Geisterkarle's Homepage
Besucher Heute: 1
Besucher insgesamt: 422526

Neueste Lesetipps:

On the paradox of tolerance in relation ...
A scorpion and a frog.
Creativity Things

HOME MENU NewsArtikelAbout MeGalerienGästebuchLinks
News Archiv   News Suche
12.08.2022 12:44 Uhr   #255
Ich schreibe ja hier desöfteren über (Video)Spiele, die ich verfolge aber gar nicht spiele. Wie z.B. meine Idee eines neuen DotA2 Turniersystems oder über Progaming in WoW. Wir machen da mal weiter :P

Heute geht es um Minecraft. Wohl mit dem größten Spiel der Welt überhaupt (behauptet zumindest Wikipedia). Ich habe das anno dazumal glaub ganz kurz angespielt, als das so im "Betastadium" war. Aber nicht wirklich. Nur kurz, worum es in diesem Spiel geht ... nichts! Also ok, es gibt im Prinzip ein "Ende", einen Drachen zu erledigen, aber die Idee des Spiels ist eigentlich sich irgendwas zu bauen, zu errichten und... so etwas "vereinfacht" gesagt ist es "Hochkomplexes LEGO in einer bewohnten Welt". Man baut sich seine eigene Welt! Klar, man kann auch nur nen Goldenen Penis errichten. Aber ist prinzipiell relativ langweilig. Da gibt es aufwendigere Bauten.

Aber eigentlich möchte ich nicht über interessante Bauten im Spiel reden. Sondern über sogenannte MODs für Minecraft. MODs sind Erweiterung des Spiels, meist von Spielern/Fans gemacht. Die Macher von Minecraft haben damit wenig zu tun (außer halt entsprechende APIs anzubieten.)
Da gibt es verschiedenste Varianten. Manche MODs versuchen das Spiel "nur" etwas optisch ansprechender zu machen. Andere fügen neue Baumöglichkeiten im Spiel ein, mit denen sich unglaubliche Werke vollbringen lassen. Oder auch spezielle Karten, die Minecraft im Prinzip zu "anderen" Spielen machen, laufen unter MODs. z.B. Parkour Maps sind sehr beliebt. Oft werden in MODs auch andere MODs eingesetzt; so Art "MOD-Packs" die mehrere MODs für ein neues "Ziel" verknüpfen. Einfach mal hier zum Beispiel einem recht komplexen MOD-Pack durch die MOD-Liste scrollen! geht nicht drum zu wissen, was das alles ist, sondern nur um die Menge :D

Vor kurzem habe ich durch einen mir bekannten Minecraft-Streamer von einem MOD (bzw. ein MOD-Pack) erfahren, der mich jetzt zu diesem Artikel bringt:

Vault Hunters!

Was ist Vault Hunters? Schwierig zu beschreiben. Manche sagen, es macht Minecraft sozusagen zu einem Diablo Clon. So weit weg ist es auch nicht. Im Prinzip wird es zu einem RPG und man sammelt spezielle Ausrüstung, Material und auch Artefakte, die einem zum "Ziel" bringen.
Aber kurz mal im "Detail":
Zuanfangs hat man zwar ein paar Skillpunkte, mit denen man sich schicke Fertigkeiten geben kann, aber eigentlich beginnt das Spiel so wie ein gewöhnliches Minecraft Spiel. Allerdings ist hier das erwähnte "Ende" des Spiels und der Sieg gegen den Ender Dragon elementar. Denn nur nach dem Drachentot kann man eine spezielle "Endlandschaft" betreten, in der man die Materialien findet, um einen "Kristallaltar" zu bauen, der das eigentliche Vault Hunter Spiel überhaupt beginnen lässt!
Das wäre: Wie gesagt kann man dann einen Altar bauen. Wenn man diesem einen Kristall aus den tiefsten Ecken der Erde und mehrere, zufällige Materialien aus der Oberwelt "opfert", dann wird der Kristall "aufgeladen" und ein Tor in einen "Vault Dungeon" kann geöffnet werden. Was natürlich ein Hauptbestandteil dieses MODs ist. Diese Dungeons sind zeitbeschränkte (im Normalfall 25min), einmalig, zufällig generierte Dungeons in denen sich Gegenstände, Materialien, etc. finden lassen, die es sonst nirgends zu finden gibt! Und natürlich braucht man diese "speziellen" Materialien, um weitere Dinge zu bauen und erschaffen. Aber es ist auch sehr gefährlich in diesen Dungeons: Die Monster skalieren mit dem eigenen Level (ich erwähnte es ein RPG) und falls man getötet wird - oder die Zeit ausläuft - verliert man alles, was man mitgebracht hat!

Hier kommen auch die anderen MODs ins Spiel. bzw. "nicht"! Denn das ist der "Trick" hierbei: Man muss zusätzliche MODs, die einem dann (hoffentlich) in den Dungeons oder im Allgemeinen helfen und unterstützen, erst freischalten! Es gibt also auch eine "Entscheidungsfindung", was mir denn jetzt als bestes/nächstes Hilft! Das kann ganz einfach etwas sein, um schneller Gegenstände aufzusammeln (ja, "Zeit" ist aufgrund der Begrenzung ein großes Thema) oder auch für die "Oberwelt", um besser die Materialien, die man für die Kristall"anreicherung" benötigt, herzustellen. Oder möglicherweise sogar "nur" etwas abstrakt, das man seine gesammelten Reichtümer besser sortieren kann! Viel ist möglich; aber entscheide Weise!

Ich möchte jetzt nicht ins Detail gehen, was hier alles möglich ist ... was nämlich eigentlich der Punkt ist, weshalb ich so beeindruckt von diesem MOD bin! Solche "Dungeon Crawler", wie eben Diablo, gibt es viele. Aber bei sehr vielen, auch speziell gerade bei Diablo, ist es so, dass man da irgendwo in einen Dungeon geht, dann versucht so viel wie möglich die einfachen Gegner zu ignorieren - kosten nur Zeit - und möglichst schnell zum großen Endboss kommt, wo es dann (hoffentlich) tolle Drops gibt! Alles andere was so herunterfällt ist eigentlich in 99% der Zeit Müll und braucht niemand.
Bei Vault Hunter ist das nicht so! So ziemlich alles, was man finden kann, hat seine Daseinsberechtigung! Das kann relativ langweilig sein, wie dass man in den Truhen eigentlich gewöhnliche Materialien findet; aber möglicherweise benötigt man diese für eine Kristallanreicherung. Zudem kann man selbst in den einfachsten Truhen die besten Gegenstände finden! Also kann "vorbeigehen" durchaus ein Fehler sein.
Oder gerade neue Ausrüstung. Ja, da ist viel Müll dabei! Aber man kann sich die Fähigkeit geben, selbst Ausrüstung herzustellen. Dafür benötigt man allerdings spezielles Grundmaterial/Metall, das man nur bekommt indem man andere Ausrüstung einschmelzt. Wer also schlechte Helme einfach wegschmeißt bzw. nicht mitnimmt hat diese "speziellen Metalle" nicht.
Auch haben viele Gegenstände einen "Verwertungszweck". z.B. kann man Statuen finden, die einen mit zufälligen Material versorgt (auch für Kristalle etc.). Allerdings produzieren die nur für eine begrenzte Zeit. Danach muss man sie aber nicht entsorgen ... bzw. doch, sollte man! Denn man kann diese geradezu "Kompostieren" und wenn man genug in den Kompost geschmissen hat, dann bekommt man eine "Omega-Statue". Diese produziert auch Material, etwas langsam, dafür aber für immer! Durchaus wichtig diese Dinger.
Und so sieht es quer über die vielen Gegenstände und Material aus. Kaum direktes ignorieren und "auf den Müll", sondern kann fast immer was einsetzen. Natürlich ist die "Tiefe" dahinter nicht unendlich. Aber es ist unglaublich, welche Komplexität das ganze hat. Auch in der Balance, was man so braucht für Erweiterungen und freigeschalteten MODs (viele "normale" Materialien sind durch spezielle Vault-Materialien ausgetauscht worden, damit es nicht zu einfach wird). Es ist unglaublich gigantisch!

