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02.03.2023 13:51 Uhr   #261
Vor kurzem ist das Video/PC-Spiel Howarts Legacy erschienen. Wie der Name vermuten lässt, beruht das Spiel auf dem Harry Potter Universum (allerdings weit in der Vergangenheit). Aufgrund dessen, dass die Autorin von Harry Potter inzwischen in manchen Zirklen eine Persona Non Grata ist, gab es da vor/zur der Veröffentlichung viel Kontroversen. Wie Aufrufe das Spiel zu Boykotieren - was anscheinend nicht geklappt hat - oder es gibt auch Berichte von Youtubern/Streamern, die das Spiel gespielt haben und dann angefeindet wurden.
Aber das alles soll kein Thema hier jetzt sein. Wollte auf etwas anderes eingehen. Und zwar habe ich warumauchimmer unter dem Zero Punctuation Review mal durch die Kommentare gescrollt und da gehen auch einige auf einen Punkt aus dem Video ein: Und zwar, dass man im "Fall der Fälle" - falls Harry Potter halt "verbrannt" ist - auch so tun kann, dass das Spiel in einer anderen Fantasywelt spielt. Das die Idee "zauberschüler" nicht gerade originell ist etc. Und da muss ich mal einhaken!

Ganz ehrlich: Viele Ideen in Fantasygeschichten sind nicht sonderlich neu! Überlegt mal, ihr Fantasyfans, wie viele Geschichten habt ihr da schon gelesen, wo es um ein "unglaublich mächtiges Artefakt" geht, dass der Bösewicht ja nicht bekommen soll? Herr der Ringe zum Beispiel. Oder je nachdem, ob man das als "Fantasy" bezeichnen kann, könnte man selbst die Infinity Steine aus dem MARVEL Universum dazu zählen. Oder etwas detailierter gibt es sonderbarerweise viele Autoren die es faszinierend finden, dass Dinge/Wesen einen "speziellen Namen" haben, mit denen sie kontrolliert werden können oder so (Der Name des Windes oder die Erdseesaga wären hier Beispiele).
Überhaupt ist "Magie" irgendwie relativ "totgeschrieben". Die letzte originelle Idee, die ich dazu gelesen habe (möglicherweise gibt es noch "Unbekanntes", die ich nicht kenne ... und kein Mensch sonst nicht) ist vermutlich Brandon Sandersons Mistborn Serie mit Metallen, die für "magische Fähigkeiten" benötigt werden. "Lustigerweise" geht es aber im Band The Bands of Mourning um ein mächtiges Artefakt, dass nicht in die falschen Hänge geraten darf...

Ok, Ideen sind "rar gesät" in der Fantasywelt. Warum lesen wir dann das Ganze überhaupt? Natürlich weil die guten Autoren den "alten Geschichten" einen gewissen Twist geben! Und wenn da Harry Potter mit anderen Geschichten verglichen wird ... haben diesen Leute Harry Potter mal gelesen? Der "Twist" ist, dass "alles ganz Normal" ist! Ja, die Geschichte "Kind ist eigentlich ein großer Zauberkünstler und muss sich dem Bösen stellen" ist uralt! Aber das ist Harry Potter nicht! Es ist ein Kinderbuch von einem Kind das auf die Schule geht! DAS ist es, was die Leute toll fanden. Das hier "normales Leben" ist mit magischem Touch! Kennt ihr noch einen anderen Fantasyroman, wo hier der "Held" erstmal die Schulbank drücken muss? Magieschulen gibt es viele. In der Scheibenwelt gibt es eine berühmte Magieruniversität. Allerdings könnte ich mich nicht erinnern, da mal was gelesen zu haben, wie jemand da im Unterricht sitzt. Höchstens mal angedeutet. Das Nächste in der Richtung, was mir einfällt, wäre das erwähnte "Name of The Wind". Hier ist tatsächlich die Magierschule noch ein großes Thema. Allerdings auch nicht in dem Maße, wie bei Harry Potter und zudem ist das Buch erst danach rausgekommen. Also wenn wer "unoriginell" wäre, dann isses eher Patrick Rothfuss.
Aber zurück dazu, dass man sich da einfühlen kann. Es ist halt so, dass da - wenn man die Magie wegnehmen würde - eine normale Schul-/Internatszeit beschrieben wird: Neue Schule, neue Freunde, Klassenkameraden, die einen mobben, strenge Lehrer die man nicht mag, kleine illegale Auflüge in der Nacht, ... es ist "ganz normales Leben". Wusstet ihr, dass in den Filmen, wo die Schauspieler Magie-Hausaufgaben machen ... sie ihre realen Schulaufgaben gemacht haben? Es ist ein Kinderbuch. Oder, wie es sich so schön auf Englisch nennt: Coming Of Age Story. Damit wurden viele Kinder - und auch ihre Eltern - erreicht, die sich da richtig in die Welt reinfühlen konnten! Und natürlich auch mit den Charakteren mitfiebern.

Auch ansich ist das Buch unglaublich gut geschreiben. Viele der Zaubersprüche und Namen haben tiefere Bedeutung und Herkunft. Hier könnt ihr mal stöbern. Da sind nicht einfach nur Namen "dahingerotzt" worden, sondern die haben Bedeutung! Insgesamt ist in Harry Potter mehr drin, als man denkt! Keine Ahnung, wo das "jetzt" herkommt, Harry Potter wäre eine mittelmäßige, langweilige Fantasywelt und -geschicht? Vielleicht eben wegen dem "Drama" um die Autorin? Ich weiß es nicht. Aber die Story und Bücher und Welt werde ich definitiv verteidigen! Deal with it!

 

10.02.2023 14:34 Uhr   #260
Es ist schon ein wenig her, dass ich euch von Minecraft: Vault Hunters (VH) erzählt habe. Den Eintrag habe ich damit beendet, dass ich euch "auf dem Laufendem" halte! Also gibt es doch mal ein Update!
Wenn ich das so schreibe könnt ihr euch schon vorstellen, was passiert ist: Ja, ich habe mir Minecraft gekauft und habe schon einiges an Vault Hunters gespielt! OMG! Schwerer Fehler! Ich spiele fast nix mehr anderes und denk voll viel über Dinge, die ich da machen muss etc. So langsam kapiere ich auch, was ich da überhaupt tue... Was vielleicht zur ersten Eröffnung führt: Wie viel habe ich denn das gespielt? "Dummerweise" spiele ich Minecraft nicht mit dem Standardprogramm, sondern mit einem Third-Party Client namens MultiMC. Der hat das "Problem", dass dieser anzeigt, wieviele Stunden man denn das Programm schon gestartet hat.
Hier muss ich aber kurz mal "Ausholen". Denn ich hatte ja da im August über Vault Hunters geschrieben. Man kann diese Version von "damals" auch "Version 2" nennen. Diese VH2 Version basiert auf der Minecraft Version 1.16. Anfang November ist "Version 3", auf Minecraft 1.18 angepasst, herausgekommen. Gekauft habe ich Minecraft noch zu 1.16 Zeiten. Und ich habe entsprechend auch erstmal diese Version gespielt. Ein Glück habe ich etliche Streamer angeguckt, damit ich halbwegs weiß, was ich tue... Vault Hunters ist nämlich eigentlich keine Modifikation für Anfänger, sondern für erfahrene Minecraft Spieler ... was ich ja gar nicht bin!
Auf jeden Fall schaue ich jetzt mal auf meinen 1.16 Spielzeitstand und der sagt: 15d 4h 30m
Und da ich 1.16 eigentlich nicht mehr spiele, hier meine 1.18 Zeit: 7d 19h 56m
Also gesamt in Stunden umgerechnet etwa: 552h
Ich gebe zu, manchmal bin ich etwas ungeduldig und logge mich vom Server aus, aber vergesse dann Minecraft zu schliessen und merke es erst Stunden später, dass es noch offen ist - was sich dann auf die angezeigt "Spielzeit" auswirkt - entsprechend würde ich einfach mal vielleicht insgesamt 24h abziehen. Aber selbst 528h sind eine verdammt Menge Holz! Vermutlich von annodazumal World of Warcraft und meinem Lieblingsspiel Super Meat Boy abgesehen habe ich noch in kein Spiel so viel reingesteckt! Wahnsinn...
Und: Nein! Ich bin nichtmal in der Nähe von "Spiel geschafft". Hatte es ja damals erwähnt, dass dieses Spiel "ewig" dauert! Bei 1.18 kann man glaube noch gar nicht den "Finalen Dungeon" betreten (eigentlich keine Ahnung...) bei 1.16 ist es möglich, aber ich bin da Level 50 (von maximal 300) und habe 2 von 25 Artefakten, die für das "Ende" benötigt werden. "Endgame" sieht anders aus! Und jetzt in Version 3 bin ich gerade mal Level 15 (allerdings von max. 100). Und sterbe auch ziemlich oft; in Version 2 habe ich meist gecheatet :P Aber jetzt spiele ich auf einem Server, da geht das nicht mehr. Noch habe ich das Glück, dass ich bis Level 20 Vaults mit "Beginners Grace" spiele, was bedeutet, wenn ich sterbe verliere ich nicht alle Gegenstände, sondern bekomme alles wieder zurück. In Anbetracht dessen, dass ich ca. 1/3 aller Vault-Runs sterbe (ich Noob!) ist das durchaus hilfreich!
Aber man sieht: Ja, ich bin da tief eingestiegen! Ein Glück tanze ich noch, dass ich nicht nur irgendwelche Minecraft-Farms baue...
Anber ich finde es auch toll! Sehr oft spiele ich ein Spiel. Dann bin ich durch und dann nimmt es eigentlich nur noch Platz auf der Festplatte weg! Ich glaube Minecraft Vault Hunters wird mich noch lange begleiten! Und ich freu mich drauf! Vor allem schreibe ich hier immer von "neuer Version" und so. Das stimmt eigentlich so nicht. Das läuft aktuell unter Alphaversion. Nahezu jede Woche gibt es (teilweise massive) Änderungen. Entsprechend kann ich mich tatsächlich ncoh auf die "volle Version" freuen! :)

