin herausgreifen. Diese Leute da hinten auf der Bühne bekommen eh zu selten das Spotlight, wie es ihnen gebührt. Vor allem dieser Dame hat es verdient. Denn - und das klingt jetzt schon fast Gegensätzlich - die Frau schaute die meiste Zeit
recht gelangweilt aus. Die knüppelt da übele Kombinationen in erwähnter, hoher Geschwindigkeit runter - an zwei Stellen kam es mir sogar vor, dass sie zu schnell für den Rest der Band wurde und sich dann zügeln musste - und schaut so aus wie "kann mir wer noch nen Bier bringen?" Absolute Kontrolle über ihr Instrument! Genial! Und ich hätte echt gern gewusst, wo das herkommt, dass sie ihre Basedrum von ihr weg nach oben gestellt hat (sieht man auch im Bild)!? Ich kann mich nicht erinnern, dass ich das schonmal bei einer Band gesehen habe. Hat bestimmt eine Bedeutung. Ich werde es vielleicht irgendwann erfahren, dieser Abend war es leider nicht.
Oh, weil ich gerade "Bier" erwähnt habe: Recht ungewohnt war das die ihre Bühnentrinkversorgung nicht in irgendwelchen Flaschen hatten, sondern alle hatten so Plastiktrinkflaschen (
sowas in der Art). Auch das, was ich so noch nicht gesehen habe. Tag der Neuigkeiten!
Auf meinem Zettel, wo ich mir Dinge vom Konzert notiere, damit ich es nicht für diese Berichte vergesse, steht auch noch "Slam Death". Ich weiß nicht, wie genau ich das jetzt in den Text einpflege, aber ich erwähne einfach halt mal, dass die Band zwischendurch (also in einem Song) auch mal vom high-speed runter und am anderen Ende des Spektrums heraus kam.
All die Stimmung und Action konnte allerdings nicht helfen, dass die Band dann am Ende groß umjubelt ohne Zugabe von der Bühne ging. Allerdings auch nicht völlig überraschend. Denn die Band war ca. 70min auf der Bühne. Und diese junge Band hat erst zwei Alben draußen. Wenn sie jeden Song von denen direkt nach einander spielen würde, wären 90min rum. Und es waren recht wenige Ansagen mitdabei, haben also durchaus einen Großteil ihres bisherigen Schaffens erlebt.
Großartiger Auftritt, der mal das Gehin freigerüttelt hat!
Nach dem Auftritt war die Sängerin noch vor der Bühne für ein wenig geplauder und Selfies; leider keine Schlagzeugerin für mich ;)
Und ich hatte es ja gespoilert und nahm tatsächlich noch ne überteuerte CD und auch noch das Tourshirt von Crypta mit. Bei Rise of Kronos hab ich auch noch CD mitgenommen. Hier waren es übrigends nur 15EUR ;)
Erfolgreicher und unterhaltsamer Abend! Wenn ihr die Chance habt, Crypta zu sehen, tut es! Die rocken euch weg!
Hier nochmal die Bilder
19.08.2025 13:54 Uhr #293
Ich hatte anno dazumal einen recht langen
Artikel über Magic: The Gathering (MTG) geschrieben, obwohl ich das gar nicht aktiv spiele, aber irgendwie Fan davon bin.
Ansonsten hatte ich - hauptsächlich bei irgendwelchen Spielereviews - die
Final Fantasy Serie erwähnt. Auch hier: Ich bin sehr großer Fan, aber eigentlich spiele ich das nicht mehr. Da ich keinen wirklichen Artikel dazu habe, nur ganz kurz (ihr kennt mich ;) )dazu:
Wie wohl sehr viele aus meiner Generation war
Final Fantasy VII(7) auf der originalen Playstation ein großer Startpunkt in die Serie. Seitdem habe ich alle Teile von 1-9 gespielt. Wir sind allerdings inzwischen bei Ausgabe 16! Aber die Spiele sind meist nur auf Konsole zu haben und ich hab seit erwähnter Playstation keine neue Konsole mehr gekauft. Teil 10 war schon Playstation 2, hatte ich nicht. Daher kenne ich seitdem fast alles nur von außen. Aber, wie gesagt, immernoch großer Fan! Liegt vielleicht auch daran, dass ich mit ein paar Freunden ziemlich Fanatisch bin (Insider ;) )
Auf jeden Fall begab es sich, dass diese zwei eigentlich völlig verschiedenen Spiele - Videospiel<->Kartenspiel - in Kooperation gingen und ein
MTG Set auf Basis von Final Fantasy rauskam. Nicht nur ich war da tatsächlich sehr gehyped und es wurde erwartet - und auch passiert - dass viele Final Fantasy Fans sich mal MTG anschauen. Und damit zusammenhängend sind schon vor Veröffentlichung die (Vorverkaufs)Preise der Booster und Boxen übel in die Höhe geschossen. Auf der verlinkten Seite hier sieht man etwas weiter unten so farbige Chocobos. Besonders das Goldene oben ist zu beachten. Es gibt nur 77 Stück davon Weltweit. Und Sammler geben da gerne mal um die
50.000+$ dafür aus! Das hat auch die Preise in die
Höhe getrieben.
Ich hab nur "normale" Karten gekauft und die Commanderdecks. ja, ich hatte mich der üblichen "ich kaufe ein Boosterpäckchen pro neuer Edition" Aktion abgewandt und tatsächlich etwas Geld ausgegeben. Allerdings alles
unverbindliche Preisempfehlung und nichts zu teuer gekauft. Das dürfen andere machen.
Keine Überraschung: Das Set war ein absoluter Gewinn für MTG und die Macher von Wizard of the Coast und ihre Besitzer von Hasbro. Diese "Universes Beyond" Reihe, wo MTG mit anderen, sehr bekannten, Thematiken kooperiert ist auch weiter am laufen. In nur einem Monat wird MTG mit
Spiderman verknüpft. Für Ende des Jahres ist auch noch was mit
Avatar: The Last Airbender angekündigt. Letzteres müssen wir schauen, Spiderman ist auf jeden Fall schon ordentlich am Kochen und auch hier sind die Vorverkaufspreise meist schon weit über der Preisempfehlung.
Aber das juckt mich nicht! Spiderman bekommt von mir vermutlich wieder ein(1) Boosterpack weggekauft. Interessiert mich nicht.
Was mich zum Nachdenken angeregt hat: Welches andere "Universum" außer Final Fantasy würde mich erneut bewegen, Magic-Karten zu kaufen?
Wir haben ja, wie erwähnt, Spiderman von Marvel. Was gibt es sonst noch so von Marvel? Guardians of the Galaxy? Fantastic Four? Deadpool (gibt es schon als Secret Lair)? Könnte noch viel auflisten. Aber auch wenn ich manche sehr gern habe, es reicht nicht für meinen MTG-Kauf!
Was liebe ich denn? Nun, immer noch mein absolutes Lieblinsspiel ist
Super Meat Boy. Aber das hat viel zu wenig Welt und Charaktere, als da ein Set gemacht werden könnte. Vielleicht ein
Secret Lair? Ok, das würde ich sowas von
abgreifen!
Was gibt es noch an großen Universen?
Star Wars? Hm... nicht wirklich. Ja, das würde auch Kohle ohne Ende geben für MTG. Aber glaube nicht von mir. In den letzten Jahren irgendwie den Flair verloren für mich auch.
Star Trek hat so für mich vielleicht bessere Chancen, mich zu überzeugen. Und nein, wir fangen jetzt nicht die Diskussion Star TREK vs. Star WARS an. Prinzipiell sind beide auch relativ "ähnlich" (oh Gott, jetzt bekomme ich Hassmail); zumindest in Hinsicht für ein MTG set.
Oh,
Perry Rhodan! Ja, hier würde ich tatsächlich nochmal zugreifen! Ob die Amis überhaupt wissen, dass es "Die größte Science-Fiction-Serie" der Welt überhaupt gibt ist vielleicht was anderes. Zudem gibt es auch nur geringe Englische Übersetzung von Perry Rhodan und müsste hier verdammt viel Übersetzungsarbeit in die "andere Richtung" machen. Daher wohl eher geringe Chancen, dass das passiert.