... Vielleicht zu gigantisch! Das ist nämlich das "Problem": Aufgrund der Komplexität und Möglichkeiten ist das Spiel eigentlich nichts für einen "Normalverbraucher". Ja, auch in Diablo haben Spieler schon Hunderte Stunden Spielzeit reingesteckt. Aber im Prinzip rennen die immer die gleichen Dungeons ab und bekämpfen den letzte Boss andauernd. So ist das Prinzip da. Auch Vault Hunters hat ein Ende: Man muss 25 Artefakte sammeln, dann kann man den "Final Dungeon" öffnen und am Ende auch einen letzten Boss besiegen. Ich hatte ja gemeint, ich bin durch einen Streamer auf diesen MOD aufmerksam geworden. Das ist ein Streamer, der jede Woche ca. 15-20h diesen MOD spielt. Angefangen hat er - hab nachgeguckt - am 1.5.2022. Das war Kalenderwoche 18. Jetzt, wo ich das schreibe, ist 3 Monate später, KW32. Also ca. 14 Wochen Wochen hat er gespielt; rechnen wir mal mit dem untersten Wert - also 15h pro Woche - ist das 14*15h=210h! Mit dieser massiven Zahl an Stunden in diesem Spiel ist er nun knapp über Level 80 - es gibt etliche Fähigkeiten, die brauchen Level 100+ - und besitzt glaube 3 Artefakte! (wobei er zugegeben auch nicht direkt nach Artefakte jagt) Also ist nichtmal in der Nähe vom Ende. Der Macher hinter dem Spiel hat für die erste Version einen Server mit Freunden - allesamt Minecraft Streamer, also mit viel Zeit - aufgesetzt und die haben anscheinend fast ein Jahr auf dem Server gespielt! Wobei erst vor Kurzem "das Ende" hinzugefügt wurde. Artefakte waren glaub schon länger alle vorhanden.
Aber egal. Kann man so eine krasse Stundenanzahl überhaupt einem "Normalverbraucher", wie dir und mir, zumuten? Ist das nur was für "Vollzeitstreamer"? Oder einfach Leute mit einem enorm langen Atem? Es ist halt schon ein sehr krasser Zeitverbrauch für dieses Spiel/MOD!

Trotzdem ist es unglaublich faszinierend! Ich "oute" mich, dass ich tatsächlich überlege, mir das reinzuziehen und zu spielen... und ich hab eigentlich gar keine Zeit dafür :P Aber bisher war halt Minecraft für mich: "Ich brauch ne Idee, was ich tue!" ... und ich bin unkreativ und hab keine Idee ;) Aber mit diesem MOD ... da hat man ein Ziel vor Augen (auch wenn es weit weg ist). Man hat im Prinzip eine definierte Problemstellung und braucht eine Lösung dafür. Das kann man dann kreativ oder eben nicht so sonderlich kreativ lösen, aber so "aus dem Nichts" muss nichts einfallen! Kommt mir entgegen :D

Ich halte euch auf dem Laufendem, ob ich in das Loch springe ;)

 

01.08.2022 18:05 Uhr   #254
Mal wieder einen Bericht von meinem Baden in Blut!
Aber bin gerade Faul! Daher: Speed-Bericht!

3-2-1

GO!

Hitze bei Aufbau!
Hagel :(
Aber es wird!
Dixies sind schwer :(
Wir haben Aussichtsplatform!
MET-Hütte bekommt neues Dach
Merchstand der Mittwoch ankam ist Freitags tatsächlich fertig mit aufbauen :P
Wir sind inzwischen gut gesponsort
Rotting Christ rocken gut ab!
Destruction leider nicht nur Feuershow auf der Bühne, sondern auch im Himmel; Abbruch :( Doofes Wetter!
Kein Schlaf in der Nacht - Party bis 4 und Regen sind nicht hilfreich!
Neue, wieder verwendbare Becher kommen gut an; deutlich weniger zum Aufräumen Samstag Morgen
Es wird voll und heiß!
Auf der Jagd nach komischen Outfits und allgemein Menschen!
Primordial reißen ab! <3
Am Ende wird die Crew gefeiert
... und wir trinken noch gemütlich bis tief in die Nacht!
Abbau mit Grillputzdienst ... was? Die Friteusen kann man für 60 EUR auch dreckig abgeben? DEAL!
Leider für die Heimfahrt keinen Kühlschrank im Auto um noch ein paar Steaks mitzunehmen :(
Das Ende ist nah!
Bis zum nächsten Jahr!

Bilder gibt es HIER und HIER!

 

14.07.2022 14:30 Uhr   #253
Wir sind inzwischen ca. 2 1/2 Jahre in Coronazeiten, da kann man mal wieder was über Corona schreiben.
Wobei "über"!? Eher einfach mal den "Stand der Dinge". Vor allem aus der Sicht von mir als "Gamer" und was so in der Videospielwelt passiert.

Etwas langweilig ist gerade China. Deren übele Corona-Maßnahme mit Lockdowns jenseits von gut und böse (ich verlinke da nichts, habt ihr alle mitbekommen) dürfen die kaum raus.
z.B. hat im Mai ein großes DotA2 Turnier in Stockholm stattgefunden. Das war Teil der aktuellen "Weltmeisterschaftsqualifikation". Aber obwohl sich drei Teams aus China dafür qualifiziert hatten, blieben die zu Hause und hatten nur ein kleines "internes" Turnier. Aktuell sind wir kurz vor dem nächsten Turnier dieses Typs; dieses mal in Arlington in den USA. Mal schauen ob da die Chinesischen Teams aufkreuzen... Zumindest lässt sich ein Team jetzt in Saudi Arabien für ein Turnier blicken. Da werden aber auch insgesamt 4 Millionen Dollar verteilt; bei dem offiziellen Event "nur" 500.000!

Ansonsten mal ein Blick in die USA und physischen Spielen! Hatte hier ja auch mal über Magic: The Gathering geschrieben. Auch hier gibt es, wie da erwähnt, Turniere.
z.B. organisiert Star City Games (SCG) Events. Schon seit Jahren und auch vor Corona. Waren/Sind sehr beliebt. Doch seit einem Event Anfang Juli (also gerade um die Ecke) haben sie ihre Corona-Richtlinien geändert. bzw. eine weggenommen: Man musste keinen Impfnachweis oder Coronatest mehr vorweisen! Das hat so manchen "geärgt". Hier ein "irresponsible" Beispiel; ich finde leider nicht mehr den Tweet, wo einer, der anscheinend seit Jahren Judge/Schiedsrichter bei den SCG-Turnieren ist, seinen "Abschied" verkündet hat, weil er da nicht hingeht. btw. Wie man dem Twit-Longer entnehmen kann, sind/waren Masken weiterhin Pflicht da vor Ort. So ungefähr sah das aus.

Etwas extremer nimmt das die Speedgaming Community (nachdem ich jetzt mehrere Texte von mir verlinkt habe, muss ich das hier auch mal machen)
Der größte Speedgaming-Marthon, die GamesDoneQuick Serie, hat ihr Sommerevent SGDQ (SummerGDQ) tatsächlich mal wieder live abgehalten. Hat auch gerade erst Ende Juni/Anfang Juli stattgefunden. Auch hier hat diese Ankündigung "schock" ausgelöst. Hier die Absage eines sehr bekannten und beliebten Speedrunners.
Aber was war jetzt "extremer" daran? Nun, während bei den MTG-Events es für die Leute ok gewesen wären, wenn es halt die Impfstatusprüfung/Testkontrolle gäbe, reicht das der Speedrunningcommunity nicht! Denn diese hatten diese Kontrolle dabei! Ich finde jetzt für das SGDQ-Event nicht mehr die Corona-Regeln, aber im Oktober soll mal wieder mein Lieblings Speedgaming-Marathon RPG Limit Break Live in Location stattfinden. Und in diesem Link sieht man geschrieben, das eben der Impfstatus komplett sein muss und die ganze Zeit FFP2-Masken (dort N95 genannt, aber prinzipiell das selbe) getragen werden müssen. Auch SGDQ hatte das. Hier ein Blick ins Publikum: Einzelne Sitze, alle mit dieser Maske und halt alle geimpft; und trotzdem eben die erwähnten Aussagen, dass das also so gar nicht geht!

