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17.01.2022 11:13 Uhr   #241
Bei Scott Alexander (Blogger von SlateStarCodex bzw. inzwischen AstralCodexTen; mit die brilliantesten und besten Artikel im gesamten Internet!) gibt es zweimal die Woche einen "Open Thread". Hier erwähnt er nur einzelne Dinge und Hinweise auf gute Diskussionen, ansonsten sind diese Beiträge für die Kommentatoren unten drunter gedacht. Man kann "Werbung" für seinen eigenen Blog machen, Themen und Diskussionen anstossen und allgemein sich austauschen. Normalerweise ignoriere ich die ziemlich; wenn was tolles dabei ist, wird Scott schon einen neuen Beitrag schreiben, der darauf hinweist. "Outsourcing" also :P
Aber nun bin ich beim kurzen Scrollen in die Kommentare über eine "Frage" gestolpert, wo ich mir warumauchimmer mal Gedanken gemacht habe und auch eine Idee habe, warum dem so ist!
Und zwar fragt ein Kommentator - etwas komisch, als wenn das schonmal aufkam... vielleicht hat er als "Basis" diesen Artikel - warum Männer sich eigentlich inzwischen (also früher war es anders, er erwähnt Zeiten und vermutlich die Geschichten von Shakespear) so "langeweilig ankleiden" und keine Emotionen zeigen (sollen). Und wenn Männer das tun das "normalerweise" Homosexuelle sind. Also wollen wir das doch mal genauer anschauen. Habe wie gesagt eine Idee!
Meine "Erklärung" wäre:
Wegen dem Abstieg und geradezu "Auflösung" der Aristokratie!

Mal ehrlich: Wenn man "alte" Bilder sieht und wie toll die eingekleidet sind, dann sind das Bilder von reichen Leuten, Adligen. Wer denkt bei sowas nicht an Ludwig den 14.? Hatte der nicht irgendwie 10 Leute, die ihn jeden Morgen in seine Seidenhosen gesteckt und eingepudert haben? So sahen vermutlich die Bauern auf dem Feld nicht aus! Die haben Klamotten gehabt, die diese Arbeit aushalten und wenn sie dreckig waren auf einem harten Stein saubergerubbelt werden konnten (übertrieben gesagt). Da war nix von elegantem Einkleiden! Und auch Emotionen. Klar, da kann der Fürst ein dramatisches Stück anschauen und dann sein Samttüchlein aus dem Ärmel ziehen, mit dem er dann seine Tränen abtupft. Der erwähnte Bauer dagegen... wenn er die "Wahl" hat, traurig und heulend mit was wir heute "Depression" nennen im Bett zu bleiben oder raus auf sein Land zu gehen und zu beackern, damit seine Familie was zu Essen hat... was wird er wohl gemacht haben?
Entsprechend ist eigentlich schon die Ansicht, dass "früher haben Männer sich ganz bunt und toll gekleidet und haben große Emotionen gezeigt" eigentlich falsch. Es waren nur sehr wenige. Und - wie gesagt - als die Aristokratie dann unter die Guillotine gekommen ist, ist da viel mit "ausgestorben". Auch die Industrialisierung hat dann "einfache Leute" an hohe Positionen gebracht, die die Adligen normalerweise für sich selbst haben wollten. Da wurde dann gern "gelästert", dass diese "Neureichen" sich "falsch" kleiden und verhalten; weil sie halt aus einem anderen "Stand" kamen.

Aber diese falsche Grundannahme mal dahin. Wieso ist das alles bei Frauen oder Homosexuellen denn noch "aktiv"? Frauen aus der Arbeiterschicht hatten anno dazumal auch auf dem Feld zu helfen oder halt für den kompletten Haushalt zu sorgen. Das war kein Zuckerschlecken leben und prinzipiell waren das auch harte Knochen! Wer hat hier The Good Earth gelesen? Die Autorin hat dafür u.a. den Nobel-Preis der Literatur bekommen, also nicht unbedingt "unbekannter" Stoff. Auf jeden Fall ist hier O-Lan, als Ehefrau des "Hauptdarstellers", als zähe, hartarbeitende Frau beschrieben. Für die Geburt ihrer Kinder geht sie alleine in einen anderen Raum und mehr oder weniger 2h nach Geburt ist sie wieder am werkeln! Hart wie Kruppstahl die Frau! Warum ist also hier die Kleidung und Emotion trotzdem noch "aktiv". Nun, auch wieder einige Ideen bzw. Erweiterung der Theorie.
Denn, wenn der arme Mann nicht auf dem Feld arbeiten musste, musste er möglicherweise in den Krieg ziehen! Und man kann da als "Außenstehender" darüber lästern, dass in der Bundeswehr/Armee da so "Deppen" Befehle geben und all die komische Disziplin und im Gleichschritt marschieren etc. aber "leider" hat die Geschichte gezeigt, dass disziplinierte Armeen unglaublich großen Erfolg hatten! Das war schon zu Caesars Zeiten so, dass die römischen Legionen mit ihren dicht gestaffelten Reihen die "Barbarenvölker" besiegt haben. Wären diese genauso ungestoppt in die Äxte gerannt, hätten die nie Germanien erobert! Oder auch Napoleon mit seinen massiven Armeen, die im Gleichschritt auf den Gegner zuliefen, selbst über gestorbene Vorderleute hinweg und dadurch beim Gegner in den Verteidigungslinien Angst und Schrecken verbreitete. Was ja auch wieder zu den Emotionen führt.
Auf jeden Fall waren recht wenige Frauen in den Armeen. Die meistens Frauen "im Krieg" damals waren eher im Tross als Prostituierte! Was vielleicht auch der Grund ist, dass hier noch sehr viel mehr Kleidung relevant war. Denn, mal extrem gesagt, Frauen konnten sich (zumindest war die Hoffnung da) hochschlafen! Für Männer war diese Möglichkeit eher nicht gegeben. Und für sowas musste man natürlich hübsch und elegant gekleidet sein, dass man beim reiche(re)n Mann Eindruck macht! Speziell Emotionen verstecken waren da unnötig. Eher war dann herzergreifendes Anschmachten des Angebetenen, um zu zeigen wie sehr man ihn liebt! (ob das gefaked war, um ihn zu bekommen mal dahin gestellt :P) Und das hat sich mit dem Ende der Adelshäuser zwar gewandelt, war aber immernoch in gewisser weise vorhanden. Und das alles prägt natürlich!
Auf jeden Fall sind wir heutzutage in einer recht friedlichen Gesellschaft. Auch wenn das manchmal nicht so aussieht. Und selbst wenn man heutige kriegerische Auseinandersetzungen betrachtet, sieht man sich da eher weniger in die Augen, sondern drückt Knöpfe. So in gestaffelten Linien läuft heutzutage niemand mehr herum!

Wie passen die Schwulen da rein? Hm, eigentlich schwierig zu sagen. Homosexualität war im Mittelalter wohl nur "indirekt" überhaupt vorhanden. Da gab es genug Leute die da mit kleinen Jungs rumgemacht haben. Und vermutlich waren da etliche Schwule zugange. Aber hat niemand so laut ausgesprochen. In moderneren Zeiten, als die Homosexualität mehr "ans Licht" kam, waren das aber halt ein wenig die "Außgestossenen" und "Abartigen" die man am besten Heilen sollte. Wenn man so jemand ist/war dann kann man fröhlich die Schulter zucken und "machen, was man will" und musste nicht irgendwelchen gewachsenen "Standards" entsprechen. Vor allem Standards, die ja im "Zusammenspiel" von Mann-Frau gelten. Davon muss sich Mann-Mann ja nicht beeinflussen lassen.

Heute haben wir natürlich andere Zeiten und vieles davon ist nicht mehr relevant. Man kann lange darüber diskutieren, ob wir weiterhin eine Klassengesellschaft haben, bei der es halt nicht mehr um den Titel vor dem Namen geht, sondern die Zahl auf dem Bankkonto oder so. Aber es ist einiges sehr viel näher beisammen und so viele Friede Springer gibt es heutzutage auch nicht mehr. Als Standardoutfit für gehobene Personen hat sich Weltweit eigentlich der Anzug etabliert. Auch bei Frauen hält das Einzug; hier kann allerdings auch mal ein Rock zu sehen sein. Aber selbst in Afrika, wo eigentlich tatsächlich keine große Tradition der aufwendigen Kleider herrschte, hat man sich diesem "Regime" Unterworfen.
Aber zumindest bei Frauen reden wir hier hauptsächlich um hohe politische Ämter und repräsentative Gelegenheiten. Anders sieht es bei "sehen und gesehen werden" bei irgendwelchen Events mit üblichem roten Teppich. Hier wird es bei vielen Frauen sehr Bunt ... und bei Männern bleibt es beim Anzug. Ausnahmen gibt es natürlich immer und kommen zugegebenermaßen immer öfter vor. Wobei bei Männern tatsächlich Außerhalb solcher Events eher das "Casual" überwiegt. Steve Jobs ist ja wegen seinem Pulli mit Jeans bekannt geworden (und natürlich Apple)! Womit wir aber womöglich wieder bei den "komischen Leuten aus einem anderem Stand" sind - also die "Neureichen" - die das sich einfach erlauben und man auch nicht wirklich was dagegen sagen möchte und kann! Oder es gibt inzwischen einfach genug Leute, die gerne "Schlipsträger" sagen und ein Anzug eigentlich gar nicht mehr so den "Stand" oder "Reichtum" widergeben und eher in einer Gesellschaft, wo es auf Können ankommt eher als Zeichen gesehen wird, dass jemand sich mit Äußerlichkeiten präsentieren muss, weil sonst nix dahinter. Sozusagen die "Businessversion" von "Nix in der Hose, aber nen Porsche!". Einen Anzug tragen kann jeder. Auch Kleider hat jede Dame in irgendeiner Form. Vielleicht nicht die 10.000EUR Variante vom Lagerfeld, aber prinzipiell Kleid.

Aber egal. Ich weiss nicht, ob das alles jetzt die Erklärung für die Ursprungsfrage ist, aber meh. Man darf sich ja Gedanken machen. Sollte Soziologe werden... wobei, lieber nicht! Weil die denken ja meist, dass sie mit ihren Theorien recht haben!

 

04.01.2022 10:39 Uhr   #240
Eigentlich wollte ich gar nimmer über Corona schreiben. Wurde alles im Prinzip gesagt, die "Fronten" sind klar und man kann eh nix ändern, weil alles doof oder so...
Aber irgendwie jetzt zwei Sachen gelesen, die mich doch wieder dazu bewegen!

Zum einen einen Tweet, der zeigen soll, wie gut eine Booster-Impfung schützt gegenüber einer reinen Impfung. Speziell gegen Omikron, was ja aktuell aktiv ist.
Und ich muss zugeben, ich bin vermutlich verdammt Dumm, aber ich hab echt gebraucht, bis ich die Zahlen in den zwei Bildern kapiert habe!
z.B. die Ü60 Zahlen. Bild 1: 54.019 Infektionen, davon 35.494 die bereits geimpft waren. Ok, kapiert. Zweites Bild 21.245 Infektionen, davon 2720 geboostert ... was? Moment, ich dachte, über 54.000 Leute wurden in dem Zeitraum infiziert??
Vielleicht allen klar, aber ich hab echt gebraucht das in beiden Bildern die Ungeimpften mit den Geimpften bzw. Geboosterten Leuten zusammengezählt wurden und die "anderen" rausgerechnet!
...
Kann man machen, ist aber Scheisse! Wie wär denn eine Statistik:

Gesamte Infiziertenzahlen - 56.739
Davon Ungeimpft - 18.525
Davon Geimpft (ohne Booster) - 35.494
Davon Geboostert - 2720

Verständlich direkt und einfach darzustellen! Warum macht man das nicht? Wollte man extra Zahlen "anpassen"? Denn in diesen Bildern sind 65,7% Impfdurchbrüche bei Ungeboosterten 12,8% bei Geboosterten. Wenn man das auf die Gesamtzahlen machen würde wären das:

Gesamte Infiziertenzahlen - 100%
Davon Ungeimpft - 32,6%
Davon Geimpft (ohne Booster) - 62,5%
Davon Geboostert - 4,8%
(Achtung, Rundungsfehler!)

Für "normal" geimpft wären die Zahlen etwas besser, für Geboostert sogar relativ drastisch! Im Prinzip hätte man dadurch Boostern viel besser bewerben können!
Wobei das natürlich alles Milchmädchenrechnung ist. Denn all die Zahlen und Prozente betrachten ja nicht den - wiederum Prozentualen - Anteil der jeweiligen Gruppen in der Bevölkerung! Denn aktuell sind etwa 70% in Deutschland geimpft. Geboostert bin ich nicht sicher, wie die das rechnen (und zu faul zu prüfen), denn da wird von 30% geredet. Aber meinen die 30% von den Geimpften oder von allen? Denn 30% von 70% sind 21%! Aber was ich prinzipiell meine ist, am besten zu erklären, wenn wir mal Booster weglassen:
Also sagen wir mal 70% geimpft. Für ein vereinfachtes Rechnen machen wir das auf 1000 Personen. Das bedeutet 700 davon sind geimpft, 300 ungeimpft. Nun nehmen wir mal die Omikron Wand und rechnen mal mit imaginären, sehr hohen Infektionszahlen in imaginären Zeitraum. Sagen wir: 300 Leute werden infiziert. Und behaupten wir einfach mal, dass 50% davon ungeimpfte sind. In der Version der Bilder (bzw. meiner kleinen Anpassung und ohne Booster) sieht das so aus:

Gesamte Infiziertenzahlen - 300 - 100%
Davon Ungeimpft - 150 - 50%
Davon Geimpft - 150 - 50%

Schick oder? Nun, das Problem ist aber, dass wir ja eine ganz andere Ausgangszahl hatten! Wenn die Gruppen getrennt betrachtet werden haben wir:

Ungeimpft:
Gesamt - 300 - 100%
Infiziert - 150 - 50%

Geimpft:
Gesamt - 700- 100%
Infiziert - 150 - 21,4%

Huch! Plötzlich sieht das Impfen deutlich besser aus! Das ist übrigens der Fehler, den viele Impfgegner machen, wenn sie auf Zahlen zeigen "Schaut mal, wieviele Leute sich anstecken, obwohl sie geimpft sind!!!" Dabei können sich halt viel mehr geimpfte Leute anstecken, als ungeimpfte. Vor allem, wenn man bedenkt, dass diese 70% auf alle Deutschen Bürger bezogen ist. Also in den 100% stecken auch 4 Jährige, die einfach nicht geimpft sind! Bei über 18 Jährigen geht man daher von einer Quote von ca. 80% aus. Und in den gefährdeten Alter von Ü60 sogar noch mehr! Hier gibt es auch die meisten Impfdurchbrüche (s. die komische Statistik), weil ... naja ... eine ungeimpfte Person kann da schon fast gar nicht mehr infiziert werden. Noch mehr verdeutlicht wird das gerne mit dem Extrembeispiel, wenn man eine Gruppe hätte, in der alle - also 100% - geimpft sind. Wenn da eine beliebige Anzahl davon infiziert werden, dann sind 100% aller Infizierten geimpft gewesen! ... Aber es gab auch gar keine Chance jemand ungeimpftes zu erwischen!
Und von wegen, dass die über 60jährigen ja so viele Impfdurchbrüche haben ... ja, sorry das zu sagen, aber die sind Alt! Befragt mal Leute, die in Pflegeeinrichtungen arbeiten, wie das vor Corona war, woran die Leute im Heim gestorben sind!? Ich verrate es euch: Der Enkel mit Schnupfnase ist zu Besuch gekommen, hat den Opa angesteckt und bei dem ist es halt keine Schnupfnase geworden, sondern Lungenentzündung und leider kam er darüber nicht mehr hinweg. Leider werden unsere menschliche Körper mit dem Alter schwächer und reagieren nicht mehr so gut auf Krankheiten und auch Impfungen wirken nicht mehr sehr gut. Alles bekannt und nicht verwunderlich.