All diese sind auch Sci-Fi (in gewissen Maße) und je nachdem man es sieht, nicht gerade die Hauptthematik, die MTG normalerweise hat. Und ja, es gab schon MTG Karten mit
Doctor Who - allerdings kein komplettes Set. Zudem ist das aktuelle "In-Universe" Set, ohne externen Bezug,
im Weltraum, was aber so manche auch schon komisch finden. Fantasy (wie in Final Fantasy) kommt da um einiges besser.
Was wären denn große Fantasy Welten?
Game of Thrones. Hm, das klingt interessant! Da hätte ich vielleicht Interesse! Allerdings auch hier ein recht unwahrscheinliches Szenario. GoT ist ja gerne mal sehr Blutrünstig oder zeigt viel nackte Haut. Die Zeiten, wo bei MTG Bilder wie
Earthbind genutzt wurden, sind lange vorbei. Natürlich muss man das alles nicht verbildlichen, aber als auch nur der Charakter
Negan aus der
Walking Dead Serie eine Karte bekam, gab es kritische Stimmen, aufgrund seiner Brutalität in der Serie. Das es auch in MTG es unglaublich böse Wesen gibt, scheint "egal" zu sein. Vielleicht weil viele davon eben eher auf "ich übernehme die Welt und töte erstmal alles" nicht so schlimm (...) ist, wie jemand der andere mit Baseballschlägern, eingewickelt in Stacheldraht, verprügelt, weil sie ihm nicht gut genug sind. Anderes Level der Bösartigkeit.
Aber wir brauchen jetzt nicht alle Welten durchzugehen, die existieren. Fakt ist: Mich nochmal zum Kauf von MTG-Karten zu bewegen wird sehr sehr schwierig. Vielleicht werde ich ja von irgendwas überrascht. Aber aktuell wünsche ich glaub allen viel Spaß mit Spiderman und Avatar und ihren
leicht günstigen Boostern. Um herauszufinden, ob sich das lohnt, empfehle ich die weitschweifenden Ausführungen vom
Professor. Viel Spaß!
23.07.2025 07:28 Uhr #292
Es hatte sich abgezeichnet, aber es ist nun tatsächlich passiert!
Der "prince of darkness", Ozzy Osbourne, ist
von uns gegangen.
Erst vor ein paar Wochen hat er noch sein
Abschiedskonzert gegeben. In original
Black Sabbath Besetzung. Zudem etliche andere Bands waren mit dabei.
Nun ist er tot. Es kam schon der böse Kommentar: "Für das, was er alles an Drogen und Sonstigem genommen hat, hat er lange durchgehalten!"
Prinzipiell korrekt. Er hat sich einiges reingestopft und 76 ist nicht dirket junges Alter. Aber trotzdem das Ende einer Ära!
Black Sabbath gelten in Metalkreisen als "Ausgangspunkt" dieser Musikrichtung. Entsprechend muss man den Einfluss dieser Band honorieren. Ozzy ist zwar da nur ein Teil der Band. Aber seine Attitüde und Performance als Frontmann hat auch in der Richtung einiges geprägt. Man kann das alles nicht zu gering einschätzen!
Kondulationen müssen auch in Richtung von seiner Frau
Sharon gehen. Seit 1982 verheiratet hat sie ziemliche viele Höhen und Tiefen mit ihm mit- und durchgemacht. Und wie auch oben im verlinkten Nachruf zu lesen: Vermutlich ist sie als "Erdung" der Grund, dass Ozzy überhaupt so lange durchgehalten hat.
Was ich gespannt bin ist, was der Rest von Black Sabbath nun so musikalisch machen wird. Die Band ansich gab es ja schon lange nicht mehr und nur für das Abschiedskonzert zusammengefunden. Aber wird man z.B. den Gitarristen - und Treibende Kraft hinter Black Sabbath -
Tony Iommi in anderer Form mal wieder sehen können?
Ich würde es hoffen! Würde gerne auch mal noch was Live erleben wollen!
Keine Ahnung ob Ozzy nun im
Himmel und der Hölle ist, aber eine Legende ist von uns gegangen!
RIP!
12.06.2025 15:48 Uhr #291
Die Älteren unter uns werden sich noch an die Zeit erinnern, als Mobiltelefone überhaupt erst aufkamen. Und im Speziellen dazu vielleicht, als es möglich wurde über das Telefon Musik abzuspielen. Man wurde überall, bevorzugt in Bus und Bahn, von Leuten genervt, die dann schlechte Musik über ihr Telefon laufen ließen. Ich hatte anno dazu mal überlegt, eine "Studie" zu machen, was für Leute das sind bzw. also welchem Musikgenre die angehören. Denn gefühlt war das immer Rap/Hiphop. Hin und wieder Techno. Rock/Metal musste ich glaub nie extern ertragen. Und ich schreibe hier jetzt selbst bei Rock/Metal "ertragen", denn selbst die beste Musik kann auf den schlechten Mobiltelefonlautsprechern von damals nicht vernünftig klingen.
Aber diese Statistik ist jetzt nicht so wichtig. Prinzipiell ist das ja alles vorbei und passiert kaum noch. Vielleicht muss ich Ausnahmsweise mal Apple danken, als sie ihre
AirPods rausbrachten, so dass es "Hip" wurde, Ohrstöpsel zu tragen. ... Aber mach ich mal nicht, sondern schiebe es mehr auf "Headphone Enthusiasten", die - auch hier etwas "Hip" - anfingen richtige Kopfhörer als "Statusobjekt" zu tragen. Man sieht seit dem viele Leute auf den Straßen, die Kopfhörer tragen.
Heutzutage wird Musik ja gerne über
Bluetoothboxen gespielt und nicht direkt über sein Telefon. Aber vielleicht, weil es "unhandlicher" ist, wird man hier seltener belästigt. Wenn das irgendwelche Leute einfach so auf den Boxen rausblasen, sind die im Normalfall irgendwo in der "Landschaft" unterwegs. Aber tatsächlich in Bussen und Bahnen eigentlich nie zu erfahren. Manchmal vielleicht an Fasching, steigt wer mit Box ein und nervt, aber ist sehr selten.
Was ich aber aktuell aber öfters beobachte bzw. überhöre ist was "Neues":
Videotelefonie!
Ich weiß nicht warum, aber wenn jemand mit seinem Mobiltelefon im Zug (z.B.) telefoniert, stört mich das nicht wirklich. Aber wenn jemand ein Videotelefonat hat und dann die andere Stimme wie "früher" aus eigentlich jetzt besseren Lautsprechern kommt ... absolut schrecklich und nervtötend!
Vor allem: Warum????
Meist, wenn ich das bei einer Zugfahrt abbekomme, sind das auch Gespräche über 30+min! Was erzählt ihr euch da? Vor allem, warum braucht es da Video? Zudem beobachte ich das eben häufiger und ganz oft ist das Telefon gar nicht auf einen wirklich gerichtet. Vermutlich zu anstrengend nach 5min des ewigen Gesprächs. Vermutlich benutze ich in den seltenen Videotelefonaten das falsch. Ich benutze das - sowieso sehr selten - um wirklich den Gegenüber zu sehen und mich sehen lassen warumauchimmer. Oder, fast noch öfters, um dem Gegenüber was zu zeigen. Also etwas außer mir. Einfach so gelangweilt und 2/3 der Zeit nicht auf das Telefon gucken ... da könnt ich auch ganz normal anrufen und brauch kein Video.
Ich schreibe diese Blogartikel ja auch meist nicht in 5min runter, sondern das ist ein "Prozess". Daher kann ich ganz aktuelles Beispiel beschreiben: War im Supermarkt einkaufen. Und ein recht junger Mann hat auch nen Videotelefonat mit seiner Freundin/Frau gehabt! Also ich kenn das ja so ein wenig, wenn man seinen Partner schreibt, was man noch so einkaufen soll. In dringenden Fällen vielleicht Telefonat. Aber wieder Videoübertragung? Ok, kann man was zeigen, wie oben erwähnt. Aber braucht man das? ... gut, hier vielleicht tatsächlich. Denn zufälligerweise war der Kerl dann direkt hinter mir an der Kasse. ... und hatte irgendwie nur 6 verschiedene Energydrinks auf das Band gelegt! Dafür muss man jemanden anrufen? Die Freundin scheint sehr Kontrollwahn zu haben oder so...