OK, das ist "in der Welt". Schauen wir doch mal in die Nachbarschaft!
Obig erwähntes Stockholm-Major. Wie sah es da denn mit Corona aus? Nun, ich gebe zu ich finde keine guten Bilder, aber hier ein offizielles Siegerfoto wo man das Team sieht und ein wenig Blick ins Publikum. Seht ihr Masken? Nope! Ich vermute mal, es gab auch keine Prüfung, ob man geimpft ist. So geht das hier ohne Drama!

Aber wir haben ja auch zwei andere Communites. MTG? Nun, da gab es gerade erst um die Ecke bei mir ein Commandfest. (hatte überlegt, hinzugehen aber hat nicht sollen sein...) Auf dieser Seite sind inzwischen ein paar Bilder vom Event zu sehen. Hier ein Beispielbild. Man sieht ein paar Masken, aber die meisten sitzen einfach so herum.

Kommen wir nun zum Speedrunning. So ungefähr das GDQ-Equivalent in Europa ist die European Speedrunner Assembly mit ihren Marathons. Deutlich kleiner; aber hat auch schon lange Historie (und das es kleiner ist, "meckern" da manchmal Leute, das viele Europäische Speedrunner regelmäßig in die USA zu den GDQ-Events fahren; in die andere Richtung aber meist nur sehr vereinzelt. Entsprechend ist da die "dichte" der Speedrunner geringer. Aber ich schweife ab). Schauen wir da doch mal in ein Video; zu beachten ist, das ist von Februar - also da war Corona-Höhepunkt in Europa oder so ... aber seht ihr Gesichtsbedeckungen? Mal abgesehen von der Person im Astronautenkostüm? Nein? Jo, ok...

Irgendwie ist Europa in einer anderen Welt... bei uns scheint niemanden Corona mehr zu stören; von manchen Ausnahmen abgesehen. Aber alle möglichen Events finden statt, alles ist offen, nur noch teilweise in Öffentlichen Verkehrsmitteln muss man Maske tragen.
Und zum Thema Impfung: Also ein mir gut bekannter Tangotänzer hat letzte Woche bei einem Treffen erzählt, dass er sich gerade die 4. Impfung geben lassen hat. Ich hatte gefragt, warum er das macht; Omikron-Angepasste Impfstoffe sollen doch erst im Herbst verfügbar sein (Die hier meinen September). Aber er meinte, er ist jetzt 60 und es wird ja empfohlen. Nun, gestern habe ich eine Nachricht von ihm bekommen, dass er jetzt (zum ersten Mal) Positiv getestet wurde! Man ist das eine hilfreiche Impfung gewesen... aber hoffen wir mal, dass nichts groß Gesundheitlich passiert!

So, das zum Status und unterschiede in der Welt! Macht was ihr wollt damit!

 

08.07.2022 18:37 Uhr   #252
Im Englischen gibt es die Begrifflichkeit von "Going down the rabbit hole". Gibt so keine direkte Variante in Deutsch. Letztlich ist das von Alice im Wunderland "inspiriert" und bedeutet in der heutigen Internetzeit, wenn man sich in einem Thema verliert.
Und das ist mir ein wenig passiert!

Bekanntlich tanze ich Salsa. Und auch wenn ich inzwischen verdammt viele Lieder kenne, beschränkt sich das meist auf "ah, ja, schonmal gehört! weiß ungefähr wie das Lied geht". Aber Interpret? Liedname? Absolut keine Ahnung!
Natürlich gibt es Ausnahmen. Zumindest erkenne ich meistens Lieder von meiner Lieblingsband; von meinem Lieblingslied von diesen ganz zu schweigen. Aber das einfach mal, dass ich das hier verlinkt habe :P
Ein Lied, dass ich mir warumauchimmer auch gemerkt habe ist ein Salsalied, das eigentlich nirgends gespielt wird. Warum? Es ist so verdammt schnell! Und zwar ist das El Cumbanchero von Ismael Rivera. bzw. dachte ich die ganze Zeit es ist von ihm. Erst vor kurzem bin ich darüber gestolpert, dass er gar nicht der original Interpret ist. Das Lied stammt eigentlich von Rafael Hernandez. Was mich ins Kaninchenloch gestürzt hat!
Und es geht gar nicht ganz so viel um ihn. Auch wenn ich nach etlichen Liedern, die da auf der Wiki-Seite erwähnt werden, von ihm gesucht habe. Meist sind das irgendwie eher ChaChaChas :P Aber ich bin immernoch bei El Cumbanchero hängen geblieben; vor allem da diese Interpretenerkenntnis durch dieses Video ausgelöst wurde (ja, ich kann nun auch Youtube-Videos einbinden :P auch nen Grund mal wieder so nen Eintrag zu machen):



Ein Bläserorchester aus Singapur (ich hab nach denen gesucht) spielt El Cumbanchero? Wtf? Was passiert hier? Und es ging danach tiefer ins Loch! Unglaublich, wie viele Asiatische Orchester das spielen!

Hier z.B. eine Version von wemauchimmer (die Japanischen(?) Schriftzeichen sagen mir nicht viel)! Aber 8 Millionen Aufrufe???


Oder ist das eine Schülerband; zumindest sieht das aus, als ob sie an einer Schule das spielen? Auf jeden Fall gehen die ab!


Das ist glaub Vietnam (und nicht Bläserorchester, sondern Symphonie-)


Aber wir können auch in unsere Nachbarschaft schauen. Holland anyone?


Oder das ist glaub aus Ungarn...


Oder läuft das unter "Asien"? Also "Syrien"?


Dieses letzte Video ist wegen mehreren Dingen bemerkenswert. Zum einen finde ich, dafür das die ein offizielles Orchester zu seien scheinen es relativ schlecht spielen (oder kommt mir das nur so vor?) und irgendwie relativ langsam ... Aber der alte Congaspieler geht ab ;) Und Syrien? War das nicht dieses komische Islamische Land? Da spielen verdammt viele Frauen völlig unverschleiert mit!
Aber das ist alles nur nebenbei. Das interessanteste ist nicht im Video hier bei mir eingebettet zu sehen, sondern geht mal auf die Youtube Seite. Denn da steht etwas drunter, was einiges aufgeklärt hat wegen diesen ganzen Asiatischen Orchestern:
Arrangement : Naohiro Iwai
Der Name klingt nicht sehr Syrisch! Aber faszinierenderweise hat dieser Mann einen deutschen(!) Wikieintrag. Ansonsten nur noch in der Französischen, Koreanischen und Japanischen Version zu finden. Letzteres ist am logischsten, denn er ist Japaner! Er scheint El Cumbanchero in die Orchesterwelt getragen zu haben! Danke dafür! Sehr faszinierend!

Und nun seid ihr dran! Wie weit konnte ich euch ins Kaninchenloch mitziehen? Schliesslich habe ich hier jetzt im Prinzip 10x (nicht ganz) das gleiche Lied verlinkt! Wieviele davon habt ihr euch angehört? Und was haltet ihr von diesem Lied?

Und zum Abschluss noch eine sehr interessante Variante, gespielt von Mr. Showmanship himself in einem kleinen Medley (El Cumbanchero fängt etwa bei 4:30 an). Und im Gegensatz zu der Syrischen Variante ist diese hier auf der absoluten Überholspur! Was für ein Können am Klavier!


Viel Spaß!

 

05.07.2022 08:14 Uhr   #250
Entgegen den längeren Texten hier mach ich mal was, das ich mal als "Hinweis" schreiben möchte...

Ich weiß nicht, ob ihr meine "Interessante Links" - aka Artikel - hier hin und wieder anschaut.
Da gab es 2019 einen Link zu einem Twitter-Thread, den ich dort als Threadreader-Seite verlinkt hatte. Hier Könnt ihr den benannten Link nochmal sehen/lesen.
Ich hatte das in der Liste aufgenommen, denn ich fand das sehr interessant, dass damals in Holland Landwirte Demos und Traktorzüge auf der Autobahn(!) gemacht haben und so ziemlich jede Schnellstraße blockiert haben. Haben Türen von Rathäusern eingedrückt, Gülle verteilt, etc. Ging um neue Richtlinien für Landwirte, mit denen diese ganz und gar nicht einverstanden waren. Ganz Holland war übel betroffen ... und ich hier in Deutschland, ein "paar" Kilometer weiter, habe davon eigentlich gar nichts mitbekommen! Habt ihr das damals davon gehört? Ich hätte es auch nicht, wenn ich nicht zufällig von wem darauf verlinkt geworden wäre!
Das hatte mich damals schon Fragen lassen: Warum eigentlich nicht? Wie gesagt: Nachbarland! Und wenn ihr da die Bilder und Videos anschaut, das waren nicht ein-zwei Hansele da. Das war meiner Meinung nach eine der größten Demozüge, die ich gesehen (halbwegs) habe!