Aber weiter im Text bzw. was ich an dieser Statistik noch so doof finde. Zum einen wird nur auf "geimpft" geschaut. Das ist derzeit relativ abstrakt gesagt. Was ich meine: Impfstatus verliert man ja "noch" nicht. Diese Statistik schaut aber auf MW 47-50. Was MW ist, keine Ahnung; Meldewoche? Sowas wie Kalenderwoche? Auf jeden Fall etwas sehr spät im Jahr. Daher wäre interessant zu wissen von den Impfdurchbrüchen, wieviele von den Personen im Februar geimpft wurden und wieviele davon im September? Denn das ist ja auch schon lange bekannt, dass er Schutz nachlässt, weshalb "alle" jetzt zum Boostern rennen. Ich finde, das ist nicht ehrlich, wenn man das nicht betrachtet!
Zum anderen Fehlt mir da in der Liste eine Gruppe bzw. weiß nicht, wo die eingerechnet wird: Genesene! Die wurden illustrerweise schon lange als "Personen zweiter Klasse" gehandhabt, denn im Gegensatz zu obig erwähntem "Impfstatus läuft nicht aus" war das bei "Genesen" anders. Hier war nach 6 Monaten Schluß sich als Genesen in 2G "Schutzräume" einzuschleichen. Obwohl Studien dazu übereinstimmten, dass man mit einer Infektion besser und vermutlich länger geschützt ist, als geimpft! Ganz aktuell kommt auch eine Studie zum Ergebnis, dass selbst mit aktuellem Omikron der beste Schutz mit "Geimpft und dann Infiziert bzw. Genesen" ist! Weil der Körper dann sehr gut angepasst ist! Selbst unser Vorzeige-Virologe Christian Drostensieht hier das Ziel.

Was mich jetzt endlich zu ganz am Anfang erwähnten zweiten Sache bringt. Auch ein Tweet, diesesmal direkt aus dem Bundesministerium für Gesundheit. Hier wird genau dieser Punkt mit Genesen völlig weggeschmissen. "Was? Doppelt geimpft und dann Coronavirus eingefangen und jetzt wieder fit? Nope, gilt nicht als geboostert! Holen sie sich ihre nächste Spritze ab!"
Entsprechend entrüstet sind die Leute darunter auch. Vor allem in einer Zeit aktuell, wo an sehr vielen Orten die 2G+ Regelung - also Geimpft/Genesen[sic] und Schnelltest - gilt und das "Getestet" mit einer Boosterimpfung ignoriert werden darf! Aber Geimpft und dann Impfdurchbruch/Genesen lässt den Teststatus nicht ignorieren! Es macht es nicht besser, dass wir weiterhin Impfstoffe haben, die selbst auf die Corona-Delta-Variante schlecht reagieren und Omikron erst recht mies sind, ein Genesenenstatus eigentlich entsprechend weit höher einzustufen wäre! Oh, diese Studie der Virologin: Ja, da steht dass der Schutz 3 Monaten nach dem Booster sehr schlecht ist. Also sehr kurzfristig - also solange wie wir eigentlich gerade "Boosterhype" haben - ist es noch besser, nimmt dann aber ab. Da ist also kein Wunder für die obigen Statistiken, dass Geboostert da so gute Ergebnisse haben! Lasst das mal in 3 Monaten gucken, ob da die Boosterleute noch so gut wegkommen! Aber ach, da sollte man ja eh schon längst die 4. Spritze gehabt haben (und Genesen ist weiterhin unbedeutend). Ganz ehrlich: Ich brauche ein neues Wort. "Impfung" kann ich mit diesem "kurzfristigem, prophylaktischen Schutz" nicht mehr verbinden! Hat wer Ideen?

Immerhin arbeiten ja die Impfstoffhersteller an einer Anpassung ... endlich; Delta wurde ja anscheinend ignoriert, obwohl es da auch schon Impfeinbusen gab! Soll halt ein wenig Dauern. Vermutlich wird es April bis da alles durch ist. Und dann wird vermutlich noch das "alte Zeug" verimpft bis dahin. Und dann fragen mich die Leute, weshalb ich mit dem "Boostern" warte!? Vielleicht mag ich es mir vernünftige Mittel in den Arm schiessen zu lassen, anstatt nen sinnfreies Zeug. Und kommt mir nicht mit "Aber es hilft doch wenigstens ein wenig!". Jo, deshalb sind meine Kunden auf Arbeit auch immer so happy, wenn bei meinen Anlagen 50% aller Teile als "defekt" hinten rausfallen und ich meine, sie müssen ja nur ne zweite 8h Schicht arbeiten lassen, dann kommt am Ende die gewünschte Anzahl Gutteile raus! ... nein, das war ein Scherz; kein Kunde macht sowas! Warum sollte ich es also für mich selber akzeptieren? Und "Schadet doch auch nicht!" ist genauso blöde. Da können wir auch Anfangen uns das berühmte Wurmmittel reinzuhauen. Was? Das sind doch nur diese Querdenker-Idioten, die das machen? Jetzt komm, es ist ein bekanntes Mittel im menschlichen Einsatz (nein, es ist nicht nur für Pferde...) und hat gar nicht so viele Nebenwirkungen; schadet also nicht! Also lasst diese Sprüche!

Was machen wir da jetzt draus? Eigentlich nix! Hatte ich ja schon ganz am Anfang gemeint. Alles geklärt und alle Basen gebaut. Verhalte ich mich anders als vor nem Jahr? Nö. Hab ich mehr oder weniger Angst als vor nem Jahr? Nö. Bin ich weiterhin "Mit der Gesamtsituation unzufrieden"? Hell yeah!

 

16.12.2021 12:27 Uhr   #239
Es ist schon wieder etwas her, aber Desertbus For Hope lief im November. Der wohl älteste Benefiz-"Gaming"-Livestream-Marathon, den es gibt. Und ein Pflichttermin bei mir, Geld auszugeben :D
Über die Jahre haben sich bei diesem Event natürlich etliche Running Gags etabliert. Eine Wiederkehrende "Aktion" hat nicht direkt etwas mit der Action der Anwesenden zu tun, sondern mit dem gesammelten Spendengeld. Und zwar gibt es hier die Hashtags #TeamOrder und #TeamChaos. Was machen diese Teams im Zusammenhang mit dem Geld? Nun, wenn die Spendentafel (z.B.) 10000,00$ anzeigt, hat #TeamOrder "gewonnen"; springt dagegen das Geld von 999irgendwas auf 10000,17$ hat #TeamChaos gepunktet! Ja, natürlich ist das Blödsinn. Die Leute spielen auch Desert Bus, das wohl sinnfreiste Videospiel, das es gibt! Klar kann man da bisle Blödsinn machen!

Aber ich hab mir deswegen und auch etwas her wegen was anderem warumauchimmer mal darüber Gedanken gemacht! Also sozusagen, bin ich #TeamOrder oder #TeamChaos? Und bin ich das überhaupt? Oder hängt das vom Kontext ab?
Prinzipiell sag ich ja eh immer, ich bin Chaot! Und hier bei Desertbus bin ich definitiv #TeamChaos! Andererseits weiß ich nicht, wie es anderen geht, aber im Supermarkt bin ich Mega #TeamOrder! Was? Wo? Na, gefällt euch da etwas für 1,99€ zu kaufen? Mir nicht! Was soll der Quatsch? Macht das Ding 2€ und gut ist! Nur weil da irgendeine Psychologie angetriggert wird muss ich das nicht gut finden! Wenn neben meinem Supermarkt ein anderer Supermarkt aufmachen würde, der das exakt gleiche Angebot hat, aber statt 1,99€ kostet etwas 2,50€, dann wechsele ich schneller den Markt, als mein alter gucken kann! Ja, der Preisaufschlag wäre es mir wert! Aber natürlich lass ich mich auch auf 2,10€ oder so herunterhandeln ;)
bzw.: ... ist das überhaupt eine Order-Zahl? Oder ist das zu "ungenau"? Wäre 2,25€ besser? Dann ist es immerhin ein "Viertel"? Aber jetzt so "Kleingeldtechnisch" wäre das im Supermarkt immernoch relativ unvorteilhaft. Da Lob ich mir die 50er! Was eine gute Überleitung ist:
Ich hatte vorhin erwähnt, dass ich mir da vor einiger Zeit schonmal bestimmte Gedanken über Order/Chaos gemacht habe. Und zwar bei Uhrzeiten!
Das Konzert geht um 20 Uhr los. Das Meeting ist um 10.30 Uhr. usw. Schon verdammt selten sind Termine die x.15 sind. (man kann froh sein, dass der Tatort da anfängt!) Aber warum eigentlich? Ist ja nicht so, dass wir noch auf Kirchenglocken angewiesen sind, um die Uhrzeit zu wissen. Könnten also nehmen, was wir wollen! Beginn um 18.47 Uhr? Warum nicht? Letztlich fangen eh die wenigsten Termine wirklich pünktlich auf die Minute an. Kann man direkt auf Krumm gehen. Viel unterschied macht das nicht. Das einzige, was mir so "spontan" einfällt, wo es anders ist: Öffentlicher Verkehr! Mein Zug, mit dem ich Morgens zur Arbeit fahre, fährt um 6.42 Uhr los. Und selbst wenn es ne schöne Zeit wäre, dann ist halt die nächste Haltestelle "krumm". Geht ja nicht anders.
Interessanterweise erwartet man aber dann auch diese Zeiten als Pünktlich! Wer kennt das nicht: Man ist 10min vor Abfahrt an der Haltestelle, schon kommt der Bus mit Verspätung. Aber komme ja einmal genau, auf die Minute, war der Bus Überpünktlich und fährt einem vor der Nase weg!
Um einen Dreh zum Anfang zu machen, bin ich an dieser Pünktlichkeit aber auch im Videospielbereich sehr interessiert! Ich schaue ja gerne Turniere von Videospielen. Und es ist in der Szene absolut schrecklich, wie unpünktlich die Leute sind! Was? um 11 Uhr morgens sollen die Spiele beginnen, aber um 12 Uhr sieht man nur irgendwelche Analysten an einem Pult sehen und zum 7x das gleiche runterblubbern? Na toll... Ok, Videospiele haben das "Problem", dass eigentlich kaum ein Spiel eine definierte Länge hat. z.B. in DotA2 kann ein Spiel beliebig zwischen 11min oder 90min (oder gar noch weitere Extreme!) sein! Da etwas zu planen ist natürlich schwierig; speziell wenn es in LAN ist und eben nicht mehrere Spiele gleichzeitig stattfinden können! Aber es gibt ein Spiel, das diese Probleme nicht hat: das Allererste! Und wenn man da schon versagt... es wird immer davon geredet, dass eSports inzwischen so Professionell ist und es um verdammt viel Geld geht. Aber pünktlich nen Spiel anfangen klappt so verdammt selten, es ist schon fast nen Running Gag.
Womit ich hier wieder am Anfang bin, bevor ich zu sehr abschweife ;)
Wie sieht es bei euch aus? Wie mögt ihr so krumme Zahlen in verschiedenen Situationen oder sowas?

 

21.10.2021 07:55 Uhr   #238
Nach einigen Reviews hier, muss ich jetzt mal was anderes machen. Also machen wir ein Preview! :D

Also im Prinzip ist das jetzt Werbung für ein Spiel, dass noch nicht veröffentlicht ist. Und zwar geht es um das "Happy Game"! Und bevor ich das euch verlinke und ihr euch ein eigenes Bild machen könnt, möchte ich darüber reden. Das ist wichtig im Zusammenhang mit dem Spiel!
Entwickelt wird das "Fröhliche Spiel" von Amanita Design. Ein kleines Entwicklerstudio aus Tschechien. Ich bin anno dazumal über die gestolpert, als sie Samorost veröffentlicht haben. Ein kleines, recht kurzes Spiel in Richtung Point-And-Click Adventure. Das Faszinierende an diesem Spiel ist die handgemalte Grafik und Welt. Hat mich unterhalten und gefesselt. Es gibt inzwischen drei Teile von Samorost und einige "Nachfolger" in ähnlichem Stil, wie Machinarium oder Chuchel (ihr könnt die ganzen Spiele auf ihrer Webseite anschauen. Aber noch nicht "Happy Game"!!!). Ich besitze glaube sämtliche Spiele, die Amanita veröffentlicht hat; nur damit ihr eine Einschätzung habt, wie gerne ich dieses Studio und seine Spiele mag!