Wie gesagt kommt das ganze irgendwie immer mehr auf. Ich bin gespannt, ob wir in ein paar Jahren uns erinnern, dass wir mit Leuten telefoniert haben ohne sie zu sehen. Das ist dann wie vom Krieg zu erzählen. Schon jetzt ist ja schon der "Gag", dass man erwähnt, dass mit Mobiltelefonen auch telefoniert werden kann und nicht nur Nachrichten geschrieben und Musik gehört werden kann!
Ein "kleiner Bruder" von alldem ist im übrigen:
Sprachnachrichten!
Habt ihr vielleicht schonmal gesehen, wie Leute ihr Telefon so horizontal an ihr Ohr halten. Die haben ne Sprachnachricht bekommen und möchten die abhören und die "Töne" kommen aus dem Lautsprecher unten, der auch für Musik etc. benutzt wird.
Leider haben diese Leute noch nicht kapiert, dass die meisten Apps, die Sprachnachrichten unterstützen, so klug sind die Haltung des Telefons zu erkennen. Soll heißen: Wenn man sein Telefon an sein Ohr hält, wie wenn man ganz normal telefoniert, dann wird die Ausgabe der Sprachnachricht auf den entsprechenden Telefonlautsprecher "umgelegt". Dann kann man die Nachricht viel besser hören, als wenn man das ganze so horizontal an sein Ohr hält. Die Belästigung der "Umwelt" ist zum Glück selbst in der ersten, dummen Variante nicht so schlimm. Aber könnte man eben auch recht einfach abstellen.
So, genug zu nervtötendem Lärm. Ich mach jetzt erstmal ein wenig Metal in die Anlage... ;)
01.06.2025 20:56 Uhr #290
Ich muss nochmal über
Clair Obscur reden. Das Spiel ist einfach soooo gut!
Wobei ich über etwas ... hm ... "negative" Dinge reden möchte. Zudem kommen wir zu Details des Spiels. Also SPOILERWARNUNG oder so.
Ihr seid gewarnt!
OK. Also worüber ich reden wollte ist, das "Endgame". Mit Akt 3 im Spiel bekommt man die Fähigkeit über die Weltkarte zu fliegen. Das bedeutet: "The world is your oyster" und man kann überall hin und alles mögliche machen, was (mehr oder weniger) nichts damit zu tun hat, das Spiel abzuschliessen.
Das ist für Rollenspiele nicht ungewöhnlich. Sehr oft gibt es sehr viel optionales zu tun. Was auch sehr üblich ist: Vieles, was man durch optionale Quests (o.ä.) macht und Gegenstände, die man bekommt, sind unglaublich mächtig und machen den Rest des eigentlichen Spiels einfacher. Je nach Spiel ist es extremer oder nicht. Um mal drei Beispiele von anderen Spielen zu nutzen:
In
Chrono Trigger gibt es zwar sehr viel alternative Ausrüstung. Und ja, es macht die Sache einfacher. Aber der Endboss ist immernoch eine recht große Herausforderung! Hier gibt es also nur kleine Verbesserungen für die Charaktere. Allgemein kann man natürlich dann den Schwierigkeitsgrad anmeckern.
Final Fantasy VII(7) hat (z.B.) eine recht aufwendige, optionale Questreihe, wo man Chocobos brüten muss. Am Ende winkt dafür aber die mächtigste Beschwörung im Spiel "Knights of the Round" (Ritter der Tafelrunde). Dieser magische Spruch tötet nahezu alle Gegner im Spiel mit einem einzelnen Spruch. Doch natürlich wussten das die Macher des Spiels. Daher: Der Endgegner hat zwei Phasen. Wenn in der erste Phase die Ritter genutzt werden, bekommt die zweite Phase einfach mal die doppelte Lebenspunktezahl! Es ist also eigentlich von Vorteil, für den Endboss diese Magie nicht zu benutzen! (zugegeben: Man kann das Spiel durchaus "kaputt machen" und übermächtig werden; aber direkt an den optionalen Quests liegt es nicht)
Im
achten Teil von Final Fantasy dachten sich die Programmierer: "Ist doof, wenn die Spieler so viel Optionales machen und stark werden." und daher skaliert das Spiel mit! Je stärker man wird, desto stärker werden auch die Gegner. Es ist daher tatsächlich eine Taktik möglichst schwach ins Endgame zu gehen, um es einfacher zu haben. Speedrunner, die möglichst wenige Gegner bekämpfen wollen, freut das!
Das sind Beispiele für Ideen, was die Spielemacher so machen, um das Ende des Spiels interessant zu halten für all die optionalen Quests.
Clair Obscur macht nichts davon! In dem Moment, wo man in Akt 3 kommt, kann man richtung Endboss laufen. Macht man das da direkt ist es vielleicht ziemlich anspruchsvoll, aber sollte gehen. Ein, zwei Sachen abseits machen und dann ist man noch besser gerüstet.
Was aber auch bedeutet: Wenn man alles optionale macht und auch das höchste Level der Charaktere - 99 - erreicht, dann ist der Endgegner ein absoluter Fliegenschiss! Sorry, dass so auszudrücken. Aber ich hab alles gemacht, was möglich war und der Endboss ist in glaube 3 Angriffen gefallen. Und ich bin sicher ich hätte das auch in zwei oder gar einem Angriff erledigen können, wenn ich gewollt hätte. Es ist extrem, wie übermächtig man hier ist! Ich könnt grad kein anderes Spiel nenne, das so ein Gefälle hat.
Aber warum ist der Unterschied eigentlich so groß? Muss man für den "Rest" so stark sein? Oh, hell yeah! Da sind Gegner jenseits von Gut und Böse dabei!
Im Prinzip ist es richtig gut gemacht: Es gibt enorm viel zu tun, wenn man will. Und man findet dann eine Gegend mit Gegnern, die zwar sehr knackig sind, aber halbwegs machbar. Da kämpft man sich durch und am Ende ist man stärker. So dass man zum nächsten Gebiet aufbrechen kann, dass davor einfach nahezu unmöglich war; jetzt aber geht es wieder halbwegs. So hangelt man sich von Gegner zu Gegner und immer härteren Aufgaben. Auch die eigenen Fähigkeiten werden stärker und einige Aufgaben werden teilweise durch übermächtige Angriffe fast trivial.
... und dann plötzlich rennt man gegen eine Wand!
Es gibt einen optionalen Superboss. Simon nennt sich der so primitiv. Und es ist unmenschlich!
Er hat drei Phasen. Die erste Phase ist - wenn man ein wenig die Mechaniken geübt und sich optimiert hat - eigentlich in ein-zwei Runden rum. Ernst wird es in Phase 2. Seine Angriffe werden stärker und schneller. Doch hier bei ca. 25% Lebenspunkte kommt Phase 3. Die beginnt damit, dass alle aktuell lebenden Charaktere sterben! Punkt. Sie sind weg! "Ok, wie spielt man dann weiter??" Nun, man hat maximal 5 spielbare Charaktere. Drei davon sind dein aktuelles Team. Wenn diese - irgendwo - alle sterben, wird man gefragt, ob man seine Reserve - also die anderen beiden - versuchen lassen will, den Rest zu erledigen. Das passiert hier "automatisch" und gehört prinzipiell zum Kampf dazu. Wenn man vor dem Trigger mit einem enormen Angriff genug Schaden verursacht, dass Simon stirbt, dann passiert es nicht. Das ist, wie viele anderen Spieler ihn besiegt haben. Ich habe nie wirklich rausfinden können, wie ich das hinbekomme. Ich musste richtig arbeiten! Vor allem, da seine Angriffe in Phase 3 nochmal gefährlicher und stärker und mehr werden.