Entsprechend jetzt mal auch der Hinweis in der gleichen Richtung:
In Holland finden aktuell (Anfang Juli 2022) Demos und Aktionen von Landwirten statt! Und? Wusstet ihr das? So von unseren "bekannten Medien" hab ich in der Richtung nur diesen Eintrag gefunden. Hier haben sie der Umweltministern Gülle vor das Haus gepumpt!
Ansonsten - denn das war kein "einzelner Protest", die sind immernoch am demonstrieren! - hört man da schon wieder verdammt wenig!
Worum es diesesmal geht... nun, mein Holländisch ist rudimentär und ich weiß nicht, wie überdramatisch z.B. dieses Deutsche Video ist. Aber anscheinend möchte Holland seinen Stickstoffausstoß in der Landwirtschaft begrenzen. Und die "Lösung" dafür ist angeblich, dass ein drittel aller Betriebe einfach zu machen soll! Wtf?

Wie gesagt: Das hier soll ein Hinweis sein! Schaut euch das selber an, bildet euch eine Meinung!
Hier z.B. aktuelle Youtube-Videos
Das Stichwort zum Suchen scheint "boerenprotest" zu sein!
Viel Spaß! Bildet euch! Und sagt mir, ob der in Deutschland bekannte Begriff "Lückenpresse" hier passt!?

 

28.06.2022 11:08 Uhr   #249
Man, schon wieder ein Konzertbericht? Was reisst da ein? Geht's wieder los?

Anyway... war am Montag, den 20.6.2022 mal wieder im lokalen Colos-Saal für einen Metalabend! Headliner waren im Prinzip eine Coverband! Wir kommen noch dazu. Aber den Abend eröffnen durften:

Angelus Apatrida

apatrida bedeutet "heimatlos". Also "Heimatloser Engel" oder sowas? Aber sehr Engelgleich kamen die Spanier nicht auf die Bühne. Sondern sie spulten einen brutalen Thrash Metal auf der Überholspur ab!
Ein weiteres Adjektiv, das ich da benutzen möchte, wäre: laut! Die haben die Boxen ordentlich aufgedreht. Was sogar mich(!) bewogen hat, mir Papier (hatte nix besseres) in die Ohren zu stecken und hab auch etliche Leute um mich rum gesehen, die - meist mit richtigen Ohrstöpseln - ähnliches gemacht haben. Gut, warum steh ich auch 3m neben der Box? Aber auch wenn ein anderer Fotograf in einem kurzen Plausch meinte "heute ist nicht so voll", war es doch schon ganz ordentlich und ein guter Platz ist da wichtig! Auch wenn das nur die "Homebase" war, wo man sein Bier abstellt, während man Bilder macht.
Zurück zum Auftritt: Vielleicht der Herkunft geschadet - möglicherweise auch der eingeschränkten Spielzeit - gab es nicht viele Ansagen. Halt das übliche "Thank you" und so kleinere Dinge. z.B. erwähnten sie, dass sie vor 11 Jahren schonmal hier im Colos-Saal waren. Da hab ich zwar schon hier gewohnt, aber hab ich wohl verpasst. Sie rockten auf jeden Fall die Bühne und knüppelten uns ihre Songs in die Ohren. Wusste zu gefallen! Mir viel auch auf, dass bei manchen Solo-Parts die beiden Gitarissten sich fliessend Solo und Begleitung untereinander "austauschten"! Das ist richtig gut gemacht!
Insgesamt ein toller Auftritt von ca. 45min, der das Publikum gut aufgewärmt hat und mich schon an die Planung eines CD-Kaufs brachte. Beim kurzen Pausen-Trip zu deren Merchstand hatte auch eine weitere Überraschung zu bieten. Dazu am Ende mehr!
Jetzt erstmal zum Headliner, der nach einer raschen Umbaupause von gerade mal 20min auf die Bühne kam!


Death To All (DTA)

Was ist das? Ich verlinke für die Band nicht deren metal-archive Eintrag? Geht nicht, sind nicht drin; ich meinte ja: Coverband! Aber ich verlinke mal, wen sie Covern. Eine sehr legendäre Metalband, die auch in ihrem Namen vorkommt: Death!
Ja, ein simpler Name für eine nicht sehr simple Band! Sie war eine der ersten Bands, die den Death Metal populär machten - mit dem Name natürlich keine Überraschung. Aber man muss bedenken, dass so ziemlich alle Bands aus der Zeit aus dem Thrash Metal kamen und die frühstens Death Metal Songs eigentlich mindestens 50% Thrash Metal waren/sind. Nichtsdestotrotz gilt ihr erstes Album "Scream Bloody Gore" als erstes richtige Death Metal Album.
Aber warum ist so eine Coverband Headliner und nicht die echte Band hier? Nun, sie existiert nicht mehr, da der Mastermind und auch das einzig konstante Bandmitglied Chuck Schuldiner im Jahr 2001 an einem Gehirntumor verstorben ist und die Band gar nicht mehr existiert. Death To All war ursprünglich nur als "Benefizprojekt" gedacht, aber geht seit letztem Jahr ein wenig auf Tour. Die Mitglieder sind etwas wechselnd und großteils Musiker, die tatsächlich bei Death gespielt haben. Da Chuck auch der Sänger war, muss hier natürlich auf alternativen umgestiegen werden, aber Max Phelps macht am Mikrofon eine sehr gute Figur! Was vielleicht endlich zurück ins Colos-Saal führt nach so viel Geschichte!
Schon mit dem ersten Song, obwohl eher langsamerer Natur, feierte das Publikum gut mit. Und, um auf die Erwähnung von "gutem Platz" zurück zu kommen ... wo verdammt kommen die ganzen Leute her? Es war vielleicht nicht absolut brechend voll; aber es war durchaus eng und vor der Bühne kaum ein Durchkommen! Habe mich für die Fotos entsprechend ein Lied auf einer Seite positioniert und so gut es ging Bilder gemacht. Dann in der "Songpause" auf die andere Seite gedrängelt, da geknipst und dann ging es wieder zurück ans Bier und erstmal fertig! Aber sind trotzdem wieder ganz gute Bilder dabei! (hoffe ich zumindest)
Gegen Anfang des Auftritts gab es eher weniger Ansagen. Das änderte sich halbwegs damit, als einer der Bühnentechniker(!) ans Mikrofon ging und meinte, dass sie am Schlagzeug kurz was korrigieren mussten. Da musste die Band ein wenig Sprechunterhaltung machen :D Aber sie (meistens der Bassist) machten ihre Sache da ganz gut. Erklärten, dass sie hier in Erinnerung an Chuck auftreten, freuen sich das sie wieder auf der Bühne stehen trotz Corona - was den Bassist dazu brachte, uns Publikum zum "FUCK THIS SHIT" Rufen zu animieren - und stellten auch nach und nach die Band vor. Hauptsächlich mit der Erwähnung bei welchen Alben diese Musiker dabei waren und dann wurde natürlich auch aus diesem Album etwas gespielt. Ja, sie spielten Lieder von allen Alben! Sehr geil! Was mich vielleicht nochmal ein wenig zur Bandgeschichte führt. Und zwar erwähnte ich ja, dass am Anfang der Death Metal sehr Thrashig war. Und vor allem Death machten über die Jahre - auch hauptsächlich Dank Chuck - eine gewisse, musikalische Wandlung zu dem, was wir heute "Technical Death Metal" nennen. Technisch anspruchsvolle Lieder mit komplexen Gitarrenriffs und Harmonien. Nach einem Lied musste die Band sogar gestehen, dass sie hier in der Komplexität nicht mehr 100% zusammen passten (man merkte das etwas nicht harmoniert). Aber auf jeden Fall führt diese Entwicklung dazu das die Lieder nicht mehr ganz so Thrash-Schnell waren. Entsprechend haben wir über das Set verteilt alles von "recht langsam" bis hin zu "Überholspur". Und spezielle Highlights herauspicken ist schwierig; alles sehr geil. Zu erwähnen aber definitiv das Lied "Perennial Quest", das - laut Ansage - nie von Death live performt wurde. Hier bekamen wir den vollen 8(!)min Song auf die Ohren! Und natürlich eines der legendärsten Lieder von Death und ihrer ersten Scheibe: "Zombie Ritual"! Bei diesem Lied passierte das, worauf ich eigentlich die ganze Zeit gewartet habe: Es gab (zumindest einen kleinen) Pogopit vor der Bühne! Und wir reden hier von einem Song, der erst in der "Zugabe" gespielt wurde! Ich habe "Zugabe" in Anführungszeichen gesetzt. Denn die Musiker gingen mal kurz von der Bühne; aber anstatt so "Standardmäßig" halt dann noch nen Lied zu machen und dann vielleicht nochmal runter und wieder rauf, gab es eine kleine Ansage: "We still have a TON of songs for you!" und das war korrekt: Die Zugabe waren sechs Lieder!
Danach waren ca. 2h Spielzeit rum und DTA gingen umjubelt und noch Fistbumpend von der Bühne! Ein hervorragender Auftritt mit viel Spaß und Energie und natürlich tollen Songs!