Eine etwas andere Richtung wurde dann 2019 mit Pilgrims eingeschlagen. Prinzipiell auch noch ein wenig Point-And-Click, aber in einem sehr anderem Stil und eher ein wenig "Rollenspiel" und tatsächlich mit mehreren Enden, die man erreichen kann. Das gab es bisher noch in keinem Amanita-Spiel, dass es mehrere Möglichkeiten zur Lösung gab.
Das Jahr darauf kam mit Creaks ein Spiel heraus, dass wieder eher dem "alten" Stil entsprach. Aber auch hier viel neues; vor allem konnte man tatsächlich "verlieren". Davor war es nicht möglich zu sterben oder so. Glaub bei Botanicula gab es einen Boss, wo man verlieren konnte... aber so oft kam das nicht vor. Hier konnte man an jeder Ecke versagen. Auch definitiv das Spiel, dass am meisten "Grips" gebraucht hat. Einige Puzzle musste man echt übel überlegen. Vermutlich gibt es auch hier bei einigen Szenarien mehrere Möglichkeiten zur Lösung. Aber das ist dem Stil geschuldet. Insgesamt auch ein eher "düsteres" Spiel im Gegensatz zu den Farbenfrohen Vorgängern.

Alles in allem machte Amanita Design gemütliche Spiele für zwischendurch, ein wenig Gehirnjogging und mehr oder weniger die farbenfrohe Landschaft und Grafik geniessen. Auch alles so ein wenig mit Augenzwinkern und Humor.

Nun kam der Trailer und eine Demo zu "Happy Game" raus. Und, holla die Waldfee, was für ein U-Turn!? Man wird in der Demo erstmal mit einer Warnung "begrüßt", dass man das Spiel nicht spielen sollte, wenn man Probleme mit Blitzenden Lichtern hat ... oder nicht mit blutigem, düsterem, gegrusel, etc. umgehen kann! Ich zitiere: "Happy game is not ... happy ;)"
Das Spielprinzip ist eigentlich recht ähnlich/gleich den bisherigen Spielen mit Point-And-Click. Aber anstatt halt farbenfrohe Figuren haben wir düsteres Rot und Licht-und-Schatten Spiele. Köpfe "rollen", Schwarze Augen schauen uns entgegen, Personen werden zerissen, ... ja, da kommt Spaß auf! Das war nur eine Demo und ich hab keine Ahnung, wohin das Ganze führt (anscheinend Hasen, denen die Köpfe platzen...). Ich bin auf jeden Fall gespannt!
Natürlich gibt es etliche andere Amanita-Fans die eher "WTF???" sagen und die Richtung nicht mögen, die das Spiel einschlägt. Aber ich bin tatsächlich gehyped! Der Veröffentlichungstermin wurde zwar schon öfters verschoben, aber ich hoffe noch auf "Fall 2021" und das ich bald in einer blutigen Landschaft herumstapfen kann!

So, nun dürft ihr euch selber ein Bild machen!
Hier der E3 Trailer
Und sie haben auch sehr kurze "Vorstellvideos" von anderen Charakteren... Gegnern!? ... gemacht. Hier z.B.:
der nette Panda
oder
der pinke Hase
Und ich weiss nicht ganz, was dieses Bild uns sagen will...

Ich empfehle die Videos bei ausgeschaltenem Licht anzuschauen ;)

Soweit mal. Und mal schauen, ob ich dann demnächst hier auch ein Review schreibe!

 

09.10.2021 13:09 Uhr   #237
Wir machen mal wieder ein Review!
Und ich hatte gemeint, das ich eher unbekannte Sachen unter die Lupe nehme. So ganz stimmt das heute nicht; je nachdem, wie man das interpretiert.
Zuerst einmal aber was ganz anderes:
Sucht euch einen Bleistift, Kugelschreiber, ... sowas in der Art! ... habt ihr? Gut! Nun, klemmt diesen zwischen Ring- und Mittelfinger von eurer linken Hand. Geschafft? :) Ok, nun nehmt die andere Hand und presst diese beiden Finger zusammen! ... was? Das tut ganz schnell weh? Sehr gut! Das ist eure Strafe nicht Psychonauts 2 zu spielen!
(Grüße an Ben "Yahtzee" Croshaw, der das zum Teil 1 gemacht hat)

So, jetzt können wir dieses Spiel anschauen! Eine Anmerkung dazu: Ich habe anno dazumal dieses Spiel durch Crowdfunding unterstützt! (der Veröffentlichstermin "Q4 2019" wurde nur leicht gerissen :P) Das wisst ihr aber auch; hattet ihr ja hier bei mir gelesen. Aber dadurch bin ich auf jedem Fall mal mit "Vorurteilen" belastet. Denn mein Geld steckt ja drin. Und sowas macht man ja bei Kritik über Irgendwas öffentlich, sonst ist man angreifbar!

So, nun zum Spiel. Zudem sind eure Finger jetzt wieder besser ;)
Also, wie gesagt, ist es eine Fortsetzung zu einem "alten" Spiel. Und entgegen vielen anderen Fortsetzungen, die eine völlig andere Geschichte erzählen oder in einer anderen "Zeitebene" sind, ist es hier eine direkte Fortsetzung. Teil 1 endet damit, dass der Hauptdarsteller Raz (und der Charakter, den ihr als Spieler übernehmt) in die "Psychonauts" aufgenommen werden soll und fliegt in die Richtung. Teil 2 beginnt im Prinzip, dass er dort ankommt. ... Ok, gut, nein. Im Prinzip gibt es noch eine "Zwischengeschichte" Psychonauts in the Rhombus of Ruin; dieses Spiel ist allerdings nur für Virtual Reality veröffentlich und ich hab keine VR-Brille, um das gespielt zu haben. Hatte mal überlegt, mir eine Valve Index zu zulegen, aber immer noch nicht gemacht... Egal, zurück zu Psychonauts 2.

Wir kommen also im Hauptquartier der Psychischen Meister an. Schnell etabliert sich, wer der Bösewicht ist; ein ganz alter Feind der Psychonauts, Maligula! Angeblich Tod, aber Dinge sind nicht so, wie sie scheinen ... wie immer möchte ich nicht zu viel der Story erzählen. Letztlich ist die Story von Psychonauts auch nicht so wichtig: "Man kommt an, ist Azubi, muss einen alten Verbündeten finden, dann geht es gegen den Bösewicht!" So, hab euch nun die gesamte Geschichte gespoilert! ... soviel zu nicht zuviel erzählen... aber ich meinte ja, das ist nicht wichtig.
Das interessante - auch schon beim ersten Teil - sind die Levels! Denn es gibt zwar immer noch eine "Oberwelt", die fleissig erkundet werden möchte, weil es an jeder Ecke Gegenstände zum Sammeln gibt. Aber die Hauptaction findet in den Köpfen statt! Nein, das ist nicht übertragen gemeint, sondern wörtlich: Man erkundet die Gedankenwelt der verschiedenen Charaktere im Spiel.

Was eine gute Überleitung ist, mal überhaupt das Spiel zu beschreiben, was es ist. Im Prinzip ist Psychonauts ein 3D Jump'n'Run/Platformer. Wir haben also eine dreidimensionale Welt, in der wir uns relativ frei bewegen können. Wir bewegen uns meist Laufend oder Springend vorwärts und natürlich gibt es desöfteren Gegner zu besiegen. Für beides (also Bewegung und Kampf) stehen hier im Spiel verschiedene, geistige Fähigkeiten zur Verfügung. Man kann Dinge mit seinem Geist bewegen, Feuerbälle erschaffen, auf einem Energieball schweben und einiges weitere. In der erwähnten Oberwelt gibt es keine eigentlichen Gegner; nur die Welt ist das Hindernis und man macht richtiggehend Parkour. Wobei auch die Gedankenwelten mit solchen "Hindernissen" aufwarten.
was nun zu diesen führt. bzw. halt ist die Oberwelt "wie man halt unsere Umwelt kennt" mit Bäumen und Wiesen und Flüssen und Häusern ... alles normal. Es wird in den "Gedanken" der anderen Charaktere interessant! Denn jedes Level ist Einzigartig und hat einen völlig eigenen Stil. Im Kopf eines "Zahnarztes" sind überall Zähne und alles sieht nach "innenseite eines Mundes" aus. Oder einmal wird man bei einem "Musiker" in eine Welt entführt, die direkt aus Yellow Submarine geklaut sein könnte. Man muss einem "Briefträger" helfen und weicht dabei Briefmarkenstempeln aus tippt auf einer Schreibmaschine herum!

Könnte hier noch viele aufzählen. All diese Level machen die Faszination von Psychonauts aus! Prinzipiell muss man zugeben, dass aufgrund der Vielfältigkeit halt auch mal ein Level ein wenig auf der Strecke bleibt und denkt "da hätte man mehr draus machen können", aber andere ziehen das wieder hoch. Das Leveldesign ist atemberaubend!
Schauen wir uns die erwähnten Gegner an. Diese sind vielfach aus dem ersten Teil übernommen und "erweitert". Aber auch ganz neues gibt es. Oh, die Gegner. Vielleicht auch noch dazu: Was für Gegner findet man wohl in Geisteswelten? Natürlich: Zweifel/Doubts, Schlechte Laune/Bad Mood, Bedauern/Regrets, ... (ich hab mal die Englischen Namen hinzugefügt, da ich es auf Englisch gespielt habe und keine Ahnung habe wie direkt die Deutsche Übersetzung ist). Prinzipiell gut designed. Aber wenn man den grundsätzlichen Dreh raus hat und auf seiner Tastatur rumhackt, dann fallen die Gegner eigentlich recht schnell. Ich hab vermutlich ziemlich mies gespielt :P aber oft gestorben bin ich eigentlich selbst bei Boss-Kämpfen seltener. Teilweise wird man da auch mit "Gesundheitstränken" überfüllt... Viel öfter bin ich einfach beim Parkour gestorben! Was halt auch das Hauptproblem sozusagen ist. Aber das ist nicht direkt dem Spiel anzulasten. 3D-Platformer - speziell mit der vorhandenen third person Kamera - haben einfach das Problem, dass manchmal die Perspektive täuscht und man doch nicht weit genug über den Graben gesprungen ist und einfach in seinen Tod fällt. Viele Spiele behelfen sich, dass dann der Charakter möglicherweise einfach den Rand der Klippe fassen kann. Raz macht das nicht. Was eigentlich faszinierend ist; schliesslich ist er aus einer Zirkusfamilie und kann Seillaufen, schwingt sich an Trapezen herum und erklettert dünne Stangen. Aber an einem Rand kann er sich nicht festhalten...
Nun, das ist aber auch der einzige große Kritikpunkt. Ansonsten ist das Spiel hervoragend gemacht, vielfältig, manchmal bescheuert, teilweise durchaus ernste Themen aufgreifend und hat mich auf jeden Fall lange gefesselt! Ich weiss nicht, ob ich so "nach dem Spiel" jetzt noch überall nach Gegenständen herumsuche, um Level 102 zu erhalten - ich bin nach dem "normalen durchspielen" (ich hab durchaus viel gesammelt) nur Level 79 (und ich weiss nicht, ob ich so in diesen "Nachhinein-Levels" überhaupt 102 erreichen kann...) Aber empfehlen kann ich es trotzdem!
Wenn ihr also etwas Zeit habt und nicht schnell von "frustrierender" Steuerung genervt seid, gebt dem Ganzen einen Versuch! Dann könnt ihr auch das Fingerquälen weitergeben ;)
Oh, ich vergebe sonst Noten! ... Da ich mein Geld hergegeben habe, überspringe ich mal meine "Kommazahl" zu 9/10! Eines der besten Spiele des Jahres!

 

14.07.2021 11:14 Uhr   #236
Nachdem ich als sehr Außenstehender über Magic geschrieben habe, möchte ich mal über ein Spiel schreiben, das ich etwas besser kenne!
Das Spiel ist ein PC-Spiel und nennt sich DotA2 (in Lang - was aber kaum jemand wirklich aktiv benutzt - Defense of the Ancients 2). Da ich im erwähnten Magic-Artikel auch nicht tiefer erklärt habe, was das ist und wie man das spielt, mache ich das hier auch nicht. Nur so ganz kurz und unvollständig:
DotA2 ist ein MOBA, wird meist 5 gegen 5 gespielt und gilt als hoch-komplexes Spiel mit einer sehr hohen Einstiegshürde. Entsprechend war ein legendärer "Hilfeartikel" überschrieben mit: "Welcome to DotA, You Suck!". Aber wie gesagt soll es darüber nicht direkt gehen. Viel mehr möchte ich über den 5. Punkt meines Magic-Artikels reden, die Professionelle Szene! Denn DotA hat die größte Profi-Szene die es im Video-/PC-Spielbereich gibt! ... Zumindest, wenn es um das Preisgeld geht! Bei der Weltmeisterschaft, The International (TI) genannt, geht es im Jahr 2021 um 1.600.000$!
... was? Wie? Stimmt nicht? Achso, ja... diese 1,6 Millionen sind das Preisgeld, dass die Macher hinter dem Spiel Valve (ja, das Entwicklerstudio, dass auch Half-Life und Konsorten gemacht hat!) bereitgestellt haben. Alle Spieler des Spiels konnten allerdings mit dem Kauf von kosmetischen Gegenständen im Spiel das Preisgeld auf 40.000.000$ aufblähen! Und nein, ich bin nicht mit der Kommastelle verrutscht, es geht tatsächlich um 40 Millionen Dollar! Falls ihr also dachtet "oh, 1,6 Mio! Nicht schlecht!", was haltet ihr von Vierzig?
Und ja, es gibt in diesem Spiel Microtransactions. Das sind Kostenpflichtige Gegenstände, die einen Charakter/Helden im Spiel (oder gar die Karte) verändern und (hoffentlich) verschönen. Ich glaube, ähnlich den Magic-Sammelstücken sind auch hier einige seltene Gegenstände hoch begehrt und es gibt da regen Handel. Aber das ist tatsächlich ein Teil des Spiels, der mich noch nie interessiert hat und ich mich nie näher damit beschäftigt habe! Denn wenigstens ist das Spiel ansich komplett kostenlos! Das ist nicht selbstverständlich. Wohl der größte MOBA-Konkurrent League Of Legends hat nach meinem nicht-vorhandenen Wissen (vielleicht hat sich was geändert) in seiner Kostenlosvariante nur eingeschränkt Helden- und Spielmodi Auswahl! In der Hinsicht ist DotA besser; LoL ist dafür halt für den "Pöbel", denen DotA zu komplex ist ;)