Ich erwähnte, dass Phase 1 sehr schnell rum ist. Das war, als ich wirklich anfing ernsthaft Simon besiegen zu wollen, gar nicht so, sondern hab durchaus mal wen verloren (und hoffentlich noch Wiederbeleben können). Aber gegen "Ende" war es so einfach. Dann die zweite Phase. Es war auch hier richtig cool zu sehen, wie ich am Anfang vielleicht ein Fünftel seiner Lebenspunkte - er hat verdammt viele - entfernen konnte, bevor ich tot war. Doch mit Arbeit an den Mechaniken wurde ich besser und 50% wurde normal. Dann erreichte ich halbwegs regelmäßig die 3. Phase. Eigentlich brauchte ich die nicht so oft. Ich glaube ich hab beim 4. oder 5. mal dann den Sieg davon tragen können. Er hat ja nur noch <25% Leben.
Man hab ich mich da gefreut! So sehr, dass ich vergessen habe, einen Screenshot zu machen. Aber ich habe ja ganz oben erwähnt, dass ich alles gemacht habe. Damit meine ich
die Achievements, die man erreichen kann; und ich habe alle. Mein Beweis also!
Aber auch hat mich diese Freude an etwas erinnert (ihr Leser hier kennt das ja von mir: Der blubbert irgendwas herum, damit er auf das eigentliche Thema kommt):
Ich nenne sie mal etws bescheuert
"YAAAAAAAAHHHH"-Momente in Spielen.
Was meine ich damit? Nun, ich spiele nicht unbedingt immer extra schwere Spiele. Aber in vielen Spielen gibt es Hürden, wo man sich freut, wenn man es endlich schafft.
Einen solchen Moment hab ich hier vor Ewigkeiten mit euch geteilt: Als ich endlich alles in
Super Meat Boy geschafft hatte. Man sieht es am Caps Lock Text in meinem Eintrag ;)
Oder ich kann mich erinnern, als ich auf einer LAN-Party war. Irgendwie Nachts um 2 Uhr kam ich auf die Idee endlich in
VVVVVV das letzte Trinket zu schaffen. Ich habe gespielt, gespielt, gespielt. Ein Versuch nach dem anderen. Und dann endlich bestimmt nach 1 1/2 Stunden hab ich es tatsächlich geschafft, das
Veni,Vidi,Vici Trinket zu holen! Und ich hab direkt laut "YAAAAHHH" gerufen, was die Leute um mich herum verwirrt hat, was gerade abgeht :D
Ich kann definitiv jetzt Simon zu dieser Liste hinzufügen!
Habe dann aber überlegt, wo ich das noch so hatte. Und so wirklich kaum was gefunden. Die optionalen Superbosse von Final Fantasy 7/8/9 waren übele Herausforderung. Aber kann mich nicht an einen Freudenschrei erinnern, als ich sie gelegt habe. (Hab ich
Ozma in FF9 überhaupt besiegt? Und kleines Ding, was mir gerade auffällt: Der letzte Boss in dem - recht neuen - Spiel
The First Berserker heisst auch
Ozma und gilt auch als Ultraschwer)
Mal nen Blick in meine Spieleliste, was ich so habe (und oh Gott, wie viele ich habe und nie durchgespielt habe...) und es fällt nichts ins Auge! Solche Momente scheinen seltener zu sein, als man denkt! Was natürlich cool ist. Dann erinnert man sich mehr daran. Vielleicht sieht man hier auch, wo man so richtig mit dabei ist und "Energie" reinsteckt. Ob das eine Art Spiele-Version eines
Runner's High ist? Oder allgemein im Sport, wenn jemand eine ganz hohe, meist persönliche, Messlatte (in jeglicher Richtung) überspringt?
Ich finde es auf jeden Fall interessant, an solche Momente zu denken. Es klingt vielleicht völlig bescheuert, aber es sind irgendwie "Höhepunkte im Leben". In einem Videospiel ;)
15.05.2025 15:57 Uhr #289
Ich hatte letztes Jahr über den
Salsamarathon in Frankfurt berichtet. Wir machen sowas mal nochmal. Diesesmal geht es allerdings um einen Tangomarathon. Zudem ein etwas weiter entfernter. Es wird um den
La Barloera Tango Marathon gehen.
Das letzte Mal hab ich auch etwas über den Veranstaltungsort erzählt; machen wir diesesmal auch. Denn ebenso erwähnte ich, dass der Salsamarathon nicht in einem gut zu erreichendem Ort ist. Das scheint System zu haben, denn hier ist das jetzt ähnlich! Der Marathon findet in
La Morra - Italien statt. Der Ort ist recht klein und liegt ganz oben auf einem Berg mitten in einem Weinbaugebiet. Da fährt irgendwie am Tag ein paar Mal ein Bus aus der nächsten, größeren Stadt hin. Und die Straßen drumherum sind nicht gerade hohe Qualität, wenn wir das so nennen wollen. Das Dörfchen ansich ist aber echt nett. Viele nette, kleine Gässchen und schöne Aussicht(splattform). Man kann auch durchaus sehr gut Essen gehen hier, denn der Ort ist ein Ausflugsziel und nicht nur Einheimische sind hier unterwegs. Denn wir sind auch - wie gesagt - mitten in einem Weinbaugebiet. Und das nicht irgendeinem, sondern hier aus der Gegend kommt der
Barolo Rotwein. Neben Brunello und Amarone einer der bekanntesten und anerkanntesten Rotweine Italiens!
Der Marathon selbst hat da auch Verbindung dazu. Alle vier DJs hatten einen Wein als "Untername". Barolo gab es da nicht, aber Nebbiolo (z.B.) ist ja auch die Traube für den Barolo. Zudem konnte man neben Wein zum Trinken auch die Flaschen - im Sechserpack - kaufen. (einzeln natürlich auch) Weiß leider nicht, welcher Winzer genau jetzt da die Weine geliefert hab. So genau hab ich nicht geguckt. Hab auch meist auf dem Marathon eher Chardonney getrunken :D
Aber zum Event mal ansich. Die Veranstaltung findet im "Gemeindesaal" von La Morra statt und ist damit mitten im Dorf (groß ist das ja eh nicht). Für einen Marathon ist es auch relativ groß, ich hab was von 250 Personen gehört. Allerdings ist das schon so ein wenig "Italienisches Event". Ich war mit ein paar Freunden da unten verabredet und dadurch waren wir drei Deutsche. Es gab noch ein paar Schweizer und ich hab noch mit einer aus Paris und einer aus Madrid getanzt. Ansonsten gab es eigentlich nur Italiener. Ist nicht das unglaublich internationale Publikum, aber passt schon! Kommt so halb mit Englisch durch!
Die Leute waren aber durchweg offen, freundlich, lustig und auch fast alles exzellente Tänzerinnen (bei den Tänzern hab ich nicht so persönliche Erfahrungswerte gesammelt :P Aber sah auch gut aus!). Es gab ein paar Leute, die relativ chaotisch über die Ronda gerauscht sind, aber alles im allem konnte man sehr gut tanzen. War auch nie wirklich extrem voll und konnte mehr als zwei Schritte machen. Aber Achtung: Nicht zu sehr in der Mitte tanzen; da stand nämlich ne Flasche barolo auf einem Tisch! ;)
Zur Versorgung von uns Tänzern gab es Wasser und Tee - überraschenderweise (für Italien) kein Kaffee kostenlos - und verschiedenes Obst und Kekse. Hier gab es aber sehr viel Variation. Samstag Abend z.B. wurde Zabaione mit Erdbeeren aufgefahren und auch "übriges" vom Abendessen wurde da bereitgestellt. Auch Sonntags dann vom Frühstück. Wir haben das gut weggeputzt ;)
Oh, was gab es denn zu Essen? Klassisch Italienisch gab es Primo - so Tagliatelle mit Bolognesesauce - Secundo - eine Art Gulsch mit Kartoffeln - und Dolce - Panna Cotta! War ganz in Ordnung. Essenstechnisch war das Frühstück aber deutlich stärker: Toller Käse, Schinken, Salami, gefüllte Paprika, ... auch das Brunch-Risotto war sehr gut. Top Start in den Sonntag (der Wein nach dem Essen hat auch geholfen :P)
Sonntags war ich auch überrascht: Da dünnt es sich gerne mal aus, weil Leute heim müssen. Aber vielleicht weil halt so viele aus Italien und auch aus der direkten Gegend kamen, war da selbst zum Schluß um 20 Uhr noch richtig was los! Man kann also den Marathon bis zum Letzten ausreizen! Immer gut.
