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21.05.2021 22:00 Uhr   #232

Es begab sich, dass ich bemerkt habe, dass sich irgendwie eine Taube öfters auf meinem Balkon herum treibt!
Gleich neben meinem Haus ist eine Unterführung, wo sich in in allerlei Ecken Tauben verstecken.
Entsprechend dachte ich, dass die sich halt ein wenig mal in der "Gegend" umschaut.
Doch wartet!
Also ich dann ein paar Tage später was in meinen Biomüll (den ich auf dem Balkon stehen habe) werfen wollte, wurde ich hiervon überrascht:

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_7800_thumb.JPG

Ja, richtig gesehen! Ein Ei! Ein Taubenei!
Damn, ich hätte mal meinen alten Blumenkasten aufräumen sollen...
Nun ist es zu spät!
Ich hab zwar keine Tiere, weil ich Tiere mag, aber das Ei jetzt irgendwie entfernen geht jetzt auch nicht...
Nach einem kurzen googlen nach "Tauben brüten" (oder sowas) konnte ich dann sozusagen der Mutter zugucken...

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_7850_thumb.JPG

... wie das passiert, was Online steht: Tauben legen meist zwei Eier!

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_7875_thumb.JPG

Nun hieß es abwarten!

Tauben scheinen monogam und als Paar zu leben.
Da ich aber zugegeben nicht weiter recherchiert habe, wer so bei Tauben für das Brüten verantwortlich ist, weiss ich nicht, ob ich hauptsächlich die Mutter in Ruhe in meinem Blumenkasten sitzen lassen hab.
Auf jeden Fall konnte ich nach ein Paar Wochen dann (virtuelle) Konfetti schmeissen:

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_7992_thumb.JPG

Nachwuchs!!!
Aber man sieht ja schon, das ist nur ein Junges; da liegt noch ein Ei!
Also nochmal fleissig brüten - und sich nicht von mir stören lassen!
(So nah bin ich davor noch nie an die Taube rangekommen, ohne dass sie weggeflogen ist)

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8004_thumb.JPG

Und nach nur einer Durchwindeten Nacht war auch das zweite Junge da!

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8006_thumb.JPG

Doch das Wetter war da nicht so dolle für kleine, nackte Taubenbabys!
Entsprechend musste noch fleissig von Papa (behauptet ich mal) geschützt werden.

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8013_thumb.JPG

Aber langsam wurden die kleinen größer!

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8015_thumb.JPG

Aber so erfreut war Papa nicht, das ich immer gucke! "Hei alda, was guckst du???"

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8019_thumb.JPG
https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8022_thumb.JPG

Völlig ungefährlich scheine ich also nicht gewesen sein.
Zum Glück! Denn so konnte ich noch immer erfolgreich "ohne viel zu tun" ein paar schöne Schnappschüsse auf die Kleinen machen:

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8025_thumb.JPG
https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8028_thumb.JPG

Langsam nahmen sie auch eine dunklere Farbe an.

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8030_thumb.JPG
https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8033_thumb.JPG

Hin und wieder wurde ich aber auch mal wieder bös angguckt.

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8046_thumb.JPG

Auch schaffte ich es endlich mal, dass das Elternteil abgelenkt war und man (halbwegs) mal alle zusammen sieht:

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8049_thumb.JPG

Und hatte ich vorhin erwähnt, dass die Kleinen dunkler wurden? Nun, jetzt wurden sie wieder Weiß!

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8052_thumb.JPG

Die Kleinen wachsen also fleissig!
Vielleicht auch weil das Wetter besser wurde, hab ich tatsächlich hin und wieder mal rausgeguckt und keine Erwachsenentaube in Bewachung gesehn!
Das war für Wochen eine Unmöglichkeit!
Hier aber auch mal wieder die Mutter(?)

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8055_thumb.JPG

Langsam wird es auch schwierig auf den beiden nicht-mehr-ganz-so-Kleinen zu sitzen.

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8058_thumb.JPG

Etwas schwierig zu sehen, aber es kommt auch "Bewegung" in die Sache!
Die Tauben sind in meinem Blumenkasten ca. 30cm nach rechts gewandert :P

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8062_thumb.JPG

Man sieht, es hat mal wieder geregnet. Daher wurden sie wieder an den alten Platz gescheucht!

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8063_thumb.JPG

...
So... nun ...
Ihr wollt jetzt bestimmt mehr sehen.
Aber es geht nicht!
Nein, ich war nicht von der Arbeit unterwegs oder so.
Sondern dieses obige Bild wurde am Sonntag den 16.05.2021 um 8.02 Uhr morgens gemacht.
Als ich nicht einmal eine Stunde später aus dem Fenster geschaut habe, war ich erstmal überrascht:
Der Blumenkasten ist leer!
Aber nach Sekunden der Überlegung, dass die doch noch gar nicht aussahen, als ob sie Fliegen können, erweitert sich mein Sichtfeld auf "vor" den Blumenkasten
...
und eines der Kinder
...
auf dem Balkon auf dem Rücken liegend
...
"rote Spuren" um es herum
...
meine Augen weiten sich
...
ein Blick weiter nach Rechts
...
das zweite Kleine
...
in einer ähnlichen "Lache"
...
Tot! Beide!

(Wer es sehen will, hier ein Bild, dass nicht in der Galerie ist und auch nicht direkt angezeigt wird!)
NSFW Bild

Ich weiss nicht, was passiert ist...
Habe ein wenig herumgegooglet und Tauben werden anscheinend von vielen anderen Tieren angegriffen.
Marder und sogar Ratten werden genannt. Aber ich bin ja auf Balkon im 1. Stock!
Daher wohl eher ein Vogel. Hier werden Greifvögel genannt, aber auch z.B. Elstern.
Wer da in einer Stunde "Unaufmerksamkeit" schnell das Nest vernichtet hat... keine Ahnung!

Mir blieb nur noch die Aufgabe die beiden Kleinen von meinem Balkon zu entfernen...
wer weiß, was tote Tauben sonst so anlocken!?

Leider kann ich den Eltern nicht erklären, dass sie schon auf dem richtigen Balkon sitzen, aber ihren Nachwuchs nicht finden werden

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/taube_2021/DSC_8064_thumb.JPG

Tja! Eine kurze, eigentlich schöne Frühlingsgeschichte kommt zu einem dramatischen Ende! :(

 

07.05.2021 15:26 Uhr   #231
Ich mache, wie versprochen, weiter mit meinen Reviews!
Dazu vielleicht mal eine Anmerkung zuvor. Und zwar ist Super Meat Boy Forever aufgrund seines Vorgängers durchaus bekannt. Aber letztlich ist Team Meat auch nur ein kleiner Indie Hersteller mit keinem riesen Entwicklungsteam hinter sich. Genauso mit meinen anderen beiden Reviews von Horace und erst recht Genesis Noir.
Das werde ich bei meinen Reviews beibehalten. Ich werde meinen Blick auf eher "unbekannte" Medien richten und nicht auf irgendwelche Blockbuster. Wen interessieren die schon? :)

Entsprechend möchte ich nun unseren Blick auf eine relativ unbekannte Anime-Serie Namens Planetes richten. (ja, wirklich so geschrieben :P)
Die Serie ist aus dem Jahr 2003, aber aktueller dennje; wir kommen darauf zurück. Es ist eine "Nah-Science-Fiction" Serie, sie spielt im Jahr 2075, also gar nicht so weit weg. Und sie ist sehr realistisch gestaltet:
Eine Szene, wie ein Raumschiff ihre Triebwerke anschaltet? Man hört nichts, denn im Vakuum des Weltraums gibt es keine Schallwellen!
Oder die verringerte Schwerkraft auf dem Mond wird thematisiert.
Und auch der "Klassiker", Schwerkraft durch Rotation wird genutzt.
Zudem ist es eben Scifi, aber es gibt keine Außerirdischen oder so. Wie "üblich": "Das Monster ist der Mensch", oder so :)

Wie meine Beispiele schon etwas andeuten, spielt die Geschichte in einer "Entwicklungsphase", in der der Mensch durchaus schon viel im All unterwegs ist. Mehrere Raumstationen sind permanent Bemannt und auch auf dem Mond gibt es mehrere Städte - in einer Folge wird eine "Siedlung" mit 120.000 Bewohnern beziffert, was schon ganz ordentlich ist. Auch der Mars wird kurz erwähnt. Aber viel mehr ist noch nicht. Nix mit "zu den Sternen", man kämpft noch mit den Planeten.

Bevor es nun mit der Vorstellung losgeht, kleine Anmerkung: Die Serie existiert glaube nur auf Englisch und Japanisch. Und selbst-verständnismäßig werde ich entsprechend einige Begriffe aus der Serie nehmen, die eben auf Englisch sind. Werde hier nichts auf Deutsch Übersetzen!

Es geht um eine Truppe von "Müllmännern und -frauen". Um genauer zu sein, sammelt diese Gruppe Weltraumschrott aus dem Orbit. Das Problem ist durchaus auch in unserer Realitätbekannt und fliesst in vielfältige Überlegungen mit ein. Und genauso, wie hier auf der Erde Müllabfuhr jetzt nicht den aller-dollsten Ruf hat, ist es auch mit dieser Truppe. Aber wehe die machen mal für 2 Wochen nix, schon werden die Leute panisch... entsprechend wird gerne auf die Leute heruntergeschaut und als "Halve Section" bezeichnet; anscheinend sind sie auch noch - bewusst - unterbesetzt. Aber sie selbst sehen ihre Aufgabe als sehr wichtig an; was sie auch ist. Sie reden gerne von "keeping space safe".

Die Serie beginnt damit, dass eine neue Mitarbeiterin (Anrede: Tanabe) dazu kommt und - natürlich - den Laden etwas aufwirbelt. Speziell den Kollegen (Hachimaki), der sie unter die Fittiche zu nehmen hat. Sie nennt ihn auch generell Senpai. Man kann vorhersehen, dass hier dann etwas Liebesgeschichte aufkommt. Aber auch einige andere Mitarbeiter der "Debris Section" haben komplexe Vorgeschichten, die ausgearbeitet werden. Was gut ist, so soll es sein.
Aber das interessante und weshalb die Serie - wie erwähnt - sehr aktuell ist, hat eigentlich mit der "Politik" im Hintergrund zu tun.

Schon relativ früh - aber ohne tiefere Hinweise - wird die "Space Defence Front" (SDF) erwähnt. Im Prinzip eine Terrorgruppe, die verhindern will, dass der Mensch in den Weltraum aufbricht. Warum sie das nicht wollen? Prinzipiell klassische Frage "Warum sollen wir hunderte Milliarden dafür ausgeben, ein Raumschiff zu bauen, wenn wir mit dem Geld die hungernden Menschen auf der Erde versorgen könnten?". Nahezu genau diese Frage stellt in einer späteren Folge auch ein Reporter an Hachimaki - der einfach weggeht.
Die Frage in ähnlicher Richtung stellen sich ja auch viele Leute auf der Erde! Da wird aktuell in der Coronapandemie viel darüber geredet, wie man den Betroffenen helfen kann oder das unsere Pflegedienste mehr Unterstützung benötigen ... und stattdessen werden Militärausgaben erhöht. Weil halt...
Oh, "Militär"! Es gibt in der Serie anscheinend eine Art "Weltregierung" samt "eigenem" Militär namens "INTO". Ob das eine Anspielung auf die NATO ist? Wer weiss... Auf jeden Fall scheint da nicht alles im Grünen zu sein mit dieser Weltmacht! Es gibt eine Folge, wo die Englische Übersetzung davon spricht, Zitat: "... INTO invaded <country>". Nichts von "sendet Hilfstruppen" oder so, nein, direkt "einfallen"! Ok... Warum, wieso machen die das? Kommt nicht raus. Aber in der Folge geht es darum, dass ein Techniker der genau aus diesem armen Land kommt einen neuen/eigenen Raumanzug vorstellt, den sie da entwickelt haben. Der auch noch im "Finale" der Folge bestätigt bekommt, dass dieser sämtliche Qualifikationen, die ein Raumanzug für einen Einsatz im Weltraum erfüllen muss, einhält. "It meets international standards!" ... und dann sieht man, wie auf der Erde in diesem Krieg in diesem Land eine Rakete auf ihr Entwicklungszentrum und das Gebäude in die Luft fliegt...
Zufall? Bleibt dem Zuschauer überlassen, das einzuordnen!