 

31.12.2022 09:16 Uhr   #259
Wollte hier dieses Jahr noch was schreiben ;)
Da mir nicht direkt was einfällt, nehme ich mal meine Monate alte Stichwortsammlung für das neue(ste) Album von meiner Lieblingssalsaband La Maxima 79. Das Album kam Ende Mai raus und wollte das eigentlich da posten. Aber ist nicht dazu gekommen. Daher also jetzt.

Und - wie gesagt - das ist eher eine Stichwortsammlung. Ob ihr damit was anfangen könnt ... egal :D Aber vielleicht ja trotzdem interessant! Also viel Spaß mit meiner "Songanalyse" von "Un Nuevo Dia"

1. Rey Del Corta Pega
("König der ?" Pega ... hat irgendwie viele Bedeutungen ... deepl Übersetzung: König der Leimschneider)

Recht Standard, gutes Lied. Mittleres Tempo. Hat recht Cubana Anleihen und nicht den übelen "Linienvibe". Mehrere Musikalische Übergange, Breaks, Wechsel, ... die man vertanzen kann/sollte! Nichts sonderlich besonderes, aber guter Albeneinstieg.

2. Apululu
(hat glaub keine Bedeutung!?)

Etwas schneller als 1. Lied. Gitarre (sehr komisch gestimmt) als Leadinstrument in mehreren Soloparts. Klingt mehr nach Linie. Allgemein etwas "einfachere" Musikstruktur. "Urschreie" (oder wie ein Tier?) kommen vor.
Nach 2/3 ein recht starker Break mit kurzem Basssolo, das man nicht verpassen sollte!

3. Te Olvide
("Ich habe dich vergessen")

Keyboard Intro. Auch Trompeten haben mehr zu tun. Ähnliche Geschwindigkeit wie 2. Viel Wert auf den Gesang und Text. (bei 2. wurde mehr "Apululu" wiederholt). Einige Breaks mit Keyboard-Melodie. Auch eher einfacher gestrickt. Kurz vor Ende musikalischer Wechsel mit Taktanpassung; beim Tanzen kann das überraschen.

4. Aegua
("Stute")

Xylophon übernimmt. Erst mit tiefen Tönen, als "Begleitung", dann mit hohen Tönen als Hauptmelodie. Kein Gesang. Teilweise mehr Xylophon-Solo als alles andere. Kann sich die Stute herumtänzeln vorstellen ;) Hat viel zu tun, wenn man die Solis vertanzen möchte. Da kaum andere Instrumente vorkommen - erst am Ende ein wenig - ein sehr geradliniges Lied. Tanzt auch so!

5. Mucho Guaguanco
("Ein Menge Guaguanco")

Wieder Abwechslungsreicherer Instrumenteneinsatz. Gesang wieder im Vordergrund. Langezogene Takte bei Strophenübergänge. Sehr "traditioneller" Salsa; die Gitarre im Hintergrund (bzw. im Gitarrensolo im hinteren Part) zieht es vielleicht in die Neuzeit. Nach etwa der Hälfte ein sehr komplexes Zwischenstück. Anstatt eines "Höhepunkts" klimpert es am Ende nahezu Anfangsähnlich aus.

6. Pa'Guarachar
("? Guarachar=Amüsieren/Tanzen)

Der ChaChaCha des Albums. Klassische ChaChaCha Instrumente für Rhythmus. Keyboard- und Trompetenlastig, aber vielfältiger Instrumenteneinsatz. Keyboard/Piano Solo in der Mitte wird vom Gesang "kommentiert" und geht in "wilden Rhythmus" über: Wirft kurz den ChaChaCha raus! Trompetensolo gegen Ende sehr hoch gespielt.

7. Arya
(? Name?)

Kombination aus von vorigen Liedern "gewohnter", eher tieferer Keyboardsound - mit einem Piano, das ein wenig wie von Kasette klingt (oder ist das Einbildung von mir?). Außer ein paar Percussion kaum andere Instrumente dabei. Auch kein Gesang. Hat einige interessante Breaks, die einen fortlaufenden Rhythmus aber irgendwie kaum beeinflussen. Aber kann das vertanzen!

8. Italia Guaguanco
("Italienischer Guaguanco" ?)

Relativ schneller Salsa. Gitarrenlastig. Komplexe Musikstruktur. Viele Breaks und Tempiwechsel und Solis. Letztere Hauptsächlich Gitarre, aber auch kurze Trompetenstücke, die den Takt komplett aufbrechen bzw. gegen letztes Drittel ein "echtes Solo" sind. Sehr spannendes, aber anspruchsvolles Lied! Mal schauen, ob das auf Partys gespielt wird!

9. Changui Del Monte
("Spaß am Berg"??)

Leise Gitarrenmelodie. Gesang im Vordergrund. Der "Schrei" von Apululu kommt wieder vor. Klingt teilweise, wie eine wilde Party; alle "singen" durcheinander. Ansonsten in der ersten Hälfte recht einfacher Instrumenteneinsatz; dann ein Pianosolo in der Mitte fast aus dem Nichts. Danach geht es richtig los, alles spielt, es wird gesungen. Chaos!

10. Bailarin
("Tänzer(in?)")

Schnellste Lied des Albums. (auch kürzestes; deshalb kann man das vielleicht durchalten). Viele Soli, die recht abgehen. Kurz - nach textlicher/gesanglicher Erwähnung - wird ein Salsaklassiker (Ran Kan Kan) eingebaut (erwähnenswert!). Nach Hälfte plötzlich kurz "ohne" Takt (und Hahnenschrei). Gegen Ende Solo von Schlagzeug und Percussionset. Insgesamt sehr komplex.