Insgesamt ein sehr tolles Event, das sehr viel Spaß gemacht hat! Anreise ist möglicherweise etwas naja, aber passt schon. Immerhin gibt es erstaunlich viele Übernachtungsmöglichkeiten! Kann also durchaus gut unterkommen.
Marathon kann empfohlen werden! Daumen hoch!
03.05.2025 07:07 Uhr #288
Ich mache schon wieder ein Spielereview! Das nimmt ja überhand hier. Irgendwie spiele ich in letzter Zeit recht viel über Spiele. Wobei dieses Review etwas anders ist. Denn ich schreibe jetzt über ein Spiel, das ich noch gar nicht komplett durchgespielt habe! Aber: Ich habe Dinge zu sagen! :P
Worum geht es? Es geht um
Clair Obscur: Expedition 33 (ich werde den Namen im Folgenden mit E33 abkürzen ;) )
Ein Spiel, das geradezu aus dem "Nichts" kam und vor allem die Rollenspielszene im Sturm erobert hat. Aktuell ist es
Kritik Übergreifend das am besten bewertete Spiel des Jahres 2025! Es wird deshalb gerne jetzt schon mit "Game of the Year" betitelt.
Was ist das für ein Spiel? Nun, erstmal müssen wir uns über Mechaniken unterhalten. Denn E33 ist, wie gesagt, ein Rollenspiel (RPG); aber kein "gewöhnliches", sondern ein Rundenbasiertes! Es bezieht sich hier auf das Kampfsystem, dass man jede Aktion genau überlegen kann. Das ist jetzt nicht unbekannt. Aber rundenbasierte RPG sind heutzutage meist Indie-Spiele und gerne in Pixeloptik. z.B. hatte ich hier in meinem Blog mal
Chained Echoes das in diese Kategorie fällt.
Hier haben wir aber ein großes Spiel in 3D-Optik und aktueller Technik. Hier findet man das kaum mehr. Irgendwo meinten mal die Macher der Rollenspiel-Platzhirsch Serie
Final Fantasy, das heutzutage niemand mehr rundenbasierte RPGs haben möchte und haben entsprechend schon seit Jaaaaahren ein anderes Kampfsystem. In Anbetracht dessen, dass eben E33 aktuell alle Möglichen Lorbeeren einheimst könnte man überlegen, ob das einfach eine Falschaussage ist!
Zugegeben: E33 ist zwar Rundenbasiert, aber mit einem "Twist". Das Spiel wird gerne auch als "Souls-like" bezeichnet. Das ist eine Bezeichnung, die das Spiel
Demon's Souls geprägt hat. Hier haben wir ein (echtzeit) Kampfsystem, wo man den Angriffen der Gegner ausweichen und/oder blocken muss, ansonsten hat man keine Chance zu überleben. Souls-like Spiele gelten als Knüppelhart und Schwer und es ist für Neulinge zu erwarten, dass man bei Bosskämpfen Dutzendemale stirbt, bevor man alle Angriffskombinationen kennt und korrekt darauf reagiert.
E33 hat ein ähnliches System! Man muss bei Angriffen auch Ausweichen oder Blocken. Teilweise auf spezielle Art und Weise. Aktuell habe ich vier Verschiedene "Reaktionsarten" bei Angriffen und ich muss die richtigen Wählen. Es ist also zwar Rundenbasiert, was eher mit "Gemütlichkeit" und Taktik verbunden wird, aber durchaus Anspruchsvoll für die Finger! Ob man im Story-Mode - den ich nicht spiele, ich spiele Normalmodus - irgendwie ohne großes Tastendrückenkönnen durchkommt, weiss ich nicht. Vielleicht probiere ich das mal aus. Wie gesagt: ich bin ja noch nicht durch, hab noch viel zu tun! Da ich durchaus etliche Seitquests mache, finde ich es auch nicht sooooo schwer. Bin aber jetzt schon auf Speedruns gespannt, wo die Leute einfach eine Glass-cannon-build und nur Angriffskraft machen und alle Angriffe blockieren!
Auf jeden Fall ist diese Spielmechanik wohl DAS Element, was dann doch einige Rollenspielfans einen Bogen um das Spiel machen lässt.
Das mal zum generellen Spielprinzip. Aber zum Spiel und der Geschichte ansich. Es geht darum, dass die Welt durch eine "Fracture" ziemlich zerstört wurde. Und seitdem kommt jedes Jahr eine riesige "Malerin", die auf einen großen Monolithen eine immer kleiner werdende Zahl "schreibt". In diesem Moment lösen sich sämtliche Menschen, die älter als diese Zahl sind, im Nichts auf. Der Vorgang wird "Gommage" genannt. (hab das mal von Französisch - das Entwicklerstudio ist aus Frankreich - auf Deutsch übersetzen lassen: Peeling. Wohl so "Eine Schale nach der anderen Ablösen" für das Thema) Um diesen Vorgang zu stoppen werden seit Jahrzehnten Expedition - benannt nach der aktuellen Zahl auf dem Monolithen - ausgeschickt. Das Spiel begleitet also eine Truppe der Expedition 33 bzw. startet das Spiel mit dem Hauptcharakter, der seine Freundin, die ein Jahr älter ist - und die Gommage trifft - begleitet. Es ist sehr dramatisch und düster. Das ist auch das gesamte Spiel! Ich sehe auf der
Wiki-Seite, dass unsere USK es ab 16 Jahren einstuft. Ich hätte eigentlich 18 erwartet! Das Spiel ist dunkel, brutal, blutrünstig und hält sich nicht zurück! Ein "Feature" ist, dass wenn man Kämpft und je niederiger die Lebenspunkte sind, desto "dreckiger und blutiger" sind die Gesichter und Outfits der Mitglieder! (werden dann mit wunder-Reinigung nach einem Rastpunkt wieder sauber :D )
Die Story ist eigentlich sehr geradlinig zu erzählen, aber es "passieren Dinge"! Merkwürdige Monster und Gestalten. Sind da immernoch Überlebende irgendwo? Wo kommt diese Malerin überhaupt her und was ist das Ziel? Spannend! Aber das Spiel hat auch lustige Seiten.
Grafisch ist es stand der Technik und viele Level/Gebiete sind einfach grandios designed. Ein erstes Highlight in der Richtung ist die Wasserwelt
Flying Waters. Die Spielcharaktere bewundern beim Betreten der Zone die fliegenden Fische und das Ambiente. Das ist schon fast ein durchbrechen der
Vierten Wand, weil man selbst auch WOW sagt!
Musikalisch wird auch aufgefahren. Vielfältige Lieder, zu jeder Zone neu, meist eher romantisch und getragen und instrumental. Aber kann auch mal schneller werden und ein Gesang dazu kommen. Passt einfach immer! Eine optionale Aufgabe im Spiel ist es, die ganzen Musikschallplatten mit den Liedern zu finden. Man kann diese dann auf einem Grammophon in seinem Lager abspielen.
Was? Die sind in einer apokalyptischen Welt und kämpfen sich durch Monster und haben ein Grammophon dabei? Natürlich!!! ... Nein, es ist eher so, der Hauptcharakter hat eine geniale Erfindung gemacht. Ich verstehe die so, dass man aus spezieller "Energie" alle Möglichen Dinge erschaffen kann. Im Spiel wird das hauptsächlich für die Waffen der Charaktere genutzt. Man hat öfters Zwischensequenzen, wo die mit leeren Händen da stehen und dann Schwerter erscheinen.