Aber zurück zu dieser Weltmeisterschaft! Natürlich kann man da nicht einfach so teilnehmen, sondern man muss sich dafür Qualifizieren. Dafür gibt es ein Liga- und Turniersystem, das im Gesamten als "Dota Pro Circuit" (DPC) bezeichnet wird. Hier sammelt man "Punkte" und die besten Teams der Welt, bzw. die Teams mit den meisten Punkten am Ende der Saison qualifizieren sich für das TI. Das ist ein wichtiger Punkt, denn das System ist in Regionen geteilt.
(kurzer Einwurf warum: Denn das Spiel ist ja PC bzw. wird das Online gegeneinander gespielt. Wenn man in den USA wohnt und mit jemand aus China spielt kann man sich vorstellen, dass die Übertragungsgeschwindigkeit eingeschränkt ist und möglicherweise ein Team Vor-/Nachteile hat. Da gab es schon einige "Dramen", als z.B. ein Team aus den USA gegen ein Team aus Brasilien gespielt hat und meinte, sie gehen nicht auf den Server in Südamerika, sie sind eh viel besser und lohnt nicht. Entsprechend spielen die Teams "lokal" gegeneinander und nur zu Turnieren kommt die Welt zusammen sozusagen. Aktuell gibt es Sechs Regionen: West-Europa, Ost-Europa(CIS), China, South-East-Asia(SEA), Nord-Amerika, Süd-Amerika)
Und während die Punkte Global sind, wird in jeder Region noch ein letzter Platz für Teams mit zu wenig Punkten vergeben. Sozusagen der allerletzte Platz (bzw. die letzte Region, die die Qualifikation ausgespielt haben) ist an ein Team gegangen, dass die letzten zwei TIs gewonnen haben! Ja, selbst die Champions müssen sich neu qualifizieren! Aber das ist prinzipiell der Grund, dass ich diesen Artikel schreibe, denn ich bin nicht so "zufrieden" damit, dass die überhaupt jetzt teilnehmen! Jaja, ich gebe es zu: Ich bin kein Fan von ihnen! Aber selbst die Fans müssen wohl zugeben, das Team hat einfach das komplette Jahr absolut nichts gerissen! Und als "Dank für spontanen Qualitätssprung" dürfen sie trotzdem teilnehmen... find ich irgendwie ungerecht! Ich persönlich war ja "Unterstützer" eines Teams, dass "gerade so" nicht die Qualifikation geschafft hat und im Ranking, wo die 12 Teams mit den meisten Punkten weiter kommen, auf Platz 13 gelandet ist! Das ist zwar auch schon etwas "traurig", denn das Team hat nach ihrem TI-Sieg vor vier Jahren (und Platz 4 und Platz 2 die Jahre danach! Corona hat letztes Jahr ausfallen lassen) hohe Ambitionen und wird von den Fans immer sehr kritisch begleitet, dass sie nicht ganz oben stehen. Aber immerhin haben sie grundlegend gezeigt, dass mit ihnen gerechnet werden kann, auch wenn das beste Ergebnis "nur" ein geteilter 5-6 Platz auf einem der großen Qualifikationsturniere (genannt: Major) war. Wenigstens haben sie was gezeigt! Das Sieger/Qualifikationsteam hat nichtmal bei einem der internationalen Turniere teilgenommen, weil sie zu sch..lecht waren! Das überhaupt in diesem Punkteranking eine Zahl größer Null neben ihrem Namen steht haben sie den "Trostpreispunkten" in der ersten Ligasaison zu verdanken, als sie 5. wurden! (die Saison darauf wurden sie gerade so 6. und mussten nicht "Absteigen"!). Aber ich will nicht zu sehr darüber Ranten. Die Frage ist eher, warum "das gute Team" es nicht geschafft hat? Nun, das Punktesystem war etwas sehr krass auf das Ligasystem eingeschossen und dort gut abzuschneiden reichte völlig aus!
Nur zum Verständnis: Das ist die Qualifikation für die Weltmeisterschaft! Und im internationalen Vergleich (aka die "Zwischen"Turniere) vernünftig abzuschliessen zählt "fast nix" ist ziemlich traurig! Von den Qualifikationsplätzen 9-12 (also beim TI dabei) haben Drei nicht einen einzigen Punkt bei den Turnieren geholt! Und das Team, das immerhin einmal gesammelt hat, hat beim zweiten Turnier gar nicht teilgenommen. "Wahnsinnige Qualität" der Teams also im internationalen Vergleich...
Wenn man mal in völlig andere Spiele/Sport schaut: Die Deutsche Basketball Bundesliga (BBL) hat ein Ligasystem und am Ende spielen die 8 besten Teams in einem Playoffturnier um den Liga-Sieg. Das DotA-System darauf angewendet wäre, dass nur die ersten 6 "automatisch" rein kommen und die restlichen zwei Plätze unter den 12 anderen Teams einfach so ausgespielt wird. Und das Team auf Platz 17 hat sich jetzt spontan die Dienste von LeBron James gesichert (das DotA-Team hat auch einen herausragenden Spieler ganz frisch in seinen Reihen aufgenommen!) und gewinnt nun diesen Ausscheidungsplatz (und möglicherweise sogar die Liga). Ist das Fair? Ich denke nicht!

Aber gut, genug davon .. bzw. jetzt viel mehr davon! Denn man merkt vielleicht, dass System ist meiner Meinung nach nicht das beste und gefällt mir nicht! Entsprechend muss ich aber nicht nur meckern, sondern auch Vorschläge machen, wie es denn aussehen könnte! Daher hier meine Ideen! Bestimmt auch noch Verbesserungsfähig, aber ich finde das Ergebnis belohnt mehr konstante Leistung und nicht "Einzelerfolge".

Aktuell besteht das System in den Regionen aus zwei Gruppen; so Art 1. und 2. Liga mit jeweils 8 Teilnehmern. Ich würde die zusammen ziehen zu einer Liga aus 16 Teams! Alle Teams in dieser Liga bekommen sozusagen ein "Gehalt" da zu spielen bzw. könnte man Preisgeld einfach bis zum 16 Platz aussschütten! Ich finde alle, die es in diese Liga schaffen, sollen auch was davon haben! Die 40 Mio zeigen vielleicht, dass das Preisgeldsystem in DotA sehr "Spitzenfokusiert" ist. Und das ist für kleinere, jüngere Teams sehr schade und schwierig sich hier zu behaupten. Natürlich werden in dieser Liga Teams dabei sein, die für die Top-Teams "nur" Punktesammeln sind, aber wenn überhaupt die Chance da ist, Geld zu verdienen, dann hat man ganz andere Möglichkeiten mitzumischen. Oder auch "Anwesenheitsgeld". Vielleicht: Pro Match bekommt jedes Team 500$; und für einen Sieg weitere 500$! Das klingt erstmal nicht so viel, aber für ein "junges Team", dass es in die Liga schafft und noch nicht locker flockig Sponsoren findet mal "automatisch" 1000$ pro Woche ist schon ganz in Ordnung. Es wird schliesslich ganz ordentlich gespielt! Denn mein Plan wäre natürlich alle Teams Jeder gegen Jeden spielen zu lassen. Das wären also 17 Spiele. Damit man das halbwegs vernünftig schafft gibt es jede Woche zwei Spiele! Das haben die Teams auch jetzt schon gemacht. bzw. da es bisher nur Acht Teams waren, ging es eher 1-2 Spiele die Woche und 6 Wochen insgesamt. Nun halt eher fest 2 Spiele und 8-9 Wochen. Am besten wäre es, wenn alle Spiele unter der Woche wären, dass Nicht-DPC-Turniere die Chance haben am Wochenende was zu Veranstalten! (ESL One anyone??)
Die letzte Woche ist auch noch die Möglichkeit mit Tiebreakern die Plätze genauer auszuspielen. Denn der "Höhepunkt" des Quartals(!) wäre dann eben ein Majorturnier mit Teilnehmern aus der ganzen Welt. Und so grob würde ich die "Miniqualifikation" für die Majorturniere so lassen, wie bisher: Platz 1 in der Region kommt in die Playoffs, Platz 2 in die Gruppenphase und Platz 3 (möglichweise bin ich offen auch, wie geschehen, teilweise Platz 4 mitzunehmen) in eine Wildcard Runde, um in die Gruppenphase einzuziehen.
Hier kommt aber der erste, große Unterschied. Und zwar gibt es sowohl für die Liga Punkte, als auch für das Major. Aber diese Punkte möchte ich trennen! Und einige mehr verteilen! Aktuell in der Liga werden nur die ersten 5 Plätze mit Punkten bedacht; und diese Punkte sind verdammt weit Außeinander; 50 zu 500! Das würde ich zusammen ziehen:
Platz 1: 100 Punkte
Platz 2: 80 Punkte
Platz 3: 70 Punkte
Platz 4: 60 Punkte
Platz 5: 50 Punkte
Platz 6: 40 Punkte
Platz 7: 30 Punkte
Platz 8: 20 Punkte
Platz 9: 10 Punkte

Für das Major Turnier würde ich ähnlich Punkte verteilen. Da im üblichen Double-Elimination-Playoff-System nicht jeder Platz ausgespielt wird, bekommen allerdings 12 Teams Punkte und ich würde die Punkte für doppelte (5-6 und 7-8) und vierfache (9-12) Plätze nach oben schieben. Also für die gleiche Liste:
Platz 1: 100 Punkte
Platz 2: 80 Punkte
Platz 3: 70 Punkte
Platz 4: 60 Punkte
Platz 5-6: 50 Punkte
Platz 7-8: 40 Punkte
Platz 9-12: 30 Punkte

Und, wie gesagt, sind diese Punkte des Majors getrennt von der Liga! Die Idee ist nun, dass es zwei Majorturniere gibt. Also: Liga - Major - Liga - Major. Jeweils ein Quartal halt ein "Pärchen". Die Liga-Tabellen werden nach jedem Major "resettet", aber die Punkte behalten. Diese sind aber nicht relevant für die nächste Major-Qualifikation, das geht nur über die Platzierung der dazugehörigen Liga-Saison!

Und nach dem zweiten Major wird auf die Majorpunkte geschaut und die besten zwei oder drei Teams (bin ich noch nicht sicher) bekommen die TI-Einladung! Ja, die sind fertig mit der Saison und für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Wieso meine ich "die sind fertig"? Nun, der Rest der Teams spielt nun eine dritte Ligasaison! Möglicherweise müssen diese zwei/drei Teams noch mitspielen (und können Ligapreisgeld abgreifen), aber ich bin noch nicht sicher, ob eine (nicht)Teilnahme ein Vorteil oder Nachteil für das Team ist. Denn selbst wenn sie mitspielen ist die Ernsthaftigkeit ja tatsächlich ein wenig weg; aber ich will das so :P
Auf jeden Fall werden ihre Platzierung und ihre Ligapunkte aus dem Ranking "entfernt", denn am Ende der Liga erhalten die zwei besten Punktesammler jeder Region ihre TI-Qualifikation! Ja, es könnte damit passieren, dass eine Region 4(oder 5) Teams zum TI schickt. Oder vielleicht sogar noch mehr. Denn sechs Regionen mal zwei Teams plus 2(oder 3) Majorteams sind 14 oder 15 Teams. Eine vernünftige Zahl für Gruppenphase/Playoffs wären aber 16. Entsprechend werden die jeweils Drittplatzierten, also sechs weitere Teams, zu einer Wildcard-Runde "vor" dem TI eingeladen, die die restlichen Plätze unter sich ausmachen. Dadurch können entsprechend "viele" Teams aus einer Region dann beim Hauptevent teilnehmen. Aber wenn eine Region so stark ist, sollen sie auch dafür belohnt werden! In Regionen mit nur wenigen Topteams (z.B. Nord-Amerika *duck*) haben entsprechend "kleine" Teams eine Chance teilzunehmen, in den starken Regionen (z.B. China, West-Europa) kann die hohe Bandbreite möglicherweise Repräsentiert werden.
Apropos "kleine Teams", ich würde tatsächlich die Teams für dieses Saison-Jahr "verpflichten". Immer erst nach dem TI gibt es Möglichkeiten für neue Teams, sich in die Liga einzuspielen! Und zwar indem nur die 10 besten Punkteteams in der Regionalliga bleiben, 6 Teams müssen sich neu qualifizieren mit neuen Gegnern. Hier würde ich auch die Variante, die Valve mit dem TI macht mitziehen: Es gibt Einladung für die Spieler, nicht ein Team! Also wenn ein Team auf Platz 8 gelandet ist, aber dann vier Spieler rausschmeisst, verliert dieses Team den sicheren Platz in der Liga! Natürlich darf mal getauscht werden; ich würde sagen, drei Spieler des "alten" Teams müssen bestehen bleiben, damit das Team den Platz behält. Nachrücken würde ich auch nicht machen. Wenn ein Team schwer rotiert und hier seinen Platz verliert bekommt Platz 11, das zusammen bleibt, den Platz nicht zugesprochen! In der "Not" müssen halt mehr Qualifikationsplätze vergeben werden.
Damit zusammenhängend ist auch jetzt schon so, dass man Punkte verliert, wenn man mitten in der Saison Spieler tauscht. Das würde ich beibehalten. Das sorgt für Konstanz; ist meiner Meinung nach auch deutliche Professioneller!

Soweit mal meine Ideen! Ich werde jetzt mal versuchen meine Version der Qualifikation auf die "vergangene" Saison anzuwenden. Da ja die Ligen "getrennt" sind bekommen halt alle Teams in den Ligen immer Punkte - wollte nicht einfach die zweite Liga dranhängen - und die "dritte Saison" interpretiere ich mal diese letzte Qualifikation! Da qualifizierte Teams da aber nicht mitgemacht haben, nehme ich mal ihre Majorpunkte (nur ein Major; bekommen das bessere Ergebnis) ausnahmsweise für die Liga!