Das ist etwas, was die Serie sehr oft tut. Man erwähnt irgendwelche "Dinge" ganz kurz und gibt aber keine tieferen Einblicke. Und ich frage mich, ob das einfach "schlechte Arbeit" ist oder bewusst so gemacht wurde!? Weil irgendwie für mich bleibt dann viel mehr "Kopfarbeit" hängen ... und deshalb erzähl ich euch von der Serie :P

z.B. im Zusammenhang mit der SDF kommt auch das Thema auf, dass die Menschheit zwar in den Weltraum aufgebrochen ist ... aber die Besitzverhältnisse auf der Erde sich nicht verändert haben. Also auch hier im realen können ja sozusagen unsere Länder der Erde in "arme Länder" und "reiche Länder" unterscheiden. Und nun haben wir den "Reichtum des Alls" ... und die "reichen Länder" greifen das wieder nur für sich und geben nix ab!
"Was für einen Reichtum?" fragt ihr? Nun, ich bin nicht mehr ganz sicher, dass es tiefer benannt wird - wieder mal - aber die Menschheit ist Energietechnisch auf Kernfusion und (glaube es war) Deuterium umgestiegen. Öl? Braucht kein Mensch mehr!
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Was würde wohl im Nahen Osten passieren, wenn die ihr Erdöl nicht mehr losbekommen? Was genau hat ein Saudi-Arabien zu bieten, wenn die ihr Öl höchstens noch für nen Apfel und nen Ei für irgendwelche Nischenprodukte verkaufen könnten? Was würde das für "Verwerfungen" auf der Erde bedeuten?
Obig benanntes, imaginäres Land in der Serie ist da mal die "Theorie" dazu: Absturz von "reich" zu "arm", Bürgerkriege, Hungersnöte, ... nicht dolle!

So, im Prinzip hab ich euch ca. 30min der Serie erzählt, die auf 10 verschiedene Stellen aufgeteilt sind und mit der "Hauptgeschichte" gar nix zu tun hat. Aber immerhin könnt ihr jetzt diese Serie anschauen, ohne viel erfahren zu haben ... aber vielleicht findet ihr diese schon so direkt ganz interessant!?
Was für eine Note würde ich der Serie geben? Ich wage mich mal zu einer 9/10! Realistisch, gute Charakterentwicklung, hintergründige Themen zum Nachdenken, Unterhaltung und Ad Astra! Toll! Leider "völlig unbekannt"! :(

 

26.04.2021 14:21 Uhr   #230
Ich habe ja leider sonst nix zu tun, daher schreibe ich hier noch ein paar Reviews. Jetzt auch noch ein Computerspiel, aber habe schon Ideen für andere Medien! Wir schauen, was wir machen!

Also schauen wir uns mal Genesis Noir an.

Ok, hier kommt der Part, wo ich beschreibe, was das Spiel überhaupt ist. Wie z.B. im letzten Review so ganz einfach als Genre "Platformer". Nun, was ist Genesis Noir? ... und da wird es schwierig! Manche beschreiben es als Point-And-Click Adventure. Aber ich würde es eher als "Explore-Puzzle-Game" bezeichnen! Und ich lasse diesen "Titel" einfach mal im Raum stehen für euch zu überlegen, was das ist! Ich hoffe, ihr könnt euch darunter was vorstellen!?
Falls nicht, schauen wir halt mal was denn die Story des Spiels ist:

Ich beschreibe es mal ganz "naiv": Und zwar bist du, der Protagonist und Puzzeler, ein Uhrenmacher... oder Privatdetektiv? ... oder wie nennt man jemand, der aus seiner Jackeninnenseite Armbanduhren verkauft? Denn damit beginnt im Prinzip das Spiel.
Doch dann betritt man ein Gebäude, um seine "Geliebte" zu treffen, eine voluptuöse Jazzsängerin. Doch halt! Was ist das? Dein Gegenspieler, ein Jazzsaxophonist, ist gerade dabei, sie zu erschiessen! ... da bleibt die Zeit stehen! Und du hast nun die Möglichkeit sie zu retten! Dafür benötigst du aber ein Schwarzes Loch und musst zurück zum Urknall und wieder zurück in die Zukunft!
...
Was meint ihr? "Hä?" Also wirklich! "Wie Bitte" heisst das!
... hm? Achso, ihr meint die Geschichte und worum geht es? Ihr kommt nicht mit?
Na dann, willkommen im Club! Euer Mitgliedsausweis kommt in einer Woche!

Es gibt ja den Ausdruck "Der Weg ist das Ziel". Und so ähnlich ist es auch mit diesem Spiel!
Es ist eine unglaubliche "Tour the ForceColor". Die Grafik ist im Prinzip das faszinierende an diesem Spiel. Die "Fraktale" und Bewegungen und Linien und (anfangs) rudimentäre Farben.
Ich habe oben die offizielle Webseite verlinkt. Scrollt mal etwas nach unten, unter die Lorbeeren(kränze). Da sieht man ein gutes Bild, dass vielleicht das veranschaulicht. Krude 2D-Figuren und Gebäude. Aber schaut euch den "Boden" an:
Das Wasser in der Pfütze und die Reflektionen! Das ist eine unglaubliche Detailfreude und absolut hochwertig! Diese Kombination macht das grafische Erlebnis dieses Spiels aus!

Entgegen zu meinen letzten Reviews, zwei "schweren" Platformern, ist dieses Spiel richtig gemütlich und zum geniessen. Sich in den Formen und Farben verlieren. Dabei eine etwas verrückte Geschichte erleben und hin und wieder auch mal den Kopf "anstrengen" (die meisten Puzzel sind relativ einfach). Das war es im Prinzip schon. Aber es ist doch Spaß und toll und erlebt das Ganze gerne!

Es ist ein einzigartiges Spiel! Vielleicht nicht für jeden, denn manche wollen vielleicht einfach Action und realistische Grafik. Aber wer einfach mal etwas Anderes erleben will, ist hier Gold richtig!

Ich habe bei meinen vorigen Reviews noch ein persönliches Fazit bzw. Note vergeben. Ich tue mich bei diesem Spiel schwer damit. Womit soll ich es vergleichen? Was ist denn der "Maßstab", wie dieses Spiel zu sein hat? Könnte es jemand anderes besser machen und weniger Fehler einbauen? (ich hatte einige Softlocks und musste ein paar Patches abwarten, bis ich das Spiel beenden konnte)
Wer weiss... ich bin am überlegen, ob ich aufgrund Allem die Note ?/10 vergebe (und nein, dass ist kein Tippfehler)!? Aber wem das zu "Meta" ist: Vielleicht eine 8?
Spielt es selber, erlebt es selber, bildet euch eure eigene Meinung!

 

21.04.2021 11:21 Uhr   #229
Willkommen auf meiner neuen Webseite!
...
Also zumindest ein wenig das Design und Code dahinter ist aktualisiert. Prinzipiell habt ihr immernoch meinen hässlichen, orangenen Hintergrund. Auch die grobe Ansicht sollte recht ähnlich sein, wie bekannt (ich mag das irgendwie...)
Alle Inhalte sind immer noch da (hoffentlich) und kann auch gerne was hinzugefügt werden ;)

Neu ist halt, dass die Webseite auf einem Smartphone jetzt hoffentlich besser aussieht.

Zudem habe ich die Galerie auf ein anderes System umgestellt. Ihr könnt nun neben dem üblichen "Pfeil Links/Rechts" auch "wischen"; das geht selbst auf einem Desktoprechner :)
Leider kann man nicht mehr Bilder per "Rechtsklick-Speichern" herunterladen, falls man es haben will. Aber es gibt oben einen "Download-Button", der das Bild eigenständig öffnet. Alternativ hier direkt "Ziel speichern unter" machen.

Ich hoffe es funktioniert alles, wie es soll. Time will tell ;)

 

04.03.2021 13:55 Uhr   #228
Nach meinem kleinen Review für Super Meat Boy Forever dachte ich einfach mal, ich mach noch ein kleines Review! (OMG!?!? Schon wieder!?!?) Denn ich gebe tatsächlich gerade zwischendurch meinen Daumen halbwegs Entspannung und spiele ein wenig Horace!
Ich weiss nicht mehr, wie genau ich auf das Spiel gestossen bin... irgendwo als "schwerer Platformer" beschrieben, überall super Bewertungen bekommen, also testen wir das mal aus!

Die Story des Spiels ist "schnell" erklärt: "Du" bist eine ganz neuer Roboter, der intelligent ist und sogar eigene Entscheidungen treffen kann. Du wohnst in einem großen Anwesen mit einer Gruppe von Menschen, die man wohl "deiner Familie" nennen kann. Unter anderem deinem "Vater" bzw. Entwickler. Das kommt zwar etwas später "raus" ist aber irgendwie von ganz Anfang klar.
Am Anfang wirst du ein wenig getestet, wie du Laufen und Springen kannst und auch Basketball spielen. Und in dem Moment, wo dir dein Erschaffer spezielle Schuhe schenken möchte, mit denen man an Wänden und Decken laufen kann ... bekommt er einen Herzinfarkt und stirbt! Und warumauchimmer schaltest du dich für einige Jahre "ab". Du erwachst in einer zerstörten Welt, in der irgendwie ein Krieg stattgefunden hat - näheres erfährt man später. Und du versuchst deine alte Familie wieder zu finden... oh, und dabei Müll einzusammeln, da du mit 1 Millionen eingesammelten Gegenständen zu einem "wirklichen Menschen wirst" oder so :P
Soweit mal. Natürlich passiert noch ein wenig mehr, aber damit man mal einen Überblick hat.

Als das mit den Schuhen und auf Oberflächen laufen began und ich trotzdem einige Bereiche in "Leveln" nicht erreichen konnte, dachte ich schon, dass wir hier etwas Metroidvania wird und man immer neue Fähigkeiten erhält. Prinzipiell stimmt das... aber fast alles gibt es erst ganz am Ende und die sind so "mickrig", so viel ändern die nicht. Vielleicht beabsichtigt, aber irgendwie teilweise sinnfrei.
Ansonsten so zum Platformer und so. Ich bin wohl zu viel von Super Meat Boy und der erwähnten genialen Steuerung gewohnt, denn für mich fühlt sich die Bewegung total langsam an und Reaktionen sind träge. Zudem ist schon mit dem "Kippen" der Levels, wenn man auf Wänden/Decken ist und dann sich Bewegungsrichtungen ändern die Steurungssignale etwas merkwürdig. Wirklich übel - und ich hab viel geflucht - wird es später, wenn man in Wasser schwimmen muss. *kotz* Das waren die dümmsten Levels aller Zeiten...
Oh, die Levels: Man sucht ja da in der "Welt" Leute und besucht andere Städte etc. ... und dann, am Ende rennt man nur noch im Starthaus rum; das ca. 17x so groß wie die komplette restliche Welt ist. Wenn es wenigstens "Unterirdisch" wäre und nicht das Finale im Giebel stattfinden würde... aber so ist es so ganz leicht unrealistisch...