-----------

Insgesamt ein hochwertiges Album (weniger erwarte ich auch nicht von meiner Lieblingssalsagruppe!).
Manche Lieder - wie "Bailarin" - wird man wohl kaum auf einer Salsaparty hören; zu komplex und schnell. Aber sind einige dabei, die Ohrwurm fähig sind und wohl in einige DJ-Rotationen eingehen werden. Meine Tipps in der Richtung wären wohl "Rey Del Corta Pega", "Te Olvide" und "Mucho Guaguanco". Auch wenn er sehr anspruchsvoll ist, hoffe ich aber auch auf "Italia Guaguanco" (oder halt natürlich "Alles" :P)

 

04.11.2022 12:06 Uhr   #258
Schon lange nix mehr hier geschrieben... das muss man mal ändern!
Aber worüber schreiben wir denn was? Hm... wie wär es mal mit etwas Neuem: Einem Buchreview! Hatte ich glaub hier noch nicht!
Also schauen wir uns mal Schwarzmetall und Todesblei.: Über den Umgang mit Musik in den Black- und Death-Metal-Szenen Deutschlands an!

"Was für ein Name!" denkt ihr? Nun, es ist eine angepasste Doktorarbeit; da gibt es häufig komplexe Titel.
Was auch zum ersten Thema führt: Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, als ich das Buch gekauft habe. bzw. glaub hatte ich mir schenken lassen; aber ich wusste ja, was ich möchte. Aber ich schweife ab. Auf jeden Fall habe ich schon in der Vergangenheit eine Doktorarbeit über Metal gelesen. Die wird sogar recht oft auch hier erwähnt: Extreme Metal: Music and Culture on the Edge. Und ja, auch diese war verdammt trocken und theoretisch. Aber irgendwie hab ich da mehr mitgenommen, also jetzt beim Schwarzmetall-Todesblei. ... vielleicht eben weil ich das schon gelesen habe? Und sich da vieles überschneidet? Ich müsste Extreme Metal nochmal lesen, um das zu prüfen! Aber mir kommt auch nicht so wirklich vor, dass diese Doktorarbeit groß "Erleuchtung" bringt.
Wir sollten damit aber mal dazu kommen, was denn in dem Buch so drin steht! Im Buch ist das natürlich anders aufgebaut, aber für mich gibt es da vier bzw. fünf Bereiche.

Es beginnt (für gefühlt die komplette erste Hälfte!) damit, Begriffe zu erklären! Also übertrieben gesagt:

Wir betrachten die Metal Szene! Was ist denn eine "Szene"? Forscher A hat das soundso definiert. Forscher B allerdings etwas anders so. Das ist meine Meinung zu diesen Definitionen und ich entscheide mich für A, weil ..."
etc. pp

Und das geht so ziemlich über alles. Klar, man sollte da alles Definiert haben, damit man weiß, worüber man redet. Aber - wie gesagt - ich kann mich nicht erinnern, das bei Extreme Metal so extrem (pun intended) gelesen zu haben.

Das zweite ist eine Übersicht über andere Studien, Doktorarbeiten und sogar Diplom/Master-Arbeiten, die sich mit dem Thema Metal (bzw. im speziellen Black- und Death Metal) beschäftigen.
Muss zugeben, auch wenn die Autorin meint, dass die Forschung da nicht so weit ist, hatte nicht mit so vielen Ergebnissen gerechnet! Und ich muss ehrlich sagen, wusste nicht, dass es eine Datenbank gibt, wo man nach Diplomarbeiten suchen kann... :P Wo kann ich mich da selber finden?
Ansonsten: Weiss nicht, ob ich mir da mal eine weitere, interessante Doktorarbeit zu gemüte führe... auf jeden Fall hab ich da mal ne gute Liste!

Der dritte Punkt ist, was sie "qualitative Forschung" nennt. Was sie hier damit meint, ist dass sie Interviews mit Leuten aus der Black- und Death Metal Szene geführt hat und das analysiert hat. Zudem war sie mit im Studio mit einer Band und hat da den Prozess beobachtet und auch mit den Bandmitgliedern und dem Produzenten geredet.
Prinzipiell ein netter Einblick in Dinge, die man so selber meist nicht sieht. Aber Nachdem ich jetzt etliche (Auto)Biographien von Musikern gelesen habe, die natürlich auch aus dem Studio "berichten", ist da wenig neues. Aber für Außenstehende vermutlich interessant.

Der letzte Bereich ist die "quantitative Forschung". Im Prinzip hat sie halt Umfrage-Bögen auf Metal-Festivals ausgehändigt und wertet die Ergebnisse aus.
Interessant, aber für mich, der auch in der Szene (hihi) aktiv ist, nicht unbedingt neue Erkenntnisse zu erfahren. bzw. manchen Dingen geht sie hier auf den Grund, die mich davor nie interessiert haben. So gesehen vielleicht doch was Neues für mich. Aber das sind fast nur sehr sozial-spezifische Aspekte, die man halt mal liest und "aha" denkt, aber dann vermutlich in seinem restlichen Leben nie braucht.

Zum Schluß (das ist der "fünfte Punkte") wird nochmal alles zusammengefasst, eine Analyse der Ergebnisse gemacht und ein Ausblick auf weitere Forschung geprüft. Hier wird auch nochmal etwas mehr auf NSBM eingegangen. Wenn's denn sein muss.

Aber das wär es so ungefähr! Soweit so schön!
Was machen wir daraus? Das ist vielleicht die große Frage! Denn ich bin mal ganz böse:
Ja, all die Recherche, die Definitionen, die Umfragen, ... das ist richtig Arbeit und Leistung das alles vernünftig zusammen zu stellen! Aber so große Erkenntnisse? Fehlanzeige IMHO. Wobei ich mich frage: Denke ich das nur, weil ich halt sehr viel über die Metal Szene weiß und mich eben da tatsächlich schon tiefer damit beschäftigt habe? Das ich deshalb die "wenigen Neuigkeiten" so "meh" abtue? Vielleicht denke ich auch mehr, dass eine Doktorarbeit ein "WOW" ist und mehr die Wissenschaft und Welt vorran bringt?
Ich habe mal irgendwann ein Bild über den Sinn - wenn man das so nennen will - einer Doktorarbeit gesehen. Ich versuche das mal hier selber zu "malen":

https://www.geisterkarle.net/bilder/wissen_1.pnghttps://www.geisterkarle.net/bilder/wissen_2.PNG


Wir haben einen großen Kreis (Rot). Der repräsentiert das "Wissen der Welt". Wir Menschen fangen mit der Geburt sozusagen bei "Null" und einem Punkt in der Mitte an.
Aber wir lernen, gehen vor allem in die Schule. Und bekanntermaßen ist die Schule ja für die sogenannte "Allgemeinbildung" da. Daher gehen wir Kreisförmig aus der Mitte heraus. Aber natürlich füllen wir nicht alles im Kreis aus. Ist nur eine allgemeine Grundlage. Aber das ist völlig ausreichend. (Blau)

Dann studiert man möglicherweise nach der Schule. Hier lernt man meist in einer spezifischen Richtung sehr viel mehr. Deshalb die Ausbuchtung/Kegel am Kreis. Je nachdem kann sich das bis sehr Nahe an den "Weltkreis" ziehen. Natürlich ist da auch eine mögliche Arbeit in dem Bereich dabei, dies zu "erweitern". (Orange)

Nun kommt eine Doktorarbeit. Und die "Idee" (eben der "Sinn") dahinter ist, dass man hier eine kleine Spitze ausformt, die den großen Kreis etwas "durchsticht". Mit der Doktorarbeit soll also das Wissen der Welt erweitert werden. (Grün)

Ist das jetzt hier in dieser Doktorarbeit passiert? Möglicherweise ja. Aber sehr minimal und nicht sehr wichtig. Wobei: "Wichtig" ... muss alles wichtig sein? Es wird ja jährlich der IG-Nobelpreis verliehen, für (übertrieben gesagt) "bescheuerte Forschung". Auch hier ist es oft "schön, das wir das geklärt haben", aber viel "weltlichen Einfluß" hat das Ganze nicht.

Das gesagt: Kann ich das Buch empfehlen?
Hm, naja... wer mal bisle Theorie zu Begriffen lernen will und ein wenig über die Metal Szene erfahren will, kann ja mal reingucken. Wirklich Hochspannend ist es nicht und "Aha-Momente" sind auch eigentlich Fehlanzeige. Aber bereichert den Katalog der Metal Studies immerhin!