Nun ging es dann "endlich" zum Merchstand; hatte ja erwähnt, da kommt noch was. Natürlich nichts besonderes die CD von Angelus Apatrida und das Tour T-Shirt zu kaufen (DTA hatten unverwunderlicherweise keine CDs dabei :D). Aber: Angelus Apatrida hatten auch etwas dabei, was ich glaube noch nie bei einem Band Merchstand gesehen habe, aber mir total entgegen kam: Eine Hot-Chili-Sauce! Da konnte ich natürlich nicht "nein" sagen und musste auch noch in meine Tasche wandern! Inzwischen habe ich sie auch schon probiert. Man spürt Schärfe; ist aber kein purer Schärfeextrakt oder sowas, sondern tatsächlich was man etwas mehr auf das Essen hauen kann. Schmeckt gut! Definitiv mal was anderes!

Auf jeden Fall war das ein toller Abend mit zwei hervorragenden Bands mit viel Spaß und auch großem Publikum! So muss das sein! Und kann gerne so weiter gehen!

Und wer da in der Mitte den direkten Link verpasst hat: Hier gibt es meine Fotos

 

24.05.2022 15:16 Uhr   #248
Wir machen mal einen halbwegs anderen Bericht eines Events! Und zwar sind ja sonst hier irgendwie Konzertberichte zu lesen. Heute mal ein ... ja, unter was läuft das eigentlich? "Comedy-Auftritt"? "Show eines Entertainers"? ... Ach egal, ich war bei Jürgen von der Lippe! Altmeister der dummen Scherze und lustigen Lieder! "Lieder"? Ah, ok, doch Konzert ;)

War eine recht spontane Idee. Und nachdem mir zwei Leute, die ich als Begleitung angefragt habe, abgesagt haben, bin ich halt alleine hin. Bisle Unterhaltung kann nie schaden!
Also auf in unsere Stadthalle! Das Publikum war alterstechnisch sehr gemischt, aber man sah auch dass es eher im "höherem" Spektrum war. Die absoluten Hochzeiten von Jürgen sind halt doch schon wieder ein paar Jahre her.
Nichtsdestotrotz wurde sein pünktlicher Start heftigst bejubelt und es dauerte, bis er endlich mit der Show anfangen konnte.
Wie von ihm bekannt, wurden erstmal ein paar "schlüpfrige" Scherze gerissen. Erstes Thema aber dann - wobei sich nichts an der Schlüpfrigkeit änderte ;) - Jugendwörter der vergangenen Jahre und was sie so bedeuten. Auch die erste Version von "Wir erklären mal den Witz, den ich gerade gerissen habe" kam sehr gut an.
Etwas überraschend für Lippe-Kenner war der Einsatz von einer Videowand, auf der er lustige Bilder und Videos zeigte. Er wird in seinen alten Jahren voll Multimedia! No Front! (sorry für Jugenwörter-Insider) Er zeigte aber auch alte Kindheitsbilder von sich selber, die er mit vermutlich unglaublich realen Geschichten verbunden hat. Das ist prinzipiell auch etwas, weshalb man ihm seine Witze unter der Gürtellinie gerne verzeiht, weil er sich da selber gar nicht ausnimmt. Humor ist, wenn man auch über sich selber lacht. Und natürlich gab er auch ein paar Lieder zum Besten.
Nach etwa einer Stunde gab es eine kleine Pause; danach ging es in der Richtung auch gut weiter. Allerdings mussten wir im Publikum dann aber mitsingen. Mit teilweise zweifelhaften Erfolg und Können :D Aber Als Saunafreunde Aufguß 09 bekommt man das schon hin! Man hatte ja die Leinwand zum mitgucken.
Abgesehen von seinen Witzchen unter der Gürtellinie hat er so in Richtung "aktuelle Geschehnisse" das Thema Corona komplett ausgeklammert und die Ukraine wurde nur kurz in einem Lied "erwähnt" (und "Putin in die Fresse hauen"). Etwas mehr ging er auf das Thema "Gendern" ein; das ist aber bekannt, das er da kein großer Freund ist. Das Publikum war so Lachertechnisch wohl bei ihm. Keine Ahnung, ob da ein paar Leute im Stuhl unruhig herumgerutscht sind.
Während er es nur kurz vor der Pause erwähnt hat, dass er ein neues Buch herausgebracht hat, ist das im zweiten Teil ein etwas größeres Thema geworden. Aber immer humorvoll und letztlich lebt er ja auch davon. In diesem Sinne ging es auch mit letzten Sprüchen und Witzchen ins glorreich gefeierte Ende und ein paar Zugaben. Dann war er aber hinter der Bühne verschwunden bzw. war schneller, als man bei seinem Körperbau denken könnte, vor dem Veranstaltungssaal am Bücherstand und fing mit Signieren an. Ich hab kurz überlegt, mich da in die Schlange zu stellen; war aber dann doch zu faul und ungeduldig. So ging es also für mich nach einem unterhaltsamen Abend in die Nacht von Aschaffenburg und noch nach nem Bierchen in einer Kneipe nach Hause! Worth it!

 

24.04.2022 11:53 Uhr   #247
Aktuell wird ja für den Ukraine Krieg groß diskutiert, ob Deutschland "Schwere Waffen" an die Ukraine liefern sollte oder nicht. Abgesehen davon, dass ich nicht weiß, was "Schwere Waffen" im Gegensatz zu dem Zeug, was die Täglich in den Arsch... äh, ich meine von allen möglichen Ländern geliefert bekommen sind bzw. ob die keine schwere Waffen liefern... muss ich ja auch mal eine Meinung abgeben:
Jap, wir sollten Schwere Waffen liefern! Allerdings nicht so halbherzig an die Ukraine! Was ich meine, es geht vielleicht unter aktuell, aber so auf der Welt gibt es derzeit etliche Kriege! Viele davon ziehen sich schon ewig hin; deutlich Länger als das in der Ukraine. Für Frieden durch Krieg (bzw. Waffen) sollten wir also da auch was tun!
z.B. Bombadiert Saudi-Arabien seit Jahren den Jemen. Da sollten wir also ordentlich was hinschicken! ... Hm? Wir liefern da schon Waffen hin? (obwohl wir eigentlich nicht dürfen) Und das die das "Militärintervention" nennen klingt zu sehr nach Russlands "Sonderoperation"? Ok, schlechtes Beispiel...
Ok, wie wäre es damit, dass erst letztens Aserbaidschan mal wieder Armenien angegriffen hat! Es geht da sogar um "umstrittene Gebiete"! Also los, Marder nach Armenien! ... was jetzt? Ach, da ist gerade Waffenstillstand, der von Russland unterstützt wird. Jetzt komm, wir müssen für die Zukunft vorsorgen! Mehr Waffen zum kleinen Armenien, die diese böse Agressoren abwehren kann!
Ansonsten noch Beispielsweise geht es ja auch in Äthiopien hoch her. Blicke nicht ganz, was da abgeht und kümmert mich nicht... hauptsache mal schwere Waffen dahin, damit da endlich wieder Ruhe einkehrt! Lernen wir doch gerade, dass das so funktioniert!