Zuerst Mal, welche Teams erreichen in der aktuellen Version das TI:
Evil Geniuses
PSG.LGD
Virtus.pro
Quincy Crew
Invictus Gaming
T1
Vici Gaming
Team Secret
Team Aster
Alliance
beastcoast
Thunder Predator
Undying
SG e-sports
OG
Team Spirit
Elephant
Fnatic

Das sind 18 Teams. Meine Version "erlaubt" aktuell nur 16 Teams. Damit rechne ich jetzt erstmal, aber eine Aufstockung auf 18 wäre möglich. Da würde ich die Wildcardphase erweitern. Vielleicht indem auch der 4. Platzierte der Liga mit darf für den Entscheid. Das aber erstmal "Zukunftsmusik", wir machen es erstmal mit der obigen Version.

Wir fangen leicht an mit den beiden Majorturnieren. (Und mal kurz ne hässliche Tabelle eingebaut, damit das besser aussieht...)
ONE Esports Singapore Major 2021WePlay AniMajor 2021
1. Invictus Gaming - 100
2. Evil Geniuses - 80
3. PSG.LGD - 70
4. Team Secret - 60
5-6. OB Esports x Neon - 50
5-6. Thunder Predator - 50
7-8. Vici Gaming - 40
7-8. Virtus.pro - 40
9-12. Fnatic - 30
9-12. Team Liquid - 30
9-12. Team Aster - 30
9-12. Quincy Crew - 30
1. PSG.LGD - 100
2. Evil Geniuses - 80
3. T1 - 70
4. Vici Gaming - 60
5-6. Quincy Crew - 50
5-6. Team Nigma - 50
7-8. Team Spirit - 40
7-8. TNC Predator - 40
9-12. Virtus.pro - 30
9-12. Alliance - 30
9-12. Team Aster - 30
9-12. NoPing e-sports - 30


Wir addieren das Ganze nun Zusammen:
1. Evil Geniuses - 180
2. PSG.LGD - 170
3. Invictus Gaming - 100
3. Vici Gaming - 100
4. Quincy Crew - 80
5. Virtus.pro - 70
5. T1 - 70
6. Team Secret - 60
6. Team Aster - 60
7. OB Esports x Neon - 50
7. Thunder Predator - 50
7. Team Nigma - 50
8. Team Spirit - 40
8. TNC Predator - 40
9. Fnatic - 30
9. Team Liquid - 30
9. Alliance - 30
9. Team Aster - 30
9. NoPing e-sports - 30


Ich gehe jetzt mal mit der Version, dass nur zwei Teams ihr TI-Ticket sichern, dann müssen wir hier keinen Tiebreaker machen! Aber China scheint recht stark zu sein... Aber EG und PSG.LGD sichern ihr Ticket! China und Nord-Amerika sind sicher mit 3 Teams dabei! Und diese beiden Teams stehen auch in der offiziellen Version ganz oben! Soweit so gut! Nun wird es aber interessant! China hat offiziell 4 Teams dabei; eines der Teams muss wohl Ausscheiden... bzw. Wildcardmatch. Interessant ist tatsächlich hier Invictus Gaming. Denn die haben das erste Major gewonnen, beim zweiten aber gar nichts gesammelt! Das wäre genau der Fall, dass ein Team mal "sporadisch" gut ist, aber keine Konstante Leistung zeigt! Das andere 100 Punkte Team, Vici Gaming, dagegen hat mit Platz 4 / 7-8 zweimal "solala" Ergebnis erreicht, aber die gleiche Punktzahl! Das wäre die Belohnung für die gleichbleibende Leistung!
Aber nun kommt die Arbeit! Addition der Punkte aus dem Ligasystem! Ich erspare mir hier für alle Regionen die Tabellen in diesem Artikel anzulegen. Wer sich für die Excel-Tabelle interessiert, hier könnt ihr sie herunterladen. Auf jeden Fall hier die Liste dann meiner Qualifizierten Teams:

EU:
Tean Secret
Alliance
Nigma (Wildcard)

China:
PSG.LGD (Major)
Invictus Gaming
Team Aster
Vici Gaming (Wildcard)
Elephant (Wildcard)
(Wildcard Tiebreaker)

SEA:
Fnatic
T1
TNC (Wildcard)

CIS:
Virtus.pro
Team Spirit
Natus Vincere (Wildcard)

NA:
EG (Major)
Undying
Quincy Crew
4 Zoomers (Wildcard)

SA:
NoPing
SG e-Sports
Thunder Predator (Wildcard)


So, was für Unterschiede haben wir? Hier die Liste des aktuellen Systems mit "Kommentar"
Evil Geniuses
PSG.LGD
Virtus.pro
Quincy Crew
Invictus Gaming
T1
Vici Gaming
Team Secret
Team Aster
Alliance
beastcoast
Thunder Predator
Undying
SG e-sports
OG
Team Spirit
Elephant
Fnatic
---------
Nigma
4 Zoomers
Natus Vincere
Ja - Major
Ja - Major
Ja
Ja
Ja
Ja
Jein - WC
Ja
Ja
Ja
Nein
Jein - WC
Ja
Ja
Nein
Ja
Jein - WC
Ja
---------
Neu - WC
Neu - WC
Neu - WC


Es ist also sehr ähnlich! Rausfliegen tun die Teams
1. OG
Das Team vom Anfang, dass nix gerissen hat und nur die letzte Quali geschafft hat. Aber selbst die 100 Punkte, die ich ihnen damit zuschreibe reicht nicht für eine Top 3 Platzierung. Da waren etliche Teams in EU zu beständig und gut!
2. beastcoast
Hier kommt vielleicht meine Variante in dieser "Spezialversion" mit der "Dritten Runde entspricht Major oder Qualifikationsturnier" an ihre Grenzen. Denn in ihrer Region haben sie zweimal super abgeschlossen, aber international absolut nix gerissen; was aber in der aktuellen Version reicht für die Qualifikation. Ich gehe davon aus, wenn meine Version "in echt" gespielt worden wäre, dass sie auch ein drittes Mal gut abgeschlossen und mehr als 30 Punkte geholt hätten, um mindestens Platz 2 und das TI-Ticket zu erreichen.

Hinzugekommen sind prinzipiell nur Wildcard-Stufen-Teams. Von daher kann man gar nicht direkt sagen, dass ich irgendwem den Platz klaue. Und wenn man die oben erwähnte "Erweiterung" auf 18 Teams macht und auch Platz 4 mitnimmt, bleibt eigentlich nur noch OG auf der Strecke!

Puh! So, das wäre meine Idee und Variante für DotA2! Vermutlich wird nichts in der Richtung umgesetzt. Aber wen interessiert das für meine wirren Gedanken darüber? Aber wenigstens passiert was auf meiner Webseite :P

 

07.07.2021 08:55 Uhr   #233
Ich spiele ja seit Jaaahren kein Magic: The Gathering (MtG) mehr. Aber ich kaufe hin und wieder aus Nostalgie mal eine Packung eines neuen Sets und hab mir auch ein paar Sammlerpackungen zugelegt (dazu später mehr). Zudem verfolge ich die Szene ein wenig. Also zumindest die Top-Spieler und was sich halt in den "Social-Media" so herumtreibt :P
Und eben in dieser Szene ist aktuell einiges nicht zum Besten bestellt - wenn man es harmlos ausdrücken wollte. Und warumauchimmer wollte ich mal da zusammenfassen, was so alles schief liegt und was so meine "Tipps von einem Außenstehenden" wären! Mal wieder was Neues hier :P

1. Das Problem mit den Pringles!

Ja, richtig gelesen! Es geht um Chips. Natürlich werden MtG-Karten nicht gegessen (aber manche essen Chips aus Secret Lair Packungen (dazu nachher mehr)), aber es gibt seit einigen Jahren ein "technisches Problem" mit den Karten:
Und zwar gibt es schon relativ lange nicht nur "normale" MtG Karten, sonder auch Karten die "Foil" sind. ... Wie übersetze ich das auf Deutsch? "glitzernd"? Oder tatsächlich "foliert"? Auf jeden Fall sind die Karten "speziell" behandelt, dass sie im Licht in (meist) Regenbogenfarben glänzen. Hier z.B. sieht man ein paar Bilder, wo Foil und non-Foil nebeneinander sind, zum Verständnis - dort geht es um Foil-Fakes, aber prinzipiell geht es nur darum, dass man sich ein Bild machen kann.
Diese Foil-Versionen sind eigentlich sehr beliebt bei den Spielern - sieht toller aus - und natürlich auch bei Sammlern - sind seltener. Soweit so schön. Das Problem ist jetzt, dass seit etlichen Jahren die Foil-Karten nach recht kurzer Zeit "an der frischen Luft" (also außerhalb der Verpackung) sich verbiegen und halt eben wie "Pringles" aussehen! Was natürlich den Leuten nicht gefällt. Prinzipiell bestand das Problem schon immer, aber anscheinend hat in den letzten Jahren die Qualität der Karten nachgelassen und es ist richtig schlimm geworden. Kurzes Googlen hat dieses Video aus dem Jahr 2014(!) ausgespuckt, also mindestens seitdem sieht es nicht so toll aus. Und auch seitdem Meckern die Leute und wollen wieder besser Qualität für ihre Karten haben!
Was ist nun "mein Tipp" dazu? Nun eigentlich benötigt man keinen, denn interessanterweise ist "jetzt" vielleicht Licht am Tunnel zu sehen: Denn in der aktuellen Erweiterung Strixhaven scheinen sich die Foil-Versionen nicht mehr so sehr zu "verbiegen". bzw. zumindest in den Draft-Boostern. Die Set-Booster und Collector-Booster haben anscheinend noch das gleiche Problem. Aber es geht aufwärts! Schauen wir mal, wie es sich entwickelt. Die Qualität der Karten sollte sich also verbessern!
Aber ich habe hier gerade so komische x-Booster Dinge erwähnt. Was zum nächsten Punkt führt.

2. Verfügbarkeit, Seltenheit, Varianten, ...
Die "Zeiten meiner Jugend", in der es eben von einer Karte nur eine Version gab bzw. halt aus verschiedenen Erweiterungen mit (wenn überhaupt) anderem Bild und vielleicht noch Foil, sind vorbei. Inzwischen gibt es von vielen Karten halt die Standardversion, Extended Art, Full Art oder gar als eine Masterpiece Version. Und nein, da hört es nicht auf! Es gibt auch inzwischen spezielle Versionen, wo mit anderen "Welten" zusammengearbeitet wird. z.B. dem Godzilla-Franchise (ja, wirklich!) was sich dann etwa so äußert. Oder es gibt z.B. von manchen Karten einfach Spezialversionen in einer fiktiven Sprache. Auch nicht mehr ganz neu ist, dass Fremdsprachige Versionen - speziell Japanisch - inzwischen mit "Alternative Art" ausgestattet sind, die es nur in Japan gibt ... oder in speziellen Collector-Boostern. Diesen "komische Namen" hatte ich vorhin schon erwähnt, komme ich gleich dazu. Aber man kann sich auf jeden Fall vorstellen, dass es nicht mehr nur darum geht, dass man eine seltene Karte zum Spielen hat, sondern die muss Full-Alternate-Art-Foil sein! Achja, nahezu sämtliche Versionen gibt es auch in "normal" und "Foil"... und vermutlich hab ich noch Varianten vergessen.
Aber wir kommen kurz zu den Boostern. Auch hier gab es früher nur eine Version an Packung. Ganz aktuell gibt es gleich drei verschiedene Packungen/Booster:

Draft - was so dem "alten Standard" entspricht. "Draft" ist zudem eine spezielle Spielvariante.
Set - halbwegs "sortierte" Packungen mit erhöhter Chance auf mehr seltene Karten.
und
Collector - im Prinzip komplett mit "Spezialversionen" voll.

Man muss vermutlich kein Hellseher sein, das die Preise für eine Packung entsprechend dieser Reihenfolge auch ansteigt. Und ganz aktuell kommt auch das Problem dazu, dass genaue Herstellungszahlen zwar nicht vorhanden sind, aber es aussieht, das die Mengen nicht dieser Reihenfolge angepasst wurden! Tatsächlich wird aktuell für die neueste Erweiterung mehr Geld für eine Box voll mit Draft-Booster verlangt, als mit Set-Boostern; und Set-Booster haben weniger Karten! (Collecters natürlich nochmal mehr). Was ein Problem ist! Denn prinzipiell ist ja die Idee gut, dass Sammler halt etwas mehr ausgeben für irgendwelche "schönen" Versionen und Leute, die einfach nur Spielen wollen, nicht ganz so viel Geld lassen müssen. Aber wenn letztere gar nicht an die "billigen" Versionen rankommen, wird es schwierig. Der "Kollege" aus dem Chips-Video oben hat es in einem neueren Video von ihm so (in etwa) ausgedrückt:
[Wizard of the Coast (WotC) sind die Hersteller von Magic: The Gathering]

Liebes WotC, ich weiss, ihr wollt nur unser Geld! Dann gibt uns aber wenigstens die Chance es euch auch dafür zu geben, was wir zum spielen haben wollen! Und bittet uns nicht einfach für unnötige Varianten zusätzlich an die Kasse!

Ein "Höhepunkt" für diese Varianten sind die Secret Lair Collector Boxes. Das sind zeitlich begrenzte, print-on-demand Spezialversionen von Karten, die es in dieser Form nirgendwo sonst zu haben sind! Und die Preise pro Box sind meist recht ähnlich, ca. 30-40 EUR. Und ob diese Preise für die Karten berechtigt sind, ist immer die Frage. Teilweise bekommt man für das Geld alternative Versionen für Karten, die man "direkt und als vorhandenen Versionen" für etwa das gleiche Geld kaufen könnte. Manchmal sogar etwas darüber. Aber auch oft deutlich weniger. Es gibt Boxen, die bestehen aus 5 Ländern, also den simplen "Ressourcen-Karten". Wenn man hier nicht gerade auf Versionen aus den allerersten Magic-Veröffentlichungen (Alpha, Beta, Unlimited,...) Anfang/Mitte der 1990er schaut, kosten Länder selbst in speziellen Versionen maixmal so 1-2 EUR, in seltenen Foil Versionen vielleicht mehr! Aber letzlich ist das Preis-Leistung Verhältnis ziemlich schlecht! Ganz aktuell gibt es sogar eine reine Textversion von fünf Ländern; das ist rein Meme und die Frage nach Preis ist durchaus vorhanden. "Nagut", kann man sagen. Sollen halt die Sammler Geld ausgeben, wer das Geld nicht hat, kann sich die Karten ja in anderen Versionen zulegen. Kein Problem.
Doch halt! Es begab sich dann, ähnlich dieser Godzilla-Kooperation, eine Zusammenarbeit mit der Fernsehserie The Walking Dead. Und es gab eine Box mit fünf absolut neuen Karten, die nur in dieser Sammelbox zu haben sind! Man kann sich den Aufschrei in der Szene vorstellen...