 

09.09.2022 14:05 Uhr   #257
Ich hatte ja desöfteren hier ein wenig über Tode von "Berühmten" Personen geschrieben. Das letzte Mal über John Miles. Und jetzt ist wieder wer bekanntes gestorben; das habt ihr mitbekommen:
Queen Elizabeth II ist tot!

Und bisher in diesem Geschreibsel ging es mir bei den Personen drum, dass die mir irgendwas bedeuten oder sowas. Die Queen jetzt... eigentlich nicht! Klar, die war immer da und eine Institution. Aber wirkliche Verbindung hab ich nicht zu ihr.
Ich schreibe jetzt eher was aufgrund der "Nachwirkungen". Ein Hauptteil jetzt nach ihrem Tod ist natürlich die große Diskussion über Monarchie ansich. Da war ich bestimmt nicht der einzige, der seit Jahren überlegt, was das in Britanien "anrichtet" wenn sie stirbt. Denn die Queen war in England hoch Angesehen. Vielleicht einfach aus "Tradition" und weil sie immer da war. Aber auf jeden Fall mehr als Charles (jetzt: III. King Of England). Und die ganzen "Dramen" in ihrer Familie mit Harry etc. war schon fast Seifenoper. Aber man kann gerne diskutieren, wie es da weiter geht. Wird wohl auch getan.
Und man kann auch diskutieren, ob das piätetlos ist, über sowas zu reden, wenn die Leiche noch nichtmal kalt ist.

Viel schlimmer aber - und was jetzt passiert - ist wenn dann (IMHO) völlig ohne Anstand ist und das "gut" findet, weil angeblich eine ganz schlimme Person gestorben ist! Hier zum Beispiel ein Bild. Ähnliches geht ganz viel durch das Internet. Das selbst unter dem verlinkten Tweet Leute erwähnen, dass die Queen zu den genannten Dingen nichtmal gelebt hat oder alternativ da noch gar nicht Queen war - also gar nichts damit zu tun hatte - macht es nicht besser. Ihr wird im Prinzip Rassismus und Kolonialismus vorgeworfen, die England vor ihrer Zeit begangen hat. Und ja, da war großteils ihre Familie involviert. Aber ganz ehrlich: Hier in Deutschland laufen verdammt viele Leute herum, deren Großeltern im Nazideutschland in der SS waren oder auch einfach auf Seiten der Deutschen und die Nazis gekämpft haben. Könnte mal jemand hier die Enkel fragen, ob sie für die Taten ihrer "Vorgänger" belangt werden wollen? "Ja, du bist ne nette Person! Aber dein Großvater hat für die Nazis gekämpft, daher ... verpiss dich!" WTF ist das für nen Blödsinn? Sippenhaft oder wie?

In ähnliche Richtung geht auch die Geschichte von ihrem Sohn Andrew und der Anklage wegen Sexuellen Übergriffen gegen Minderjährigen. Auch DAS wird ihr vorgeworfen! Weil ja eine Mutter für ihren 40 Jahre alten Sohn Verantwortlich ist (eine Hauptanklage behauptet, etwas ist im Jahr 2001 passiert, er ist inzwischen 60) und rechtfertigen muss, was er so tut. Kein Eigenständiges Wesen?
Das er sehr aus dem "Leben der Royals" verschwunden ist und sogar aus seiner Familie Einfluß auf ihn genommen wurde... alles Unwichtig! Sorry, dass er eben ihr Sohn ist/war und in solchen Monarchien/Adelsgeschlechtern ist es nicht so einfach die Verwandschaft "zu ignorieren".

Aber letztlich ist halt in der heutigen Zeit alles irgendwie Rassismus und schlimm. Und das man für eine Weltpersönlichkeit für 70 Jahre Verdienste nichtmal zumindest mal ein RIP sagen kann... schrecklich! Die Menschheit ist schon Dumm und Idioten!
Oh, btw. eigentlich ist ja der "Job" der Queen bzw. jetzt des Kings schon - ich hab nachgeguckt - seit 1911 rein repräsentativ. In den meisten anderen Ländern gibt es einen ähnlichen Job. Bei uns in Deutschland ist das in etwa der Bundespräsident. Das der so halber "gewählt" und auf Zeit ist und nicht halt wie bei den Windsors "qua Geburt" und bis zum Lebensende ist eigentlich der einzige größere Unterschied.

Na, wir hoffen mal, dass einfach ein Großteil des Internets nicht repräsentativ ist und das Staatsbegräbnis für sie ein absolutes Fest wird! Hat es verdient!

 

20.08.2022 15:52 Uhr   #256
Ich war mal wieder für etwas brutalere Musik im Colos-Saal. Diesesmal gleich vier Bands am Start! Entsprechend ging es auch schon recht früh, 18 Uhr, zur Location.
Eine Sache für alle vier Bands noch: Und zwar wird ja "meiner" Musikrichtung gerne vorgeworfen, dass das nur bisle geschrammel und gegröle ist und nicht sehr anspruchsvoll. Das dies schon im Ansatz quatsch ist mal ignorierend, aber das Ganze verstärkt sich auch hier am Abend, denn alle vier Bands spielen technisch anspruchsvolle Musik. Vermutlich werde ich das jetzt hier im Bericht erwähnen, aber damit das schonmal von vornerein klar ist: Das war ein Technischer Abend!

Humanitys Last Breath (HLB)

Der Abend beginn, etwas verzögert ca. 18.40 mit HLB. Und wenn ich jetzt Leuten, die sich nicht so auskennen, erzähle, dass diese Band keine Metalband ist, wird man mich verwundert anschauen. Aber ja: Die Band ist nicht in der Encyclopaedia Metallum und damit kein Metal :P Das ist "Deathcore". Und als ich etwas über diese Band herausfinden wollte, bin ich über ein Review ihres neuesten Albums gestolpert, da wird erwähnt, dass der Autor sehr gespannt ist, wie die Band das Live rüberbringen möchte. Nun, jetzt hab ich sie ja Live gesehn und kann sagen ihre "Lösung" ist: Ein Effekt-Track! Und ich mein das Singular. Anscheinend vorgefertigt läuft ein Track mit "Special Effects" komplett durch und die Band spielt dann darüber. Da es eben nicht zwischen den Songs stoppt, gibt es nur wenige Ansagen, denn die Band muss ja sofort weiter machen!
Aber was machen die Jungs überhaupt? Keine Ahnung, aber es war verdammt tief! Ich habe noch nie eine Band angehört, deren Musik soooo tief ist. Ich hab keine Ahnung, wie die ihre "Äxte" stimmen. Bass-Saiten auf der Gitarre? Stahlseile auf dem Bass? Es war krass! Zusammen mit völlig abstrakten "Melodien" und Takt- und Tempiwechseln ... ein krasses Erlebnis! Definitiv nicht für jeden, aber ich fand es toll und beeindruckend! Und einer der Effekttöne war so ein tiefer Ton, der ging durch und durch! Wow!
Nach vielleicht gerade so 25min war aber schon Schluss und es ging von der Bühne. Lustigerweise hatte die Technik da noch nix passendes für "Pausenmusik" vorbereitet, so dass wir sehr konträr zur aktuellen Musik mit Private Eyes beglückt wurden :)

Rivers Of Nihil (RON)