Also, habt ihr gerade richtig fleissig genickt und seit voll dabei, dass wir in all diese Konfliktregionen ordentlich Material senden sollen - am besten für den "Guten" Teil - damit da endlich mal klar ist, wo der Hammer hängt? Dann seit ihr Idioten und habt nicht kapiert, dass mein Anfang wo ich für schwere Waffen Lieferungen bin rein Sarkastisch war! Nein, ich bin dagegen!
"Das ist was ganz anderes" sagen nun andere!? Achja... ok, welche Argumente habt ihr und wie viele davon kann ich dann kurz mal auf den Ukrainekrieg schieben und passt perfekt rein? Go!

Aber ok, wie wäre es denn mit anderen Gründen? Aktuell wird ja gerne gelästert, dass Russland ja Pleite ist (wobei das eher "technischer Natur" ist). Und das die die Ukraine nicht in 3 Tagen eingenommen haben (wer hat das überhaupt angesagt?) wird auch gelacht. Material ist Alt, Soldaten schlecht ausgebildet, etc. Verlinke ich mal nicht alles. Ihr habt alles gelesen. Aber zwischendurch kommt mal ne Hyperschallrakete oder aktuell Langstreckenbomber und plötzlich werden alle nervös! Hat Russland doch noch was in Petto? Was sehr wichtig ist!
Denn nehmen wir mal an, Russland ist tatsächlich durch all die Sanktionen etc. komplett down. Auch wenn sie bekanntermaßen weiterhin mit China Handel treiben oder auch Indien weiterhin Gas kauft. Zusammen mit all den Afrikanischen Staaten, die sich den Sanktionen nicht angeschlossen haben, kann Russland also noch mit bestimmt der halben Weltbevölkerung Handel treiben; halt nicht so mit dem "Wertewesten" oder so... aber ignorieren wir das mal. Nehmen wir an, denen geht es scheisse. Entsprechend muss Russland aus dem Krieg mit irgendwas rausgehen, dass sie "daheim" zeigen können: Schaut, wir haben was geschafft! Ob das mit "Ukraine Neutral" und "Entnazifizierung" klappt, mal schauen. Aktuell versuchen sie es auf dem Weg, der vielleicht vergessen wurde: Als Russland da seine Truppen über die Grenzen bewegt hat, haben sie das begründet mit "Wir schützen unsere Russischen Brüder und Schwestern in der Ostukraine!" Und das ist ja gerade die "Konzentration auf den Donbass". Die müssen da jetzt was bewegen. Entsprechend kommen wir hier in eine "interessante Situation". Ihr habt vielleicht schonmal von dem Begriff Russischer Bär gehört, mit dem Russland bezeichnet wird (hat nix mit nem Tier direkt zu tun). Ein Bär ist ein gefährliches und möglicherweise aggressives Tier! Und was tut ein solches Tier, wenn es in die Enge gedrängt wird? (was ja angeblich Russland gerade ist) Es schlägt wild um sich und versucht sich auf diese Weise zu "retten". Entsprechend glaube ich das mit immer mehr Waffen an die Ukraine auch Russland aufrüsten wird! Dadurch sehe ich es kommen, dass der Krieg richtig eskaliert und wir dann auf das bisherige eher als "schnödes Geplänkel" blicken werden!
Wollt ihr das wirklich? Ich nicht! Ich will Frieden! Oder zumindest einen Waffenstillstand! Und ja, da muss halt mal Zähneknirschend etwas in Kauf genommen werden, was man nicht will - das betrifft beide Seiten! Das war schon immer in der Geschichte so! Wenigstens wird so das Leid der Menschen verringert.
Ob das passiert, wenn die Truppen nichtmal kapitulieren, wenn sie 10:1 unterlegen sind ist was anderes...
Es wird ja gerne gerade geredet, dass der Krieg in eine neue Phase eintritt. Stimmt vermutlich; nur mag ich diese Phase mal gar nicht, denn wir werden die zu einer sehr übelen Phase machen! Genug Leute da draußen sind da voll dabei und wollen das ... und euch mag ich nicht, sorry!

Mögest du in interessanten Zeiten leben. Leider klappt das...

 

11.04.2022 21:04 Uhr   #246
Unglaublich aber Wahr! Ich war endlich wieder auf nem Konzert! Das Colos-Saal hatte mal wieder "eingeladen". Gleich vier Metal-Bands warteten darauf, den Abend zu versüßen! Ich kannte eine davon, von einer anderen hatte ich gehört; die anderen beiden kannte ich nicht. Beste Voraussetzungen also für den Abend!
Zuersteinmal war aber überraschend, als ich an die Location kam, dass eine recht lange Schlange vor der Tür war! Eigentlich dachte ich nicht, dass diese Bands große Publikumsmagneten sind; aber gut, heutzutage nimmt man, was man bekommt! Schliesslich war ich ja auch da ;) Auch vielleicht etwas knapp bemessen mit: Einlass 18 Uhr, Begin 18.20 Uhr! Wie auch immer. Ging ohne Probleme rein, kurz nachgefragt, was es für Fotoauflagen gibt (natürlich hab ich wieder Bilder gemacht) und nachdem ich ein Bierchen geholt hab, ging es auch los!

Holy Mother:

Holy Mother eröffneten den Abend. Die Band stand nicht nur hier als erste auf der Bühne, sondern auch überhaupt! Es war tatsächlich die "älteste" Band der Vierergruppe! Trotzdem eher unbekannterer Natur. Das anscheinend die Band zwischen 2003 und 2021 "nichts gemacht" hat hilft da auch nicht. Aber egal, nun sind sie wieder da. Sie spielen einen geradlinigen Heavy/Powermetal. Und nach all der Zeit ist vor allem der Sänger routiniert und zeigt seine Qualitäten; die Instrumentalisten können aber auch ordentlich was.
Für mich an der Kamera war irgendwie lustig, wie deren Lichtmischer die ersten Lieder verarbeitet hat. Erst Rot, dann Blau und zum dritten dann ... Grün!? Wtf? Na, solange sie Spaß haben. Etwas später - ich durfte immer nur die ersten 3 Lieder Fotos machen - spielten sie ein Lied Namens "Wake Up America", das dann schön in Red-and-Blue gehalten wurde. War auch der langsamste Song des Abends.
Prinzipiell war wohl kaum einer der Besucher für diese Band hier, aber sie spielten ganz gut und ordentlich und das Publikum bedankte sich artig. Und als die Band den absoluten Klassiker "Holy Diver" (Original von Ronnie James Dio) coverten sang auch ein großteil des Publikums mit.
Insgesamt nichts herausragendes aber gemütliches Aufwärmen erfolgreich! Etwa 40min war die Band auf der Bühne.

Surma:

Als nächstes kam Surma auf die Bühne. Als ich in der Konzertbeschreibung las, dass die Sängerin Model ist hatte ich schon Angst, dass die nur über Outfit und Aussehen arbeitet. Aber so nackig war sie gar nicht und sie konnte durchaus singen. Und vielleicht hat auch das Modeln geholfen. Denn was der Holy Mother Sänger mit seiner Routine ausgespielt hat, konnte die Dame vielleicht dadurch Erfahrung aufbringen, wie man sich präsentiert. Dafür das die Band erst ein Album unter dem Buckel hat und "Frischling" ist war das eine sehr gute Präsenz und Energie! Auch das Publikum konnte hier mitgerissen werden. In der Richtung muss ich auch den Bassisten erwähnen: Der war absolut tiefenentspannt und passiv. Diese "Pose" hatte er eigentlich den gesamten Auftritt :D
Ansonsten dachte ich "ahja, Symphonic Metal und Frontfrau..." und dachte an relativ "simple" Musik. Aber ich wurde erneut überrascht, denn die Lieder waren tatsächlich relativ "komplex" und Breaks und Liedstrukturen waren nicht geradlinig, sondern hatten was! Auch die Gitarrensolos waren sehr gut. Musikalisch/Instrumental war ich also für so eine junge Band durchaus beeindruckt! Definitiv die positive Überraschung des Abends!
Aber auch recht schnell ging es wieder von der Bühne. Surma hat, wie erwähnt, erst ein Album als Material. Und ich hab nicht genau auf die Uhr geschaut, aber könnte sogar sein, dass sie etwas weniger Spielzeit als Holy Mother hatten! Die haben natürlich ordentlich Material! Trotzdem war man jetzt doch recht warm geworden (konnte natürlich auch das Bier sein ;))