Es herrscht also ein "Ungleichgewicht" zwischen "Sammelkarten" und "Spielkarten"; und zwar anscheinend Richtung "Sammelkarten"! Und zwar nicht nur "einfache" Sammelkarten, sondern "verdammt teure Sammelkarten"! Diese Secret Lair Veröffentlichungen scheinen WotC ziemlich viel Geld in die Taschen gespielt zu haben. Das macht es nicht einfacher, dass die "das Ruder herumreissen" und mehr auf Leute eingehen, die Magic "nur" spielen wollen. Die Verfügbarkeit der "Standardsets" im Verhältnis zu "reinen" Sammelkarten muss erhöht werden! Was wiederum in den nächsten Punkt führt (damit wir etwas mehr Unterpunkte haben :P)

3. Eintrittshürden in verschiedene Formate

Um nochmal "ausm Krieg" zu erzählen: Früher(TM) hat man seine Karten, die man hatte "irgendwie" zusammen gestellt und dann gegeneinander gespielt. Es gab schon zu meiner Zeit Ausnahmen davon, wie Karten die Ante erwähnen. (im Prinzip wird dann um Karten, die man besitzt gespielt; sowas wird damals und erst recht heutzutage nicht mehr gemacht). Aber ansonsten gab es da wenig Grenzen, außer was man halt verfügbar hatte.

Heute, viele Jahre und Tausende Karten später ist das alles nicht mehr so einfach. Inzwischen haben sich verschiedenste "Formate" gebildet, die die Möglichkeiten zu nutzender Karten beschränken. Das betrifft natürlich hauptsächlich Turniere, aber auch im "Täglichen Spielen" wird damit gearbeitet, damit man eine gleiche Basis hat.
Es gibt noch viele Details dazu, aber die "Extremformate" sind (halbwegs) Standard - hier dürfen nur Karten benutzt werden, die in Erweiterungen der letzten 3 Jahre veröffentlicht wurden - und Vintage - nahezu sämtliche Karten, die jemals gedruckt wurden, dürfen verwendet werden. Dazwischen gibt es etliche Formate, spezielle Anpassungen usw.
Wenn man also jetzt beschliesst, mit Magic anzufangen, ist es relativ einfach in Standard mitzuspielen, denn die Karten hierfür sind (meist) gut verfügbar und kann sich entsprechende Decks bauen. Aber sobald es um Formate geht, deren Kartenerlaubnis weiter in die Vergangenheit geht, wird es immer schwieriger. Denn viele "Altformate" benötigen desöfteren Karten, die prinzipiell ein muss in einem jeden Deck sind, wenn man sich halbwegs behaupten will, aber seit Jahren (bis Jahrzehnten) nicht mehr gedruckt wurden und entsprechend einen enormen Wert aufweisen! Wenn man also in solche Formate einsteigen möchte, muss man unglaublich viel Geld in die Hand nehmen!
Beispielsweise sind in Eternalformaten (also wo prinzipiell alle Karten gespielt werden dürfen) die sogenannten Dual Lands ein wichtiger Baustein, speziell die "Klassiker" aus den ersten Erweiterungen. Ja, ich habe oben erwähnt, das Länder nicht gerade teuer sind; diese hier schon! Denn diese produzieren zwei verschiedene Arten an Ressourcen ... und wurden das letzte Mal 1994(!) veröffentlicht! Je nachdem, welches Doppelland es ist, kann es sogar mehr sein, aber die "günstigsten" Varianten kosten um die 200 EUR! Pro Stück! Und meist braucht man natürlich mehr, als nur ein Land! Natürlich gibt es "Alternativen", aber diese haben meist irgendeine Art Nachteil. Nur diese, alten Versionen sind "pur"! Entsprechend sind sie hoch gefragt und man kommt nicht wirklich günstig an sie ran. Zum Vergleich hier mal ein aktuelles und teures Deck (also über 60 Karten) aus dem aktuellen Standardformat: Kostenpunkt 380$. Also: Ein einzelnes, altes Land oder ein komplettes Deck (das derzeit einige Turniere gewinnt), was hätten sie denn gerne? Wie wichtig diese Länder sind mal im Vergleich zu einem dieser "alten" Decks: Kostenpunkt 7300$; now we are talking ... und wenn man hier in die Detailauflistung schaut sind davon 6000(!)$ alleine nur für 7 dieser alten Doppelländer "verbraucht". Und das ist noch ein Deck, aus dem Format "Legacy", dass etliche der teursten Karten überhaupt nicht erlaubt. Da sieht man, wie wichtig gerade diese Länder sind!
Warum werden diese Karten nicht mehr gedruckt? Nun, es gibt eine sogenannte Reserved List von Karten, von denen WotC sagt, dass sie "nie mehr" gedruckt werden. Anführungszeichen deshalb, weil es da schon einige "Überarbeitungen" gab... Die Idee hinter dieser Liste ist hauptsächlich, dem "Zweitmarkt" nicht das Wasser abzugraben. Wobei dieser Grund in letzter Zeit immer öfter unter Kritik gerät. Vor allem, da es deutliche Beispiele gibt, dass selbst vielfach nachgefragte Karten, die nicht auf dieser Liste stehen, trotzdem in ihren "alten" Versionen sehr teuer und nicht einfach zu haben sind. Letztlich scheint es da ein "Oh, du hast <Karte>? Aber doch nicht in dieser tollen, alten Version!" und bei Sammlern weiterhin die "Originalversionen" deutlich begehrter, als Neuauflagen. Gerade die erwähnten Doppelländer sind da einer erhöhten Kritik ausgesetzt. Man muss sich ja obiges Deck mal vorstellen, wenn man die Doppelländer "weg" nimmt, plötzlich ist die Einstiegshürde (s. Bereichstitel) um 6000$ geringer! Das macht verdammt viel aus! Und würde verdammt viele Leute, die da draußen sind und eigentlich gerne in diesen "alten" Formaten spielen wollen, aber einfach das Geld nicht haben, gut entgegen kommen! Entsprechende Turniere würde also deutlich besser besucht werden! Man sollte also wirklich, ernsthaft, über eine neue "Überarbeitung" der Reserve List nachdenken und vielleicht einige der "absoluten Standardkarten" wieder erneut drucken!. Prinzipiell müssen es ja nicht die gleichen Karten sein, sondern können auch "technisch identische Versionen" sein. Was ich damit meine? Nun, z.B. sind die Llanowar Elves absolut identisch mit Fyndhorn Elves oder Elvish Mystic. Warum man dreimal die "gleiche" Karte macht, nur den Namen ändert ... keine Ahnung! Aber wir gehen weiter!

4. Online Spielen

Bereits seit 2002(!) kann MtG nicht nur in Kartenform gespielt werden, sondern es gibt eine Onlinevariante. MtG:Online hat seitdem einige Höhen und Tiefen erlebt. "Gerne" wird (vor allem inzwischen) über die altbackene Grafik, Bugs und sonstigen Problemen geredet, aber auch heute noch im Jahr 2021 wird fleissig gespielt! Speziell Vintage-Drafts sind beliebt und da nahezu sämtliche Karten, die es auch physisch gibt, verfügbar sind, ist im Prinzip jegliches Spielsystem möglich.
Um Magic-Online-Spielen auf ein modernes Level zu heben wurde aber auch (mal die Beta-Zeit ignorierend) im September 2019 MtG:Arena veröffentlicht! Passend zur Corona-Pandemie also (sic). Allerdings hat Arena "ein" Problem. Dafür, dass es zwei Jahre in der Beta war, wurde irgendwie auf die "falschen" Dinge Wert gelegt. Also klar, ja, schöne Grafik und Effekte und moderne Oberfläche. Natürlich auch das Spielsystem ansich. Aber es fehlen unmengen an Dingen, die die Leute haben wollen! Zu Beginn gab es keine Freundeslisten, die beliebte Spielvariante "Draft" war nur mit Bots möglich, prinzipiell gewollt sind keine "alten" Karten verfügbar, daher sind "ältere" Formate nicht möglich, ...
Zum Glück funktioniert der Shop gut, um an euer Geld zu kommen! Was auch ein zentraler Punkt der Kritik ist: Denn während MtGO prinzipiell eine "digitale Repräsentation" des eigentlichen Kartenspiels darstellt, ist Arena sehr persönlich. Was meine ich mit diesem komischen Satz!? Nun, bei MtGO kann man all die Karten, die man besitzt, kauft, gewinnt, ... auch an andere Personen verkaufen! Es ist ein reger Handel unter den Spielern und es gibt auch "Bot-Accounts", die automatischen Handel abschliessen lassen. Wenn ich das richtig verstanden habe, kann man sogar von solchen "Spezialaccount" Karten "ausleihen", wenn man temporär Karten für ein Turnier braucht oder so. Entsprechend sind die Preise hier auch relativ Human! Erinnert ihr euch an das teure Deck oben? Neben den $ war auch ein "Tix" Wert; das ist die MtGO Version von "Geld". Ein (Eventticket)Tix kann man grob mit 1$ beziffern. Man sieht, wie deutlich hier für das Deck die Preise fallen! Entsprechend sind auch viele, die gerne so alte Formate spielen auf MtGO vertreten, denn hier ist es noch recht gut möglich die Karten zu bekommen und muss nicht ganz so viel Geld ausgeben.
Was hat im Gegensatz dazu Arena? Nun, Nichts... Alle Karten, die man kauft besitzt, kauft, gewinnt, ... sind an den eigenen Account gebunden und das war es. Es gibt keinen Handel zwischen den Spielern. Entsprechend ist es auch schwierig an fehlende Karten zu kommen. Denn von einzelnen Ausnahmen abgesehen kann man nur Päckchen kaufen und keine Karten direkt. Es gibt zwar "Wildcards" für jede "Seltenheitsstufe", aus denen man beliebige Karten der entsprechenden Rarität generieren kann, aber diese sind nicht Kaufbar, sondern man muss sich diese selbst "erarbeiten". Und das ist komplex und lohnt sich entsprechend ordentlich für WotC.
In Arena also ein Deck zu bauen, das viele seltene Karten beinhaltet ist also nicht ganz so einfach! Einen Preis für die Karten zu nennen ist aufgrund keinerlei "Markt" schwierig, aber es wird allgemein angenommen, dass wir hier im Bereich der realen Karten sind. MtGO ist also eigentlich die günstigste Variante, Magic zu spielen, ist halt altbacken und nicht sehr komfortabel! Da gibt es in Arena durchaus bessere Umsetzungen!

Aber das allgemeine Spielerlebnis und die Preise für Karten sind nicht alles. Etwas, was mir als Fan von vielen anderen Spielen die Online verfügbar sind völlig unverständlich ist, dass das nicht Prio 1 ist: Zuschauermodus! Also das man anderen Leuten nicht bei einem Match direkt aus dem Client zuschauen kann. Nahezu jedes andere Onlinespiel hat sowas inzwischen! Auch die "Konkurrenz" auf dem Kartenspiel-Markt:
Das wohl größte Online-Kartenspiel Hearthstone konnte das schon ein paar Monate nach Veröffentlichung ... im Jahr 2014!
Der League of Legends Ableger Legends of Runeterra kam fast ein halbes Jahr nach Arena raus ... und hat nur ein paar Monate später einen Zuschauermodus bekommen.
Selbst das inzwischen "tote" Artifact (das mit Richard Garfield sogar den Erfinder von MtG im Boot hatte!) kam mit entsprechenden Möglichkeiten auf den Markt!
Warum wird bei Arena das nicht erhöht vorran getrieben? Vor allem da ja bekanntermaßen die sonst MtG-üblichen Gatherings aktuell dank Corona nicht möglich sind! Arena sollte sein "Preismodell" bzw. die Möglichkeit Karten zu bekommen überarbeiten und benötigt dringend einen Zuschauermodus!
Letzteres ist vor allem wichtig, wenn ihre Turniere besser unterstützt werden sollen! Denn aktuell ist es bei Turnieren so, dass die Spieler selbst streamen müssen und die Kommentatoren auf diese angewiesen sind, um das Spiel zu beleuchten und manchmal der Spieler nur eine schwache Internetleitung hat und entsprechend verpixelte Grafik ist... das sieht nicht gut aus!
Und "Turniere" bringt zum nächsten Punkt!