Ah, ein Link zu den Metal Archiven. Eine Metalband also ;)
Interessanterweise hatte ich mir irgendwie nicht nähere Informationen zu dieser Band geholt, daher mal gespannt, was mich erwartet.
Ich erwähnte ja, dass hier alle Bands technisch anspruchsvoll sind. Auch RON natürlich; im Link steht auch "Progressive/Technical Death Metal". Aber irgendwie, jetzt nach HLB klang die Band schon fast "geradlinig". Was der Band aber nicht zusteht. Aber egal, zum Auftritt. Hier war kein "Hintergrund"track, sondern nur die Band hat gespielt. Damit war auch die Tür offen für mehr Interaktion zwischen Band und Publikum. Deshalb sollte bereits zum zweiten Lied ein Circle Pit aufgemacht werden und etwas später gab es auch eine Wall of Death; bei der hab ich mich sogar selber ins Getümmel geschmissen, denn - um mal darauf zu kommen - es war nicht sooo viel los, locker gestaffelt bis nach hinten, und damit zumindest etwas bei der Wall rumkommt, hab ich mitgemacht.
Erwähnenswert ist auch der Sänger. Und zwar gibt es ja im Metal diese "tiefe Gesangstechnik" des Growling. Das ist im Death Metal Bereich sehr verbreitet (und hatten wir den ganzen Abend). Aber während bei HLB der Sänger einfach recht rau und grundlegend gegrowlt hat, ist hier der Sänger in einem "Unterbereich" der gerne auch "grunts", also "grunzen" genannt wird. Man, das war ein Schwein! ;) Sehr deutlich und gekonnt. Sehr guter "Gesang"! Oh, "singen": Das mal einer der Gitarristen oder so, auch mal was Gesanglich beisteuern, ist nichts besonderes; seltener und hier zu sehen ist, wenn der Schlagzeuger singt! Er war für die hohen Töne zuständig :P
Auch zu Bemerken war der Bassist. Der war tatsächlich das aktivste Bandmitglied auf der Bühne und hat sich tatsächlich auch zur Musik bewegt und ich meine damit nicht nur simples Headbangen, sondern teilweise hat er mit dem ganzen Oberkörper zusammen mit den Schlägen Bewegungen ausgeführt ... man, das ist schwierig zu beschreiben! :P Glaubt mir einfach, dass der gut Spaß an der Sache hatte!
Etwas überraschend war das Ende des Auftritts, dass die Band mit einem relativ langsamen - relativ gesehen - Lied begingen. Gut zum runterkommen für die Pause. Die hatte nun auch etwas passendere Musik! ;)

Decapitated

Decapitated sind ein bekannter Name im Metalbereich! ... und ich hatte festgestellt, dass ich tatsächlich keine einzige CD von ihnen habe! Skandalös! Aber dafür sind ja Konzerte da! Also erstmal auf zum Auftritt:
Nach einer kurzen Umbaupause - Decapitated hatten schon ihr Schlagzeug hinten aufgebaut gehabt, die Bands davor durften das aber nicht nutzen ;) - betraten die Polen die Bühne. Aber kurz dazu noch was: Während des Umbaus brachten zwei Stagetechniker noch zwei Monitore (nein, diese Dinger) mit. Und ich weiß nicht, ob ich völlig bescheuert bin, aber die haben die auf die Bühne gestellt ... und sind weggegangen! Ich habe keine Ahnung, ob ich "verpasst" habe, wie die sie angeschlossen haben, oder die wirklich nur so da herumstanden. Der Sänger von Decapitated sah dann eh aus, als ob er In-Ear-Monitore hat. Sehr verwirrend... Aber, zur Musik!
Nach diesem langsamen Endlied von RON ging es hier sofort super-schnell und brutal zu! Der erste Circle Pit direkt im ersten Lied wurde auch ohne Aufforderung aufgemacht. Was schon fast verwundert hat, denn es kam mir vor, als ob Leute gegangen sind! Es war in der Umbaupause verdammt leer! Oder sehr viele Gäste sind Raucher... egal, ich wollte Auftritt erzählen. Und dieser war sehr vernebelt! Ich hab kaum den Schlagzeuger gesehen; aber gut, die Musik ist wichtig. Und die war sehr gut. Erwähnte ja schon schnell und brutal, aber das muss man ja umsetzen, was Decapitated natürlich konnte!
Der Bassist ging auch hier sehr gut ab ... was ist mit denen Los? :D Und hatte auch kleines Solo; genauso wie der Gitarrist. Was zu erwähnen ist, denn so wirkliche Soli kamen bisher noch nicht vor! Auch war bisher das Publikum nur sehr körperlich eingebunden, nun mussten wir auch mal Mitgrölen!
Trotzdem ging es schnell von Song zu Song und es gab keine Ruhepause. Nach der etwa Stunde Spielzeit und als die Band umjubelt von der Bühne ging, war ich tatsächlich verschwitzt! Und nein, ich war nicht andauernd im Pit, sondern stand meist an einem Platz herum! Aber man hat sich ja bewegen müssen bei so viel geiler Musik!
Konnte die letzte Band das Ganze toppen?

Suffocation

Auf die letzte Band war ich hauptsächlich wegen dem Sänger gespannt. Denn 2019 ist der alte Sänger aus der Band nach 30 Jahren - er war Mitbegründer der Band - ausgestiegen. Man muss ja hier mal prüfen, ob der neue was drauf hat! Vor allem, wenn man über ihn liest, dass er hauptsächlich als Schlagzeuger unterwegs war!
Bevor wir zur "Prüfung" kommen, muss ich aber erwähnen, dass die zwei Monitore von vorhin wieder abgebaut wurden... ;) Der Umbau hat eh etwas gedauert, denn das komplette Schlagzeug wurde erneut getauscht! Aber dann ging es endlich los!
Wir hatten nun an Bands eine sehr komplex brutale Band, eine fast eher ruhige, geradlinige Band und zuletzt eine sehr harte Band. Nun kommt die sehr harte, sehr komplexe Band! Sofort ging die Stimmung durch die Decke. Der Sänger konnte auch sofort jegliche negativen Gedanken vertreiben: Tolles Gegrowle, führt die Band gut an und fordert das Publikum zum mitmachen (Circle Pit!!) auf und bewegt sich viel über die Bühne und "vertanzt" Breaks und weißt gut auf kurze Soloparts der Instrumentalisten hin. Super Frontmann! Da haben die sich den Richtigen gesucht!
Wieder muss ich auch den Bassisten erwähnen (seufz ;)), der desöfteren seinen Bass auf der Bühne "abgestellt" hat während des Spielens! Guter Hingucker!
Und der Auftritt rockte auch! Lieder von so ziemlich allen Alben - so genau kenn ich die nicht, aber hat der Sänger behauptet :P - und das Publikum ist mit dabei und kochte! Obwohl es jtzt spürbar leerer geworden ist. Der Auftritt hat etwas 22 Uhr angefangen, viele mussten wohl früh raus (ich prinzipiell auch, aber egal). "Der Rest" feierte aber gut. Bekam dann auch tatsächlich noch ein Lied Zugabe und konnte nach etwa 1h 10min Spielzeit endlich nach Hause.

bzw. begab es sich noch, dass sich nach dem Konzert mein Geldbeutel nicht ganz so leerte, wie gedacht! Wollte eigentlich CDs von HLB, Decapitated und Suffocation holen. Doch während Suffocation musste ich mal Bier wegbringen und sah: Am Merchstand war alles von Decapitated weg! Kurze Rücksprache mit dem Herren hinter den Tresen, ja, die sind weg... argh, keine CD! Naja, eine weniger ...
Doch halt: Zwei weniger! HLB hatten nur T-Shirts dabei! Und ich hab genug T-Shirts, glaubt mir :P Ich wollte die Musik! Naja... dann bleibt es doch bei der CD von Suffocation, frisch gepresst (naja, November 2021 rausgekommen) und das letzte Live-Konzert mit ihrem alten Sänger. Guter Übergang, den sie da gemacht haben.

Auf jeden Fall ein voller, toller, harter, lauter Abend! Hat sich gelohnt!
Bis zum nächsten Mal!

...