Musik scheint eh ein allgemein großes Thema im Spiel zu sein. Mal abgesehen davon, dass in einer Szene ein Flügel(Piano) erschaffen wird, viele Gegner haben "Trompeten" und manche "Rhythmusspiele" sind Teil der erwähnten Mechaniken!
Wie gesagt bin ich noch nicht durch. Aber das Spiel ist genial! Ja, ich fluche manchmal über Angriffskombinationen, die mich auslöschen. Aber die Story und die Charaktere und all die Geheimnisse lassen mich weitermachen!
Entschuldigt mich, ich muss mal wieder ein paar mal an einem Boss sterben...
16.04.2025 15:09 Uhr #287
Ok, schockierende Ereignisse sind geschehen:
Ich werde Alt! ... Oder faul. Wer weiss das schon :P
Auf jeden Fall war ich auf einem Konzert im lokal-üblichen
Colos-Saal und habe ... haltet euch fest: Keine Fotos gemacht!
AAAAHHHH!!
Irgendwie nicht in Stimmung. Und ja gut, habe zwei-drei mit meinem Smartphone gemacht, aber das zählt nicht (auch wenn ich vielleicht eins hier dann benutze).
Nichtsdestotrotz wollte ich einen kleinen Bericht schreiben. Denn: Ich gehe desöfteren auf Konzerte, wo ich die Bands nicht im geringsten kenne! Möglicherweise gucke ich kurz mal in ihre Diskographie, ob die was taugen. Aber irgendwelche Youtube Videos von Liedern anschauen oder Spotify? Nope! Lasse mich überraschen! Entsprechend gespannt war ich, denn alle drei Bands des Abends habe ich noch nie gehört/gesehen!
Let's go!
Oder halt! Noch nicht ganz. Erstmal noch ein paar Vor-Band-Impressionen! Denn als ich ankam dachte ich erstmal "oh, ziemlich leer!" Es füllte sich bis zur ersten Band dann noch etwas. Aber es war sehr locker gestaffelt. Zu unbekannte Bands? Keine Ahnung. Auch interessant das Publikum: Es kam mir Durchschnittsalter technisch sehr alt vor! Viele Weiße Haare! Auf der anderen Seite kamen Leute mit ihren Kindern (Enkeln?) und da wieder sehr niederiges Alter. Ich kam mir schon fast Durchschnitt vor. Allerdings da nur "Alter" denn irgendwie lag ganz oben auf meinem Kleiderstapel "heute" ein weißes T-Shirt! Hab ich dann doch etwas herausgestochen zwischen all den schwarzen Gestalten ;)
Aber genug zur Vorrede, auf zur Musik und ersten Band!
Lutharo
Beginn war für 19 Uhr angekündigt. Es wurde allerdings 19.10 oder so. Aber kein Problem, wie man später sah!
Der Abend - im speziellen der Headliner - war als Powermetal angekündigt. Die erste Band des Abends hat zwar auch diese Beschreibung aber zusammen mit "Death" und "Thrash". Es wurde auch der härteste Auftritt des Abends. Was man vielleicht nicht vermuten würde, wenn man nur die Sängerin sehen würde. Denn dieser 1,50m Stöpsel sieht nicht so "gefährlich" aus. Aber hat die Bühne gerockt! Leider muss ich sagen, eher nur da. Denn ich fand den Soundmix im speziellen für den Gesang nicht gut; um genauer zu sein, am Anfang war es schrecklich, dann hat es sich etwas verbessert, war aber immernoch unterdurchschnittlich. Sehr schade! Ich glaub, da ist mir (und den anderen Gästen) was entgangen.
Daher zurück zur allgemeinen Musik. Wie gesagt, Power/Death/Thrash. Und man konnte die verschiedenen Strömungen ziemlich genau einordnen. Ihre Lieder waren so aufgebaut, dass da mal eher Powermetal ist, und danach eher Death/Thrash. Prinzipiell könnte man auch "nur" auf die Sängerin achten, ob sie grad screamt oder clean vocals raushaut. Oder die ganzen, vielen Gitarrensoli (und das einzelne Basssolo kurz vor Ende möchte nicht unerwähnt bleiben!) sind auch eher eine Sache des Powermetals. Wenn es geknüppel gab, sind wir dagegen in härteren Genres unterwegs.
Es kam auf jeden Fall an und die Leute kamen in Stimmung. Anscheinend waren einige Fans (oder die die Band zumindest kannten) da, aber auch der Rest - und auch ich - des erwähnt kümmerlichen Haufens wurde warm und hat sich fleissig bei üblichen "HEY"-Rufen beteiligt und konnte gut in den Abend starten. Vielleicht auch aufgrund der Abmischung kein absolut glorreicher Auftritt von etwa 40min, aber hat Lust auf mehr gemacht. Mir ging es jetzt nicht so, wie einem anderen Gast, der nach dem Auftritt meinte "er wäre jetzt schon verschwitzt", aber gab ja keinen Pogopit oder so (ist auch den ganzen Abend nicht passiert).
Nach einer sehr kurzen Umbaupause von ca. 15min ging es auch schon weiter mit der nächsten Band.
Fellowship
Nach der härten Gangart und einer Band in "Metalüblichen" Outfits kam jetzt eine kleine Kehrtwende. Fellowship sind fest dem ("ruhigen") Symphonic Powermetal verschrieben und kamen mit "Kostümen" auf die Bühne. Eher in Richtung Mittelalter gehende Kutten und Umhänge wurden präsentiert. Der Sänger hatte auch eine bunt-gold Weste an, die ihm etwas Prinzenhaftes gab. Die Band kommt aus England, die wissen wie man sich so verkleidet ;) Kleiner "Ausrutscher" allerdings der Bassist: Die Brille hat irgendwie das Bild etwas kaputt gemacht. Wie deren
Bandfoto zeigt, geht es auch ohne! Oder vielleicht auch nur für das Foto; da er der einzige Bassist des Abends war, der kein Plektrum benutzt hat, sondern (unglaublich schnell) mit den Fingern gespielt hat, braucht er da möglicherweise genaueres zielen. Leider hat er kein Solo bekommen, dafür der Gitarrist ein Solo nach dem anderen. Dieser hatte auch Geburtstag; natürlich gab es da ein kleines "Happy Birthday" Ständchen für ihn.
Wie gesagt, wurde die Musik jetzt etwas "freundlicher". Mit ihren Songs "über Fellowship" und auch dem Aufruf zum Mitmachen keine
Pommesgabel zu machen, sondern
Handherzen verbreiteten sie positive Stimmung. ... oh, "Stimmung", gute Überleitung! Erst dachte ich, dass der Gesang nochmal ein Reinfall wird, aber diesesmal hat der Soundtechniker die Kurve gekriegt und ich einen vernünftigen Gesang vor der Bühne! Aber "Stimmung" auch anders: All das fröhliche und auch musikalisch - vielleicht Thematisch etwas andere Richtung - musste ich an den "Happy Metal" von
Helloween denken. Und was ist, wenn man Happy bekommt? Man ist Happy! Das Publikum hat viel mitgemacht, mit ähnlichen HEYs aber auch Armschwenken und eben den Herzchen. Es gab viel Applaus und die Stimmung vor der Bühne war Top!
Nach etwa 45min waren dann auch diese Mannen (einzige Band ohne weibliche Beteiligung ;)) fertig und gingen umjubelt von der Bühne. Ok, es ist warm jetzt! Wir sind bereit für den Headliner!
Frozen Crown
Nach ca. 15min Umbau - wieder fix - kam der Bandgründer und Leadgitarrist (Federico Mondelli sein Name) auf die Bühne und hielt eine kleine Ansprache: Anscheinend hat die Sängerin einen nicht näher beschriebenen medizinischen Notfall gehabt. Sie war (laut ihm) am morgen noch in Italien in einem Krankehaus am Tropf gehangen. Und es war nicht sicher, ob sie hier für den Auftritt sein könnte oder sie einen "alternativen" Auftritt ohne sie machen müssen. ... Doch, es klappt! Speziell eingeflogen und vom Manager vom Flughafen auf der Überholspur nach Aschaffenburg gebracht, kam sie anscheinend gerade vor 10min an und zieht sich gerade um. Bitte begrüßt sich mit aller Energie, die ihr habt!