5. Turniere, Profis und mehr

Schon kurz nach Veröffentlichung von MtG starteten die ersten offiziellen Turniere in diesem Spiel. Und über die Jahre und Jahrzehnte hat sich am oberen Ende der Nahrungskette die sogenannte Pro-Tour (PT) etabliert. Im Prinzip gab es auf den Events immer einen speziellen Pro(fi)bereich, für den man sich in lokaleren Turnieren qualifizieren musste. Hier ging es dann um ganz ordentlich Preisgeld und vor allem um spezielle "Annehmlichkeiten", wenn man gut abschneidet. Der wohl wichtigste Preis war meistens "Flugticket zum nächsten Pro-Tour Stop" (ich glaub man konnte auch in einem gewissen, nahem Zeitbereich wählen, wo man ein Ticket haben wollte). Wenn man also ein sehr guter Spieler war, der sehr oft ganz weit vorne Plaziert war, konnte man über Preisgeld und diese "Zusätze" sich trotz vielem umherfliegens über die Welt das Ganze finanzieren. MtG hat auch entsprechend den "Untertitel": Play the Game! See the World! bekommen. Spieler, die in die Hall Of Fame aufgenommen wurden, hatten es sogar noch besser!
Und man kann immer etwas herummäkeln, aber so im Groben und Ganzen hat das gut funktioniert.
Doch Mitte 2019 wurde die Magic Pro League (MPL) ins Leben gerufen. Eine Liga, bestehend aus den (damalig) besten Spielern der Welt. Es sollte eine Liga werden, bei der das erste mal die Spieler direkt von WotC ein Gehalt dafür bekommen, Magic zu spielen! Auch hier sind wieder spezielle Einladungen zu Turnieren inbegriffen - für diese Verpflichtung. Problem Nummer Eins war natürlich dann 2020 der Ausbruch von Corona und das es eigentlich keine Offline Events mehr gab, wo die Spieler hätten hinreisen können.
Wobei... "Nummer Eins"? Nein, ein anderes ist wohl entscheidender. Denn im "alten" System hat jeder, der möchte, die Chance gehabt bei einem Pro Tour Qualifikationsevent teilzunehmen und dann auch die PT mitzuspielen. Die MPL ist ein geschlossenes System! Wie ohne Corona überhaupt die "Einladungen" dazu ausgesehen hätten - ob es mit Turnierperformance zu tun gehabt hätte!? - ist unbekannt... es wurde aber eine Art "zweite Liga", die Rivals League (RL) eingeführt. Ähnlich wie in anderen Sportarten steigen dann die "schlechtesten" aus der MPL in die RL ab und entsprechend Leute auf. Und es fliegen Leute aus der RL, die sich natürlich neu Qualifizieren müssen. Wie das geht ... ist auch so ein Problem. Denn "niemand weiss es"! Selbst meine Lieblings MtG (und ETLICHES andere) Content Creater von LoadingReadyRun (LRR) meinen, das sie da nicht ganz im Bilde sind, wie das funktioniert. Ich beschäftige mich da auch nur perifär damit und so halbwegs kann ich mich an lustige Bilder auf Twitter erinnern, mit verschiedensten Turnieren und Pfeilen usw... aber wirklich, wie es funktioniert... ich weiss es auch nicht! Es gab z.B das letzte Wochenende (vom Tippen aus gesehen; ka, wie lang ich hier noch am Artikel schreibe :P) ein "Champions Showcase", wo Gewinner von verschiedenen Turnieren gegeneinander gespielt haben. Und ich hab nicht im entferntesten mitbekommen, dass diese überhaupt stattgefunden haben oder das die als Qualifikation für diesen Showcase gedacht waren... Ich möchte nicht zu sehr auf meinen letzten Punkt zurück fallen, aber ich kenn das von DotA2, dass im Spieleclient ein extra Fenster ist für "Pro-Play" und wer gerade spielt, was ansteht, man kann Zuschauen (haha...) usw. Wieso macht WotC das nicht auch in ihre beiden Clients? Oder zumindest in MtG:Arena!? Das bringt dann auch Leute, die sich gar nicht damit beschäftigen auf irgendwelche Streams oder "Oh, da mach ich mal mit!". Und überhaupt sind Leute informiert, dass irgendwas stattfindet. MtG:Online/Arena sollten spezielle Infos für Turniere und Möglichkeiten des "Professionellen Spielens" bereitstellen. Aber, wie gesagt, das nur so nebenbei...
Denn zurück zur MPL. Wie man erkennen kann, war die nicht soooo beliebt. Und anscheinend haben das auch WotC erkannt. Deshalb wurde angekündigt, dass es noch eine Saison 2021-2022 geben wird, dann ist Schluss mit MPL! Sie wollen wieder mehr zum "Gathering" Teil des Spiels zurück kommen. Zudem erwähnen sie, dass sie so eine "Profiunterstützung" wohl nicht mehr machen werden! ... im Prinzip werden hier einige Topspieler vor den Kopf gestossen! Die Chance ein Magic-Profi Spieler zu werden ist damit eigentlich schon fast Geschicht! Ohne die erwähnten Flugtickets wird es auch für Leute, die nicht gerade in den USA wohnen sehr viel schwerer, auf Turniere zu fahren! Flugtickets sind nicht günstig! Und da werden etliche Spieler die Rechnung aufmachen "Ok, ich muss soundsoviel für Flugtickets und Hotel und Essen/Trinken planen... welchen Platz muss ich erreichen, um das wieder reinzuholen? Und schaffe ich das? Denn sonst bleibe ich ja auf übelen Kosten sitzen..." Es gibt zwar Onlineevents, aber aktuell ist da ja nur in Ausnahmefällen was "vernünftiges" zu holen!
Immerhin meint WotC, dass sie in diese Events mehr Geld stecken wollen! ... Wie genau das aussieht, ist aber nicht klar; denn eins der ersten Aktionen war, für die geplante Weltmeisterschaft für 2021 das Preisgeld von 1.000.000$ auf 250.000$ zu verringern! Was - wenig überraschend - nicht auf Gegenliebe gestossen ist! Man muss auch verstehen, dass das Jahr 2020 ein Rekordjahr für WotC war: Der Gewinn ist um 24%(!) gestiegen, also dass man hier das Geld sparen müsste, sieht nicht so aus ... außer natürlich, die Mutterfirma Hasbro will hier ihren Gesamtrückgang (s. Link) ausgleichen... was ziemlicher Arschlochmove wäre (aber auch nicht unbekannt, dass man sich Gewinne "mopst"...)! Die Aussichten für Spieler am "oberen Ende der Nahrungskette" sind also nicht gerade toll! Daher wird im "Hintergrund" diskutiert, ob das an den "filthy casuals" liegt - also den "Gelegenheitsspielern" (auf Englisch klingt das aber besser ;)), die der Firma gut Umsatz machen, aber sich gar nicht mit mehr beschäftigen. Speziell werden da gerne mal die Commander-Spieler genannt. In dem System ist es (meist) eher auf Spaß und Unterhaltung angelegt und nicht auf pures Gewinnen! Und natürlich die obig erwähnten Sammler. Die "brauchen" nur ihre Karten, die sie für teuer Geld kaufen und dann ist gut. "Niemand" von denen interessiert sich für Professionelles MtG spielen!
Und wenn man mal sich Fussball anschaut (jaja, "Themenwechsel"), dann gibt es da ein "paar" Mannschaften in der 1./2. Bundesliga, die das professionell und für Gehalt machen ... und ca. 24.000 Vereine gibt es in Deutschland gesamt. Auch hier ist die Menge der "Rumpelfussballer" sehr viel größer, als die Profis. Der DFB verdient aber an Lizenzierungen für Bundesligaspiele etc. Daher sind die Profis mit das wichtigste für die! Wenn die dagegen das Geld nicht damit verdienen würden, sondern in einem Paralelluniversum es Fussballschuhe, Fussbälle Ansich, Tore, und-was-man-sonst-so-zum-Fussballspielen-braucht, ... nur über den DFB zu kaufen gäbe, dann wäre das ganz anders! Denn klar, die "Profis" benötigen vielleicht höherwertigeres Material; aber all die kleinen "Anfänger" sind so viele, da kommt das große Geld dann herein! Und so sieht es halt ein wenig bei MtG aus (willkommen zurück)!
Wie betrifft mich das jetzt? Ich bin ja eigentlich "Außenstehender", aber ich schaue halt gerne bei MtG zu. Allerdings ist es so ähnlich, wie wenn mich Leute komisch angucken, wenn ich ihnen erzähle, dass ich Online Leuten beim Online-Videospiel-Spielen zugucke und die dann verwirrt sind, warum ich das mache. Das wichtige hier ist: Ich schaue nicht irgendwelchem Hinz und Kunz oder Dr. Disrespect zu. Die sind vielleicht halbwegs unterhaltsam, aber: Sie sind keine Profis! Letzlich ist das ähnlich, wie wenn ich Leuten beim Speedrunning zugucke. Das sind die Besten der Besten(,Sir) und zeigen unglaubliches Können! Das interessiert mich! Ich möchte sozusagen "beeindruckt" werden und nicht unterhalten - bzw. natürlich am Besten beides, wenn das Spiel knapp ist, ein Comeback gemacht wird, etc. Ich schaue natürlich hin und wieder erwähnten LRR beim Spielen zu und selbst ich denke manchmal: "Was zum Geier machst du für nen Scheiss???" da sind einfach Fehler im Spiel, die selbst ich sehe, was etwas heißen will! Da muss ich sogar manchmal abschalten, weil ich mich aufregen :P Das Gefühl hab ich auch durchaus, wenn ich eigentlichen Profis beim Videospielen zuschaue und die "Rumpel-Spielen". Möchte das aber nicht zu sehr vertiefen. Der Artikel hier ist eh völlig zu Lang geworden :P
Auf jeden Fall würde ich mir wünschen das WotC mehr für High-End Spielen tut und ausgibt und den entsprechenden Top-Spielern eine Möglichkeit zum Profidaseins eröffnet!

6. Fazit
Gibt es nicht ;) Also nicht direkt. Aber glaube habe etliche Themen abgehakt und verschwurbelt! Vielleicht habt ihr gemerkt, dass ich einige Teile meines Texts in Italic "markiert" habe. Das sind die Punkte, die ich als Verbesserungsmöglichkeiten sehe. Ich fasse daher mal zusammen:
a) Die Qualität der Karten sollte sich Ansich verbessern! Speziell "Foil".
b) Die Verfügbarkeit der "Standardsets" im Verhältnis zu "reinen" Sammelkarten muss erhöht werden!
c) Man sollte also wirklich, ernsthaft, über eine neue "Überarbeitung" der Reserve List nachdenken und vielleicht einige der "absoluten Standardkarten" aus den Anfangsjahren wieder erneut drucken!
d) MtG:Arena sollte sein "Preismodell" bzw. die Möglichkeit Karten zu bekommen überarbeiten und benötigt dringend einen Zuschauermodus!
e) MtG:Online/Arena sollten spezielle Infos für Turniere und Möglichkeiten des "Professionellen Spielens" bereitstellen.
f) WotC sollte mehr für High-End Spielen tun und ausgeben und den entsprechenden Top-Spielern eine Möglichkeit zum Profidaseins eröffnen!

Mal schauen, was die Zukunft bringt! Letztlich ist es möglicherweise nur ein "Man wird ja mal Träumen dürfen"!
... oder einfach mal wieder ein "guter" Grund, einen laaaaangen Artikel hier zu schreiben! ;)

 

21.05.2021 22:00 Uhr   #232

Es begab sich, dass ich bemerkt habe, dass sich irgendwie eine Taube öfters auf meinem Balkon herum treibt!
Gleich neben meinem Haus ist eine Unterführung, wo sich in in allerlei Ecken Tauben verstecken.
Entsprechend dachte ich, dass die sich halt ein wenig mal in der "Gegend" umschaut.
Doch wartet!
Also ich dann ein paar Tage später was in meinen Biomüll (den ich auf dem Balkon stehen habe) werfen wollte, wurde ich hiervon überrascht:

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_7800_thumb.JPG

Ja, richtig gesehen! Ein Ei! Ein Taubenei!
Damn, ich hätte mal meinen alten Blumenkasten aufräumen sollen...
Nun ist es zu spät!
Ich hab zwar keine Tiere, weil ich Tiere mag, aber das Ei jetzt irgendwie entfernen geht jetzt auch nicht...
Nach einem kurzen googlen nach "Tauben brüten" (oder sowas) konnte ich dann sozusagen der Mutter zugucken...

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_7850_thumb.JPG

... wie das passiert, was Online steht: Tauben legen meist zwei Eier!

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_7875_thumb.JPG

Nun hieß es abwarten!

Tauben scheinen monogam und als Paar zu leben.
Da ich aber zugegeben nicht weiter recherchiert habe, wer so bei Tauben für das Brüten verantwortlich ist, weiss ich nicht, ob ich hauptsächlich die Mutter in Ruhe in meinem Blumenkasten sitzen lassen hab.
Auf jeden Fall konnte ich nach ein Paar Wochen dann (virtuelle) Konfetti schmeissen:

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_7992_thumb.JPG

Nachwuchs!!!
Aber man sieht ja schon, das ist nur ein Junges; da liegt noch ein Ei!
Also nochmal fleissig brüten - und sich nicht von mir stören lassen!
(So nah bin ich davor noch nie an die Taube rangekommen, ohne dass sie weggeflogen ist)

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8004_thumb.JPG

Und nach nur einer Durchwindeten Nacht war auch das zweite Junge da!

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8006_thumb.JPG

Doch das Wetter war da nicht so dolle für kleine, nackte Taubenbabys!
Entsprechend musste noch fleissig von Papa (behauptet ich mal) geschützt werden.

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8013_thumb.JPG

Aber langsam wurden die kleinen größer!

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8015_thumb.JPG

Aber so erfreut war Papa nicht, das ich immer gucke! "Hei alda, was guckst du???"

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8019_thumb.JPG
https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8022_thumb.JPG

Völlig ungefährlich scheine ich also nicht gewesen sein.
Zum Glück! Denn so konnte ich noch immer erfolgreich "ohne viel zu tun" ein paar schöne Schnappschüsse auf die Kleinen machen:

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8025_thumb.JPG
https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8028_thumb.JPG

Langsam nahmen sie auch eine dunklere Farbe an.

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8030_thumb.JPG
https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8033_thumb.JPG

Hin und wieder wurde ich aber auch mal wieder bös angguckt.

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8046_thumb.JPG

Auch schaffte ich es endlich mal, dass das Elternteil abgelenkt war und man (halbwegs) mal alle zusammen sieht:

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8049_thumb.JPG

Und hatte ich vorhin erwähnt, dass die Kleinen dunkler wurden? Nun, jetzt wurden sie wieder Weiß!

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8052_thumb.JPG

Die Kleinen wachsen also fleissig!
Vielleicht auch weil das Wetter besser wurde, hab ich tatsächlich hin und wieder mal rausgeguckt und keine Erwachsenentaube in Bewachung gesehn!
Das war für Wochen eine Unmöglichkeit!
Hier aber auch mal wieder die Mutter(?)

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8055_thumb.JPG

Langsam wird es auch schwierig auf den beiden nicht-mehr-ganz-so-Kleinen zu sitzen.

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8058_thumb.JPG

Etwas schwierig zu sehen, aber es kommt auch "Bewegung" in die Sache!
Die Tauben sind in meinem Blumenkasten ca. 30cm nach rechts gewandert :P

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8062_thumb.JPG

Man sieht, es hat mal wieder geregnet. Daher wurden sie wieder an den alten Platz gescheucht!