Was? Wo ist der Link zu den Bildern? Oh, schlechte Nachrichten: Ich schreibe das Colos-Saal immer an, ob ich fotografieren darf; und ich hab es diesesmal vergessen bzw. am Tag zuvor, aber keine Antwort mehr erhalten... daher hab ich die Kamera daheim gelassen. Was glaubt ihr, ich wäre in die Wall of Death gegangen mit Kamera in der Hand??
Aber gut, ich hatte ja mein Smartphone dabei. Die Dinger haben ja auch inzwischen gute Kameras! Also hab ich hier ein paar - wirklich "paar"! - Bilder gemacht. Und: Nee, taugen nix! Bilder solcher Qualität schmeiss ich normalerweise weg. Aber Ausnahmsweise hab ich sie hochgeladen.
Eine Sache dazu noch als "Seitenhieb" an "komische andere Musikszenen": Ich meinte ja, sind nur ein paar Bilder. Um genau zu sein: Ein Bild pro Band! ... Außer von Decapitated! Hier habe ich zwei hochgeladen. Damit man besser des Sängers Haarpracht sieht. Nein, Decapitated musste ihren Auftritt nicht abbrechen! So geht das!

 

12.08.2022 12:44 Uhr   #255
Ich schreibe ja hier desöfteren über (Video)Spiele, die ich verfolge aber gar nicht spiele. Wie z.B. meine Idee eines neuen DotA2 Turniersystems oder über Progaming in WoW. Wir machen da mal weiter :P

Heute geht es um Minecraft. Wohl mit dem größten Spiel der Welt überhaupt (behauptet zumindest Wikipedia). Ich habe das anno dazumal glaub ganz kurz angespielt, als das so im "Betastadium" war. Aber nicht wirklich. Nur kurz, worum es in diesem Spiel geht ... nichts! Also ok, es gibt im Prinzip ein "Ende", einen Drachen zu erledigen, aber die Idee des Spiels ist eigentlich sich irgendwas zu bauen, zu errichten und... so etwas "vereinfacht" gesagt ist es "Hochkomplexes LEGO in einer bewohnten Welt". Man baut sich seine eigene Welt! Klar, man kann auch nur nen Goldenen Penis errichten. Aber ist prinzipiell relativ langweilig. Da gibt es aufwendigere Bauten.

Aber eigentlich möchte ich nicht über interessante Bauten im Spiel reden. Sondern über sogenannte MODs für Minecraft. MODs sind Erweiterung des Spiels, meist von Spielern/Fans gemacht. Die Macher von Minecraft haben damit wenig zu tun (außer halt entsprechende APIs anzubieten.)
Da gibt es verschiedenste Varianten. Manche MODs versuchen das Spiel "nur" etwas optisch ansprechender zu machen. Andere fügen neue Baumöglichkeiten im Spiel ein, mit denen sich unglaubliche Werke vollbringen lassen. Oder auch spezielle Karten, die Minecraft im Prinzip zu "anderen" Spielen machen, laufen unter MODs. z.B. Parkour Maps sind sehr beliebt. Oft werden in MODs auch andere MODs eingesetzt; so Art "MOD-Packs" die mehrere MODs für ein neues "Ziel" verknüpfen. Einfach mal hier zum Beispiel einem recht komplexen MOD-Pack durch die MOD-Liste scrollen! geht nicht drum zu wissen, was das alles ist, sondern nur um die Menge :D

Vor kurzem habe ich durch einen mir bekannten Minecraft-Streamer von einem MOD (bzw. ein MOD-Pack) erfahren, der mich jetzt zu diesem Artikel bringt:

Vault Hunters!

Was ist Vault Hunters? Schwierig zu beschreiben. Manche sagen, es macht Minecraft sozusagen zu einem Diablo Clon. So weit weg ist es auch nicht. Im Prinzip wird es zu einem RPG und man sammelt spezielle Ausrüstung, Material und auch Artefakte, die einem zum "Ziel" bringen.
Aber kurz mal im "Detail":
Zuanfangs hat man zwar ein paar Skillpunkte, mit denen man sich schicke Fertigkeiten geben kann, aber eigentlich beginnt das Spiel so wie ein gewöhnliches Minecraft Spiel. Allerdings ist hier das erwähnte "Ende" des Spiels und der Sieg gegen den Ender Dragon elementar. Denn nur nach dem Drachentot kann man eine spezielle "Endlandschaft" betreten, in der man die Materialien findet, um einen "Kristallaltar" zu bauen, der das eigentliche Vault Hunter Spiel überhaupt beginnen lässt!
Das wäre: Wie gesagt kann man dann einen Altar bauen. Wenn man diesem einen Kristall aus den tiefsten Ecken der Erde und mehrere, zufällige Materialien aus der Oberwelt "opfert", dann wird der Kristall "aufgeladen" und ein Tor in einen "Vault Dungeon" kann geöffnet werden. Was natürlich ein Hauptbestandteil dieses MODs ist. Diese Dungeons sind zeitbeschränkte (im Normalfall 25min), einmalig, zufällig generierte Dungeons in denen sich Gegenstände, Materialien, etc. finden lassen, die es sonst nirgends zu finden gibt! Und natürlich braucht man diese "speziellen" Materialien, um weitere Dinge zu bauen und erschaffen. Aber es ist auch sehr gefährlich in diesen Dungeons: Die Monster skalieren mit dem eigenen Level (ich erwähnte es ein RPG) und falls man getötet wird - oder die Zeit ausläuft - verliert man alles, was man mitgebracht hat!

Hier kommen auch die anderen MODs ins Spiel. bzw. "nicht"! Denn das ist der "Trick" hierbei: Man muss zusätzliche MODs, die einem dann (hoffentlich) in den Dungeons oder im Allgemeinen helfen und unterstützen, erst freischalten! Es gibt also auch eine "Entscheidungsfindung", was mir denn jetzt als bestes/nächstes Hilft! Das kann ganz einfach etwas sein, um schneller Gegenstände aufzusammeln (ja, "Zeit" ist aufgrund der Begrenzung ein großes Thema) oder auch für die "Oberwelt", um besser die Materialien, die man für die Kristall"anreicherung" benötigt, herzustellen. Oder möglicherweise sogar "nur" etwas abstrakt, das man seine gesammelten Reichtümer besser sortieren kann! Viel ist möglich; aber entscheide Weise!

Ich möchte jetzt nicht ins Detail gehen, was hier alles möglich ist ... was nämlich eigentlich der Punkt ist, weshalb ich so beeindruckt von diesem MOD bin! Solche "Dungeon Crawler", wie eben Diablo, gibt es viele. Aber bei sehr vielen, auch speziell gerade bei Diablo, ist es so, dass man da irgendwo in einen Dungeon geht, dann versucht so viel wie möglich die einfachen Gegner zu ignorieren - kosten nur Zeit - und möglichst schnell zum großen Endboss kommt, wo es dann (hoffentlich) tolle Drops gibt! Alles andere was so herunterfällt ist eigentlich in 99% der Zeit Müll und braucht niemand.
Bei Vault Hunter ist das nicht so! So ziemlich alles, was man finden kann, hat seine Daseinsberechtigung! Das kann relativ langweilig sein, wie dass man in den Truhen eigentlich gewöhnliche Materialien findet; aber möglicherweise benötigt man diese für eine Kristallanreicherung. Zudem kann man selbst in den einfachsten Truhen die besten Gegenstände finden! Also kann "vorbeigehen" durchaus ein Fehler sein.
Oder gerade neue Ausrüstung. Ja, da ist viel Müll dabei! Aber man kann sich die Fähigkeit geben, selbst Ausrüstung herzustellen. Dafür benötigt man allerdings spezielles Grundmaterial/Metall, das man nur bekommt indem man andere Ausrüstung einschmelzt. Wer also schlechte Helme einfach wegschmeißt bzw. nicht mitnimmt hat diese "speziellen Metalle" nicht.
Auch haben viele Gegenstände einen "Verwertungszweck". z.B. kann man Statuen finden, die einen mit zufälligen Material versorgt (auch für Kristalle etc.). Allerdings produzieren die nur für eine begrenzte Zeit. Danach muss man sie aber nicht entsorgen ... bzw. doch, sollte man! Denn man kann diese geradezu "Kompostieren" und wenn man genug in den Kompost geschmissen hat, dann bekommt man eine "Omega-Statue". Diese produziert auch Material, etwas langsam, dafür aber für immer! Durchaus wichtig diese Dinger.
Und so sieht es quer über die vielen Gegenstände und Material aus. Kaum direktes ignorieren und "auf den Müll", sondern kann fast immer was einsetzen. Natürlich ist die "Tiefe" dahinter nicht unendlich. Aber es ist unglaublich, welche Komplexität das ganze hat. Auch in der Balance, was man so braucht für Erweiterungen und freigeschalteten MODs (viele "normale" Materialien sind durch spezielle Vault-Materialien ausgetauscht worden, damit es nicht zu einfach wird). Es ist unglaublich gigantisch!