Danach ging er von der Bühne und das Intro wurde gestartet.
... OK, das ist mal ein Start! Ich habe keine Ahnung, warum die Dame im Krankenhaus war, auf der Bühne merkte man nichts. Sie wurde - wie gewünscht - tosend begrüßt und der Rest der Band natürlich auch; aber nicht auf dem gleichen Level. Zu den Personen: ich erwähnte ja gerade die "Mannen" von Fellowship und das sie keine Dame dabei haben. Das hat Frozen Crown ausgeglichen: Neben der Sängerin hat die Band auch gleich zwei Damen an den Gitarren. Und falls ihr aufgepasst habt mit der Ansage und dem Lead
gitarristen; ja, die Band hat DREI Gitarren am Start! Da hat der einzelne Bassist ordentlich was gegenzusteuern. Aber kein Problem, er bleibt da cool und lässt seine Sonnenbrille auf der Nase. Das war wirklich so nen "ruhiger Punkt" in der Band. Sah immer gechillt aus. Die Gitarristen und natürlich auch die Sängerin sind dagegen viel über die Bühne geeilt. Interessanterweise hatte sogar der Schlagzeuger Hummeln im Hintern und stand die ganze Zeit auf, wenn es die Chance für ihn gab. Sowas ist sehr selten. Wir kommen in der Nachbereitung nochmal auf ihn zurück.
Die drei Gitarren wurden auch gerne für Soli eingesetzt. Und zwar durfte jeder Mal ran; meist in Kombination. Es gab eine Stelle, da hat der Leadgitarrist ein Solo gespielt und dann mittendrin einfach die Hände hochgehoben ... und das Solo ging einfach weiter! Nahtloser Übergang zu einer der Damen. Das ist richtig hohes und tolles Niveau! Sowas wird natürlich vom Publikum honoriert und die Band wurde ordentlich abgefeiert. Das merkt die Band und zeigt dann richtig Spaß auf der Bühne. Und so weiter. Das übliche, tolle Feedback aufschaukeln.
Zwischendurch gab es noch ein paar, meist irgendwie bescheuerte, Ansagen, die der Gitarrist (man, wie oft erwähne ich den???) meist mit "oh, I was thinking in German" kommentierte und dann das gesagte in Italienisch wiederholte. Also vermute ich mal, ich kann kein Italienisch :P Beispiel für das Bescheuerte? Nun, an einer Stelle wollten sie das nächste Lied ansagen und der Bassist fachsimpelte dann darüber, dass das nächste Lied nicht nach einem Mineral benannt ist. Was eigentlich nicht ganz stimmte. Er bezog sich auf das "Steel", was keines ist. Aber das Lied heißt "Steel and Gold" und Gold ist ein Mineral!
Aber Geologie beiseite. Alle Anwesenden hatten eine tolle Zeit, die Band freute sich über die zahlreichen Besucher (naja...) und auch die erwähnten Kinder, die teilweise direkt vor der Bühne herumsprangen. Eine wirkliche "wir gehen von der Bühne und dann kommen wir nochnmal für ne Zugabe" gab es nicht. Die spielten einfach durch. Hatten dann nicht ganz 1 1/2h Spielzeit auf dem Buckel. Zwei Kinder durften auch direkt auf der Bühne mit auf das obligatorische Schlußbild und dann ging es von der Bühne! Toller Auftritt und ihr habt mit mir einen neuen Fan! Sehr viel Spaß gehabt!
So, ich erwähnte Nachbereitung. Natürlich war das, dass ich mal zum Merchstand ging! Ich arbeitete mich da von Band zu Band, in der Auftrittsreihenfolge, durch.
Erst also zu Lutharo. Die Sängerin hatte noch auf der Bühne für ihre Merchwerbung gemeint, dass es bei ihnen "Shirts, CDs, Photos, Hugs, whatever you want!" gibt. Also ganz klar: Musste ich mir "Hugs" abholen! Es waren auch zufällig alle Bandmitglieder gerade am Stand und ich konnte alle drücken! Man, die Sängerin war selbst mit meiner Stufe weniger vor dem Merchstand kleiner als ich :P Und natürlich nahm ich auch ihr neuestes Album mit!
Danach zu Fellowship. Der Sänger stand hinter dem Tisch und ich begrüßte ihn mit einem Art Knicks mit so einer geschwungenen Handbewegung. Denn er war noch in Outfit! Muss man ja honorieren. Des Umhangs hatte er sich zwar entledigt, aber trotzdem war dann meine erste Frage, wie warm es ihm gerade ist? "Very"! Gut zu wissen ;) Aber hier weniger Floskeln gemacht und auch eine CD mitgenommen. Hab mir eine der zwei empfehlen lassen und hab mir die genommen, wo er meinte die Produktion ist besser. Sehr ehrlich, dass er sowas anspricht! Das zeigt auch das da eine positive Entwicklung stattfindet! Bleibt also alle an der Band dran!
Zuletzt also dann zu Frozen Crown. Hier war nur der Schlagzeuger am Stand. Ein anderer Besucher fragte auch, ob es möglich ist, dass seine CD von allen unterschrieben wird, aber er verneinte das. Ich sprach ihn dann auf sein aufstehen-hinsetzen an. Und ob er
Die Ärzte kennt. Denn Bela B ist der einzige Schlagzeuger, den ich noch so kenne, der im Stehen Schlagzeug spielt. (ich glaub er setzt sich gar nicht hin...). Aber der Italiener kannte diese, unglaublich bekannte Deutsche Band nicht. Bildungslücke! Aber trotzdem mein Lob für sein tolles Schlagzeugspiel an ihn! War einfach so! Und natürlich nahm ich auch hier eine CD mit. Das war ganz lustig: Da waren vier CDs in einem Quadrat angeordnet und ich fragte die Dame hinter der Theke, was denn die neueste CD sei. Und sie zeigt ans andere Ende des Tischs und meint "die da", was für einen guten Lacher bei uns beiden führte! Zum Glück war da das Eis gebrochen, bevor ich dann beim bezahlen mit der Bankkarte zweimal meine Pin-Nummer falsch eingegeben habe! Naja.
Mit drei neuen CDs im Gepäck ging es dann auf den Heimweg. Erfolgreicher Abend und drei tolle, neue Bands kennengelernt!
Bis zum nächsten Mal!
31.03.2025 16:13 Uhr #286
Wir machen mal wieder ein Review von einem Computerspiel! Hatten wir schon (halbwegs)länger nicht mehr.
Und zwar schauen wir uns
Centum an.
Vielleicht erinnert sich wer an mein Review von
Genesis Noir. Prinzipiell sind diese beiden Spiele sehr ähnlich: Beide sind sehr abstrakte Puzzle-Point-and-Click Adventure. Und ... naja gut, hier hören die Ähnlichkeiten auf!
Ich hatte bei Genesis Noir viel über die Grafik geredet. Hab sie gelobt für diese Kombination aus sehr einfach und sehr detailiert. Centum dagegen ist komplett in
Pixelgrafik gestaltet. Auch hier kann man Detailsfreude erkennen. Ist aber natürlich eine deutlich andere Visualisierung.
Zudem auch die Inhalte: Nichts von etwas lustiger, abstrakter Geschichte und viele tolle Farben. Centum beginnt tatsächlich schon damit, dass man nicht weiss, wer man ist und man "blind" einfach was in einem Dialog dazu wählen muss. Aber auch ansonsten ist alles düster und bedrohlich. Merkwürdige, "hässliche" Gestalten. Kein Zurückhalten von Blut und Tod. Abstrakt. Unheimlich. Und viele Adjektive mehr!
Doch lasst uns doch mal kurz die "Story" beschreiben. Man beginnt das Spiel sozusagen in einem Computer eingeloggt. Geschickt gemacht: Man kann hier nämlich einen Spielstand laden/speichern. Das macht mit einem PC Sinn.