Das klingt bisher alles negativ, was hat mir denn gefallen? Nun, das Spiel ist durchaus unterhaltsam und die Zwischensequenzen sind lustig und sehr oft mit einem Augenzwinkern. Zudem "klaut" das Spiel unglaublich viele Elemente aus der "Popkultur" und Filmen, anderen Videospielen, etc. Vermutlich hab ich die Hälfte übersehen, aber Favoriten sind wohl (ohne ins Detail zu gehen) Reservoir Dogs, Alice im Wunderland oder natürlich verschiedenstes von Douglas Adams. Die Story, obig nur angerissen, hat etliche Twist und so einige Situationen führen zu WTF-Momenten! Vor allem, weil das Spiel so brav und friedlich daherkommt ... was ich damit meine müsst ihr selber herausfinden ;)

Insgesamt bin ich nicht unzufrieden mit dem Kauf. Könnten sich aber Team Meat und die Macher von Horace (Paul Helman, Sean Scaplehorn) zusammen setzen für ne Neuauflage mit brillianter Steuerung? So kann ich den allgemeinen Lobeshymnen nicht ganz zustimmen. bzw. ist die Steuerung auch der Hauptkritikpunkt der "professionellen" Kritiker und nicht nur mir. Aber irgendwie bekomme ich es nicht übers Herz, dem Ganzen 8 Punkte zu geben. Daher muss sich Horace bei mir mit 7/10 Punkten begnügen (ich arbeite in Integern ;)). Muss man so sehen: Auch Super Meat Boy Forever habe ich damit honoriert, dort aber erwähnt, dass der siebte Punkt ein wenig Nostalgie ist. Hier ist eine Unnostalgische "sehr hohe 7" vergeben. Interpretiert das, wie ihr wollt :P

 

01.02.2021 10:09 Uhr   #227
Wir verlassen mal das Corona-Thema. Stattdessen kommen wir zu einem anderem Thema, das aktuell heiß diskutiert wird:
"Cancel-Culture", "deplatforming" etc.
Also falls das nichts sagt es geht darum, dass heutzutage, wenn eine Person was "falsches" sagt nicht einfach kritisiert wird. Nein, sondern da wird z.B. der Arbeitgeber angerufen und gefordert, dass diese Person entlassen wird! Oder die Person soll an einer Podiumsdiskussion oder sowas teilnehmen, dann wird dem Veranstalter mitgeteilt, dass diese Person ausgeladen werden soll; gerne in Kombination mit weiteren Anwesenden, die dann ihre eigene Teilnahme zurück ziehen ("mit dem möchte ich nicht gemeinsam auf einer Bühne sitzen!"). Und oftmals knicken die Firmen und Veranstalter ein und tun das tatsächlich!
Ein aktuelles Beispiel hier aus Deutschland ist z.B. die Ausladung aus einer Lesung der Kaberettistin Lisa Eckhart. Oder auch "sehr lustig" aus dem Englischsprachigem Raum ist ein offener Brief (auch als Harpers Letter bekannt), der sich eigentlich genau damit beschäftigt ... und nach der Veröffentlichung einige Unterzeichner meinten "oh, wenn ich gewusst hätte, wer da noch unterschreibt, hätte ich nicht mitgemacht...". Huperla! Diese Person "wer" ist - auch wenn sie kaum niemand beim Namen nennt - übrigens für einige tatsächlichJ.K. Rowling; sie wissen schon: die Autorin von Harry Potter!
Oder auch ins Kreuzfeuer für eine Unterschrift unter einen offenen Brief ist Mr. Bean (also Rowan Atkinson) geraten, der sich gegen ein neues Gesetzesvorhaben in Schottland richtet, das Hate Crime and Public Order Bill. (Sowas macht er schon länger)
Dazu vielleicht später mehr!

Worum es hier in meinem Beitrag gehen soll ist das "übliche" Problem aktuell, was ich schon vor Ewigkeiten angesprochen hatte: Man kann es als "Über das Ziel hinaus schiessen!" bezeichnen. Und viele Leute, die dem Ganzen eigentlich Positiv gegenüber stehen, werden abgeschreckt und möglicherweise bei "leiser Kritik" dann selbst als Ziel ausgesucht!
"Ja, das war nicht so klug von <Person>..." - "Genau! Auf die Guillotine mit <Person>" - "Öhm, Guillotine!? Das ist doch bisle übertrieben! Könnten wir nicht nur ..." - "Was? Du verteidigst <Person>??" - "Nein, ich ..." - "Auf die Guillotine mit dir!!!"
Jonathan Pie hat das mal gut "vertont"!

Auf jeden Fall finde ich das ähnlich, deshalb hier mal eine Idee der "Einordnung" von schlimmen Dingen, um das Ganze mal wieder "Vom Kopf auf die Füsse zu stellen". Dann klappts auch mit der größeren Unterstützung!

Wohl mit der wichtigste Punkt ist: Zeitliche Einordnung

Kennt ihr die Pyramiden? Diese komischen Dinger da in Ägypten? Diese Monumente wurden errichtet, weil sich selbstüberschätzende Monarchen, die sich Göttern gleichgestellt sahen, der Geschichte ihren Stempel aufdrücken wollten! Und "nur" damit sie ein passendes Grabmal haben, wurden Tausende Sklavenarbeiter zu Tode geschunden, um diese zu errichten! Es gibt wohl auf der Welt kaum Bauwerke, die mehr ein Zeichen für Privilegien und Ausbeutung von Armen und Sklaven sind, wie die Pyramiden! ... Trotzdem scheint niemand auf die Idee zu kommen, dass man diese doch mal deswegen gefälligst abzureissen hätte! Stattdessen werden in den USA Statuen von Personen umgeschubst, die es gewagt haben, mal vor 200 Jahren Sklaven im Haushalt zu haben! Das Gehabe von diesen ist gegen die Ägytischen Herrscher geradezu lächerlich! Trotzdem ereilt diese Statuen entsprechend ein Schicksal, dass die Pyramiden wohl nie haben werden.
Warum ist das so? Nun, man könnte natürlich sagen, dass man ja erstmal sein eigenes Zimmer aufräumen sollte und für USAler ist eh alles "außerhalb" des Landes unbekanntes Gebiet. Aber natürlich ist auch diese "ferne Vergangenheit" ein Punkt! Die Pyramiden in Ägypten wurden allen Daten nach vor über 4000 Jahren erbaut. Das ist so lange her, es ist einfach "Geschichte" und niemand fühlt sich mehr dafür verantwortlich. Es wird "hingenommen" und man freut sich vielleicht, dass so schlimme Zeiten nicht mehr existieren. Aber die zeitliche Achse ist wichtig! "Irgendwann" sind jegliche "Dinge" so lange her, man "schämt" sich nicht mehr dafür. Jetzt kann man natürlich für die Statuenschubser in den USA sagen, dass halt dieser "Zeitpunkt" für diese Südstaatenstatuen (o.ä.) noch nicht gekommen ist. Aber es geht hier im Text ja drum, dass das imho ein Faktor ist der betrachtet werden muss! Es ist schon länger her! Wir sind nun bessere Menschen! Das gehört aber zu unserer Geschichte dazu! Einfach Statuen zerstören und/oder in den Fluß schmeissen ist völlig übertrieben!
Bei den ganzen "bösen Statuen" frage ich mich eh, hat je jemand von den Kritikern versucht z.B. in der entsprechenden Stadt auf den Gemeinderat (oder was die in den USA haben) zu zu gehen, vielleicht mit einer Petition im Rücken die so groben "Wortlaut" hat:

"Wir haben hier auf unserem Marktplatz eine Statue von <so und so> stehen. Diese Person ist natürlich bedeutend für unsere Stadt, da sie <das und das> gemacht hat und für <dies und jenes> erreicht hat. Aber sie hatte auch Schattenseiten! Sie hatte <dieses schlimme> gemacht und meinte <diese negative Meinung>! Ich finde in der heutigen, aufgeklärten Zeit, sollte man so eine Person nicht mehr so prominent auf unserem Marktplatz stehen haben! Könnten wir die Statue nicht in unser lokales Museum verlagern? Dort mit Informationsmaterial in alle Richtungen, gut wie schlecht, versehen. Und am bisherigen Standort vielleicht einen Springbrunnen installieren, wo man sich im Sommer kühlen kann!?"

So, was glaubt ihr? Bekommt solch ein Vorschlag mehr oder weniger Unterstützung, als "Lass diese Scheiss-Rassisten-Statue in den Fluß schmeissen!"?
... ich lass euch kurz überlegen ... ach, Blödsinn! Natürlich wird Ersteres besser in der Bevölkerung ankommen und vielleicht sogar umgesetzt! Natürlich wird es Leute geben, die die Statue am alten Platz behalten will und das auch möglicherweise deutlich zum Ausdruck bringt. Oder andererseits Leute, die die Statue auch im Museum umschmeissen wollen!
Aber genau um dies geht es hier! "Kompromisse" im Prinzip! So wird die Geschichte gewahrt und die - hoffentlich - positive Entwicklung unserer Kultur in Sachen Rassismus und ähnlichem bekommt ihren Platz!
Apropos Geschichte: Das ist vielleicht auch etwas, was "Schubser" nicht verstehen. Es ist ja schön - naja, eigentlich nicht... - das man böse und schlimme Geschichte aus dem Andenken tilgen möchte. Das Problem ist aber, diese Geschichte hat stattgefunden! So war diese Person und die Geschichte halt! Das kann man nicht mehr nachträglich ändern! Es kommt mir manchmal so vor, wie wenn sehr kleine Kinder verstecken spielen und sich dafür die Augen zuhalten! "Wenn ich mich nicht sehe, sehen mich die anderen auch nicht!" ... und leider funktioniert es nicht so! Das Kind ist "leider" immer noch da! Und auch die Geschichte wird immer da bleiben! Keine Chance!
Es gibt ja auch die alte "Regel": Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen! (wird George Santayana zugeschrieben)

Was mich nochmal etwas weiter Richtung Gegenwart gehen lässt. Ich hatte vor einiger Zeit schon darüber geschrieben, dass "Unsere kleine Farm" als "übel Rassistisches Machwerk" deklariert wurde. Etwas "neuer" ist zudem auch die ähnliche Einordnung von Gone with the Wind (DE: Vom Winde Verweht). Nach kurzer "Auszeit" ist er auf einem Streamingservice wieder da, aber mit "Warnung" versehen. Gut, gerade hier gab es von Anfang an Diskussionen über den Rassissmus da drin. Aber wie gesagt: Es sah zu der Zeit, zu der "Gone with the Wind" spielt vermutlich genau so aus in den USA! Will man nun "Realismus" haben oder nicht?
Hier muss ich auch kurz mal "über den Atlantik". Denn ich schreibe hier gerade viel über die USA und seinen Umgang mit Rassismus gegen Schwarze. Wir hier in Deutschland haben ein ähnliches "Manko" und zwar natürlich Antisemitismus bzw. das 3. Reich und 2. Weltkrieg! Und ich frage mich, ob es "solche" Filme auch in Deutschland gibt oder gab? Also so Filme die z.B. im Jahr 1938 spielen, so im Themenbereich "Romanze" angeordnet sind und halt die damalige Zeit darstellen. Entsprechend laufen die Charaktere halt mal auf der Straße an Geschäften vorbei, auf denen "Kauft nicht beim Juden!" steht oder vielleicht auch mal ähnliches in Nebengesprächen erwähnt wird. Aber prinzipiell es in dem Film darum gar nicht geht, sondern nur um "Boy loves Girl" und bisle drumherum. Hier würde also der Antisemitismus und die Machtergreifung Hitlers nicht kritisch beleuchtet, aber so war es halt sehr Großteils tatsächlich damals. Dass es da Widerstand gab, logisch. Wird aber in so einem Film nicht thematisiert.
Also zurück zur Frage: Gibt es solche Filme? Denn meine Theorie - ohne einen direkt zu kennen - wäre nämlich: Ja! Natürlich! ... Allerdings vermutlich irgendwo in den Vorbehaltsfilmen "versteckt". Oder vielleicht ist auch einer der von den Allierten nach dem 2. Weltkrieg verbotenen Filmen dabei, der in die Richtung geht. Entsprechend könnten jetzt vielleicht US-Leute kommen und sagen "Schau doch! Ihr in Deutschland versteckt auch eure schlimmen Filme! Entsprechend können wir das auch machen!"
Nun, ja und nein! Zum einen finde ich es eigentlich doof, dass man viele Filme nur über größte Umwege sehen und sich selbst ein Bild machen kann. Entsprechend finde ich das gut, dass man in den USA viele Filme "noch" sehen kann, ohne spezielle Veranstaltungen zu besuchen. Zum anderen ja, die "bösen" Filme sind weg. Aber im Zusammenhang mit oben erwähntem Zitat von Herrn Santayana ist es auch so, dass ich hier in Deutschland eigentlich schon fast zu einer beliebigen Tageszeit den Fernseher einschalten kann und irgendwo auf einem Sender wird schon eine Dokumentation über den 2. Weltkrieg laufen, der mich daran "erinnert", was hier vor über 70 Jahren gelaufen ist! Haben die USA auch sowas, was andauernd einen an die Sklaverei erinnert?
Wir haben auch "kleine" Holocaustdenkmäler. Stehen bei euch etliche Monumente, die an die Sklaverei erinnern?
Oder, gutes Stichwort, "Holocaust". In Deutschland ist die Leugnung des Holocaust verboten. Was passiert in den USA, wenn jemand meint "Sklaverei gab es gar nicht!"? Außer das man ihn möglicherweise als Rassist ansieht? Gibt es einen legalen/gesetzlichen Ansatzpunkt, um ihn anzugreifen?
Ich weiß nicht, ob ich nicht was übersehe. Sagt es mir, wo es das alles gibt! So genau kenne ich mich nicht in den USA aus, vielleicht lern ich ja was! Ist ja eh so, dass man leider nicht so viel über Geschichte und Monumente von anderen Ländern lernt. Selbst hier in Deutschland kennt man nur sehr wenige Dinge, wie Mount Rushmore oder so.
Die USA sind ja dabei auch "sehr gut dabei" - oder ist das ein Vorurteil, dass viele Menschen in den USA "nix" an anderen Ländern kennen und nichtmal wissen, wo auf einer Weltkarte die meisten Länder sind?
Aber wir schweifen ab. Auf jeden Fall ist die Erinnerung an das 3. Reich in Deutschland sehr sehr groß! In den USA!? Zeigt es mir! Aktuell klingt das eher so nach "verstecken" und am Ende da stehen als "schaut wie toll wir sind!" und Geschichtsvergessenheit! Nicht gut!