... Vielleicht zu gigantisch! Das ist nämlich das "Problem": Aufgrund der Komplexität und Möglichkeiten ist das Spiel eigentlich nichts für einen "Normalverbraucher". Ja, auch in Diablo haben Spieler schon Hunderte Stunden Spielzeit reingesteckt. Aber im Prinzip rennen die immer die gleichen Dungeons ab und bekämpfen den letzte Boss andauernd. So ist das Prinzip da. Auch Vault Hunters hat ein Ende: Man muss 25 Artefakte sammeln, dann kann man den "Final Dungeon" öffnen und am Ende auch einen letzten Boss besiegen. Ich hatte ja gemeint, ich bin durch einen Streamer auf diesen MOD aufmerksam geworden. Das ist ein Streamer, der jede Woche ca. 15-20h diesen MOD spielt. Angefangen hat er - hab nachgeguckt - am 1.5.2022. Das war Kalenderwoche 18. Jetzt, wo ich das schreibe, ist 3 Monate später, KW32. Also ca. 14 Wochen Wochen hat er gespielt; rechnen wir mal mit dem untersten Wert - also 15h pro Woche - ist das 14*15h=210h! Mit dieser massiven Zahl an Stunden in diesem Spiel ist er nun knapp über Level 80 - es gibt etliche Fähigkeiten, die brauchen Level 100+ - und besitzt glaube 3 Artefakte! (wobei er zugegeben auch nicht direkt nach Artefakte jagt) Also ist nichtmal in der Nähe vom Ende. Der Macher hinter dem Spiel hat für die erste Version einen Server mit Freunden - allesamt Minecraft Streamer, also mit viel Zeit - aufgesetzt und die haben anscheinend fast ein Jahr auf dem Server gespielt! Wobei erst vor Kurzem "das Ende" hinzugefügt wurde. Artefakte waren glaub schon länger alle vorhanden.
Aber egal. Kann man so eine krasse Stundenanzahl überhaupt einem "Normalverbraucher", wie dir und mir, zumuten? Ist das nur was für "Vollzeitstreamer"? Oder einfach Leute mit einem enorm langen Atem? Es ist halt schon ein sehr krasser Zeitverbrauch für dieses Spiel/MOD!

Trotzdem ist es unglaublich faszinierend! Ich "oute" mich, dass ich tatsächlich überlege, mir das reinzuziehen und zu spielen... und ich hab eigentlich gar keine Zeit dafür :P Aber bisher war halt Minecraft für mich: "Ich brauch ne Idee, was ich tue!" ... und ich bin unkreativ und hab keine Idee ;) Aber mit diesem MOD ... da hat man ein Ziel vor Augen (auch wenn es weit weg ist). Man hat im Prinzip eine definierte Problemstellung und braucht eine Lösung dafür. Das kann man dann kreativ oder eben nicht so sonderlich kreativ lösen, aber so "aus dem Nichts" muss nichts einfallen! Kommt mir entgegen :D

Ich halte euch auf dem Laufendem, ob ich in das Loch springe ;)

 

01.08.2022 18:05 Uhr   #254
Mal wieder einen Bericht von meinem Baden in Blut!
Aber bin gerade Faul! Daher: Speed-Bericht!

3-2-1

GO!

Hitze bei Aufbau!
Hagel :(
Aber es wird!
Dixies sind schwer :(
Wir haben Aussichtsplatform!
MET-Hütte bekommt neues Dach
Merchstand der Mittwoch ankam ist Freitags tatsächlich fertig mit aufbauen :P
Wir sind inzwischen gut gesponsort
Rotting Christ rocken gut ab!
Destruction leider nicht nur Feuershow auf der Bühne, sondern auch im Himmel; Abbruch :( Doofes Wetter!
Kein Schlaf in der Nacht - Party bis 4 und Regen sind nicht hilfreich!
Neue, wieder verwendbare Becher kommen gut an; deutlich weniger zum Aufräumen Samstag Morgen
Es wird voll und heiß!
Auf der Jagd nach komischen Outfits und allgemein Menschen!
Primordial reißen ab! <3
Am Ende wird die Crew gefeiert
... und wir trinken noch gemütlich bis tief in die Nacht!
Abbau mit Grillputzdienst ... was? Die Friteusen kann man für 60 EUR auch dreckig abgeben? DEAL!
Leider für die Heimfahrt keinen Kühlschrank im Auto um noch ein paar Steaks mitzunehmen :(
Das Ende ist nah!
Bis zum nächsten Jahr!

Bilder gibt es HIER und HIER!

 

14.07.2022 14:30 Uhr   #253
Wir sind inzwischen ca. 2 1/2 Jahre in Coronazeiten, da kann man mal wieder was über Corona schreiben.
Wobei "über"!? Eher einfach mal den "Stand der Dinge". Vor allem aus der Sicht von mir als "Gamer" und was so in der Videospielwelt passiert.

Etwas langweilig ist gerade China. Deren übele Corona-Maßnahme mit Lockdowns jenseits von gut und böse (ich verlinke da nichts, habt ihr alle mitbekommen) dürfen die kaum raus.
z.B. hat im Mai ein großes DotA2 Turnier in Stockholm stattgefunden. Das war Teil der aktuellen "Weltmeisterschaftsqualifikation". Aber obwohl sich drei Teams aus China dafür qualifiziert hatten, blieben die zu Hause und hatten nur ein kleines "internes" Turnier. Aktuell sind wir kurz vor dem nächsten Turnier dieses Typs; dieses mal in Arlington in den USA. Mal schauen ob da die Chinesischen Teams aufkreuzen... Zumindest lässt sich ein Team jetzt in Saudi Arabien für ein Turnier blicken. Da werden aber auch insgesamt 4 Millionen Dollar verteilt; bei dem offiziellen Event "nur" 500.000!

Ansonsten mal ein Blick in die USA und physischen Spielen! Hatte hier ja auch mal über Magic: The Gathering geschrieben. Auch hier gibt es, wie da erwähnt, Turniere.
z.B. organisiert Star City Games (SCG) Events. Schon seit Jahren und auch vor Corona. Waren/Sind sehr beliebt. Doch seit einem Event Anfang Juli (also gerade um die Ecke) haben sie ihre Corona-Richtlinien geändert. bzw. eine weggenommen: Man musste keinen Impfnachweis oder Coronatest mehr vorweisen! Das hat so manchen "geärgt". Hier ein "irresponsible" Beispiel; ich finde leider nicht mehr den Tweet, wo einer, der anscheinend seit Jahren Judge/Schiedsrichter bei den SCG-Turnieren ist, seinen "Abschied" verkündet hat, weil er da nicht hingeht. btw. Wie man dem Twit-Longer entnehmen kann, sind/waren Masken weiterhin Pflicht da vor Ort. So ungefähr sah das aus.

Etwas extremer nimmt das die Speedgaming Community (nachdem ich jetzt mehrere Texte von mir verlinkt habe, muss ich das hier auch mal machen)
Der größte Speedgaming-Marthon, die GamesDoneQuick Serie, hat ihr Sommerevent SGDQ (SummerGDQ) tatsächlich mal wieder live abgehalten. Hat auch gerade erst Ende Juni/Anfang Juli stattgefunden. Auch hier hat diese Ankündigung "schock" ausgelöst. Hier die Absage eines sehr bekannten und beliebten Speedrunners.
Aber was war jetzt "extremer" daran? Nun, während bei den MTG-Events es für die Leute ok gewesen wären, wenn es halt die Impfstatusprüfung/Testkontrolle gäbe, reicht das der Speedrunningcommunity nicht! Denn diese hatten diese Kontrolle dabei! Ich finde jetzt für das SGDQ-Event nicht mehr die Corona-Regeln, aber im Oktober soll mal wieder mein Lieblings Speedgaming-Marathon RPG Limit Break Live in Location stattfinden. Und in diesem Link sieht man geschrieben, das eben der Impfstatus komplett sein muss und die ganze Zeit FFP2-Masken (dort N95 genannt, aber prinzipiell das selbe) getragen werden müssen. Auch SGDQ hatte das. Hier ein Blick ins Publikum: Einzelne Sitze, alle mit dieser Maske und halt alle geimpft; und trotzdem eben die erwähnten Aussagen, dass das also so gar nicht geht!