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8063_thumb.JPG

...
So... nun ...
Ihr wollt jetzt bestimmt mehr sehen.
Aber es geht nicht!
Nein, ich war nicht von der Arbeit unterwegs oder so.
Sondern dieses obige Bild wurde am Sonntag den 16.05.2021 um 8.02 Uhr morgens gemacht.
Als ich nicht einmal eine Stunde später aus dem Fenster geschaut habe, war ich erstmal überrascht:
Der Blumenkasten ist leer!
Aber nach Sekunden der Überlegung, dass die doch noch gar nicht aussahen, als ob sie Fliegen können, erweitert sich mein Sichtfeld auf "vor" den Blumenkasten
...
und eines der Kinder
...
auf dem Balkon auf dem Rücken liegend
...
"rote Spuren" um es herum
...
meine Augen weiten sich
...
ein Blick weiter nach Rechts
...
das zweite Kleine
...
in einer ähnlichen "Lache"
...
Tot! Beide!

(Wer es sehen will, hier ein Bild, dass nicht in der Galerie ist und auch nicht direkt angezeigt wird!)
NSFW Bild

Ich weiss nicht, was passiert ist...
Habe ein wenig herumgegooglet und Tauben werden anscheinend von vielen anderen Tieren angegriffen.
Marder und sogar Ratten werden genannt. Aber ich bin ja auf Balkon im 1. Stock!
Daher wohl eher ein Vogel. Hier werden Greifvögel genannt, aber auch z.B. Elstern.
Wer da in einer Stunde "Unaufmerksamkeit" schnell das Nest vernichtet hat... keine Ahnung!

Mir blieb nur noch die Aufgabe die beiden Kleinen von meinem Balkon zu entfernen...
wer weiß, was tote Tauben sonst so anlocken!?

Leider kann ich den Eltern nicht erklären, dass sie schon auf dem richtigen Balkon sitzen, aber ihren Nachwuchs nicht finden werden

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8064_thumb.JPG

Tja! Eine kurze, eigentlich schöne Frühlingsgeschichte kommt zu einem dramatischen Ende! :(

 

07.05.2021 15:26 Uhr   #231
Ich mache, wie versprochen, weiter mit meinen Reviews!
Dazu vielleicht mal eine Anmerkung zuvor. Und zwar ist Super Meat Boy Forever aufgrund seines Vorgängers durchaus bekannt. Aber letztlich ist Team Meat auch nur ein kleiner Indie Hersteller mit keinem riesen Entwicklungsteam hinter sich. Genauso mit meinen anderen beiden Reviews von Horace und erst recht Genesis Noir.
Das werde ich bei meinen Reviews beibehalten. Ich werde meinen Blick auf eher "unbekannte" Medien richten und nicht auf irgendwelche Blockbuster. Wen interessieren die schon? :)

Entsprechend möchte ich nun unseren Blick auf eine relativ unbekannte Anime-Serie Namens Planetes richten. (ja, wirklich so geschrieben :P)
Die Serie ist aus dem Jahr 2003, aber aktueller dennje; wir kommen darauf zurück. Es ist eine "Nah-Science-Fiction" Serie, sie spielt im Jahr 2075, also gar nicht so weit weg. Und sie ist sehr realistisch gestaltet:
Eine Szene, wie ein Raumschiff ihre Triebwerke anschaltet? Man hört nichts, denn im Vakuum des Weltraums gibt es keine Schallwellen!
Oder die verringerte Schwerkraft auf dem Mond wird thematisiert.
Und auch der "Klassiker", Schwerkraft durch Rotation wird genutzt.
Zudem ist es eben Scifi, aber es gibt keine Außerirdischen oder so. Wie "üblich": "Das Monster ist der Mensch", oder so :)

Wie meine Beispiele schon etwas andeuten, spielt die Geschichte in einer "Entwicklungsphase", in der der Mensch durchaus schon viel im All unterwegs ist. Mehrere Raumstationen sind permanent Bemannt und auch auf dem Mond gibt es mehrere Städte - in einer Folge wird eine "Siedlung" mit 120.000 Bewohnern beziffert, was schon ganz ordentlich ist. Auch der Mars wird kurz erwähnt. Aber viel mehr ist noch nicht. Nix mit "zu den Sternen", man kämpft noch mit den Planeten.

Bevor es nun mit der Vorstellung losgeht, kleine Anmerkung: Die Serie existiert glaube nur auf Englisch und Japanisch. Und selbst-verständnismäßig werde ich entsprechend einige Begriffe aus der Serie nehmen, die eben auf Englisch sind. Werde hier nichts auf Deutsch Übersetzen!

Es geht um eine Truppe von "Müllmännern und -frauen". Um genauer zu sein, sammelt diese Gruppe Weltraumschrott aus dem Orbit. Das Problem ist durchaus auch in unserer Realitätbekannt und fliesst in vielfältige Überlegungen mit ein. Und genauso, wie hier auf der Erde Müllabfuhr jetzt nicht den aller-dollsten Ruf hat, ist es auch mit dieser Truppe. Aber wehe die machen mal für 2 Wochen nix, schon werden die Leute panisch... entsprechend wird gerne auf die Leute heruntergeschaut und als "Halve Section" bezeichnet; anscheinend sind sie auch noch - bewusst - unterbesetzt. Aber sie selbst sehen ihre Aufgabe als sehr wichtig an; was sie auch ist. Sie reden gerne von "keeping space safe".

Die Serie beginnt damit, dass eine neue Mitarbeiterin (Anrede: Tanabe) dazu kommt und - natürlich - den Laden etwas aufwirbelt. Speziell den Kollegen (Hachimaki), der sie unter die Fittiche zu nehmen hat. Sie nennt ihn auch generell Senpai. Man kann vorhersehen, dass hier dann etwas Liebesgeschichte aufkommt. Aber auch einige andere Mitarbeiter der "Debris Section" haben komplexe Vorgeschichten, die ausgearbeitet werden. Was gut ist, so soll es sein.
Aber das interessante und weshalb die Serie - wie erwähnt - sehr aktuell ist, hat eigentlich mit der "Politik" im Hintergrund zu tun.

Schon relativ früh - aber ohne tiefere Hinweise - wird die "Space Defence Front" (SDF) erwähnt. Im Prinzip eine Terrorgruppe, die verhindern will, dass der Mensch in den Weltraum aufbricht. Warum sie das nicht wollen? Prinzipiell klassische Frage "Warum sollen wir hunderte Milliarden dafür ausgeben, ein Raumschiff zu bauen, wenn wir mit dem Geld die hungernden Menschen auf der Erde versorgen könnten?". Nahezu genau diese Frage stellt in einer späteren Folge auch ein Reporter an Hachimaki - der einfach weggeht.
Die Frage in ähnlicher Richtung stellen sich ja auch viele Leute auf der Erde! Da wird aktuell in der Coronapandemie viel darüber geredet, wie man den Betroffenen helfen kann oder das unsere Pflegedienste mehr Unterstützung benötigen ... und stattdessen werden Militärausgaben erhöht. Weil halt...
Oh, "Militär"! Es gibt in der Serie anscheinend eine Art "Weltregierung" samt "eigenem" Militär namens "INTO". Ob das eine Anspielung auf die NATO ist? Wer weiss... Auf jeden Fall scheint da nicht alles im Grünen zu sein mit dieser Weltmacht! Es gibt eine Folge, wo die Englische Übersetzung davon spricht, Zitat: "... INTO invaded <country>". Nichts von "sendet Hilfstruppen" oder so, nein, direkt "einfallen"! Ok... Warum, wieso machen die das? Kommt nicht raus. Aber in der Folge geht es darum, dass ein Techniker der genau aus diesem armen Land kommt einen neuen/eigenen Raumanzug vorstellt, den sie da entwickelt haben. Der auch noch im "Finale" der Folge bestätigt bekommt, dass dieser sämtliche Qualifikationen, die ein Raumanzug für einen Einsatz im Weltraum erfüllen muss, einhält. "It meets international standards!" ... und dann sieht man, wie auf der Erde in diesem Krieg in diesem Land eine Rakete auf ihr Entwicklungszentrum und das Gebäude in die Luft fliegt...
Zufall? Bleibt dem Zuschauer überlassen, das einzuordnen!

Das ist etwas, was die Serie sehr oft tut. Man erwähnt irgendwelche "Dinge" ganz kurz und gibt aber keine tieferen Einblicke. Und ich frage mich, ob das einfach "schlechte Arbeit" ist oder bewusst so gemacht wurde!? Weil irgendwie für mich bleibt dann viel mehr "Kopfarbeit" hängen ... und deshalb erzähl ich euch von der Serie :P

z.B. im Zusammenhang mit der SDF kommt auch das Thema auf, dass die Menschheit zwar in den Weltraum aufgebrochen ist ... aber die Besitzverhältnisse auf der Erde sich nicht verändert haben. Also auch hier im realen können ja sozusagen unsere Länder der Erde in "arme Länder" und "reiche Länder" unterscheiden. Und nun haben wir den "Reichtum des Alls" ... und die "reichen Länder" greifen das wieder nur für sich und geben nix ab!
"Was für einen Reichtum?" fragt ihr? Nun, ich bin nicht mehr ganz sicher, dass es tiefer benannt wird - wieder mal - aber die Menschheit ist Energietechnisch auf Kernfusion und (glaube es war) Deuterium umgestiegen. Öl? Braucht kein Mensch mehr!
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Was würde wohl im Nahen Osten passieren, wenn die ihr Erdöl nicht mehr losbekommen? Was genau hat ein Saudi-Arabien zu bieten, wenn die ihr Öl höchstens noch für nen Apfel und nen Ei für irgendwelche Nischenprodukte verkaufen könnten? Was würde das für "Verwerfungen" auf der Erde bedeuten?
Obig benanntes, imaginäres Land in der Serie ist da mal die "Theorie" dazu: Absturz von "reich" zu "arm", Bürgerkriege, Hungersnöte, ... nicht dolle!

So, im Prinzip hab ich euch ca. 30min der Serie erzählt, die auf 10 verschiedene Stellen aufgeteilt sind und mit der "Hauptgeschichte" gar nix zu tun hat. Aber immerhin könnt ihr jetzt diese Serie anschauen, ohne viel erfahren zu haben ... aber vielleicht findet ihr diese schon so direkt ganz interessant!?
Was für eine Note würde ich der Serie geben? Ich wage mich mal zu einer 9/10! Realistisch, gute Charakterentwicklung, hintergründige Themen zum Nachdenken, Unterhaltung und Ad Astra! Toll! Leider "völlig unbekannt"! :(

 

26.04.2021 14:21 Uhr   #230
Ich habe ja leider sonst nix zu tun, daher schreibe ich hier noch ein paar Reviews. Jetzt auch noch ein Computerspiel, aber habe schon Ideen für andere Medien! Wir schauen, was wir machen!

Also schauen wir uns mal Genesis Noir an.

Ok, hier kommt der Part, wo ich beschreibe, was das Spiel überhaupt ist. Wie z.B. im letzten Review so ganz einfach als Genre "Platformer". Nun, was ist Genesis Noir? ... und da wird es schwierig! Manche beschreiben es als Point-And-Click Adventure. Aber ich würde es eher als "Explore-Puzzle-Game" bezeichnen! Und ich lasse diesen "Titel" einfach mal im Raum stehen für euch zu überlegen, was das ist! Ich hoffe, ihr könnt euch darunter was vorstellen!?
Falls nicht, schauen wir halt mal was denn die Story des Spiels ist:

Ich beschreibe es mal ganz "naiv": Und zwar bist du, der Protagonist und Puzzeler, ein Uhrenmacher... oder Privatdetektiv? ... oder wie nennt man jemand, der aus seiner Jackeninnenseite Armbanduhren verkauft? Denn damit beginnt im Prinzip das Spiel.
Doch dann betritt man ein Gebäude, um seine "Geliebte" zu treffen, eine voluptuöse Jazzsängerin. Doch halt! Was ist das? Dein Gegenspieler, ein Jazzsaxophonist, ist gerade dabei, sie zu erschiessen! ... da bleibt die Zeit stehen! Und du hast nun die Möglichkeit sie zu retten! Dafür benötigst du aber ein Schwarzes Loch und musst zurück zum Urknall und wieder zurück in die Zukunft!
...
Was meint ihr? "Hä?" Also wirklich! "Wie Bitte" heisst das!
... hm? Achso, ihr meint die Geschichte und worum geht es? Ihr kommt nicht mit?
Na dann, willkommen im Club! Euer Mitgliedsausweis kommt in einer Woche!

Es gibt ja den Ausdruck "Der Weg ist das Ziel". Und so ähnlich ist es auch mit diesem Spiel!
Es ist eine unglaubliche "Tour the ForceColor". Die Grafik ist im Prinzip das faszinierende an diesem Spiel. Die "Fraktale" und Bewegungen und Linien und (anfangs) rudimentäre Farben.
Ich habe oben die offizielle Webseite verlinkt. Scrollt mal etwas nach unten, unter die Lorbeeren(kränze). Da sieht man ein gutes Bild, dass vielleicht das veranschaulicht. Krude 2D-Figuren und Gebäude. Aber schaut euch den "Boden" an:
Das Wasser in der Pfütze und die Reflektionen! Das ist eine unglaubliche Detailfreude und absolut hochwertig! Diese Kombination macht das grafische Erlebnis dieses Spiels aus!

Entgegen zu meinen letzten Reviews, zwei "schweren" Platformern, ist dieses Spiel richtig gemütlich und zum geniessen. Sich in den Formen und Farben verlieren. Dabei eine etwas verrückte Geschichte erleben und hin und wieder auch mal den Kopf "anstrengen" (die meisten Puzzel sind relativ einfach). Das war es im Prinzip schon. Aber es ist doch Spaß und toll und erlebt das Ganze gerne!

Es ist ein einzigartiges Spiel! Vielleicht nicht für jeden, denn manche wollen vielleicht einfach Action und realistische Grafik. Aber wer einfach mal etwas Anderes erleben will, ist hier Gold richtig!

Ich habe bei meinen vorigen Reviews noch ein persönliches Fazit bzw. Note vergeben. Ich tue mich bei diesem Spiel schwer damit. Womit soll ich es vergleichen? Was ist denn der "Maßstab", wie dieses Spiel zu sein hat? Könnte es jemand anderes besser machen und weniger Fehler einbauen? (ich hatte einige Softlocks und musste ein paar Patches abwarten, bis ich das Spiel beenden konnte)
Wer weiss... ich bin am überlegen, ob ich aufgrund Allem die Note ?/10 vergebe (und nein, dass ist kein Tippfehler)!? Aber wem das zu "Meta" ist: Vielleicht eine 8?
Spielt es selber, erlebt es selber, bildet euch eure eigene Meinung!

 

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