Aber wir wollen nochmal weiter in die Gegenwart gehen. Erinnert ihr euch an Brett Kavanaugh? Neuestes Mitglied im Supreme Court in den USA! Da gab es große Diskussionen, ob er an den Supreme Court gelassen werden kann, weil er ist ein Unmensch! Angeblich hat er während seiner Studienzeit Frauen sexuell belästigt, bis hin zu Vergewaltigungsvorwürfen. Ob er irgendwie was gemacht hat und in welcher Form wurde nie geklärt, daher steht das schon alles auf wackeligen Beinen. Zudem erwähnte ich "Studienzeit", wir reden hier also aufgrund seines Alters von "Anfang der 80er Jahre"; das ganze liegt also über 30 Jahre zurück! Was "neueres", wo er irgendwas "böses" gemacht hat, wurde anscheinend nicht "gefunden". Ging wohl eh nur drum einen recht konservativen Republikaner aus dem Supreme Court raus zu halten zu versuchen. Warumauchimmer; bzw. hatten Leute anscheinend Angst, dass er was gegen legale Schwangerschaftsabbrüche macht. Vielleicht sollten die Leute mal lesen, welche Parteizugehörigkeit die Richter bei Roe vs. Wade hatten... aber egal. Auf jeden Fall haben wir auch hier - zum "Oberthema" zurück - einen ziemlich zeitlichen Abstand zur "Tat".
Es gibt im rechtlichen/gesetzlichen etwas, das sich "Verjährung" nennt. Ich muss zugeben, weiß nicht ob die USA auch sowas haben, aber Deutschland auf jeden Fall. Und da gibt es bei uns illustrerweise den §197 BGB. Und in dem steht drin dass nach 30 Jahren u.a. verjährt: "Schadensersatzansprüche, die auf der vorsätzlichen Verletzung [snip] der sexuellen Selbstbestimmung beruhen". Also selbst wenn Kavanaugh was gemacht hätte, jetzt nach über 30 Jahren, könnten wir hier in Deutschland ihn nicht mehr belangen! Und damit wäre er einfach unangreifbar! So ähnlich ist es allgemein in der Rechtssprechung, wenn man tatsächlich erwischt wird! Wenn jemand einen Diebstahl begeht und von der Polizei gefasst, vor Gericht gestellt und ein paar Jahre ins Gefängnis muss ... dann ist das Thema danach durch! Die Person kann nicht mehr dafür belangt werden danach! Denn die Strafe ist "abgesessen" und erfüllt. Im Prinzip ist diese Person wieder mit "weißer Weste" unterwegs. Daher gibt es ja die Rechtssprechung, dass jemand nicht für die gleiche Sache mehrfach bestraft werden darf! So "funktioniert" unser Rechtssystem. Ob man es mag oder nicht. Ob das "soziale Implikationen" hat mal dahin gestellt, aber der Gesellschaft ansich ist "genüge getan".
Es gibt durchaus auch "Verbotenes", dass nicht verjährt - wie Mord. Aber das haben wir hier und in all den "Shitstorms", die in letzter über irgendwelche Personen hereingefallen sind nicht. Da geht es im "Normalfall" um sexuelle Belästigung oder vielleicht auch noch Mobbing oder so oder eine Person hat "was falsches gesagt". Im Prinzip "alles harmlos".Das ist natürlich übertrieben, aber manchmal kommt es so vor, dass irgendwelche alten, nicht mehr nach zu prüfende, Kamellen ausgegraben werden, um jemandem zu schaden! Oder ähnlich werden Dinge ausgepackt, die schon vor 10 Jahren exzessiv - und schon damals ohne Ergebnis - durchgekaut wurden. Warum erwartet man jetzt ein anderes Ergebnis? "Weil sich etwas geändert hat in der Welt"? Oh hoho; lass uns nochmal zu Gesetzen gehen. Denn es gibt das Rückwirkungsverbot - zumindest in den meisten Ländern und nur besondere Ausnahmen sind möglich.
Aber vielleicht ist das alles unwichtig, was der Kern des Ganzen geht. Ich rede hier viel von "Recht" und "Gesetzen" etc. ... und glaube die ganzen "Schreier" interessiert das gar nicht! "Wir haben recht!" (pun intended) und fertig, ist doch egal, was andere denken und ob das irgendwas mit "Rechtsstaatlichkeit" zu tun hat oder nicht. Da ist es klar, dass das so viele abschreckt!
Puh ... genug davon, wir wollen ja auch noch andere Dinge Beleuchten!

Ein weiterer, wichtiger Punkt ist: Kontext!

Ganz plakativ gesagt: Nur, weil jemand etwas macht oder sagt oder tut, was manchen nicht gefällt, bedeutet das nicht, dass er/sie/es/eichhörnchen es tatsächlich ernst oder böse meint! Und ich meine damit nicht, dass entsprechendes "passiert" und dann hinterher gesagt wird "Das war nur Satire!" oder so. Das ist Blödsinn. Aber wenn völlig klar ist, dass etwas - z.B. ein "böses Wort" benutzen- nicht in einem negativen Kontext(!) genutzt wird, dann braucht man sich nicht aufregen! Aufgrund meines Beispiels zum Beispiel die "Geschichte" vom Nigerianischen Koch, der sein Restaurant Zum Mohrenkopf genannt hat und nichts davon hält, es umzubenennen, obwohl "ganz Deutschland" meint, dass diese Bezeichnung gar nicht geht und alle Mohrenapotheken etc. umbenannt werden sollten! Und dabei reden wir hier auch noch von "Mohr"! Nichtmal "Schwarzer" oder "Neger" oder gar "Nigger"!
... Was? ... Oh, ja, ich hab "Nigger" benutzt! Was ist das Problem? ... Was? Darf man nicht sagen? Warum? ... Weil man damit Leute abwertet? Welche Leute? Ich hab doch für das Wort gar keinen Bezug; das steht einfach so im Raum! Wenn ich niemanden damit betitele kann ich doch auch niemanden damit schaden! ... Aber gut, das wäre Kontext und das wollt "ihr" nicht; was ihr wollt ist "Worte verbieten"! Und tut mir leid, da mache ich nicht mit! Das ist nicht, wie bei Harry Potter, dass man nicht Voldemort sagen darf! Oder Bloody Mary! Das ist Neusprech und definitiv nichts positives! Und selbst bei diesem Wort ist ähnlich zum Mohren-Restaurant-Beispiel, dass nicht alle Afrikaner (ist das noch ok als Wort?) damit ein Problem haben im richtigen Kontext(!) zu benutzen! Habt ihr schonmal von Richard Pryor gehört? War ein afro-amerikanischer Comedian, Drehbuchautor, Schauspieler, ... Hat nen Emmy gewonnen, hat nen Stern auf dem Walk-of-Fame und wurde kurz vor seinem Tod zum besten Stand-Up-Comedian aller Zeiten(!) gewählt! So, nun wisst ihr ein wenig über jemanden, der in den USA "trotz seiner Hautfarbe" es ganz weit geschafft hat! Und mit diesem Wissen bitte schaut euch diese Aufnahme eines Stand-Ups von ihm Anfang der 70er Jahre an: Live and Smokin'. So, und nun nehmt an, dass er noch leben würde und ihr müsstet ihm erzählen, dass er nen ganz schlimmer Finger ist, der am besten keine Auftritte mehr bekommen sollte, weil er damals (s. vorigen Punkt) so oft "Nigger" gesagt hat! Er würde euch auslachen und erzählen, dass ihr keine Ahnung habt!
Oder gehen wir einen Schritt zurück in der "Bösartigkeit"; vor "Nigger" kommt ja noch "Neger". Nun, wenn ich das Stichwort "I have a dream" sage, kommt euch das bekannt vor? Genau, wohl die berühmteste Rede von Martin Luther King! Aber kennt ihr auch den ganzen Text? Wenn ja, wisst ihr vielleicht worauf ich hinaus will. Für alle anderen hier der Text auf Englisch und in deutscher Übersetzung. Schon im zweiten Absatz benutzt MLK das Wort "Negro/Neger"! Und er hat damit Menschen bezeichnet; aber nicht abwertend, sondern eben nur das: bezeichnend! Jajaja, das war "damals" und heute sind wir soooooo viel klüger und weiser, klar... Aber ich darf auch also nicht mehr aus seiner Rede zitieren? Obwohl er genau das so gesagt hat? Weil plötzlich die Worte nicht mehr passen und der Kontext(!) ja eindeutig nicht negativ gegeben ist? Ahja... Blödsinn! Die Verbindung von Worten und Aussage und wieso warum weshalb ist unglaublich wichtig! Man kann das nicht einfach trennen!

Oder "lustig" ist auch, dass man manchmal nicht mal die falschen Worte gebrauchen muss, sondern einfach nur das "falsche" sagen möchte! Schon hat man den Shitstorm am laufen! Ein Beispiel? Gerne!
Berühmt, berüchtigter Jordan Peterson möchte dieses Jahr 2021 ein neue Buch herausbringen "Beyond Order: 12 More Rules for Life". Eine Fortsetzung zu seinem Weltbestseller 12 Rules for Life. Und es gab Proteste gegen das neue Buch (sogar im entsprechenden Verlag!), weil ... er es herausbringen möchte! Soweit ich weiss, ist bisher nicht öffentlich bekannt, was überhaupt drin steht, aber es ist absolut abzulehnen!
Gerne wird im Kontext von "Cancle Culture" ja behauptet, das "ist doch nur ein wenig Kritik" und kein "canceln". Nun, ich bin offen, wie nennt man es, wenn man die Veröffentlichung eines Buches verhinden möchte? Ist das noch "Kritik"? Oder wo hört das auf?
Aber prinzipiell ist hier weniger "Kontext" (außer der, dass man noch gar keinen hat...), daher mal zum nächsten Punkt:

Schwarz-Weiß denken
Es gibt keine Grautöne mehr! Alles ist absolut Binär! (außer Geschlecht *duck*) Eine kleinste Abweichung von der "eigenen" Meinung ist schon der Feind! Oder wie der Comedian Rick Gervis es mal in einem Interview auf dem Punkt brachte: If you’re mildly conservative on Twitter, you’re Hitler!
Und das ist schlecht! Denn das meiste im Leben ist nicht so einfach und eindeutig, sondern sehr Vielschichtig! Mal ganz doof:
Ein Essen kann nicht nur zu kalt oder zu heiß sein, sondern auch eine gute Essenstemperatur haben! Aber wo diese "perfekte Temperatur in der Mitte" ist, ist wohl für jede Person verschieden! Ok, du stehst total auf eiskalte Pizza. Entsprechend schaust du total verächtlich auf Leute hinab, die sich am liebsten ihre Finger an der Pizza verbrennen. Aber wieso sind die Personen, die für "lauwarme Pizza" plädieren bereits der Feind? Die hätten doch sehr viel mehr mit dir gemeinsam, als mit den Leuten mit der verbrannten Pizza! Wieso gibst du da nicht ein wenig nach?
Ja, das ist ein bescheuerter Vergleich. Vielleicht mal ein paar "Fragen", die mehr zum Thema passen!

z.B. ist ja immer "Rassismus" ein großes Thema. Und ich hatte in irgendeinem alten Artikel mal erwähnt, dass es Leute gibt, die Landesfähnchen zur Fussball WM am Auto absolut schrecklich finden und möglicherweise sogar von Autos abreissen, weil "Nationalstolz" geht mal gar nicht!
Daher mal die Frage: Kann es Personen geben, die Patrioten sind, ihr Land lieben und möglicherweise gerne für es sterben ... und aber gleichzeitig nichts gegen andere Länder, Ausländer, Migranten, ... haben, sondern die gerne begrüßen und zusammen arbeiten, Freunde sind, etc. Kann das sein, dass es solche Leute gibt?