Sirenia:

Sirenia sind schon "alte Hasen" und ist die Band, die ich kannte und prinzipiell hatte ich mich am meisten auf diese gefreut. Wurde auch nicht enttäuscht: Es war die erste Band, denen die Stage-Crew Bier auf die Bühne stellten ;) Und der Gitarrist kam mit einem Bier in der Hand auf die Bühne und nach dem ersten Lied gleich zu einem Bereitgestelltem! Sehr Sympathisch :P
Aber was macht die Band? Ähnlich Surma sind sie "Smphonic Metal mit Frontfrau". Wobei sie vielleicht eher mit etwas ruhigeren Songs angefangen haben, aber generell ist das eine etwas "härtere" Band und rockte so das Publikum ordentlich durch und hatte sichtlich Spaß dabei! Also sowohl Band als auch Publikum! Ein Geben und Nehmen!
Außer kurzen "Thank you!" gab es relativ wenige Ansagen und irgendwie lief auch etwas Synthesizer/Keyboard von Band und wurde in die Lieder integriert, lief aber gefühlt "direkt" weiter nach einem Song. Daher war nicht viel "Pause". Aber wollten wir vor der Bühne auch nicht! Hat richtig Spaß gemacht! Erwartungen erfüllt! Und da ich etwas komplexere Songstruktur erwähnt hatte: Sirenia packen da nochmal ordentlich was oben drauf! Wirklich "progressive" war es jetzt nicht, aber war deutlich die technisch Anspruchsvollste Band des Abends!
Etwas überraschend war der letzte Song, ein Cover eines Songs den ihr (ja selbst ihr!) vermutlich in diesem Original kennt! "Voyage Voyage"! Ok, interessant... aber gut! Und es war auch nicht so "aus dem Nichts", sondern das Lied ist auch auf ihrer aktuellen Platte drauf!
Ein toller Auftritt auf jeden Fall und nach der hm... ca. 1 1/4h waren definitiv alle Anwesenden warm!

Dynazty:

Auf zur letzten Band: Dynazty! Das war die "gehört" Band. Und ich hatte ja jetzt mehrfach die "komplexen Lieder" angesprochen. Zudem stand die ganze Zeit einer vor mir mit einem T-Shirt von Dynazty das anscheinend eine Spezialversion von einem Festival ist das sich ProgPower nennt. Und ok, da ist "Power" drin. Aber Dynazty sind nicht "prog(ressive)" und Technisch. Die sind verdammt gerade und direkt. Das ist nicht unbedingt schlecht, denn auch hier im Auftritt konnten sie sofort lospowern und hauten viel Energie und Action raus. Sofort wurde das Publikum zum mitmachen aufgefordert, was dem gerne nachkam. Das ist irgendwie mit einer der Hauptpunkte von ihnen: Kaum hat ein Instrument "Pause" wird sofort ein Klatschen, "hey" oder sonstwas aufgefordert. Es gab auch den "Klassiker" des "Nachsingen was der Sänger vorsingt". Und in jedem Lied war ein ca. 5min Instrumentalsolo drin (wenn ich gar das "Lied" ansich direkt ein Solo war). Und ich dummer "weiss nie, wie Lieder heißen" Typ versuche immer noch rauszufinden, welches Lied das war, auf dem basierend sie komplett Instrumentalsolo gemacht haben... es ist ein bekannter Rocksong... aber es fällt mir nicht ein... ARGH! Ich werde das in 5 Wochen, wenn ich das Lied zufällig im Radio höre ergänzen... ;)
Ansonsten hatten auch sie Bier dabei (gut! ;)) und hatten auch eine kleine Einlage, als die beiden Gitarristen jeweils ein Bier exten und dabei nur mit der linken Hand Gitarre spielten. Unterhaltsam!
Das wäre auch die "Zusammenfassung" des Auftritts: Es war gut und toll und Unterhaltsam und das Publikum hat sie gut gefeiert! Sirenia sind trotzdem mein Favorit des Abends; ich mag einfach mehr Technik! Sorry! Aber ich glaube insgesamt war es "trotzdem" ein toller Abend mit guter Musik und endlich mal wieder abrocken!

Am Schluß hab ich mir noch eine CD von allen(!) Bands gegönnt, noch kurz mit dem Gitarristen von Sirenia geplaudert und dann auf den Heimweg gemacht! Und es hat immernoch geregnet :(

 

17.03.2022 12:50 Uhr   #245
UPDATE:
Ich mache mal ein Update, denn der Race To World First ist geschafft!
Das Team ECHO hat gerade - 2022-03-26 ca. 23 Uhr CET (die sitzen auch gerade in Hamburg!) - den letzten Boss The Jailor gelegt und damit den RWF gewonnen!
Das bis kurz vor dem Jailor lange in Führung liegende Team Liquid (Liquid Guild) hat schon kurz zuvor nach vielen Stunden ohne Fortschritt beschlossen, das Rennen aufzugeben und lieber auf die Gesundheit seiner Spieler Rücksicht zu nehmen. Und machen jetzt bis Montag Pause. Dann werden sie ihn wohl auch noch legen!
Aber: Close, but no cigar! Platz 1 ist vergeben!
https://www.geisterkarle.net/bilder/echo1.png


----------------------------
Ich bin ja Informatiker. Und Informatiker sind verpflichtet, Video-/Computerspiele zu mögen und halt ein "Gamer" zu sein. Ist Internationales Gesetz, falls wer fragt!
Allerdings ist das "Ausmaß" des zockens etwas relativ. Wir brauchen jetzt nicht darüber diskutieren, ob Leute die Candy Crush spielen "Gamer" sind. Aber eher, "wie" man spielt.
Was ich sagen möchte:
Ich (so als "Leuchtendes Beispiel") spiele aktuell eigentlich nur noch irgendwelche Singleplayer Spiele. So für mich und gegen mich und mein nicht-vorhandenes Können. Und auch am besten Games, die man mal kurz aufstarten kann, Spielen, Spaß haben und dann ist gut. Man hat ja nicht mehr so viel Zeit wie früher. Es ist lange her, dass ich mich als einer der besten 32 Spieler Deutschland in Warcraft 3 nennen durfte. (man ist das nen scheiss Foto :P) Aber auch damals(TM) war ich wohl nichts, was man heute als "Pro-Gamer" bezeichnet. Im Prinzip ein Kürzel aus "Professional" und "Gamer". So wurden/werden Spieler bezeichnet, für die zocken mehr als ein kleines Hobby ist, sondern dass auf sehr hohem Niveau machen. Dafür sehr viel Zeit aufwenden und möglicherweise auch viel Geld kassieren. Zu "meiner Zeit" war vor allem Letzteres eher rudimentär. Nur absolut allerwenigsten Leute konnten damals von Spielen leben. Am besten ging es noch, wenn man ein Top Starcraft Spieler war und es tatsächlich schaffte, mal in Südkorea in deren Turnieren spielen zu dürfen. Hier war alles schon recht professionell (Pro): Trainingshäuser, Coaches, regelmäßiges Gehalt (neben Turniergewinnen) und die Topspieler mussten sich sogar mit Fans herumschlagen :)
Das Ganze nahm aber auch in der Rest der Welt Fahrt auf. Vor allem die 1 Millionen Dollar Preisgeld beim ersten The International für DotA2 waren ein Gamechanger. Die Preisgelder in den meisten anderen Spielen sind zwar selbst heute nicht so hoch -hier z.B. ein aktuelles Turnier in Counter-Strike; "lächerliche" 400.000$ für den Gewinner - aber inzwischen ist die Professionalität auch hier eingezogen. Das DotA2 ähnliche League of Legends hat im Profibereich sogar ein Franchisesystem! Und glaube es ist jetzt auch für Spieler in anderen Spielen so, aber 2013 waren LoL-Spieler die ersten, die in den USA ein spezielles P Visa erhielten, was eigentlich Profisportlern und Künstlern "vorbehalten" ist! Da geht so einiges.