OK, das ist "in der Welt". Schauen wir doch mal in die Nachbarschaft!
Obig erwähntes Stockholm-Major. Wie sah es da denn mit Corona aus? Nun, ich gebe zu ich finde keine guten Bilder, aber hier ein offizielles Siegerfoto wo man das Team sieht und ein wenig Blick ins Publikum. Seht ihr Masken? Nope! Ich vermute mal, es gab auch keine Prüfung, ob man geimpft ist. So geht das hier ohne Drama!

Aber wir haben ja auch zwei andere Communites. MTG? Nun, da gab es gerade erst um die Ecke bei mir ein Commandfest. (hatte überlegt, hinzugehen aber hat nicht sollen sein...) Auf dieser Seite sind inzwischen ein paar Bilder vom Event zu sehen. Hier ein Beispielbild. Man sieht ein paar Masken, aber die meisten sitzen einfach so herum.

Kommen wir nun zum Speedrunning. So ungefähr das GDQ-Equivalent in Europa ist die European Speedrunner Assembly mit ihren Marathons. Deutlich kleiner; aber hat auch schon lange Historie (und das es kleiner ist, "meckern" da manchmal Leute, das viele Europäische Speedrunner regelmäßig in die USA zu den GDQ-Events fahren; in die andere Richtung aber meist nur sehr vereinzelt. Entsprechend ist da die "dichte" der Speedrunner geringer. Aber ich schweife ab). Schauen wir da doch mal in ein Video; zu beachten ist, das ist von Februar - also da war Corona-Höhepunkt in Europa oder so ... aber seht ihr Gesichtsbedeckungen? Mal abgesehen von der Person im Astronautenkostüm? Nein? Jo, ok...

Irgendwie ist Europa in einer anderen Welt... bei uns scheint niemanden Corona mehr zu stören; von manchen Ausnahmen abgesehen. Aber alle möglichen Events finden statt, alles ist offen, nur noch teilweise in Öffentlichen Verkehrsmitteln muss man Maske tragen.
Und zum Thema Impfung: Also ein mir gut bekannter Tangotänzer hat letzte Woche bei einem Treffen erzählt, dass er sich gerade die 4. Impfung geben lassen hat. Ich hatte gefragt, warum er das macht; Omikron-Angepasste Impfstoffe sollen doch erst im Herbst verfügbar sein (Die hier meinen September). Aber er meinte, er ist jetzt 60 und es wird ja empfohlen. Nun, gestern habe ich eine Nachricht von ihm bekommen, dass er jetzt (zum ersten Mal) Positiv getestet wurde! Man ist das eine hilfreiche Impfung gewesen... aber hoffen wir mal, dass nichts groß Gesundheitlich passiert!

So, das zum Status und unterschiede in der Welt! Macht was ihr wollt damit!

 

08.07.2022 18:37 Uhr   #252
Im Englischen gibt es die Begrifflichkeit von "Going down the rabbit hole". Gibt so keine direkte Variante in Deutsch. Letztlich ist das von Alice im Wunderland "inspiriert" und bedeutet in der heutigen Internetzeit, wenn man sich in einem Thema verliert.
Und das ist mir ein wenig passiert!

Bekanntlich tanze ich Salsa. Und auch wenn ich inzwischen verdammt viele Lieder kenne, beschränkt sich das meist auf "ah, ja, schonmal gehört! weiß ungefähr wie das Lied geht". Aber Interpret? Liedname? Absolut keine Ahnung!
Natürlich gibt es Ausnahmen. Zumindest erkenne ich meistens Lieder von meiner Lieblingsband; von meinem Lieblingslied von diesen ganz zu schweigen. Aber das einfach mal, dass ich das hier verlinkt habe :P
Ein Lied, dass ich mir warumauchimmer auch gemerkt habe ist ein Salsalied, das eigentlich nirgends gespielt wird. Warum? Es ist so verdammt schnell! Und zwar ist das El Cumbanchero von Ismael Rivera. bzw. dachte ich die ganze Zeit es ist von ihm. Erst vor kurzem bin ich darüber gestolpert, dass er gar nicht der original Interpret ist. Das Lied stammt eigentlich von Rafael Hernandez. Was mich ins Kaninchenloch gestürzt hat!
Und es geht gar nicht ganz so viel um ihn. Auch wenn ich nach etlichen Liedern, die da auf der Wiki-Seite erwähnt werden, von ihm gesucht habe. Meist sind das irgendwie eher ChaChaChas :P Aber ich bin immernoch bei El Cumbanchero hängen geblieben; vor allem da diese Interpretenerkenntnis durch dieses Video ausgelöst wurde (ja, ich kann nun auch Youtube-Videos einbinden :P auch nen Grund mal wieder so nen Eintrag zu machen):



Ein Bläserorchester aus Singapur (ich hab nach denen gesucht) spielt El Cumbanchero? Wtf? Was passiert hier? Und es ging danach tiefer ins Loch! Unglaublich, wie viele Asiatische Orchester das spielen!

Hier z.B. eine Version von wemauchimmer (die Japanischen(?) Schriftzeichen sagen mir nicht viel)! Aber 8 Millionen Aufrufe???


Oder ist das eine Schülerband; zumindest sieht das aus, als ob sie an einer Schule das spielen? Auf jeden Fall gehen die ab!


Das ist glaub Vietnam (und nicht Bläserorchester, sondern Symphonie-)


Aber wir können auch in unsere Nachbarschaft schauen. Holland anyone?


Oder das ist glaub aus Ungarn...


Oder läuft das unter "Asien"? Also "Syrien"?


Dieses letzte Video ist wegen mehreren Dingen bemerkenswert. Zum einen finde ich, dafür das die ein offizielles Orchester zu seien scheinen es relativ schlecht spielen (oder kommt mir das nur so vor?) und irgendwie relativ langsam ... Aber der alte Congaspieler geht ab ;) Und Syrien? War das nicht dieses komische Islamische Land? Da spielen verdammt viele Frauen völlig unverschleiert mit!
Aber das ist alles nur nebenbei. Das interessanteste ist nicht im Video hier bei mir eingebettet zu sehen, sondern geht mal auf die Youtube Seite. Denn da steht etwas drunter, was einiges aufgeklärt hat wegen diesen ganzen Asiatischen Orchestern:
Arrangement : Naohiro Iwai
Der Name klingt nicht sehr Syrisch! Aber faszinierenderweise hat dieser Mann einen deutschen(!) Wikieintrag. Ansonsten nur noch in der Französischen, Koreanischen und Japanischen Version zu finden. Letzteres ist am logischsten, denn er ist Japaner! Er scheint El Cumbanchero in die Orchesterwelt getragen zu haben! Danke dafür! Sehr faszinierend!

Und nun seid ihr dran! Wie weit konnte ich euch ins Kaninchenloch mitziehen? Schliesslich habe ich hier jetzt im Prinzip 10x (nicht ganz) das gleiche Lied verlinkt! Wieviele davon habt ihr euch angehört? Und was haltet ihr von diesem Lied?

Und zum Abschluss noch eine sehr interessante Variante, gespielt von Mr. Showmanship himself in einem kleinen Medley (El Cumbanchero fängt etwa bei 4:30 an). Und im Gegensatz zu der Syrischen Variante ist diese hier auf der absoluten Überholspur! Was für ein Können am Klavier!


Viel Spaß!

 

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