Oder so ne sehr direkte Frage: Kann eine Frau einen Job für einen Vorstandsposten nicht bekommen, weil sie einfach inkompetent ist, oder ist das immer automatisch Frauenfeindlichkeit?

Oder auch sehr "beliebt": Kann man Kritik an Israel äußern, ohne Antisemit zu sein? Ist das möglich?

Oder "Gender" ist auch immer Toll! Wir könnten "ganz einfach" fragen, warum viele Gender-Befürworter meinen, dass das Geschlecht nicht binär ist und ganz viele Abstufungen hat ... aber gleichzeitig gerne für Frauenquoten in Vorständen/Parlamenten trommeln, als ob "Frau" so einfach zu deklarieren wäre!? Doch ein Abstand zwischen den Geschlechtern?
Aber komm, bisle komplexer: Wir haben seit Jahrzehnten geklärt, dass "Homosexualität" völlig normal ist und man sowas nicht "heilen" kann, auf welches Geschlecht man steht und entsprechende "Prediger und Heiler" verachtet werden. Und das ist auch gut so! Warum liegt aber eine Frau, die Homosexuell ist, entsprechend auf andere Frauen steht und nichts von Transfrauen (Mann->Frau) wissen will, nun falsch und muss nur "beigebracht werden", dass "Transfrauen auch Frauen sind"? Ist das nicht auch "Homoheilung" in eine que(e)re Richtung?

Das sind nicht direkt alles Fragen für einen "Zwischenzustand", ich weiß. Aber es soll zum Nachdenken anregen (jaja, "omg!!!!"), ob die "einzige Wahrheit" doch nicht so eindeutig ist und die eigenen "Theorien" mit der Realität kollidieren! Weil das tun sie! Und man muss dann vielleicht seine eigene nicht-Realität anpassen!
In der Physik gibt es unglaublich viele Theorien zu Dunkle Materie, Schwarze Löcher, ... und nichts-genaues weiss man. Entsprechend hauen die Forscher übelste Theorien und Formeln raus, die dann alle Nase lang verändert und angepasst werden müssen, weil irgendwer was neues getestet und herausgefunden hat!
Aber "hier oben" und in unserer sozialen Welt? Da "überlegt" man sich ne Theorie und dann ist das für einen anscheinend Fakt! Wenn irgendwas damit nicht zusammenpasst, dann wird nicht seine Theorie angepasst, sondern man steckt seine Finger in die Ohren und singt "lalalala ... verpiss dich du Nazi!"
Es wird gerne von einer "Spaltung der Gesellschaft" geredet. Nun, vielleicht sollte man seine eigene Absolute mal näher betrachten, ob die super dazu beiträgt!?

 

14.01.2021 15:53 Uhr   #226
Ich habe anno dazumal meine Freude über die 106% in Super Meat Boy hier veröffentlicht. Nun weiss ich nicht, ob es dabei klar wurde, dass das Spiel mein absolutes Lieblingsspiel ist! Oder zumindest das Spiel ist, in das ich die meisten Spielstunden gesteckt habe. In Anbetracht dessen, dass ich auch ein Fan von Rollenspielen, wie Final Fantasy bin, die gerne mal sehr viele Stunden überhaupt zum durchspielen fressen, eine gute Leistung :P Steam sagt zwar nur 20h Spielzeit, aber ich hab auch hauptsächlich auf einer Steam-freien Version gespielt. Die 20h sind nur "kurz" mal die 106% machen für die meisten Achievements (die Deathless fehlen mir, egal) und bisle so herumzocken. Ich tippe auf deutlich dreistellig, eher 4stellige Stundenzahl!
Entsprechend war die Freude bei mir groß, als ein Nachfolger Super Meat Boy Forever angekündigt wurde! Das ist ewig her gewesen (nachgeguckt: Erste Ankündigung war 2014) und gefühlt wurde das Spiel 37x verschoben. Doch das konnte man aufgrund des Namens wenigstens mit Humor nehmen. Aber irgendwann war es dann doch Zeit dafür, es tatsächlich zu Veröffentlichen und es kam raus am 23.12.2020! Klar, genau wenn ich bei der Famile an Weihnachten bin...
Aber wir haben dass dann zwischen den Jahren und auch die letzten Tage nachgeholt. Zumindest ein bischen. Nach ca. 30h Spielzeit ist es also Zeit für ein Fazit:

Zuerst einmal zum Spiel ansich. Es ist nicht einfach ein "hübscheres" Spiel mit neuen Levels, sondern im Gegensatz zum "normalen" Platformer SMB ein sogenannter "auto-runner". Bedeutet: Meat Boy (oder einer der anderen, freispielbaren Charakter) läuft ohne eigenes Zutun von links nach rechts (oder andersherum). Die einzigen Möglichkeiten, die Bewegung zu beeinflussen ist eine Sprungtaste und "Pfeil Runter". Das klingt sehr wenig, bietet aber mehr Möglichkeiten, als man denkt. Zusammen mit den vielen "Gegenständen" oder "Elementen", die das Spiel verändern können, wird es sehr komplex und - man hat ja einen Ruf zu verlieren - knackig schwer!
Desweiteren ist das Spiel auch nicht jedes Mal gleich. Sondern es gibt für jedes Level mehrere "Chunks", die nach einem "Seed" (so eine Art "Zufallszahl"; man kann aber auch eine bestimmte wählen) zusammengesetzt werden und somit bei jedem "Neustart" ein neues Erlebnis hat! Was auch wichtig ist, denn ein direktes Durchspielen bis zum "Abspann" schaffen bereits jetzt die Speedrunner in unter 30min; ich habe natürlich etwas länger gebraucht dafür! Aber auch nach einem Durchgang ist das Spiel eigentlich nicht zu Ende, denn es gibt viel zu tun:
Klassisch bekannt ist die "Par-Zeit", die man in den Levels erreichen muss, um ein A+ zu bekommen und die "Dunkle Welt" - vereinfacht gesagt schwierigere Versionen der Licht-Levels - frei zu schalten. Neu ist der "S-Rank". Hier muss man durch ein komplettes Level ohne einen einzigen Tod kommen, also ein Perfektes Spiel machen (wobei A+ nicht notwendig ist!). Natürlich gibt es auch zum Sammeln eine Version der "Pflaster" aus SMB, dieses Mal muss man "Schnuller" einsammeln! Zum Verständnis: Die "Story" dreht sich um das verschleppte Baby von Meat Boy und Bandage Girl, Nugget. Und diese Schnuller sind nicht wie bisher einfach irgendwo im Level zu finden, sondern können drei verschiedene Versionen sein:
1. Bekannt einsammeln (sozusagen "alt")
2. Der Schnuller hat eine "Stopuhr" und muss innerhalb einer gewissen Zeit auf dem Bildschirm eingesammelt werden, ansonsten ist er weg
3. Wenn man den Schnller berührt, hat man ihn noch nicht, sondern er wechselt seine Position und man muss ihn am neuen Ort einsammeln.
Ebenso wie im alten SMB gibt es "Warp-Zonen". Diesesmal allerdings gibt es nur eine Warp-Zone pro Welt. Und im Gegensatz zu SMB, wo das halt einfach spezielle Levels waren, spielt man - ab der zweiten Welt - im Prinzip andere Spiele! Ohne in genauere Spoiler-Detail gehen zu wollen, spielt man z.B. Punch-Out oder F-Zero (und warum sind in der Deutschen Wikipedia keine kleinen Bilder zu sehen, was ich hier wollte...)
Schnuller, Warp-Zonen, S-Rank, ... sind notwendig, um neue Charaktere freizuspielen und wirken sich auf die Berechnung aus, wieviel des Spiels man geschafft hat!

Aber genug mal von Spielerklärung, denn ich wollte ja im Prinzip eine Rezension abgeben. Also wie ist das Spiel?
Nun, ich hab keine anderen Auto-Runner davor gespielt und hatte am Anfang echt übele Schwierigkeiten, dass ich nicht in die "Game Boy Virtuelle Physik" zu kommen. Was meine ich mit diesem selbst erfundenem Begriff? Nun jeder der Game Boy gespielt hat, hat definitv mal bei irgendnem Spiel die Konsole mitsamt ganzem Körpereinsatz nach rechts oder links und in Richtung Horizontale gelegt, damit die Figur auf dem Bildschirm weiter springt! Funktioniert natürlich nicht ;) aber haben wir alle gemacht! Und ich hab bei SMBF das am Anfang auch getrieben! Mein Daumen tat weh, weil ich den Sprungknopf möglichst fest gedrückt hab (auch so ne Game Boy Krankheit) und ja, ich hab meinen Controller in Bewegungsrichtung gedreht! Inzwischen geht es meinem Finger wieder gut und das mach ich nicht mehr, aber das hat mehr Einfluss als man denkt bzw. nicht. Warum mach ich das denn? Nun, mein größtes Problem ist - vielleicht nach all den Stunden SMB - dass ich sehr oft das Gefühl habe, dass ich keine Kontrolle über die Figur habe! Bei SMB war ich immer der Chef und konnte jederzeit Einfluss auf meine Bewegung nehmen. Hier bei SMBF fühlt es sich mehr wie einzelne "Impulse" an. "So, mach das mal ... ok, fertig!" Ich bin eingeschränkt! Mir fehlt etwas! Und das führt zu diesem "Game Boy Phänomen", dass man gerade wenn man einen Fehler macht, das irgendwie korrigieren will, es aber nicht möglich ist und "überreagiert"! Mein Daumen sagt, das ist nicht sehr angenehm ;)