Aber man ist nicht lange hier. Abgesehen von ein paar Textdateien lesen kann man wenig machen außer ein "Programm" zu starten, was zum eigentlichen Spiel führt. Man ist plötzlich in einem Verlies. Ein Judge/Richter stellt einem Fragen, die man - wie oben erwähnt - eigentlich nicht wirklich beantworten kann (und teilweise sehr abstrus sind). Dann kann in seinem Verlies/Raum agieren.
Ich schreibe "Raum" denn das Spiel macht das durchaus geschickt: Obwohl sich im weiteren Verlauf der "Handlungsort" ändert, bleibt die Grundstruktur des Raumes gleich:
(So von Links nach rechts)
Auf der linken Seite ist eine "Tür", die man aber (meist) nicht durchschreiten kann.
Danach kommt ein "Bett" mit dem man die zeit fortschreiten lassen kann. (fast immer benötigt)
Dann kommen Szenario-spezifische Interaktionsbereiche. Das kann ein Tisch oder PC oder ähnliches sein.
Ganz rechts ist ein Fenster, wo man auf eine(? verschiedene?) Stadt schauen kann.
So sind eigentlich alle (relevanten) Bilder/Szenarios aufgebaut.
Ansonsten hat man manchmal ein Adventure-übliches Inventar. Aber das wird nicht mehr als vielleicht drei Gegenstände beinhalten.
Mehr ist das Spiel eigentlich nicht!
Ein wenig herausfinden, was überhaupt abgeht und ... "SPOILER" oder so: Ich hab den Abspann gesehen und so 100% weiß ich es selbst nicht wirklich.
Im Prinzip könnte ich hier jetzt eigentlich mein Fazit von Genesis Noir wiederverwenden. Das die Grafik deutlich anders ist und eine sehr viel düstere Atmosphäre vorherrscht macht nicht so den großen Unterschied. Es ist ein abstraktes Spiel, das definitiv nicht für jeden ist. Hat es mir gefallen? Ja, schon irgendwie. Bei Genesis Noir hatte ich die mysteriöse ?/10 Bewertung gegeben. Das könnte ich hier auch. Hatte aber damals mich auf 8/10 "geeinigt". Centum erreicht glaube nicht ganz das Level. Ich gebe dem eine 7/10!
05.02.2025 15:37 Uhr #285
Wollte mal über Bands und ihr "einziges" Lied reden. Nein, ich meine damit nicht
One Hit Wonders. Sondern über etablierte Bands mit nur einem Lied.
Was meine ich damit? Nun, Beispiel:
Bekanntermaßen höre ich Metal-Musik. Auch wenn ihr Leser vielleicht die Musik nicht hört, kennt ihr vielleicht einige Metal-Bands. z.B.
Metallica. Metallica ist wohl mit eine der bekanntesten Metal-Band der Welt. Nun die Herausforderung an euch: Kennt ihr auch ein Lied von denen? Ja? Super! ... Ist es
Nothing Else Matters?
Und genau darauf will ich hinaus: Viele Bands sind durch "ein" Lied unglaublich bekannt. Natürlich wer wirklich Fan ist kennt auch meist mehr Lieder. Aber es ist so ein "repräsentiver" Song! ... Wobei das eigentlich gerade in meinem Beispiel nicht stimmt! Das ist ein ziemlich ruhige, langsames Lied. So ist Metallica im Normalfall nicht! Selbst das im Bekanntheitsgrad konkurrierende Lied
One hat zwar auch einen soften Vibe, aber ist zumindest im späteren Teil eine sehr viel härtere Gangart. Von Metallicas "richtigen" Liedern ganz zu schweigen. Wir kommen noch drauf.
Allgemein in der härten Musikrichtung ist das leider ein wiederkehrendes Phänomen. Ob es
Limp Bizkit mit Behind Blue Eyes ist oder
Disturbed mit The Sound of Silence. Da macht eine "harte" Band mal ne Ballade und kommen damit voll im "bösen" Mainstream an. Die beiden Beispiele sind ja sogar noch schlimmer, denn das sind Cover von
alten Liedern. Nichtmal eigene Lieder sind das! Da kann man sich bei Metallica wenigstens noch freuen, dass die das selbst geschrieben haben.
Ansonsten:
Alice Cooper?
Poison! Mit Glück noch
School's Out.
Led Zeppelin? Natürlich
Stairway To Heaven
Wir können aber auch in Modernen Pop gehen. z.B. Ed Sheeran. Wenn der nicht gerade ein neues Album rausgebracht hat, wird im Radio
Perfect oder
Shape Of You gespielt. Sonst hat der "nix".
Irgendwelche Lieder "bleiben hängen". Möglicherweise sind das auch die tollsten/besten Songs von einem Künstler, will man ja gar nicht falsch behaupten. Klar, es gibt Beispiele wie das von Metallica, dass das nichtmal das "Highlight" ist. Aber auch beim Rest. Diese Bands haben auch andere Lieder! Viele sind auch verdammt gut!
Wie üblich bin ich auf dieses Thema ganz komisch gekommen. Und zwar hab ich ja ein neues Auto (ja, das wird ein komischer Übergang ;) ) und während ich im Alten immer CDs gehört habe, hat mein neues gar keinen CD-Spieler mehr. Aber dafür einen USB-Anschluss! Nun höre ich mp3s damit. Das ist recht geschickt. Früher musste ich CDs im Auto austauschen, wenn ich nicht alles in Dauerschleife hören wollte. Jetzt läuft der Stick einfach durch mein Material, dass ich aufgespielt habe, durch. Und auch die Musikauswahl ist jetzt einfacher. Bisher musste ich ja CDs rein- und rausnehmen aus dem Auto. Jetzt einfach den Stick mitnehmen. Mal ganz abgesehen davon, dass ja eben viel heutzutage digital ist und ich da keine Umwege machen muss. Was ich meine: ich hatte früher wiederbeschreibbare CDs, die ich dann immer neu gebrannt hab. Das kostet richtig Zeit! Jetzt werden nur Daten rumgeschoben.
Aber zum Thema zurück. Wie gesagt tausche ich da meine Musik aus. Und was ich irgendwie bei mir gefunden hab ist "Best of Queen Vol. 2" ... Ich hab keine Ahnung, warum ich nicht die
erste CD davon habe. Aber so isses nunmal. Und wenn ihr in dem Link mal alles mit 2. vorne anguckt. Wie viele Lieder von
Queen auf dieser CD könnt ihr direkt im Kopf mitsummen? Da sind einige dabei! Aber auch etliche, die vermutlich erstmal unbekannt erscheinen. Und genau um diese "Unscheinbaren" geht es mir!
Nehmt z.B.
Innuendo. Die Chancen stehen groß, dass selbst der Name erstmal gar nichts sagt. Hat es mir, als das Lied dann in meiner Rotation auftauchte auch nichts. Aber holla die Waldfee! Bohemian Rhpsody ist nicht auf diesem Album drauf, aber hat einen würdigen Ersatz: Nach ruhigem Beginn haben wir einen Mittelteil mit Flamenco und das Ende ist sehr Hardrockig! Ein brillianter Song! Und ich hatte ihn gar nicht auf dem Schirm!
Das soll jetzt nicht direkt Werbung für diesen Song sein - aber isses ein wenig - sondern ich möchte das eher "globaler" sehen. Wir hören zu oft die gleichen Songs. Die sogenannten B-Seiten oder Lieder die nicht im Rampenlicht stehen werden übersehen. Und das ist so schade!
Ich rufe auf: Ihr habt da im Radio nen tolles Lied gehört, das euch gefällt, von wasweissich für einem Künstler/Band. Geht Online (Spotify/Youtube) und hört mindestens 10 Lieder von diesem Interpreten! Nehmt euch Zeit, wirklich zu hören und nicht nur als Hintergrundrauschen. Möglichst Songtitel, die ihr noch nie gehört habt. Vielleicht denkt ihr danach "oh mein Gott! hat der nur das eine, gute Lied gemacht???" aber vielleicht habt ihr auch "oh, wow, das ist auch nen cooler Song!". Auf jeden Fall habt ihr mal über den Tellerrand geschaut. Und vielleicht eine neue Song-Perle gefunden!
Versucht es mal!