Nun, warum schreibe ich das Ganze? Ich habe ja jetzt gerade so eine Art "Entwicklung" der Professionalität beschrieben. Und ich bin jetzt "zufällig" über eine Stufe gestolpert, die ich nicht erwartet habe. Vor allem in einem Spiel, dass eigentlich soweit ich weiss nicht mal ein Turniersystem hat!
Aber kurz nochmal zu dieser Entwicklung:
Am Anfang waren es hauptsächlich einzelne Spieler, die auf "Professioneller" Ebene angekommen sind (Starcraft/Warcraft).
Danach kamen die ersten Teams. Vor allem Counter-Strike war sehr früh dabei, aber auch erwähntes LoL oder DotA. Interessanterweise sind all diese Spiele 5-gegen-5, also 5er Teams. Aber es gibt auch ähnliche Größen in anderen Spielen. z.B. Overwatch ist 6v6 oder Battlefield ... ok, die haben etliche Teamgrößen von 4v4 bis 16v16.
Und 16 für ein Team sieht schonmal verdammt groß aus! Aber das erwähnte Spiel wird noch größer! Hier sind über 20 Leute beteiligt! ... und eigentlich ist es "zum Glück" so, denn zu Zeiten als ich dieses Spiel noch gespielt habe wären es 40 gewesen!

Worum geht es also?
World of Warcraft
Wer es nicht kennt: Es ist ein sogenanntes MMORPG. Es ist also ein Rollenspiel. Man erstellt also einen Charkter und spielt nur Online und auf Servern mit anderen Leuten. Alleine/Offline geht nicht. Man levelt halt seinen Charakter, sammelt mehr Ausrüstung und Gegenstände und jo... das wäre es so ungefähr :)
Wer WoW - so wie ich - irgendwann mal gespielt hat und nicht mehr so wirklich drin ist, wird jetzt sagen: "Ahja, da gibt es ja PvP (Player gegen Player). Da werden die sich also jetzt gezielt und organisiert Treffen!" ... naja, vielleicht, keine Ahnung. "Anno dazumal" kann ich mich tatsächlich an PvP-Turniere erinnern. Die waren allerdings 3v3! Nix mit 20! Und ich hatte ja auch noch "veraltet" 40 erwähnt. Was macht man mit so vielen Leuten? Genau: Schlachtzüge/Raids!
Was ist das? Nun, wie gesagt ist es ein Rollenspiel. Also gibt es Monster, die besiegt werden müssen. Und von Anfang an war das sogenannte "Endgame" - also für Charaktere, die das höchste mögliche Charakterlevel erreicht haben - das "raiden". Alle "speziellen Dungeons" waren/sind in WoW durch ein Portal erreichbar, dass eine "einzigartige" Instanz für die eigene Gruppe erstellt. Während man sich in der "Oberwelt" mit anderen Spielern um Gegner "streiten" muss, sind diese Instanzen immer auf die Gruppe zugeschnitten und niemand nimmt was weg. Und die "Raids" waren die größten Dungeons mit mächtigen Gegnern, die nicht sehr leicht zu knacken sind/waren und man aber dafür die besten Ausrüstungsgegenstände im Spiel finden konnte. Wer sich also bestens ausstatten wollte, musste also in diese Raids. (später wurden auch gute Belohnungen für PvP eingeführt, aber das nur am Rande). Am Anfang, wie gesagt, mit 40 Leuten! Und von Anfang an waren diese 40 nicht deshalb so viele, weil die Gegner so viel Lebenspunkte hatten - also ja, das auch - sondern weil sehr viel Taktik und Rafinesse gefragt waren, um die Gegner zu besiegen. Zusätzliche Gegner, die erscheinen; ein zerstörischer Laserstrahl, dem alle Ausweichen müssen; etc. Einfach rein und auf den Gegner hauen war/ist nicht!
Wie mit dem 40-20 erwähnt, hat sich da einiges getan. Anscheinend ist irgendwem aufgefallen, dass 40 Leute einfach zu viel ist. Man hat sich auf 20 "geeinigt". Und inzwischen ist es auch nicht so, dass alle Raid-Dungeons gleich sind, sondern man kann auch noch eine Schwierigkeitsstufe wählen. Natürlich gibt es die erwähnte, beste Ausrüstung nur auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad; genannt "Mythic". Die Idee ist, dass man sich da "hocharbeitet", sich mit besserer Ausrüstung versorgt und dann zur nächsten Stufe übergeht. Zudem soll für Topteams auch eine Herausforderung gegeben sein. Was jetzt endlich zum Punkt führt, was ich hier erzählen möchte. Und zwar hab ich so mit halbem Ohr mitbekommen, dass bei neuen Spiel-Erweiterungen und neuen Raids es einen "Race to World First" (RWF) gibt. Die Topteams auf verschiedenen WoW-Servern versuchen dabei die erste Gilde zu werden, die einen neuen Mythic-Dungeon erfolgreich besiegen. Wie gesagt: Hab das so halber mitbekommen. Doch warumauchimmer hab ich diesesmal - zum neuen Raid Sepulcher of the First Ones - mal nen zweites Ohr und beide Augen reingeworfen und verfolge das. Und es ist faszinierend! Nicht direkt, wie die Gilden andauernd an einem Boss sterben, sondern wie Professionell das vorgeht!
ich hatte ja die Teamgrößen angesprochen. Hier sieht man ein Bild wie so eine Bühne aussieht, wenn zwei DotA2 Teams (5v5) gegeneinander antreten. Links und Rechts sitzen die in ihren Kabinen. So, nun wie sieht das aus für so WoW-Teams, die 20 Leute sind? bzw. noch mehr! Es haben sich Raidleader etabliert, die "zuschauen" und Anweisungen geben. Und je nach Boss-Gegner kann es sein, dass ein paar Teammitglieder ausgetauscht werden (braucht man mehr Heiler oder eher Leute, die Schaden machen?). Ich dachte ja, das ist so wie "damals" bei mir, dass man sich halt Online einlogged und dann halt raided. Nicht so! All die Topteams treffen sich an einem Ort; hauptsächlich irgendwelchen Locations, die bekannt für LAN-Partys und ähnliches sind. Hier kann man nachlesen wie sich das Team "Team Liquid" da vorbereitet:

Throughout the race, Liquid will host its roster of 20-plus raiders at the Helix Esports gaming center in Foxborough, Massachusetts, while a broadcast team of 11 on-air personalities from across the WoW scene will provide nearly constant coverage of the race.


Was nicht erwähnt wird, ist natürlich alles drumherum. Die Leute müssen irgendwo Schlafen, es gibt ein eine Essensversorgung, also Köche etc. ... das ist schon sehr krass für so ein großes Team und kostet ordentlich Geld! Was vielleicht zu einem sehr interessantem Punkt in der ganzen Sache führt: Ja, es messen sich verschiedene Teams über den ganzen Globus auf dem Weg "die Ersten" zu sein. ... Aber: Das war es auch! Es gibt so direkt eigentlich gar nichts für diese Leistung! Es ist die Ehre! Es wird gestreamt und damit Geld eingenommen, Sponsoren sind dabei etc. Aber Preisgeld gibt es nicht. Entsprechend unglaublich faszinierend, was da für ein Aufwand getrieben wird! Vielleicht ist es das, weshalb ich das irgendwie amüsiert begleite. Wegen was anderem - also den Raid verfolgen - kann es nicht sein! Denn wenn bei Liquid im Livestream drei Mädels casten und sich über Schminke unterhalten, weil aktuell nicht wirklich was passiert ... aber irgendwie alle im Livechat kein Problem damit haben... dann ist irgendwas verdammt richtig oder verdammt falsch ;)
Aktuell ist die erste Woche rum ... was? ja, nee, die treffen sich nicht nur 2-3 Tage in dieser Location! Das geht ab! Fragt mich nicht, wie diese Leute ihr Geld verdienen; vermutlich eben mit hier spielen, Sponsoren und Streaming-Einnahmen. Auf jeden Fall gab es schon ordentlich Zwischenfreude. Aber bin gespannt, wer das Rennen macht! Vielleicht mache ich hier dann nen Update rein! Wird wohl noch etwas dauern! Wer mitfiebern will, die wohl beste Übersicht über Entwicklungen und Links zu Livestreams findet man beim bereits direkt verlinkten https://raider.io/.
Wünsche viel Spaß!

 

Impressum