Weiterer Problempunkt im Zusammenhang mit dem Auto-Runner ist, dass man keinen Überblick hat! Gerade in späteren Levels wird es sehr komplex und eine Gefahr reiht sich an die nächste ... und man sieht es erst, wenn es zu spät ist! Speziell ärgerlich wird es bei einem speziellen "Gegner" später, einer Spinne, die einem in ihrem "Netz" gefangen hält. Hier wird der Bildschirm "eingefroren" und wird zum "Scrollbild". Was ich damit meine: Wenn man "gefangen" ist und den Bildschirm nach rechts verlässt, kommt man links wieder rein. Springt man durch die "Decke", kommt man am unteren Bildschirmrand wieder raus. Hier ist meist die "Analyse" gefragt: Wo muss ich überhaupt hin? Und in etwas bei "muss" ist man schon tot! Das Spiel Pausieren hilft wenig, da der Pausenbildschirm so viel überlappenede Bilder über die Szene legt, dass man nichts sieht.
Oder ein anderes Spielelement mit diesem Problem sind so Art "Dimensionstore", die das Level in eine andere "Wirklichkeit" legen. Und man hat keine Ahnung, wie es da aussieht! Muss man da gleich springen? Oder sich ducken? Oder sonstwas? Meist ist man da schon tot! Das hat nichts mit auf das Spiel "reagieren" zu tun, sondern ist einfach "wissen"! Das finde ich doof und hat schon fast weniger mit Können zu tun, als mit Gedächnis. Wobei das auch wieder in die volle Kontrolle bei SMB reinspielt. Hier war jedes Level auf einem einzigen Bildschirm komplett zu sehen. Und von seltenen Ausnahmen abgesehen konnte man "in der Not" einfach mal am Anfang stehen bleiben und schauen, was man zu tun hat, ohne das was passiert. Die Level waren trotzdem Knacke schwer und kein Spaziergang, selbst wenn man wusste was man zu tun hat!
Das dritte Problem was ich habe, was mit dieser "beeinträchtigten Kontrolle" zu tun hat, ist dass man gerade sehr späte Level auf "Genauigkeit" getrimmt hat! Da gibt es Stellen, wenn ich da nur ein paar Pixel daneben bin, dann bin ich tot! Oder ne halbe Sekunde zu spät und neuer Versuch. Und ich kenne keine einzige Stelle in SMB, wo das so ist! Klar, da gibt es auch sehr enge Stellen und muss genau ankommen. Aber irgendwie hatte ich immer eine Chance, auch wenn ich nicht so genau war. Oder konnte im letzten Moment korrigieren - hier nicht möglich. Oder je nach Level konnte es durchaus sein, dass ich einen Sprung an eine Stelle nicht geschafft habe, dann konnte ich halt möglicherweise nochmal versuchen! So ein einfaches Beispiel dazu vielleicht: Ich muss über einen großen Abgrund springen. Er ist so groß, dass ich in der Mitte einen Block brauche, um einen zweiten Sprung zu machen. Dieser ist aber aus "Schwierigkeitsgründen" nur kurz berührbar, dann löst er sich auf. Also schnell weiterspringen angesagt. Nun versuche ich das also; ich springe auf den Mittelblock und dann ans andere Ende ... oh, Mist, nicht geschafft, bin zu früh abgesprungen und hab es nur kurz unter die Kante an die Wand geschafft! Und nun?
SMB: Ok, dann springen wir halt von hier nach oben. Kante erreicht, alles gut, weiter.
SMBF: Ich bin tot, da ein Sprung automatisch meine "Lauf"richtung ändert und ich damit direkt in den Abgrund springe!
Ich habe also früher "mehrere" Möglichkeiten gehabt, um ein Hindernis zu schaffen. Aber nun gibt es nur Eine! Rare Spezialfälle, die die SMBF Speedrunner suchen, sind Ausnahme! Ja klar, hätte ich mal den Sprung direkt geschafft, ist ja simpel! Also was komplexeres? OK: Ich habe in meinem aktuellen Spiel ein Level, da muss man nicht über einen Abgrund, sondern nach Oben. Dafür sind die erwähnten, auflösbaren Blöcke Links und Rechts in verschiedenen Höhen angeordnet, dass man hin und her springen kann. Beim 5. Block merkt man: Der ist deutlich Höher, als die anderen vier davor! Und man merkt: Wenn ich nicht an all den vier Blöcken davor nahezu an der obersten Kante war, verpasse ich den 5. Block! Und selbst wenn ich diesen erwische, ist es noch nicht vorbei, denn es kommen nochmal vier Blöcke und dann muss ich wieder auf "festen Boden" Landen, der auch sehr knapp bemessen ist, dass ich nicht wie im vorigen Beispiel an der Wand hängen bleibe! Ich muss also im Prinzip 10 pixel-genaue Sprünge machen, damit ich weiter komme! Da kommt dann gerne mal Frust im Daumen auf!
Es sind diese "kleinen" Dinge, die sich aufsummieren und es echt nervig und doof machen. Und prinzipiell denke ich auch manchmal "unfair", was ein schlechtes Zeichen ist!

Ich habe jetzt viel Negatives geschrieben, rede wir doch mal über was Positives:
Es ist ganz Grundlegend mal sehr beeindruckend, was für Möglichkeiten es mit so wenig Bewegungsspielraum trotzdem gibt! Jaja, ich hab es gerade bemängelt, wie die Kontrolle ist. Aber trotzdem finde ich, das unglaublich viele Möglichkeiten heraus gekommen sind, die man nutzen kann. Man stellt es sich so vor, dass man etwas gelangweilt herumsitzt und ein wenig auf zwei Knöpfe drückt; dem ist definitiv nicht so! Die Interaktionen mit der "Welt" mit diesen Buttons ist unglaublich! Ich kenne mich, wie gesagt, nicht mit Auto-Runner aus; aber ich behaupte einfach mal, dass es kein Spiel dieses Genres gibt, das SMBF das Wasser reichen kann an Komplexität und Tiefe! Insofern: Bravo!
Ansonsten mal noch zu der Idee ansich, dass man immer wieder neue Welten hat: Cool! Denn ich glaube es dauert recht lang, bis irgendwer sämtliche "Chunks" auswenig kennt! Da ist viel Potential, das Spiel von vorne zu beginnen! Vielleicht als New-Game+!? Was ich derzeit noch nicht genauer ausführen kann, hab ich noch nicht versucht... irgendwie werden die Levels schwerer!? Ich werde es herausfinden, wenn ich endlich 6-6 geschafft habe (und ich hänge noch bei 6-5... und bin gerade das Sterben leid...)

Soweit mal. Jetzt sieht es vielleicht aus, dass ich deutlich weniger Zeit und Text in die positiven Aspekte gesteckt habe, als in die negativen, und sich das entsprechend auf mein Fazit auswirkt. Ganz so schlimm ist es vielleicht nicht, aber doch schon... Vielleicht war es nicht die allerbeste Idee, SMBF von der Ursprungsidee als Auto-Runner auf dem Smartphone (das war eigentlich die Planung) als "echter Nachfolger" für Konsolen und PC "um zu funktionieren". Aber es wurde rausgeholt, was ging. Leider kann das Spiel aber tatsächlich nicht an das Original anknüpfen und bleibt irgendwo auto-laufend an einer Wand hängen. Wenn ich eine X von 10 Sternen Wertung abgeben müsste, dann würde ich wohl eine 7 vergeben. Vielleicht aus "Nostalgiegründen" etwas höher, als man denkt. Aber so isses nunmal... Yahzee hat in seinem Zero Punctuation Review zu SMBF erwähnt, dass bisher noch kein Nachfolger eines erfolgreichen Indiespiels großen Erfolg hatte. Vermutlich haben sehr viele Fans von SMB das Spiel gekauft, daher ist "Erfolg" mal vielleicht Finanziell halbwegs ok. Aber wirklich das "Erbe" kann es nicht antreten!

 

21.07.2020 15:43 Uhr   #225
Ich hatte versprochen eine Fotsetzung zu meinem ersten Artikel über Covid19 zu machen ... und dann kam nix.
Ok, machen wir halt mal endlich was!

Wie gesagt gibt es da vielfältige Themen zu beleuchten. Wo wollen wir anfangen? Nutzen wir doch ein "Technische" Thema, denn als Ingenieur (naja gut, "Informatiker im Bereich Elektrotechnik") hat man ja Expertise! Also schauen wir mal erstmal in Richtung: Corona-App!
Diese App soll nachvollziehen, mit wem wir uns so "intim" um uns herum bewegen und entsprechend infizieren könnten! Ich hab das extra etwas "anrüchig" und direkt beschrieben, was so die (Überwachungs)Gefahren so einer App auf dem Smartphone ist. netzpolitk.org hat da mal so ziemlich alles zusammengefasst. Das das inzwischen vorhandene (oben verlinkte) Ergebnis Open-Source veröffentlicht wurde, war bereits eine kleine Überraschung. Aber vielleicht auch wohl die einzige Möglichkeit hier in Datenschutz-Deutschland und mit seinem DSGVO ein Ergebnis zu präsentieren, dass angenommen wird. Die App wurde bereits von vielen Programmierern und Datenschützern angeschaut haben und soweit nichts extrem bedrohendes gefunden worden.
Da ich hier gerade darüber herumgoogele erfahre ich immerhin dass sie - zumindest in der Androidversion - in der aktuellen Version (1.0.5) aber Bug-geplagt ist und es irgendwie an der API zu Google hängt. Aktuell kann sie also nicht so viel vernünftige Auskunft über Infektionen bieten. Wobei genau das auch etwas kritischer zu sehen ist: Die App sieht soweit ganz nett aus, aber funktioniert sie auch wie gewollt? Über Bluetooth und Signalstärken "benachbarte" Personen/Smartphones erkennen und Entfernungen und Zeit des "engen Kontakts" messen ist alles noch etwas wage und die Genauigkeit lässt Fragen offen!
Womit wir vielleicht auf den "Anfang" zurück kommen müssen: Die App ist dafür gedacht, dass man Kontakte nachvollziehen kann. Gerade im Anfang dieser Pandemie hatten da die Gesundheitsämter anscheinend Probleme das vernünftig nachzuvollziehen bzw. alle Leute zu benachrichtigen. Aber die Gesundheitsämter haben aufgerüstet und auch ohne App konnten Infiziertenwege gefunden werden. Gute "Beispiele" dafür wären z.B. die größeren Infiziertenausbrüche in der Kirche in Frankfurt oder der berüchtigte Ausbruch bei Tönnies wo erfolgreich Hunderte Kontaktpersonen und ebenso infizierte Personen gefunden wurden! Ob die App (zumindest zu Tönnies schon verfügbar) jetzt auch noch Personen ausfindig gemacht hätte, die so durch das "Sieb" durchgerutscht sind ... keine Ahnung! Aber es sieht aus, als ob "gute, alte Handarbeit" zumindest aktuell ausreicht, um zumindest einen sehr hohen Anteil von Kontaktpersonen ausfindig zu machen! Inzwischen sind etwas über 300 Meldungen durch die App gegangen. Wieviele der Tausenden Neuinfizierten in der Zeit über "herkömmliche" Kontaktnachverfolgung gefunden wurden oder "nur" durch Symptome wissen wir leider nicht.
Was vielleicht das "Problem" ist, was ich öfters mit Technik sehe: Eigentlich funktioniert alles ganz gut, aber man "wirft" Technik und Digitalisierung auf ein Problem ... das man gar nicht hatte! Nur weil irgendwer denkt es ist toll und vereinfacht Sachen! Das kann durchaus sein ... erzeugt aber fast immer einfach ganz neue Probleme! Die erwähnten Bugs in der App wäre nur ein aktuelles Beispiel!
Was lernen wir nun daraus? Soll man die App installieren? Nun: You do you! I'm not your father! Ich habe habe sie *schock* nicht installiert. Geht mir aber eher darum, dass ich allgemein fast nix an Apps auf meinem Smartphone habe! Da reden ja etliche "App-Jünger" davon, dass die Leute sich von Facebook, Instagram, ... ausleuchten lassen, da könnten sie auch die Corona-App auf ihrem Telefon installieren. Sorry, nö, hab ich alles nicht! Die einzig "große" App, die ich installiert habe, ist WhatsApp. Und danach kommt im Prinzip lange nichts mehr! Zudem hab ich standardmäßig Bluetooth, GPS und sonstige Standort-"Ortung" in meinem Telefon deaktiviert! Ich laufe nicht als "Leuchturm" herum! Ich bin relativ "inkognito" unterwegs. Da kommt mir so ne Trackingapp nicht ins Haus!

Genug davon. Widmen wir uns einem anderem Thema, dass mir als Informatiker nahe steht im Coronathemenkomplex: Bill Gates!
Ok, gut, es geht hier nicht wirklich um Informatik usw. sondern eher um die Bill und Melinda Gates Foundation (BMGF) und was sie so treibt. Ihr wird ja einiges vorgeworfen, was sie schlimmes in der Welt macht. Da gibt es verschiedenste Verschwörungstheorien! z.B. eins in Richtung "Die testen neue Impfstoffe an armen Kindern in der dritten Welt, die dann daran sterben!" die sich dann als "Die impfen Kinder in der dritten Welt mit Impfstoffen, die in den USA und Europa freigegeben und benutzt werden! Und als sie das gemacht haben, wurden einfach alle toten Kinder gezählt, die in der Zeit gestorben sind - aka: Kind ist ne Treppe runtergefallen und hat sich das Genick gebrochen? Nee, nee, das lag an dem gefährlichen Impfstoff!" entpuppt
Aber es gibt durchaus auch valide Kritik! Die Investitionen in Firmen, die genau in den Bereichen in die auch die Stiftung spendet, arbeiten könnte man positiv als "Unterstützung" nennen. "Negativ" klingt es schwer danach, dass ein wenig das Geld aus der Tasche gezogen wird und "tolle Dinge" damit gemacht werden. Aber die Leute, die man da beauftragt einem das Geld in die andere Tasche wieder reinstecken und es mit der "Großzügigkeit" nicht ganz weit ist!
Aber zurück zu Corona. Was hat das alles damit zu tun? Nun im Prinzip nicht viel, nur das genau auf sowas - und die Verschwörungstheorien - mehr Licht geworfen wurde. Speziell die "Verbindung" der BMGF und der World Health Organization (WHO) steht hier im Fokus. Wie gesagt, das alles ist nicht ganz neu. Und die Kritik an der WHO ist auch nicht auf irgendwelche Verschwörungstheoretiker und Donald Trumps beschränkt. Wie wäre es denn mit einer nüchternen Quelle bei unserer Hochheiligen "Deutsche Welle"? Hier geht es um die Schweinegrppe im Jahr 2009! Zitat aus dem Artikel:
Die weltweite Impfaktion, die die WHO mit ihrer Pandemie-Warnung in Gang setzte, wurde für diese Firmen zu einem Milliardengeschäft.
Klar, dass nach solchen "Aktionen" jetzt Leute kommen und meinen, dass unser "Mega-Impf-Fan" Bill Gates und die WHO das auch nur Geldtechnisch ausschlachten wollen! Das aktuell Corona "etwas" übeler wütet, als die Schweinegrippe und vielleicht die WHO diesesmal doch etwas mehr recht hat, als damals ... heißt auch noch nichts! Auch wenn die Impfstoffforschung aktuell im 6 Gang auf der Überholspur arbeitet, wird es wohl noch Monate dauern, bis da etwas verwertbares zu haben ist. Aber Geld nehmen viele Staaten bereits jetzt in die Hand, um sich Dosen zu sichern! Wie es dann aber in vielen Ländern aussieht, wissen wir noch nicht! Forscher aus China aber z.B. müssen für ihre Tests ihrer potentiellen Impfstoffe schon in andere Länder gehen, denn sie haben keine eigenen Fälle mehr! Falls keine (berüchtigte) zweite Welle auftritt wird dieses "Schicksal" vermutlich etliche Länder der Welt betreffen! Ob dann wieder viel Geld in den Sand ... äh, ins Pharmakonzernsäckle gesetzt wurde... wir wissen es nicht! Aber gut, jetzt wo die EU eh fast 2 Billionen(nicht Milliarden!) locker macht, ist das vielleicht auch nur noch ein Tropfen auf dem heißen Stein!
Auf jeden Fall ist dieser ganze BMGF "Hype" in meinen Augen voll überzogen und "Alter Wein in neuen Schläuchen". Kein Grund da groß Aufregung zu machen!

 

13.05.2020 15:41 Uhr   #224
Cov19... bewegt mich irgendwie, hier mehr zu schreiben! Nicht das ich im speziellen mehr Zeit hätte - ich arbeite ja noch normal - aber irgendwie möchte man seine Meinung sagen zu einem Thema das so viele Meinungen hat!
Natürlich könnte ich dies in irgendeinem Forum tun - sofern die halbwegs offen sind und nicht alles wegmoderiert wird. z.B. Heise und ihre "Unterseite" Telepolis sind gute Anlaufstellen. Vermutlich hätte ich da auch mehr "Reichweite", wer mein Geschwurbel liest, als auf meiner eigenen Homepage [sic] aber wenigstens kann ich hier tun und lassen, was ich will :P Zudem weiß ich, dass der folgende Text laaang wird!

Also zuerstmal zum Virus ansich.
ja, das Ding existiert und ist gefährlich. Ich hoffe ich muss nicht die Videos von den Krankenhäusern in Bergamo/Italien oder New York/USA raussuchen, wo die Leute auf Gängen liegen, weil kein Platz ist und anscheinend auch nicht genug Beatmungsgeräte verfügbar sind, so dass Triage durchgeführt werden musste!
Aber, was ist "gefährlich"!? Hab ich das nicht gerade im Prinzip gesagt? Nun, nein! Denn wie gefährlich das Virus so ansich ist, also wieviel Prozent von allen Infizierten einen schweren Verlauf bis hin zum möglichen Tod haben, weiß eigentlich keiner! Die Zahlen in den Ländern der Welt sind total unterschiedlich! Das liegt wohl hauptsächlich an zwei Dingen:
1. Wieviel getestet wird! Also wie viele Infizierte werden überhaupt erfasst - denn der sogenannte "symptomlose Verlauf" scheint nicht so selten zu sein! Und einfach so Testen lassen "soll" man sich ja nicht - meint Deutschland. Das RKI empfiehlt ja nur Tests, wenn man eindeutige Symptome hat oder man sich nachweißlich in der Nähe von Corona-Positiv-getesteten aufgehalten hat! Wer weiß also, wie die berüchtigte "Dunkelziffer" ist.
2. Die Zählweise der Toten. Also was als "Tod durch Covid19" gilt. Das ist möglicherweise nicht so einfach heraus zu finden. Die ersten Obduktionen hier in Deutschland sagen immerhin 61 von 65 wären "korrekt" und die sind tatsächlich an den Folgen von Cov19 gestorben. Aber das ist eine sehr kleine Zahl an Obduktionen bei inzwischen offiziell über 7600 Toten (Stand 12.5.2020). Daher mit vorsicht zu geniessen. Und ob andere Länder "so genau" sind, weiß man (oder ich zumindest) nicht.

Auf jeden Fall ist "Infizierte geteilt durch Tote" keine wirkliche Möglichkeit die "Sterberate" von Covid19 zu bestimmen. Ein erster Versuch dies zu tun war ja die Heinsbergstudie. Diese ermittelte eine "Infektionssterblichkeit (IFR)" von 0,37 Prozent. Von 10.000 Personen, die mit Covid19 infiziert sind, sterben also 37! Das ist recht gering. Und deutlich weit weg entfernt von der aktuellen "Teilung" von 7.600 bei 172.000, was schon 4,4% wären! Aber an der Studie wird ja auch schon herumgekritelt. Also zurück zu: Keine Ahnung!

Wer viel "Drama und Panik" will, nimmt die puren, aktuellen Zahlen. Wer das Ganze für ne mickrige Grippe hält, die Heinsberg IFR! Und ich? Ungewiss, aber tendiere vermutlich eher in Richtung Heinsberg!
"Was!?" schreit ihr auf! Aber wie kann man nur? Nun, warum nicht? Falls ihr euch erinnert: Ich meinte, das Ding ist gefährlich! Aber ich finde das vielleicht aus anderen Gründen, als gedacht!
Und zwar ist der Virus anscheinend sehr ansteckend und sehr viele Leute infizieren sich gerne "gleichzeitig". Ich erwähnte ja schon Italien und New York für "Beispiel" für Überlastete Krankenhäuser. Denn abseits der IFR sind anscheinend 10-15% aller Infizierten sehr schwer betroffen! Soll heißen, die haben schweres Fieber, Lungenentzündungen usw. Da ist nicht ganz so zu Spaßen! Und wenn da schwere Fälle wegen Belastung nicht mehr behandelt werden können, dann kann die Sterblichkeit noch weiter hoch gehen als so "Hoffnungslose Fälle", um es mal extrem zu sagen. Mal ganz abgesehen davon, was für Auswirkungen auf andere Krankheiten hat, die dann "hinten runter fallen". Auch wenn Deutschland nicht diese Thematik hat(te), wurden selbst hier aus Vorsichtsmaßnahmen geplante Operationen verschoben oder abgesagt! Und auch sonst wurde sich sehr viel auf Cov19 konzentriert. Das hat ja auch zu diesen "Verschwörungsvideos" geführt, wo Leute in Krankenhäuser gegangen sind und gezeigt haben, da ist nichts los! Natürlich nicht! Der "normale" Krankenhausablauf war auch "tot" (pun intended)!

Aber soweit mal dazu. Jetzt mal zum Thema "Reaktion". Also wir wollen ja hoffentlich alle, dass solche schlimmen Krankenhauszustände nicht bei uns passieren. Natürlich sind wir da aktuell weit weg. Aber trotzdem müssen wir was tun. Nur was? Also ja, wir machen was; aber finde ich das gut!? Nein!
Ja, wieder Geschrei, weil ich aktuelle Regelungen doof finde. Aber warum? Nun, erstmal kurz ein Ausflug, wie sich Covid19 eigentlich verbreitet! Und auch hier: Keine Ahnung! Also das ist die offizielle Aussage und nicht meine... denn da wird viel erzählt, wie sich Corona vermutlich verbreitet ... aber ehrlich gesagt ist das alles Langweilig, denn genau das gleich kann man zu jeglichen Viren erzählen. Wenn man sich in die Hand niest und gibt dann wem die Hand, dann sind da natürlich irgendwelche Erreger drin. Ähnlich, wenn man mit so einer Hand irgend nen Gegenstand anfässt und jemand anderen hebt den auf oder so. Entsprechend sind ja gerade die Anweisungen, dass man sich in die Armbeuge niesen soll, die Hände waschen, niemandem die Hand geben, etc. Auch gibt es in letzter Zeit ganz viele Videos, wo Leute mit irgendwelchem Zeug, das unter UV-Licht leuchtet, herumhantieren und zeigen, wie schnell sich das verbreitet, selbst wenn nur eine Person damit "anfängt". Hier z.B. mal was von der ARD. Und sieht ganz toll aus, aber was ist hier die Erkenntnis? Sollte doch eigentlich zumindest grob jeder wissen, dass wir uns in einer Welt der Viren, Bakterien, Gifte, Dreck und Schmutz usw. bewegen. Das ist völlig normal! Unser menschlicher Körper ist aber darauf ausgelegt, damit klar zu kommen! HIV Infizierte (das V steht für Virus! Damit schliesst sich der Kreis :P) oder ähnliches mal ignorierend. Wenn der Körper nicht damit klar kommt, dann reagiert er halt drauf. Was wir halt jetzt mit Covid19 anscheinend recht viel haben; zumindest theoretisch, da sind wir ja wieder bei der Verbreitung.

Also zurück zu Maßnahmen. Was hilft denn jetzt? z.B. mein aktueller Hauptkritikpunkt ist die Mundschutzpflicht! Bitte kommt mir nicht mit irgendwelchen Studien, wie toll so Mundbedeckungen schützen oder auch allgemein über "Gesunder Menschenverstand" (manchmal frage ich mich, ob sowas überhaupt existiert!?) weil man ja einfach "sehen" kann, das die helfen. Ja, natürlich helfen die irgendwelche Tröpfchen aufzuhalten, die möglicherweise (Cov19)Viren abhalten. Wir könnten auch in kompletten Schutzanzügen mit ABC-Masken herumlaufen. DAS würde noch viel mehr helfen! "Aber das ist doch übertrieben!" sagt ihr!? Ja natürlich! bzw. nicht! Wenn ich ein behandelnder Arzt auf einer Covid19 Station wäre, hätte ich gerne sowas in der Art an, damit ich mich nicht anstecke! Klar, das ist ein Spezialfall; Otto-Normal-Verbraucher benötigt das nicht wirklich. ABer wo ist dann also die "Grenze" zu Sinn oder Unsinn? Weshalb wir wieder bei "Was hilft denn tatsächlich?" sind. Denn alles hier ist so "Standardzeug" und viele Vermutungen. Mal so ganz "Hardcore Frage" wäre ja z.B. wie "gefährlich" ist es denn einem Covid19 Infizierten die Hand zu schütteln? Wenn diese Person sich in die Hand geniest hat, natürlich übeler, als wenn immer brav Handgewaschen. Aber man kann ja prinzipiell bei niemandem davon ausgehen, dass diese Person saubere Hände hat, so "einfach so auf der Straße". Entsprechend tatsächlich ganz nützlich, wenn man Leuten die Hand nicht gibt. Da wär ich noch dabei. In dem Zusammenhang: Ich hoffe ihr wusstet, dass die "Französische Begrüßungsvariante" - also Küsschen neben die Backen setzen - hygenischer ist als ein Händeschütteln?! Aber Umarmungen sind ja auch verboten! Die "Idee" dahinter ist, dass in diesem Covid19 Falle durchaus eine hohe Ansteckungsgefahr durch "Tröpfcheninfektion" herrscht. Hier kommt die Maskenpflicht ins Spiel. Allerdings haben wir hier eine Praxiserfahrung gemacht:
Zumindest hier in meinem Umkreis war von Mitte März bis Ende April jo "kompletter" Lockdown! Nicht mehr raus, Homeoffice (I wished...), Abstandregeln, ...! Aber: Keine Mundschutzpflicht in Läden ("Läden"... ok, da hatten nur Supermärkte und Apotheken auf)! Und entsprechend waren ein paar vereinzelte Masken zu sehen, aber ich bin sehr sicher, dass mindestens 90% aller Supermarktbesucher während der Zeit keinen Mundschutz getragen haben! Und was ist passiert? "Nichts"! Infektionszahlen gingen zurück weniger Ansteckungen usw. Klingt also zumindest mal gut! Entsprechend gab es ja Pläne endlich wieder "Sachen" zu öffnen ... aber plötzlich wurde Mundschutzpflicht eingeführt! ... Warum? Wieso? Was soll das? Ist das Neusprech wenn man von "Lockerung" redet und dann mit Mundschutzpflicht etwas "verschärft"!?
Über einen Monat Abstand halten hat doch eigentlich gezeigt, dass wir keinen Mundschutz brauchen! Klar, wenn man keinen Abstand halten kann - wie z.B. beim Friseur - kann man es verstehen, weil dann die Tröpfchengefahr steigt! Aber im Supermarkt? Da hatten wir ja schon Einkaufswagenzwang für Begrenzung der Menge und Abstand halten! Man kommt eigentlich niemandem Nahe! Was soll also der Blödsinn plötzlich? Zudem kommt mir da ein sehr interessanter Artikel recht, der sich auch mal die Ansteckungen angeguckt hat. Er kommt zum Schluß, dass anscheinend bei der Einteilung der Tröpfcheninfektion in "Tröpfchen" und "Tröpfchenkerne (Aerosole)" die Tröpfchen - also die "großen" Teilchen - das gefährliche und ansteckende sind! Und diese Tröpfchen kommen am meisten zu stande, wenn man redet, gerade Laut oder sogar schreit. Zudem ist in dem Fall auch eine viel höhere Partikelemission (s. Wikieintrag). Aber was mach ich denn beim Einkaufen? Gelangweilt durch den Supermarkt laufen, Dinge in den Wagen werfen und abgesehen von einem "Hallo" an der Kasse halte ich meine Schnauze und atme gemütlich und ohne große Tröpfchen! Der Maßstab ist hier also verschoben! Ich hoffe der Blödsinn wird bald aufgehoben. Aber in Anbetracht der Idiotie, dass in den bald wieder aufmachenden Gastronomien die Besucher auf dem Weg zum Tisch oder Klo Mundschutz tragen müssen, am Tisch aber nicht, ist die Wahrscheinlichkeit dafür recht gering...

Aber was geht denn ansonsten so mit Covid19? Nun noch einiges!
Aber irgendwie ist der aktuelle Text schon mega lang! Ich glaub ich belasse es für diesen Eintrag dabei! Teil 2 folgt...

 

15.04.2020 17:27 Uhr   #223
Aaaaah, Cov19! Endlich haben wir hier in unseren Breiten was, wovon wir "Jüngere" dann unseren Enkeln erzählen können, wenn sie bei uns auf dem Knie sitzen! Kriege, Hungersnöte etc. bekommen wir ja nur über die Nachrichten mit. Wirklich dabei sind wir nicht. Schade, was!?
Nun haben wir etwas, das uns alle betrifft!
Ich bin zum Beispiel immernoch angepisst, dass ich aktuell nicht tanzen gehen kann und auch meine sonstige "Bücherverlesung" leidet sehr stark, da ein Huaptteil meiner Lesezeit normalerweise im Zug zur/von der Arbeit ist; und aktuell fahre ich mit dem Auto. Denn "social distancing" ist ja das Wort der Stunde. Wobei ich aber überlege, ab nächste Woche wieder Bahn zu fahren!

Was eine tolle Überleitung ist zur aktuellen Situation, denn nächste Woche, also nach den normalen Osterferien - die für manche etwas länger waren... - sollen manche, aktuellen Beschränkungen gelockert oder geändert werden. Ein Hauptpunkt und Hauptkritikpunkt des Ganzen ist die mögliche Öffnung von Schulen und ob das gut wäre. Und die Frage ist zumindest für die "Kleinen" durchaus relevant! Denn welche Eltern kennen das nicht, dass ihr Kind aus dem Kindergarten und bedingt auch Grundschule (die ja geöffnet werden soll) schon immer jegliche Krankheiten mit nach Hause gebracht hat, die so existieren (und ein paar Neue). Warum soll das jetzt anders sein? Weil die 7jährigen Kinder jetzt Mundschutz tragen? Als ob das so verbindlich für die durchgezogen werden könnte, die reissen die vermutlich beim Spielen schneller vom Gesicht, als man gucken kann!
Mit älteren Kindern - es sollen ja auch Abschlußklassen wieder zur Schule gehen - könnte das vielleicht klappen. Aber es ist vielleicht allgemein die (auch gestellte) Frage, ob gerade "viele Leute auf einem Platz" nicht ein Hauptverteilungsgrund der Coronaviren sind!? Für die Erkentnis muss man ja eigentlich nur ein paar "Nerds" fragen! In den USA findet (sonst...) immer regelmäßig die PAX statt. Steht für Penny Arcade Expo. Im Prinzip eine Messe für Comics, Videospiele, etc. Und immer, wenn so eine stattgefunden hat, kann man auf Twitter bei etlichen Besuchern lesen:
"Hach, mich hat mal wieder die PAX-Grippe erwischt :D" (o.ä.) Und ist ja verständlich! Viele Leute auf engem Raum, besonders in irgendwelchen Warteschlangen vor Spiele-Demos. Wenn da einer Hustet haben es alle... oder um irgendeine bekannte Persönlichkeit aus der Szene zu treffen und im warsten Sinne des Wortes die Hand zu schütteln ... die schon 37 Leute vor einem geschüttelt haben. Da kann man einige Viren abbekommen! Deshalb ist ja auch aktuell die Ansage, dass man sich die Hände gründliche Waschen soll etc. Und das haben bisher vor allem auf solchen Messen vermutlich nicht so viele gemacht. Vielleicht die "Profis".
Kleine Anekdote dazu von meinem alljährlichem Metal Festival: Wir veranstalten immer ein "Meet and Greet" mit den Bands; eben sowas wie die Messen mit irgendwelchen Szenepersönlichkeiten machen. Und nachdem unser Headliner Sodom ihre halbe Stunde hatte, kamen sie aus dem Zelt und haben ein kleines Fläschchen rumgereicht. Und ich stand daneben und hab einfach mal gefragt, was das ist. Antwort: Desinfektionsmittel! Die machen das "öfters" und wissen, dass da einige "schwitzige" Hände gereicht werden. Werde versuchen, dieses Jahr da allgemein ein Desinfektionsmittel hinzustellen, weil ich das sehr sinnvoll halte - die Idee hatte ich schon vor Corona!
Aber man sieht, das ist ein Ansteckungsrisiko. Ich höre zwar noch nicht, dass bei Metalfestivals große Grippewellen rumgehen - aber die sind auch normal im Sommer und z.B. die letzte PAX war vom 27.2.-1.3.2020, DIE Grippezeit also. Zudem in geschlossenen Räumlichkeiten und nicht an der frischen Luft! Können alles wichtige Dinge sein. Entsprechend sind die allgemeinen Ausgagsbeschränkungen vermutlich auch nicht sonderlich hilfreich, um die Virenverbreitung zu verhindern. Nicht völlig nutzlos, aber die große Frage ob die Einschränkungen unserer allgemeinen Grundrechte (wie Versammlungsfreiheit etc.) verhältnismäßig sind, muss gestellt werden dürfen!

Aber zurück zur Schule. Warum also diese Öffnung bei durchaus fragwürdiger "Beweislage", dass das Sinn macht!? Nun, es soll ja vor allem eben die "Kleinen" wieder zu Schule und "Abschlußklassen". Letztere meinte ich ja schon, dass hier die Schüler wohl erwachsen genug sind, um Abstandsregeln und möglichen Mundschutz etc. einzuhalten. Aber warum sollen die eigentlich wieder hin? Nun, damit sie nen Wisch für die Wand bekommen aka Abschluß schreiben können! Denn hier ist ja das Problem: Wenn "wir" jetzt sagen würden, wir lassen die Schulen dicht, nehmen das Halbjahrszeugnis als "Endergebnis" und machen aus Sicherheitsgründe nach dem Sommer weiter. Dann hätten eben einige Schüler keinen Abschluß! Das müssten die nächstes Jahr "nochmal" machen! Und da es möglicherweise schon Pläne für Studium, weitere Arbeit etc. gibt würde das da schon einen Rattenschwanz erzeugen. Mal ganz ignorierend, dass Schulen dann eine Klasse "zu viel" hätten! Diese Schüler müssen also da durch! Natürlich ist hier die Frage, was in der "freien" Zeit so gemacht wurde. Viel wurde diskutiert über "Onlinelernen" und vor allem "Onlinelehren". Hat das gefruchtet? Gab es das überhaupt einigermaßen? Oder wie war die Unterstützung zu Hause? Wurde da von den Eltern geholfen und gemeinsam gelernt? Alles Faktoren, die gerade eine Abschlußprüfung aktuell sehr beeinflussen! Wie kann es so zu einem vernünftigen Ergebnis kommen?
(Wie ich oben schon mit "Wisch" erwähnt habe, ist zwar das Ergebnis eh so lala. Aber wir Deutschen stehen auf irgendwelche Zertifikate! Ob die viel Aussagen, ist was anderes. Ich weiß nicht, wie es in Deutschland da an Anteil aussieht, aber in den USA machen sehr viele Firmen bei Bewerbern erstmal nen Einstellungstest, weil sie den Abschlüßen nicht einfach so vertrauen! Sollte zu denken geben! Aber wir schweifen ab!)

Anders sieht es mit Grundschulen aus. Warum? Weil hier das Lernen nicht so über Onlinemethodik vermittelt werden kann - und vielleicht auch sollte; aber das führt eher zu Diskussion, wie früh und wie lange Kinder im Internet hängen sollten ... und ich bin hier definitiv nicht repräsentativ mit meiner eigenen "Geschichte"! Und ich frage mich, ob da auch ein wenig reinspielt, dass es in dem Alter auch noch schwieriger ist, die Kinder "im Zaum zu halten". Die meisten Kinder kapieren zwar, dass sie jetzt sich anders verhalten sollen usw. aber toll ist das ja auch nicht. Gehört ja prinzipiell dazu in dem Alter ein wenig "herumzutoben"!
Vielleicht geht es aber auch darum, dass ältere Kinder es gewöhnt sind, mehr selbstständig zu arbeiten und Dinge zu lernen. Im Grundschulalter wird vermutlich sehr viel häufiger von den Eltern mal auf die Hausaufgaben geguckt, als bei der 17 Jahre alten Tochter. (da hat man genug zu tun, ihre wechselnden Kerle zu "prüfen" ;)) bzw. ob man das nicht tut! Denn hier kommt es in der Lage vermutlich sehr darauf an, ob die Eltern dann mit ihrem Kind mal ein wenig rechnen, was schreiben, etc. und ihm weiterhin was beibringen. Oder ob da nur das Beste dafür getan wird, dass das Kind "bespaßt" ist und fertig. Das wird sich von Familie zu Familie unterscheiden. Und man kann da die übliche Diskussion starten, wie das Elternhaus die Bildungstechnische Entwicklung der Kinder beeinflußt, aber zumindest ist in der Schule (normalerweise) jemand, der da etwas Gerade rücken kann. Und in der Grundschulzeit kann da entsprechend viel getan werden, um den weiteren Weg zu beeinflussen.

Soweit mal meine Einschätzung dazu. Letzlich bin ich selbst eh weniger von der ganzen Schulsache betroffen. Aber Meinung abgeben kann man ja mal.
Ich bin gespannt, was nächste Woche bringt. Von wieder Tanzen gehen kann ich vermutlich nur Träumen. Aber vielleicht gibt es ja andere, positivere Entwicklungen!

 

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